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Missbraucht vom Vater - anzeigen???

  • Starter*in Starter*in Cutie
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    vater
Hallo Cutie,

an sich brauchst du deinem Hausarzt nicht erzählen warum, aber du solltest es dennoch tun, insbesondere da er dir ggf. gleich einen geeigneten Therapeuten empfehlen kann. Viele sind ja spezialisiert und für dich wäre ja jemand auf Sexualdelikte/Mißbrauch spezialisierter Psychologe am geeignetsten. Hausarzt und alle übrigen Ärzte stehen ja unter Schweigepflicht, sagen also nix ohne dein ausdrückliches Einverständnis weiter. Jedes Gespräch bleibt streng vertraulich, du musst also keine Angst haben..und an sich ist es ne gute Übung gleich beim Hausarzt das Thema direkt beim Namen zu nennen. Du musst dich absolut für nix schämen oder schuldig fühlen, das weisst du doch! Daher trau dich ruhig, wird schon gut gehen. Oder falls du dich nicht traust zu reden...die berühmte Sprachblockade (kenn ich auch von mir) schreib dem Arzt was auf nen Zettel, oder verweise auf diesen thread.
Da in HInsicht auf Therapien ggf. Wartezeiten mit einzuberechnen sind würde ich so bald wie möglich zum Hausarzt um das ganze anzuleiern....damit du nicht noch mehr enttäuscht bis über zu lange Warterei auf einen Therapieplatz.

Aus deinem Beitrag klingt nun viel mehr Ehrlichkeit dir selber gegenüber, Selbstvertrauen und Zuversicht und das ist echt klasse und freut mich für dich. Somit kommst du weiter...Schritt für Schritt und du wirst das schon hinkriegen, da bin ich mir sicher.

Du warst bereits viel zu lang viel zu allein mit deinem Trauma, wird Zeit, dass da mal frischer Wind in die dunklen Kammern deiner Seele geweht wird und du mit dieses Trauma mal endlich ausmistest. Das wird dich sehr erleichtern, wirst sehen.

Weiter so, nur Mut und immer ein Stückchen voran!
LG
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo tyra!
vielen dank für deine zeilen. diese haben mir wieder ein stückchen mut zugesprochen.
ich werde auf jeden fall zu meinem hausarzt gehen und mir eine überweisung geben lassen. ich hoffe sehr, dass er mir gleich einen geeigneten arzt empfehlen kann. einer, der hoffentlich geduld hat. denn ich glaube immer noch, dass ich nicht drüber sprechen kann. es wird mir zumindest sehr schwer fallen. vor allem mache ich mir auch etwas sorgen, wenn der arzt dann details wissen möchte. an die kann ich micht nicht erinnern. ich habe das glaub alles zu sehr verdrängt, so sehr, dass ich mich an einzelheiten nicht erinnern kann. was mach ich dann? kann man diese erinnerung irgendwie zurückholen?
auf jeden fall bin ich echt entschlossen, was zu tun. ich bin ja jetzt auch schon 26, werd 27 in einigen monaten. und dann ist auch schon bald alles verjährt. mein vater muss auf jeden fall vorher noch zur rechenschaft gezogen werden.
ich glaube nicht, dass ich selbstbewusster und offener geworden bin, ich bin einfach nur entschlossen, was zu tun. ich habe viel zu spät erkannt, dass mich das ganze einfach innerlich kaputt macht. ich habe viel zu lange geschwiegen. das ganze ist jetzt schon 13 jahre her. ich bin echt froh über den tag, wo ich meine regel bekommen habe. und ich bin froh darüber, dass es seit dem ein ende hatte. es hat sich lang genug über zig jahre hingezogen. jetzt werd ich diesen schritt auch noch gehen. er wird dafür bereuen. er soll kapieren, das was er gemacht hat, total daneben war.
ich hoffe, dass ich das ganze durchstehen werde.
und ich hoffe, dass ich dann ganz schnell einen therpieplatz bekomme.
 
Hallo Cutie,

keine Sorge Psychologen haben ne Menge Geduld und ich denke dein Hausarzt wird dir auch jemand gutes empfehlen können. Oder ggf. eine Beratungsstelle vor Ort, die wissen an sich auch immer gute Adressen. Du musst ja auch nicht gleich im ersten Termin dein gesamtes Leben und Innerstes auf den Tisch klatschen, sondern erst lernt man sich mal allgemein kennen, du kannst gucken ob dir der Arzt oder Ärztin gefällt...hast die Wahl ne Frau oder Mann als Therapeuten zu nehmen, kannst jederzeit wechseln, wenn es nicht passt etc.und dann geht die Therapie schrittchenweise voran, wobei du immer mitbestimmen kannst wie schnell und was besprochen wird...ist also überhaupt nix Dramatisches!
Grundsätzlich solltest du dich aber auf jeden Fall bemühen über den Mißbrauch zu reden ....ein wenig Vertrauen zum Therapeuten fassen und über alles reden, was war und was dich jetzt bedrückt etc. Ist alles vollkommen vertraulich und dir passiert überhaupt nix schlimmes, wenn du dir alles von der Seele redest, im Gegenteil wird es dich erleichtern und gut tun.

Aber ich bin mir sicher du packst das schon, wenn du dir erstmal nen Ruck gegeben hast, wirst sehn. Trau dich nur, ist ja zu deinem Besten! Und du wirst das auch durchstehen, vertrau ein wenig auf dich, du bist viel stärker als du denkst.
Deine Entschlossenheit ist schon mal ein sehr guter Antriebsmotor um in Sachen Verarbeitung nun voran zu kommen. Nutze diese Energie und mach möglichst bald nen Termin aus um einen Therapieplatz zu kriegen.

Ich drück dir die Daumen und nun mal los!
LG
Tyra
 
Ich versteh nicht, warum sich die Opferberatungsstelle immer noch nicht gemeldet hat? Haben die kein Interesse an Ihrem Job, jemandem zu helfen?
Am 03.07. werde ich zu meinem Hausarzt gehen und dann alles in die Hand nehmen. Ich muss endlich was tun. Aber Hilfe kann man aber anscheinend nicht von jedem erwarten. Bin etwas enttäuscht darüber. Aber trotzdem werde ich mich nicht entmutigen lassen.
 
Hallo Cutie,

sehr gute Einstellung, dass du die Sache in die Hand nimmst.
Was die Opferberatungsstelle angeht: kann sein, dass die überbelastet sind od.ä. du hattest ja glaub ich ne Mail geschickt...besser ist es oft persönlich hinzugehen..dann kriegt man immer sofort Hilfe, ist ja verbindlicher ein persönliches Gespräch etc, kannst ja mal nachfragen was da los ist...fragen kost ja nix....wie es so schön heißt.
Zudem gibt es ja auch mehr als nur eine Opferberatungsstelle und einige sind auch recht fix...daher: nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und weiter kämpfen, ggf. nochmals persönlich zu dieser Beratungsstelle, die haben oft genauere Erfahrungen und auch gute Adressen für die spezielle Problematik des sexuellen Mißbrauchs.
Das mit dem Hausarzt ist gut, damit die Therapie mal angeschoben wird und er dir ne Überweisung dazu mitgibt.

Viel Glück weiterhin!
LG
Tyra
 
Hallo Tyra!
Ich werde zu meinem Hausarzt gehen, den kenne ich schon seit Jahren und es ist schon etwas Vetrautheit da. Die Opferberatungsstelle würde mir da etwas schwieriger fallen. Ich könnte mit denen glaube ich nicht richtig drüber reden oder es würde mir zumindest ziemlich schwer fallen. E-Mail schreiben ist da irgendwie viel leichter für mich.
Mein Hausarzt ist bis Freitag im Urlaub. Deshalb werde ich dann am Montag hingehen, gleich morgens. Zwar ohne Termin, aber ich will das jetzt schnell etwas geschieht. Dann komm ich zwar etwas später an die Arbeit, aber ich denke, dass ist für mich und meinen Chef in Ordnung.
Ich bin etwas aufgeregt, habe auch ein wenig Angst vor diesem Schritt, aber es muss jetzt einfach was passieren.
Vielleicht schaffe ich dann auch meinem Schatzi und meiner Ma davon zu erzählen.
 
Hi Cutie,

GEsundheit geht vor...also kriegst du das mit dem Arzttermin Montag früh schon hin...

Angst brauchst du nicht zu haben...bzw. setz dich drüber hinweg...ist der erste SChritt mal getan, wird es leichter.
Jeder hat im Leben Schiss vor ungewohnten neuen Situationen..aber wer weiterkommen will...und das willst du ja...der muss sich darüber hinwegsetzen und mal trauen neue Wege zu gehen. Ist ja alles für dich und deine Zukunft, und daher: Augen zu und durch!!

LG
Tyra
 
Ich war heut beim Arzt (gestern hat es nicht gekappt). Erstmal musst ich ne Stunde warten, hab dann schon überlegt, ob ich gehen soll. Aber ich hab mich dann zusammengerissen und bin geblieben. Als ich dann zum doc ins Zimmer bin, musste ich auch da noch ein wenig warten. Hab am ganzen Körper gezittert und als überlegt, wie ich anfangen soll, was ich sagen soll.
Dann kam er ins Zimmer und fragte, wie es denn aussieht momentan (sagt er immer). Ich hab ihm dann gesagt, dass ich eine Überweisung zu einem Therapeuten brauche. Er hat mich angeuckt und gefragt, was denn sei, für was und so. Dann hab ich ihm gesagt, dass ich jahreland von meinem Vater mißbraucht worden bin. Dann kamen auch schon Tränen. Ich fing voll an zu heulen. Hab sogar Nasenbluten auf einmal gehabt. Mir ging es richtig sch****. Sein erster Satz war dann, ob die Mutter nichts mitgekriegt hat. Ich sagte, anscheinend nicht. Auf jedem Fall hat er mir dann geraten zu einem Psychater zu gehen. Dies sei sinnvoller. Er hat mir auch gleich Adressen gegeben. Und ich solle nicht so lange warten. Auch sagte er, das es gut war, dass ich mich jetzt an ih ngewandt hab, dies wäre ein erster Schritt. Er hat mir viel Glück gewünscht, dass ich den weiteren Schritt schaffe. Er sagte, es ist schon ein Anfang gewesen, dass ich zu ihm gekommen bin. Da hat er ja Recht. So, jetzt hab ich die Überweisung und hab total Angst vor dem nächsten Schritt. Ich möchte nicht allein zu so einem Psychater gehen. Habe schon überlegt, ob ich meine Mom frage, ob sie mitkommen mag. Aber ich weiß nicht. Irgendwie wäre es komisch, wenn ich sie fragen würde, ob sie Lust hat mit zum Psychater zu kommen.
Irgendwie fühle ich micht jetzt ein wenig komisch. Als ich vom doc weg bin, habe ich mich einen kleinen Moment etwas besser gefühlt. Aber das war nicht von langer Dauer. Jetzt kommt der nächste Schritt und mir ist wieder total schlecht.
Was wenn der Psychater nicht gut ist? Wie komme ich an gute Psychater? Kommen die auch nach Hause? Zu Hause ist die Umgebung gewohnter, ich glaube, ich würde mich da besser fühlen. Auf jeden Fall muss es eine Frau sein, ich glaube, die würden mich besser verstehen. Und ich könnte vielleicht auch besser mit denen reden?
Ich wünsche mir nichts sehnlicheres als das mich mein Freund in vielen Dingen besser versteht. Ich hoffe, dass ich ihm bald darüber erzählen kann. Trotz Angst vor seiner Reaktion, wünsche ich mir Verständnis von ihm. Er soll wissen, warum ich so bin wie ich bin, warum ich manchmal für ihn unverständlich reagier etc.
Ich hoffe, ich kriege das hin. Es wird ein schwerer Schritt, das alles. Aber das hat mir mein doc heut auch gesagt.
 
Hallo Cutie,

zunächst einmal ein dickes Lob zu deinem Hausarztbesuch und das du das durchgezogen hast! Da kannst du echt stolz auf dich sein.

In Hinsicht auf den Psychiater...du kannst jederzeit, wenn du den nicht magst woanders hin.. du kannst dir selber jemanden aus dem Ärzteverzeichnis bei dir vor Ort heraussuchen...ggf. auch eine Psychiaterin wenn dir das lieber ist...Ich persönlich stehe auch eher auf weibliche Ärzte...hab selber nur Frauen als Zahnarzt, Frauenarzt etc..
Wichtig ist halt nur, dass du einen solchen FAcharzt, bzw. Fachärztin raussuchst und hingehst..egal wie schwer es dir fällt...Du hast die erste Hürde geschafft und wirst auch die zweite Hürde schaffen....da bin ich mir sicher...

Auf deine weiteren Fragen: nein Psychiater kommen nicht ins Haus, normal ist es in deren Praxis zu gehen...und das ist an sich auch kein Problem...beim zweiten und dritten Termin hat man sich auch daran gewöhnt....

Dein Hausarzt hat REcht damit ,dass du nicht zu lange damit warten solltest, mach also ggf. diese Woche noch oder Anfang nächster Woche irgendwo nen Termin. Kannst dir ja immer noch überlegen ob du dann deine Mutter mitnimmst oder ne Freundin...aber du kannst das notfalls auch alleine schaffen!

In Hinsicht auf deinen Freund würde es dich und auch eure Freundschaft sehr entlasten, wenn du mal so einiges erklären würdest...ich habe stets erfahren: offene und direkte Wege sind immer die besten...Heimlichtuerei birgt viele Risiken: nicht verstanden und daher letztlich gemieden zu werden und letztlich steht man alleine da...Auch wenn manche WAhrheiten schmerzlich sind, so muss man sie dennoch aussprechen um damit klar zu kommen....ich finde: je eher desto besser! Dein Freund liebt dich und wird dich sicherlich verstehen und zu dir halten. Wenn du es ihm nicht erzählst besteht die Gefahr, dass du irgendwann zusammenklappst, es dann doch herauskommt..auf die eine oder andere WEise und er ggf. sauer wird, es nicht verstehen kann, dass du ihm so wenig vertraut hast, dass du dich ihm nicht anvertraut hast.
Wenn ich mich in deine Lage hineinversetze: ich würde mich extrem unwohl fühlen anderen ständig was vormachen zu müssen, nicht die Wahrheit auszusprechen, dass der Vater ein AR***war, ein TRiebtäter der an sich hinter Gitter gehört...er hatte dich damals zum Schweigen verdonnert und wenn du schweigst bist du immer noch sein Opferlamm und braves Mädchen...buah...das finde ich gruselig...ich würde eher auf die Strasse gehen und die Wahrheit rausbrüllen, oder einen Zeitungsartikel dazu veröffentlichen, ne Anzeige machen zumindest irgendwas um mich ein für alles Male aus diesem Schweigegelübde ggü dem Täter zu befreien. Du solltest ein für alle Male begreifen: dich trifft keinerlei Schuld! Er allein ist der Schuldige und durch dein Schweigen schützt du ihn, nicht dich! Dich machst du damit nur kaputt... Du solltest anfangen dich selber zu schützen indem du dein Schweigen brichst.

Was mir grad noch einfällt: was ist mit deiner Schwester?...anfangs schriebst du ja, dass ihr beide als Betroffene euch einig wart beide was zu unternehmen...warum also nicht gemeinsam?

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
hey also rechtlich gesehen is die verjährungszeit von missbrauch 10 jahre bei vergewaltigung 20 jahre! und wegen ob es ausreicht du und deine schwester denke schon ich bin grad in der gleichen lage nur gegen eine andere person in der familie und bei mir hat es bis jetzt gereicht das nur meine schwester und ich direckt dazu was sagen können! aber wir haben auch erst grade ne anzeige gestartet also soviel is da noch net im gang! wie du das anstellen musst is einfach du musst nur zur polizeistelle gehen und ihnen sagen das du ne anzeige aufgeben willst und warum! wen du kannst geh gleich zur kriminalpolizei! dann musst du deine aussage wenigstens einmal webniger machen und es ist leichter weil zu denen wirst du so oder so überstellt!

Liebe Grüße noch Maya
 

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