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Mit 29 exmatrikuliert, keine Ausbildung, neues Studium?

Mann oh Mann. Das muss man erstmal schaffen. Exmatrikuliert zu werden ist ja nicht so ganz einfach. Und laut Therapieaussage bist du immer noch zu anspruchsvoll? Ich weiß nicht, wäre es jetzt nicht an der Zeit so richtig realistisch und demütig zu werden? Weiterstudieren? Klar, kannst du machen. Mit einem 400 Eurojob geht das ja schon irgendwie, es sei denn das Amt lässt dich nicht in Ruhe. Hast' ja auch schon eine sehr konkrete Vorstellung, Kunst oder so. Hauptsache nichts, wo man so richtig arbeiten muss, nicht wahr? In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei Fälle deiner Marschrichtung. Ich sag nur soviel: Der eine lebt jetzt seit 30 Jahren von Stütze, hat mal dieses und mal jenes studiert, hat keine Frau und keine Kids, haust in einem Ghettoviertel im Pott und seine verbliebenen Freunde sind entweder Vollproleten oder Alkoholiker oder beides. Der andere wohnte ähnlich, war nur zusätzlich auch noch vereinsamt und ist Anfang des Jahres, nachdem er zwei Monate in seiner winzigen Dachgeschosswohnung rumgelegen hat, tot aufgefunden worden. Er war nach einem Schlaganfall bewegungsunfähig und ist jämmerlich verdurstet.

Wie sieht es denn mit deinen sonstigen Fähigkeiten aus? Handwerklich, technisch, sonstwas. Oder wie wäre es mit einer Ausbildung zum Steuerberater? Vielleicht kannst du ja dann einiges von deinem Studium verwenden. Außerdem ist die Ausbildungsphase kurz und der Verdienst kann sehr gut sein.

Eine Alternative wäre z.B. die Bundeswehr oder die Bahn. Die suchen zur Zeit ja händeringend neues Personal. Da ist für so ziemlich jeden etwas zu finden und da du noch ohne Kind und Kegel bist, könntest du ja sogar schwerpunkmässig nach Jobinteresse und weniger nach Familientauglichkeit auswählen.

Also, mach dich ran.

"400 Euro Job geht schon irgendwie..."
Auf was ist das jetzt bezogen? Als Hauptjob? Wenn ja, vergiss es. Damit kannst du dir nicht mal eine Ein-Zimmer-Wohnung leisten.

Meintest du es als Nebenjob fürs Studium? Ja, wenn man sehr sparsam lebt, dann geht das, allerdings sollte das Studium dann auch was taugen.
Sehr richtig finde ich, dass du die Konsequenzen von so seltsamen Studiengängen wie Philosophie oder Kunstxy schilderst. Es ist was Wahres dran und ja man endet böse.

Das mit der Ausbildung zum Steuerberater... Ähm... Du weißt hoffentlich was ein Steuerberater ist oder?
Der TE wird doch nirgends genommen werden. Er hat 5 Jahre Recht erfolglos studiert und soll dann in einen Job wo man hauptsächlich mit Recht zu tun hat? Sehr weise.

Einfach in den sauren Apfel beißen eine Ausbildung machen und nicht zu viel erwarten.
 
Ich kann der Großstadtlegende nur zustimmen. Es läuft nicht so, dass man eben mal ein duales Studium beantragt, sich bewirbt und dann genommen wird.
Die Auswahltests sind extrem. In unserem Mehrfamilienhaus hat ein junger Mann dual studiert, der sehr gute Noten hatte. Wir sind vor ein paar Wochen mal ins Gespräch gekommen und zwischen den Zeilen kam dann durch, dass er burn out war und das alles nicht mehr gepackt hat. Der TE kann ja jetzt schon nicht mehr. Das Letzte was ich da empfehlen würde, wäre ein duales Studium.
Extremer Arbeitsaufwand, Überforderung, hohe Anforderungen.

Ich würde Praktika machen und schauen wo meine Stärken liegen und mich dann bewerben.
Ich will Jura zwar nicht mit einem normalen Bürojob vergleichen und ich weiß auch nicht wie du tickst, aber wenn du das Gefühl hast mit Recht nicht klar zu kommen, würde ich definitiv nicht Steuerberater werden oder Versicherungsvertreter.

Wären denn Krankenpfleger oder Rettungsassistent etwas für dich? Die soziale Richtung ist doch groß.


Bitte lieber TE, meide alle Studiengänge, die mit Geistewissenschaften zu tun haben oder außergewöhnlichen Charakter haben. Du willst doch nicht die 2. Bauchlandung erleben?

Klar, das klingt alles super hübsch und toll. Kulturwissenschaftler, Soziologe, Politologe. Aber die Wenigsten überlegen womit sie damit nach dem Studium hin können und da muss ich dir leider sagen, haben Krankenpfleger, Altenpfleger, Physiotherapeuten und Dachdecker nun mal bessere Chancen als ein Kulturwissenschaftler oder ein Experte für Arabistik. Dass die Altenpfleger und anderen Jobs wenig Geld bekommen ist eine andere Geschichte, aber sie sind aus Hartz 4 raus und genau darum ging es dir ja oder?

Wenn ich meinen Job als Sozialpädagogin anschaue verdienen selbst die Krankenschwestern und Altenpflegerinnen mehr als ich.
Meine Schwester ist Erzieherin und verdient momentan mehr als ich und die hat nicht 5 Jahre studiert!! Ich gönne es ihr, aber rein von der Logik fasst man sich an den Kopf. Ich hab zwar fürs neue Jahr einen neuen Arbeitsvertrag mit mehr Stunden und besserer Bezahlung, aber sie hat einen sichereren Vertrag als ich. Was ich dir damit sagen will: Auch im sozialen Bereich gibt es massive Unterschiede. Informier dich genau.

Von einem weiteren Studium würde ich dir abraten.
 
Das mit dem Steuerberater fiel mir nur in dem Kontext des Verständnisses juristisch trockener Materie ein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass fünf Jahre Studium so komplett an einem vorbei gehen, dass man hinterher auch nicht schlauer als vorher ist. Steuerberatung ist ja eigentlich eher ein Job für Wissenssammler und die Anwendung dessen. Auch die Möglichkeit der Selbstständigkeit finde ich hier von Vorteil.

Aber was soll's. Der TE meldet sich ja eh nicht mehr. Wahrscheinlich haben wir nicht das geschrieben, was er hören wollte und dann hat er es schnell mal weggeklickt.
 
Ein Studium kann dein Leben verbessern... oder ruinieren. Das ist nun mal so!
Wer sich keine richtigen Ziele setzt und alles so auf "Na ja wird schon" macht und dann mittendrin merkt, dass er gerade seinen kompletten Lebenslauf gegen die Wand fährt, der darf sich nicht wundern.

Ist bei mir leider auch so. Mein ganzes Leben habe ich nur Dinge nur halbherzig getan, mir Ziele eingebildet und dann im Studium gemerkt, dass das alles völliger Quatsch ist, was ich tue und ich dafür absolut gar nicht qualifziert bin.

Entweder du bekommst noch die Kurve oder du hast schlicht und ergreifend Pech.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit dem Steuerberater fiel mir nur in dem Kontext des Verständnisses juristisch trockener Materie ein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass fünf Jahre Studium so komplett an einem vorbei gehen, dass man hinterher auch nicht schlauer als vorher ist. Steuerberatung ist ja eigentlich eher ein Job für Wissenssammler und die Anwendung dessen. Auch die Möglichkeit der Selbstständigkeit finde ich hier von Vorteil.

Aber was soll's. Der TE meldet sich ja eh nicht mehr. Wahrscheinlich haben wir nicht das geschrieben, was er hören wollte und dann hat er es schnell mal weggeklickt.

Steuerberater ist nun mal kein normaler Ausbildungsberuf, du musst viel machen, um dort anzukommen.
Selbstständigkeit... Darüber reden wir jetzt mal lieber nicht. Wenn jemand - ich sag mal - mit Mitte/Ende 20 immer noch kein Plan vom Leben hat, sollte lieber sehr klein anfangen.
Steuerberater ist ein Job den man unbedingt wollen muss, außerdem muss man rechtlich fit sein, denn ich habe Unternehmensbesteuerung als Fach und glaub mir das ist richtig schlimm. Wenn du da keinen Durchblick hast, dann bist du verloren. Steuern ist nochmal ne andere Welt als zb Strafrecht oder Kaufvertrag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und noch was. Auch wenn es dir finanziell vielleicht nicht so gut geht: Mach mal Urlaub, fahr mal weg. Es muss ja nicht nicht der Oman sein. Da reichen auch Ostsee oder der Schwarzwald.
5 Jahre zu studieren auch wenn man nicht Erfolg hatte, schlauchen. Ohne Erfolg erst recht.
Wenn du dann eine Ausbildung bekommst und gleich da rein stürzt, bist du nach 2 Wochen fix und fertig.
So ein Tapetenwechsel wirkt manchmal Wunder.
 
Entweder du bekommst noch die Kurve oder du hast schlicht und ergreifend Pech.

Das Problem ist oftmals allerdings auch, dass es vielen Abbrechern besser geht, als den Absolventen.
Ein Abbrecher mit Jura wird auf dem Arbeitsmarkt lieber genommen als ein Master mit Kulturwissenschaften, bei dem es dann heißt, er sei überqualifiziert.
 

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