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Missbrauch-emdr-Sexualität zerstört

  • Starter*in Starter*in LaRosa
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L

LaRosa

Gast
Hallo,

ich habe wegen sex. Missbrauch in der Kindheit eine Therapie angefangen (Psychoanalyse mit Schwerpunkt emdr zur Traumaaufarbeitung).
Zuerst lief alles sehr gut: Ich habe Vertrauen zu der Therapeutin aufgebaut und sie war sehr, sehr einfühlsam.
Dann hat sie gedacht: "Prima, die Frau sie stabil, machen wir die erste Sitzung emdr."
Damit fingen die Probleme an. Die Erinnerungen kamen nach und nach und nach ... meistens wenn ich sie gar nicht haben wollte, nämlich nachts. Und obwohl ich immer wußte, ich bin missbraucht worden, hat mir emdr auf einmal durch nur eine Sitzung die Erinnerung an so verdammt viel mehr gegeben. Der Missbrauch war schlimmer gewesen, als ich gedacht hatte. Ich habe lange gebraucht um das zu begreifen.
Es war, als hätte ich eine Bestie geboren.

Die Sache ist die: Ich war vorher immer devot im BDSM - Bereich gewesen. Nach der Sache mit emdr war ich es nicht mehr wirklich, jedenfalls nicht devot.
Ich habe ja auch begriffen: S/M war nur ein Weg, mit dem Missbrauch zurecht zu kommen, indem ich ihn immer wieder "nachgespielt" habe. Ich konnte auch vor der emdr - Sitzung nur ausschließlich Sex haben, wenn BDSM - Sachen passiert sind, wobei ich aber erst seit ich 18 bin wusste, was BDSM ist.
Ich habe freiwillig auch vorher Sex gehabt, aber nichts dabei gespürt, rein gar nichts.

Und JETZT ist es schon wieder so, dass ich nichts spüre, nach emdr. Jetzt bin ich aber auch nicht mehr S/M, ich bin gar nichts mehr. Toll ...
Ich habe einen Freund mit dem habe ich seit ich 18 bin S/M gemacht, und jetzt droht diese Sache mit der Therapie unsere Beziehung zu zerstören. Ich bin jetzt Mitte 20, und ich mag meinen Freund. Er leidet, dass ich nicht mehr so bin wie früher. Hat jemand auch mal so etwas erlebt?

LG,
Rosana
 
Hallo Rosana,

wenn du BDSM lebst, weil es dir dabei hilft das Erlebte zu verarbeiten ( bzw. dir hilft damit besser umzugehen ), ist es logisch, dass du in Phasen, in denen du anders am "Erlebten" arbeitest ( z.B. Therapie ), nicht die Sehnsucht nach BDSM verspürst. Dein Partner - auch wenn es schwer für ihn sein mag - sollte damit umgehen können. Mag sein, dass du eines Tages wieder den BDSM Weg gehen wirst, aber wenn nicht....dann sollte die Beziehung trotzdem stabil genug sein.
 
Zärtlichkeit kann ich mit Sex nicht vereinbaren. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.
Das Problem ist ja, dass ich gar keine Lust auf Sex habe und auch nichts mehr fühle und ich kann nicht mal BDSM haben um etwas zu fühlen.

Die Therapie habe ich übrigens abgebrochen, weil mir die emdr - Sache zu heftig und belastend war und mir das Innere nach Außen gekrempelt hat. Die Therapeutin hat mir auch geraten, mir jemand anders zu suchen, denn das Vertrauensverhältnis zu ihr wäre wohl zerstört, und da käme sie nicht mehr weiter mit mir.
Leider finde ich niemand anderes, der auch emdr anbietet, wie gesagt, ich mach das nicht nomal.

Die Sache ist, ich weiß gar nicht, in wieweit emdr jetzt etwas kaputt gemacht hat in meinem Kopf, und ob das wirklich so empfehlenswert ist, das gemacht zu haben.
 
Hallo,

deine Psyche muss momentan mit schwierigen Dingen klar kommen und sie verarbeiten. Da es für dich offensichtlich zu schwierig ist, mit dem Schmerz klar zu kommen, hat dich deine Psyche erst mal ausgeschaltet. Darum fühlst du während dem Sex nichts. Man kann Gefühle eben nur ein- oder ausschalten, aber nicht zielgerichtet einzelne Gefühle ausschalten.

Gib dir Zeit. Rede mit deiner Therapeutin. Es wird sich wieder ändern. Da müsst ihr beide Geduld haben.

Ich kann dir nicht versprechen, dass alles wieder beim Alten sein wird, wenn du mit der Verarbeitung durch bist. Mir ging es ganz ähnlich wie dir. Auch ich habe Missbrauch durch SM-Erlebnisse verarbeitet und es kam eine Zeit, da war der Schmerz nicht mehr so stark und meine Lust nach SM ist seitdem nur noch sehr gering. Aber das muss dir nicht auch so gehen. Und wenn ... dann ist es eben Zeit für einen neuen Anfang.

Ich kann heute ohne SM leben, weil es mir besser geht, weil der Schmerz nur noch sehr klein ist. So sehr es mir um meine damalige Beziehung leid tut und ich traure meinem Partner sehr nach, aber ich bin auch glücklich mit dem neuen Gefühl - und ich habe eine wirklich wunderschöne, erfüllende Beziehung gefunden, in der ich sehr viel mehr ich selbst sein kann, als ich das je bei meinem damaligen Partner war.

Durch eine Therapie kann sich viel ändern. Aber es ist auch zum Besseren. Was nichts daran ändert, dass der Verlust von Dingen und Menschen, die einem zum Zeitpunkt unendlich wichtig sind, sehr, sehr weh tut. Da kann ich dich gut verstehen.


Tuesday
 
Die Therapie habe ich übrigens abgebrochen, weil mir die emdr - Sache zu heftig und belastend war und mir das Innere nach Außen gekrempelt hat. Die Therapeutin hat mir auch geraten, mir jemand anders zu suchen, denn das Vertrauensverhältnis zu ihr wäre wohl zerstört, und da käme sie nicht mehr weiter mit mir.
Leider finde ich niemand anderes, der auch emdr anbietet, wie gesagt, ich mach das nicht nomal.

Die Sache ist, ich weiß gar nicht, in wieweit emdr jetzt etwas kaputt gemacht hat in meinem Kopf, und ob das wirklich so empfehlenswert ist, das gemacht zu haben.
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Ich hab den Beitrag erst gelesen, nachdem ich meinen abgeschickt habe. Dazu möchte ich gerne noch was sagen.

Ich habe eine Ausbildung als EMDR-Therapeut. Hab da also ein bisschen Ahnung.

Vorweg eine Frage. Habt ihr die Sache mit den Augenbewegungen gemacht oder eine Klopftechnik? Ich denke nämlich, das zweite ist etwas sanfter.

In der Tat ist diese Technik sehr mächtig und es kann in der Psyche viel lostreten. Man sollte es nicht meinen, von dem bisschen Augenbewegung. Mich erstaunt das immer. Aber es werden in der Tat Erinnerungen hoch geholt.

Deine Therapeutin hätte dir sagen müssen, dass die Reaktion heftig sein kann und sie hätte dir einen zeitnahen Termin anbieten müssen und sie hätte dafür sorgen müssen, dass du im Notfall versorgt bist. Also entweder gibt sie dir für diesen Zweck ihre Handynummer oder sie versichert sich, dass du die ganzen Notfalladressen in deiner Umgebung kennst.

Wenn sie das nicht gemacht hat, war sie nicht sehr sorgsam.

Was du jetzt brauchst, ist keine weitere EMDR-Sitzung, sondern Stabilisierung. Eigentlich müsste das, was da hochgekommen ist, besprochen werden. Und da finde ich es merkwürdig, dass dich die Therapeutin einfach gehen ließ. Letztendlich kann sie dich natürlich nicht festbinden, aber sie scheint ja deine Entscheidung noch unterstützt zu haben.

Natürlich ist dein Vertrauen jetzt erst mal erschüttert. Du wurdest gerade traumatisiert. Was da hoch kommt, ist ja ein Schock. Entsprechend heftig ist deine Reaktion.

Dann kommt dazu, dass in deinem Leben Dinge durcheinander geraten sind. Auch das ist beängstigend und macht noch unsicherer.

Aber eben da muss ein guter Therapeut ansetzen und dir dieses Vertrauen zurückgeben, es neu mit dir erarbeiten. Das wäre auch für dich eine wichtige Erfahrung gewesen. Letztendlich wurde durch den Missbrauch in deiner Kindheit das Urvertrauen zerstört und als Therapeut muss man dem etwas entgegen setzen, indem man das Misstrauen aushält und sich gegenüber dem Klienten verlässlich verhält.

Es tut mir leid, dass das in diesem Fall nicht geschehen ist.

Wenn du jetzt nach einem Therapeuten suchst, geht es erst einmal nicht darum, dass er EMDR beherrscht, sondern dass er in der Lage ist, eine Erstversorgung zu machen. Du brauchst akut einen Gesprächspartner, der mit dir das entstandene Chaos sortiert. Das müssen gar nicht viele Stunden sein.

Wie sieht es finanziell bei dir aus? Wenn du dir einen Therapeuten leisten kannst, der nicht von der Kasse bezahlt wird, mach das. Wie gesagt, wir reden von drei bis fünf Stunden. Nur um erst mal das Chaos in den Griff zu bekommen.

Anderenfalls würde ich dir raten, dich mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen und denen von einer Traumatisierung durch die EMDR-Sitzung erzählen und auch sagen, dass die Therapeutin die weitere Zusammenarbeit mit dir ablehnt, du aber ganz dringend jemanden brauchst und jede Kassen-Therapeut natürlich ewige Wartezeiten hat, du also darum bittest, dass die Kasse einen Therapeuten zahlt, der keine Zulassung hat. Das machen die in solchen Fällen (nicht einfach mal so, aber wenn man es dringlich macht, geht da was).

Ansonsten solltest du es mal mit EFT versuchen. Kostenlose Anleitungen findest du im Netz. Bei Youtube gibt es Videos.

Du könntest mit dieser Technik die akute Traumatisierung in den Griff bekommen, bevor sich daraus eine Angststörung oder ähnliches entwickelt. Such dich mal durch und wenn du Fragen hast, kannst du sie mir gerne stellen.


Passende Traumatherpeuten findest du unter diesen beiden Adressen:

EMDR Institut Deutschland
www.traumatherapie.de: EMDR, Institut für Traumatherapie Oliver Schubbe


EMDR hat nichts in deinem Kopf kaputt getan. Ob es nun so sinnvoll war, darüber lässt sich streiten. Das Problem bei dir ist, dass die Reaktion sehr heftig ist (was normal ist) und du nicht die richtige Nachsorge bekommst. Das Verhalten deiner Therapeutin ist mir ehrlich gesagt ein völliges Rätsel.

Du kannst es also noch mal versuchen. Aber erst, wenn du wieder stabil bist. Das hat jetzt Priorität.


Tuesday
 
Ich nochmal 🙂

Zum Thema Sex möchte ich dir noch was sagen.

Stell dir vor, du wurdest auf der Straße zusammengeschlagen. Kiefer und Nase sind gebrochen, Zähne wurden rausgeschlagen, du hast einen heftigen Tritt in den Magen bekommen. Würdest du in diesem Zustand von deinem Körper erwarten, dass er Lust auf Sex hat und möglicherweise noch auf Szenen mit "Pseudogewalt"?

Genau das ist deiner Psyche gerade passiert. Sie ist verletzt und nicht zu knapp.

Dein Gehirn verarbeitet das, was da hochgekommen ist, nicht als Erinnerung, sondern als eben erst geschehen. Du kannst dich also nicht davon distanzieren. Das ist nichts, was irgendwann mal passiert ist. Dein Körper wird gerade massiv von jeder Menge Hormone überflutet, die alle gleichzeitig "Alarm" schreien.

Weinen wäre jetzt eine gute Idee. Schreien. Zeitungen zerreißen. Laufen, bis zur völligen Erschöpfung laufen. Das sind Traumalöser.

Und dann in der Therapie dem Gehirn beibringen, die Erlebnisse wie alle anderen auch unter "Erinnerungen" ablegen.

Da gibt es übrigens Imaginationsübungen zu, die du auch alleine machen kannst. Es gibt Bücher von Luise Reddemann, wo sie das ganz gut beschreibt.


Tuesday
 
Ojehhh ... erst mal danke für die lieben Antworten. Das hilft mir bestimmt sehr. Ich habe auch grade EFT gegoogelt und gelesen, dass es eine umstrittene Technik ist.

Mir ist schon nachvollziehbar, dass diese - Retraumatisierung? - meinem Hirn vorkommt wie gerade erst geschehen, aber es ist jetzt schon 10 Monate her, dass ich die Therapie abgebrochen habe.
Ich habe eingesehen, dass mir das alles passiert ist. (Das habe ich nämlich der Therapeutin immer wieder gesagt: "Es kommt mir gar nicht vor, als ob mir das passiert wäre, sondern jemand anderem oder es ist wie ein Film.")
"Alles ganz normal.", sagt sie.
Also, ich kann nicht mehr zu ihr zurück, sie hat gesagt, ohne Vertrauensverhältnis ginge es nicht weiter. Ich habe auch die Seiten angeschaut, die du geschickt hast. Ja, in meiner Gegend ist nichts zu machen. Es ist alles ausgebucht, ich habe telefoniert und ja, die Krankenkasse bezahlt mir Psychoanalyse oder Verhaltenstherapie (kann ich mir aussuchen), aber nicht unbedingt emdr. Das wäre nur eine "Dreingabe" zu einer der beiden Therapieformen, und mehr nicht. Ich habe mit dem Mitarbeiter telefoniert. Also für mich quasi unbezahlbar ...

Ich weiß nicht, warum sie mich nicht mehr wollte. Sie hat auch drei Monate vorher Stabilisierung gemacht und dann nur eine einzige emdr - Sitzung (mit auf den Finger schauen). Erst ist nichts passiert, aber dann am Abend kam die Schlüsselerinnerung an den Mist, an dem alles andere aufgereiht war wie an einer Kette.
Oder wie ein Teil, das aus dem Sumpf hängt, man zieht daran, und nach und nach kommt es immer mehr heraus, bist man sieht, dass es nur die Schwanzspitze von einem Ungeheuer war, das ganz im Sumpf untergetaucht war.

Die Therapeutin (das hat ich ihr auch gesagt), scheint irgendwie Angst vor mir gehabt zu haben. Deshalb wollte sie mich in Wahrheit loswerden.
Und ich habe angefangen sie zu hassen, als es mir so schlecht ging.

Mal eine Frage, Tuesday, falls es nicht zu persönlich ist. Hast du jetzt, bzw. bist du jetzt "normal" was die Sexualität betrifft?
Bei S/M switcht man ja. Das kann ich jetzt nicht mehr, ich will es auch gar nicht versuchen, da regt sich bei mir schon eine Wut, wenn ich dran denke.
Die Therapeutin hat nicht verstanden, was ich mit "switchen" meine, ich habe dann versucht, es zu erklären. Ich denke, ich muss es dir nicht erklären.
Wo ist denn bei dir der Teil hin, zu dem du vorher geswitcht bist?
 
Hallo,

Wie Tuesday schon sehr toll ge- beschrieben hat: Du brauchst viel Geduld & Zeit mit Dir

Ich selbst habe , zwar ohne direkte Therapie im klassischen Sinne, doch aufgrund eines anderen Ereignisses meine bis dahin gelebte Sexualität " verloren ". Daher kann ich verstehen , wie Du Dich fühlst und möglicherweise glaubst, da käme nichts mehr nach.

Dem ist allerdings nicht so. Zumindest bei mir , bekam es alles eine andere Richtung. Die war mir zwar erst absolut fremd, doch im Laufe der Zeit und dank meines damaligen Partners, " gewöhnte " ich mich an sogenannte " normale " Sexualtität und bin inzwischen soweit, das ganz gut geniesen zu können.

Habe die EMDR allerdings auch noch vor mir, das heisst die detailierte Aufarbeitung unter Profileitung,bin mir allerdings auch schon bewusst darüber, das es passieren kann, das kein Stein auf dem anderen bleibt und sich nochmal alles ändert.

Habe den Mut und suche Dir erneut einen Therapeuten Deines Vertrauens. Du bist noch jung und je früher Du anfängst aufzuarbeiten, um so weniger wirst Du im Alter eingeholt.

Ich wünsche Dir den Mut, das Durchhaltevermögen und Kraft 🙂
 
Dem ist allerdings nicht so. Zumindest bei mir , bekam es alles eine andere Richtung. Die war mir zwar erst absolut fremd, doch im Laufe der Zeit und dank meines damaligen Partners, " gewöhnte " ich mich an sogenannte " normale " Sexualtität und bin inzwischen soweit, das ganz gut geniesen zu können.

Habe die EMDR allerdings auch noch vor mir, das heisst die detailierte Aufarbeitung unter Profileitung,bin mir allerdings auch schon bewusst darüber, das es passieren kann, das kein Stein auf dem anderen bleibt und sich nochmal alles ändert.

Habe den Mut und suche Dir erneut einen Therapeuten Deines Vertrauens. Du bist noch jung und je früher Du anfängst aufzuarbeiten, um so weniger wirst Du im Alter eingeholt.

Ich wünsche Dir den Mut, das Durchhaltevermögen und Kraft 🙂

Danke auch dir für die Antwort. Ich bin froh, dass emdr für mich vorbei ist und will das nicht nochmal durchmachen. Wenn du zurecht kommst jetzt, dann ist doch alles in Ordnung. Ich wollte auch alles wissen, habe es immer wieder gesagt, dass ich das schon aushalte, der Therapeutin jetzt. Sie hat nur wissend gelächelt, und ich war ärgerlich.
Als es aber so weit kam, da war es wie - naja, man erlebt genau die gleichen Gefühle wie damals genau wie damals, als ob es damals wäre. Man weiß, es ist nicht damals, aber das ist dem Hirn gleich. Es kommt einfach alles hoch, wie wenn man einen Eimer mit Wasser aufrührt, an dessen Boden sich eine riesen Dreckschicht abgesetzt hat. Man kann kotzen, man kann Schmerzen bekommen, man kann heulen, zittern, sich in der Ecke zusammenrollen oder Todesangst haben. Es ist wie ein Horrortrip aus dem man nicht aussteigen kann. Und dann helfen nicht alle Skills, mir persönlich hat nur einer (!) aus der ganzen Liste geholfen.

Wenn man es macht, dann ist es wie mit der roten oder der blauen Pille aus "Matrix", bei mir war es jedenfalls so. Es hat alles verändert. Es hat mir viel genommen, nämlich Illusionen über die Täter, die ich vorher hatte. Ja, ich habe immer mitgespielt beim Heile-familie-spiel, aber dann, nach emdr war eben Schluss damit.
Das war schmerzhaft zu erkennen: Die sind Verbrecher. Die erklären dich noch für verrückt und würden alles getan um ihr Lügenmärchen aufrecht zu erhalten, dass "doch gar nichts passiert" wäre. Es ist schmerzhaft zu erkennen, dass man nicht geliebt worden ist.


Ich kann das gar nicht so gut erklären, das kommt gar nicht rüber wie schlimm es wirklich ist. Ich weiß auch nicht, ob emdr wirklich die beste Methode der Wahl ist, es gibt auch noch andere Techniken, und da ist die Sache mit der Traumaverarbeitung besser steuerbar.

Vielleicht hatte ich ja Glück, dass es nicht noch schneller und noch heftiger hochgekommen ist nach der Sitzung, denn dann wäre ich wirklich psychotisch geworden oder hätte mich möglicherweise auch umgebracht. Es war aber sehr hart an der Grenze.


 

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