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mit falschen angaben im lebenslauf aufgeflogen

also, es soll jetzt schon real zugehen, da einen weg zu finden wäre mein wunsch. damals war ich mir auch über die tragweite meines handelns gar nicht so bewußt. dachte mir wenn ich reinhaue und meine arbeit perfekt mache, wären alle zufrieden (mit diesem gedanken hatte ich mein gewissen ruhig gestellt, als auch mit dem wissem, daß das "tunen" von lebensläufen weit verbreitet ist). waren sie auch, bis es aufflog. in diesem fall habe ich allerdings damals auch meinen arbeitgeber in schwierigkeiten gebracht und das hatte ich vorher nicht auf der rechnung.

mit einem headhunter/coach habe ich auch schon überlegt, aber wie kommt man da an einen guten und vor allem bezahlbaren?
 
Vertriebsleute mit guten Kundenkontakten werden gerne von Mitbewerbern des
früheren Arbeitgebers eingestellt. Dazu kann man die branchenüblichen Messen
besuchen und die Firmen direkt am Stand ansprechen.

Ist das Zeugnis des letzen Arbeitgebers vorzeigbar?

Gruß

Jan
 
ich bin selbstständiig seit ein paar jahren, von meinem letzten arbeitgeber gibt es kein zeugnis, da hatte ich die bauchlandung gemacht.
 
Bewerbungen ohne Zeugnisse kommen meist in den großen Stapel ganz
nach unten und versprechen wenig Erfolg. Ebenso sind größere Lücken
(mehr. als 1/2 Jahr) im Lebenslauf unvorteilhaft.

Immerhin bist Du nun 10 Jahre selbständig und hast davon leben können.
Das ist schon mal sehr positiv. Das es als Einzelkämpfer in der heutigen
Zeit schwierig sein kann und man sich nach einer Festanstellung sehnt,
wird jeder verstehen. Mit Mitte 40 sollte das noch möglich sein, ab Ü50
wird's zum Problem. Einige meiner früheren Kollegen haben ab aber auch
mit 60 noch Jobs bekommen; allerdings muss man dann beim Gehalt zu-
rückstecken...

Gruß

Jan
 
Klar wenn man das rausbekommt das denkt der Arbeitgeber du bist unehrlich. Das ist natürlich ein grund, dich nicht einzustellen. Aber dennoch würde er es ja niemanden weiter sagen.
Einfach immer neu Bewerben. Ich kenne das auch, ich schreibe auch viele Bewerbungen. Sobald die Arbeitgeber das schlimme Wort mit Kindern lesen, bin ich schon weg vom Femster...aber na und...ich probiere es immer wieder.
Man kann von den Absagen frustriert sein oder auch das ganze als Sport sehen, Wie weit komme ich da nächste mal.

Wobei ich sagen muss, ich schreibe meine Bewerbungen relativ einfach. Ohne Bewerbungsmappe ohne Profifoto und ohne langes drum und dran. Denn der Arbeitgeber soll mich einstellen. Und bis zu einem Bewerbungsgespräch habe ich es oft gut geschafft.

Darum mach es doch realtiv einfach, denn das hat meist sogar mehr erfolg.
 
Hallo,

ich komme bei diesem Problem irgendwie nicht ganz mit. Geht es jetzt nur darum, den Grund für die Kündigung in der Firma vor 10 Jahren evtl. erklären zu müssen? Und weil da dann kein Zeugnis vorhanden ist oder eben eins, das man nicht zeigen möchte?
 
erstmal danke für eure ideen und anregungen!

es gibt kein zeugnis von meinem letzten arbeitgeber. er mußte mir keins ausstellen (arbeitsgericht) bezogen auf meine arbeitsleistung hätte es jedoch nur positiv ausfallen können. aber es gibt halt keins.
und ja, der vorfall vor 10jahren stellt für mich eine fast nicht zu überwindende hürde da, so kommt es mir jedenfalls subjektiv vor.
 
Hallo!

Also das erste was mir bei Deiner Schilderung durch den Kopf geht ist wie unglaublich vernagelt unsere Deutschen Arbeitgeber mittlerweile zu sein scheinen... Die Strafe Deines damaligen Arbeitgebers (sowie der zuständigen Prüfungsstelle) war Deinem Vergehen in keinster Weise angemessen. Du wurdest ja behandelt als hättest Du eine tatsächliche Zugangsvorraussetzung (wie etwa ein Abitur, einen akademischen Titel etc.) frei erfunden oder hättest schwere Unterschlagung bei Deinem Arbeitgeber betrieben. Das ist ja fern ab von dem was Du tatsächlich getan hast. Und auch was Deine heutige Lage angeht frage ich mich wieso Arbeitgeber im Bewerbungsverfahren derart engstirnig-bürokratisch vorgehen müssen... Die meisten Arbeitszeugnisse bestehen ohnehin größtenteils nur aus netten, minimal variierenden Floskeln - wieso nicht lieber einen Menschen real kennenlernen? Ihm einfach eine Chance geben? Meist wird man heute ohnehin nur noch mit befristetem Vertrag eingestellt und Probezeit gibt es zudem sowieso! Es ist also keineswegs so als hätte ein Arbeitgeber keine Chance den Arbeitnehmer selbst zu testen ohne ein Risiko jahrelanger Verpflichtung (für eine Niete) einzugehen. Diese deutsche Bürokratie kotzt mich langsam wirklich an, - sorry... Vor allem wenn man dann dem gegenüber die Qualität der meisten dieser Stellen und deren Gehalt betrachtet. Da soll man oft genug für ein Gehalt knapp über dem Existenzminimum eine ellenlange Latte von Qualifikationen, jahrelange Erfahrung, äußerste Flexibilität und Belastbarkeit, einen lückenlosen, blütenreinen Lebenslauf etc. mitbringen. Dabei geht es hier zu 95% um keine Traumjobs - die meisten Arbeitssuchenden wollen heute einfach nur noch eine Stelle annehmen um zu überleben.

Ich habe derzeit ein ähnliches Problem wie Du: Habe schlimme Schicksalsschläge erlebt und hierauf in finanzieller und persönlicher Not mein Studium abbrechen müssen. Ich habe zwar eine abgeschlossene Berufsausbildung aus der Zeit davor und war nie arbeitslos oder habe staatliche Leistungen bezogen, aber ich habe eben dennoch etwas abgebrochen. Und in einem schriftlichen Lebenslauf zählen eben nur diese Daten und Fakten, nicht meine (wahrscheinlich eigentlich nachvollziehbaren) Gründe dafür die Uni verlassen zu müssen. Ich habe neben der Uni immer gearbeitet und mich also komplett selbst finanziert, doch war ich hierbei freiberuflich tätig und kann somit auch keine Arbeitszeugnisse für diese Zeit vorweisen. Nun stecke ich in einem Job fest den ich eigentlich nur als Überlebensnotlösung angenommen habe, der mir keine Freude bereitet, mich depressiv macht, ausbeutet und der so knapp bezahlt wird, dass ich grade so überleben, aber nicht einmal wichtige Versicherungen oder gar private Vorsorge oder Urlaub finanzieren kann. Grade wurde mein befristeter Vertrag wieder einmal von meinem AG verlängert - als sei dies ein Sechser im Lotto für mich und ich müsse nun unglaublich dankbar sein... Ich kann hier (bei befristetem Arbeitsvertrag...) also auch schlecht um ein Zwischenzeugnis bitten um mich nun nebenbei anderweitig bewerben zu können. Doch gleichzeitig versaut mir der schlechte derzeitige Job meinen Lebenslauf auch immer mehr - je länger ich in dieser Firma bleibe, desto mehr werden mich zukünftige Arbeitgeber nur damit abstempeln fürchte ich....

Fazit: Welche Wahl haben wir denn heute wirklich wenn es darum geht als Arbeitsuchende einen KOMPLETT ehrlichen Lebenslauf unseren Bewerbungen beizulegen?? Verläuft denn überhaupt ein Leben immer NUR aalglatt, ohne je eine Lücke oder ein Tief - sowie es uns die möglichen Arbeitgeber den Lebenslauf betreffen zu 100% abfordern?! Natürlich würde ich niemals Qualifikationen erlügen die ich nicht habe!!! Aber so wie Du es getan hast bestimmte, frühere Arbeits-/Jobzeiträume wegzulassen bzw. zu beschönigen kann einfach kein Schwerverbrechen darstellen! Zumal dies wohl durchaus auch vor dem Hintergrund der Existenzangst und Angewiesenheit auf den neuen Job entstanden ist. Ich bin was meine eigentliche Tätigkeit im Job angeht absolut ehrlich, vertrauenswürdig und loyal, ich arbeite hart und tue viel für mein Gehalt. Genau das Gleiche nehme ich auch von Dir an, so wie Du Deine Geschichte beschreibst! Und sollte es nicht eigentlich das allein sein worauf es einem Arbeitgeber ankommt?

Wenn ich Du wäre, dann würde ich bei den aktuellen Bewerbungen den damaligen Rechtsstreit bzw. Dein Vergehen außen vor lassen! Erfinde nichts dazu was Du NICHT wirklich getan hast, aber erwähne eben nicht gnadenlos alles was Dir schaden kann.
 
der Arbeitgeber hatte keine andere Wahl, ohne das Zeugnis durch die Kammer durfte er mich nicht weiter beschäftigen. was danach kam war klar(kündigung, arbeitsgericht etc). ein zeugnis wo man zumindest meine arbeitsleistung etc. bewertet hätte wäre schön gewesen. die kammer, respektive die vorsitzende des prüfungsausschusses hat die sache irgendwie sehr persönlich genommen, dabei kannten wir uns noch nicht mal. hätte die kammer das zeugnis erteilt, prüfung war ja bereits bestanden, wären irgenwie alle froh gewesen, so hatte ich den eindruck. was mir bleibt ist die genugtuung beim gerichtstermin vorm oberverwaltungsgericht, die vorsitzende des Prüfugsausschuß nebst einem anwalt waren geladen, der ton des richters gegenüber den beiden, die knappe und präzise ansprache des richters, der betretende blick der beiden, einfach herrlich. aber ehrlich gesagt mich bringts beruflich nicht weiter, respektive das vorgehen hat meine berufliche existens doch vollends eliminiert, von daher hätte ich auch gern darauf verzichtet.
 

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