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Miss Perfect?!

  • Starter*in Starter*in Hazel
  • Datum Start Datum Start
Hallöchen =)

Na, schönen Urlaub gehabt?

Ne rollige Katze stelle ich mir lustig vor. *lol* Wir hatten hier auch mal Katzen. Also einen Kater und ne Katze, aber wirklich rollig? Mhm. Ist mir nie aufgefallen.
Aber es sind ja nicht nur die Katzen, die Frühlingsgefühle haben - guck mal raus. Überall turteln die Tiere rum und zumindest hier kann man sich auch vor Päärchen und Kinderwagen nicht retten.

Mir ist allerdings im Moment gar nicht nach Frühling.
Noch sind zwar Ferien, aber ich bin doch geistig schon wieder in der Schule.
Ich muss noch nen philosophischen Text verfassen, auf den ich keine Lust habe, und für meine Klausuren lernen ... Klausurphase direkt nach den Ferien. Toll.
Besonders um Bio muss ich mich kümmern. Ich habe keine ahnung vom Oberstufenbio und meine Lehrerin ist ein Drachen.
Aber irgendwie kann ich mich zum Arbeiten nicht aufraffen. Ich sehe nur den Berg arbeit der noch zu erledigen ist und verkrümel mich resignierend mit nem Buch in die Ecke oder gehe an den PC.
Auch die Hausarbeit lass ich liegen. Ich müsste eigentlich mal einkaufen gehen. *seufz*

Ich habe im Moment wieder so ein Tief und auf gar nichts Lust.
Heute sollte ich ja eigentlich zum Ortho, aber der Termin musste verschoben werden und irgendwie sitze ich auf glühenden Kohlen.

Mit meiner Mutter ging es die letzten Tage auch nicht sonderlich gut.
Die wollte nicht mit mir reden, hat mich nichmal angeguckt- was weiß ich was für Launen sie jetzt wieder hat.
Das Problem ist nur, dass ich so sensibel bin und besonders jede noch so kleine Zurückweisung meiner Mutter mir richtig weh tut.

Vorgestern bin ich ihr dann den ganzen Tag auf die Nerven gegangen und nach Startschwierigkeiten war es auch, als wenn alles in Ordnung wäre.
Wir haben viel geredet (jetzt nicht über die Situation, aber über die Familie, darüber, was ist, wenn ich mal ausziehe etc. ) und rumgealbert.
Ich habe ihr auch von der Orthopäden-Problematik erzählt - zu meiner Verwunderung teilt sie jetzt die Ansicht meines Vaters.
Wenn wir so Spaß haben, merkt man eigentlich nichts von der Kluft zwischen uns. Ich dachte auch immer, ich bilde mir das ein, aber meine Mutter hats auch gemerkt, dass wir uns teilweise völlig distanzieren.
Sie konnte auch gar nicht damit umgehen, als ich sie umarmen wollte. Sie hat gar nicht geschnallt, was los war, hat mich erst weggeschoben und beim
x-ten Versuch fast nen Herzstillstand gekriegt, als sie ihre Arme um mich gelegt hat.

Sorry, wenn ich da so ein Drama draus mache, aber so einen schönen Tag mit meiner mutter hatte ich auch schon lange nicht mehr.
Wir sehen uns kaum, weil jede so vor sich hinlebt und wenn wir uns doch mal sehen, dann sehen wir uns eigentlich nicht, sondern durch einander durch.

Hinterher ging es so weit, dass wir uns über die Namen der
enkelkinder-in-spee "geschtritten" haben ... Ich konnte mich vor Lachen nicht mehr halten.
Wenn ich nen Sohn kriegen würde, würde er "Finn" heißen, da sind wir uns einig, aber meine Mutter kann sich mit "Marissa" so gar nicht anfreunden und würde bei einer enkelin "Paula" wollen - was mir so gar nicht passt.
Jetzt ruft sie mich immer Paula um mich aufzuziehen.

Das ist eigentlich ganz witzig, aber irgendwie fühle ich mich auch schon wieder gekränkt durch den fremden Namen.
Meine Mutter meinte nämlich, dass sie mich Paula nennen würde, wäre sie jetzt mit mir schwanger und aus irgendeinem Grund fühle ich mich angegriffen. Keine ahnung, wieso.

Na ist auch egal.
Ich habe so die Nase voll von diesem Tief, weil ich nichts geregelt kriege und das Gefühl habe, ich nehme mich viel zu wichtig.
Es gibt Leute die viel schlimmer dran sind, als ich, warum sollte ich dann so einen aufstand machen?
Ich habe das Gefühl, das Gejammer steht mir gar nicht zu und ich stehle eure Zeit ... so wichtig bin ich wirklich nicht.
*seufz*

Ich weiß ja auch nicht. Im Moment ist auch alles unnütz. Meine Mutter ist mal wieder am Stall, meine Oma ist auch nicht da, auf meine Freunde habe ich keine Lust, arbeiten oder einkaufen will ich nicht, ich weiß gar nichts mit mir anzufangen.
Mir ist langweilig, aber ich stehe weiterhin unter Strom und am liebsten würde ich einfah bis zum Sommer durchschlafen. Ich bin hundemüde- ich kann einfach nicht mehr und muss eigentlich powern.
Alles regeln, meine Klausuren gut machen, einkaufen, putzen, der Hund muss auch raus ... kochen könnte ich auch mal wieder.
ich will einfach nicht mehr!

Diser Dauerstress ist jetzt seid ich 13/14 bin und die Anspannung frisst mich von innen. Um so mehr ich mich reinhänge um so schlimmerf wird es.
Ich brauche schon ein Synonym für Stress, weil das Wort so abgenutzt ist.

Und während ich hier absaufe hat meine Ex-beste Freundin mal wieder nur Glück. Die war jetzt ein jahr in Neuseeland und konnte einfach vor dem Stress weglaufen. Sie hat neue Freunde gefunden und wollte eigentlich im Sommer wiederkommen.
Das hat mich schon wahnsinnig gemacht, weil das mein Traum war und sie ihn gelebt hat. Sie hatte unterstüzung von allen seiten, alle lehrer haben ihr (zugunsten des austauschs) alles durchgehen lassen... die letzten klausuren brauchte sie nicht mitschreiben und hat sie trozdem aufgeführt, als wäre die ganze Welt furchtbar gemein zu ihr.
Ich hab versucht, für sie da zu sein, aber das hat damals noch zusätzlich an meinen Nerven gezerrt.
Während des Jahrs ohne sie, hatten wir kontakt per e-mail und haben auch ein paar mal telefoniert.
Gestern hat sie mir geschrieben, dass sie zwar wieder kommt aber dann auf eine privat Schule wechselt.
Mich würden die an sowas gar nicht wollen, da meine Familie gar nicht gut genug ist ... ihr Vater heiratet jetzt wieder und ihre Stiefmutter ist schwanger. Die haben so einen Plast von Haus und so viel Geld, dass wir gar nicht wüssten wohin damit.
Es ist ein wunder, dass ihr vater ihr überhaupt den Umgang mit´leuten wie uns erlaubt hat.

jedenfalls scheint sie den sonnenschein gepachtet zu haben und eigentlich sollte ich mich ja für sie freuen.
Aber ich kann nicht.
Ich fühle mich richtig verraten von ihr.
Ich musste immer für sie da sein, ihr immer helfen und jetzt bin ich ihr egal.
Sie musste kaum etwas dafür tun, alles wird ihr in den schoß gelegt ...

Ich bin echt voll fertig und ich weiß nicht mal wirklich warum.
Ich fühle mich grässlich, wie das aller letzte.
Ich bin es doch überhaupt nicht mehr wert, auch mir selbst nicht.
Ich will und kann nicht mehr.
Könnte so heulen. Wie soll ich noch den rest meines lebens überleben?
Ich weiß nicht was ich will.
Aber ich darf es sowieso nicht.
Und aufgeben darf ich auch nicht - man gibt nicht auf.
Ich bin auch danbar, dass ihr euch die Mühe macht, all diesen Mist zu lesen ... ihr müsstet es ja nicht.
Vielleicht wäre es besser, wenn es mich gar nicht gebe.
Alle brauchen mich bloß als stütze, als Leiter nach oben, und ich ich bleibe immer bloß hier in diesem Drecksloch .. *seufz*
Manchmal komme ich mir wirklich vor wie atlas ... oder wie Sysifuss, der immer seinen stein den Berg raufrollt.
Ich habe angst, der stein überrollt mich.

Im moment habe ich das gefühl, alle wenden sich von mir ab, lassen mich allein.
Ich komme mir vor wie in der wütse ... oder einem eisloch.

Hazel
 
Ohgottohgottohgott!

Ich weiß nie was, ich sagen soll, wenn du dein Herz so ausschüttest. Immer nur dieser ganze "Das Leben ist schön"-Blablabla. Der nützt keinem. Als ich dein lächelndes Hallöchen gesehen habe, dachte ich erst: Gut, die Dinge stehen gut. Und dann das. Das einzige, was ich dir jetzt sagen kann ist, das ich nicht denke, dass deine Probleme unwichtig sind. Und vor allem, bist du nicht grässlich oder unwichtig.
Durch dich weiß ich endlich, dass es noch mehr Leute gibt, die Englisch über die Maßen mögen 🙂 Ich wollte dir eigentlich das hier zukommen lassen, doch erstmal die Vorgeschichte:

Wir sollten für Kunst mal ein Bild malen. Meine Freundin Josi machte das gearde zu Hause zu Ende, als ein Käfer über das Bild krabbelte. Sie hat ihn gleich liebgewonnen und taufte ihn Karl. Im Laufe des Tages verschwand er und ward nicht mehr gesehen - bis Montag. Da öffnete sie ihr hausaufgabenheft und der geplättete Karl fiel auf den Boden des Sprachkabinetts *Laughing out very loud* Ich find das immer noch sehr witzig und machte allerlei Bemerkungen über ihn. Vor den Ferien ließ sie nun anfragen, ob ich die Sätze zu einer Grabrede zusammenschustern könnte. Ich konnte, bin gerade fertig geworden. Vielleicht wären dir Zusprüche lieber, doch mehr habe ich leider nicht.


Grabrede für Josefine V., gewidmet Karl dem Käfer

Karl war ein guter Käfer. Wie er die jungen Tage seines Lebens verlebt hat, unsere beschränkte menschliche Vorstellungskraft mag es nur erahnen. Doch Karl war ein Schöngeist, ein Künstler, und sicherlich bezog er seinen Lebensnektar nur aus den farbenprächtigsten aller Balkonpflanzen und war immer auf der Suche nach den schönsten Blumen, die in dieser Stadt, hinter Maschendrahtzaun, Oasen in der Wüste gleichen.
Und so ließ er seine vierhundertneunundsechzigtausend Augenpaare nicht durch Abgase und Kunstlicht trüben und fand schließlich seinen Weg durch das auf Kippe stehende Fenster in das, ja, man kann es ruhig so nennen, Kunstatelier der Josefine V., die ich auch hier unter den Anwesenden verzeichnen kann. Ich rechne es dir hoch an, dass du gekommen bist. Ich weiß, du hast ihm sehr nahe gestanden.
Nun, er folgte seinen Instinkten und fand seinen Weg in das Kunstatelier der Josefine V., die im Begriff war ihr bis dato größtes Kunstwerk zu schaffen. Oder versuchte es zu schaffen, denn sie steckte in einer Schaffenskrise, die wohl nur durch die Anwesenheit dieses kleinen, scheinbar unbedeutenden Käfers gelöst werden konnte. Und Karl, der sich schon immer an den Formen und Farben ergötzte, er hatte seine Berufung gefunden, seinen Lebensinhalt. Und er verbrachte eine, für einen Käfer, beachtlich lange Zeit, um ihr, mit seiner mentalen Anwesenheit, über alle Hindernisse auf dem Schaffensweg, den sie beschreiten musste, um ihr Werk zu schaffen, das nun zu vollen Ruhm und Glanze in der Kunsthalle gelangt, hinweg zu helfen.
Ja Josi, Karl liebte deine Farbwahl, deine Pinselführung. Er besah sich das Bild von nahem, er versuchte förmlich es mit seinen sechs Beinen zu spüren, mit seinen kleinen Füßchen Farben und Formen und die Lebensgeister, die in diesem Meisterstück vereint, in sich aufzusaugen, in sich, denn, ja, er liebte dein Bild! Und glaube mir, nichts wäre ihm lieber gewesen als im Angesicht dieses gemeinsam geschaffenen Werkes sein Leben zu lassen. Unschuldig, plötzlich, schnell und schmerzlos. Ja, er starb im Angesicht der Kunst, im Angesicht des Bildes, das ihr durch eure gemeinsam verbundenen Kräfte geschaffen.
Er konnte gar nicht anders, als es sich noch einmal nach der Vollendung anzusehen und glaube mir, er war schier geplättet. Es scheint mir, als wollte er seine Seele in euer Bild hinein versetzen. Nun, du warst nur Mittel zum Zweck, Josefine V., glaube mir, Karl hatte es gewollt. Ja, warum hätte er sich wohl sonst jenen Ort ausgesucht, dein Hausaufgabenheft, um sich niederzulassen? Dein Hausaufgabenheft, der Spiegel deines Lebens und seiner Abläufe. Nur so konnte er sich sicher sein, dass du ihn nach seinem Ableben wiederfindest. Wäre er einfach entfleucht, du hättest dich nicht gewundert. Die Wege der Käfer sind unergründlich und für Menschen nicht zu beschreiten und die Lebensspanne eines Käfers ist kurz. So verschwinden sie und sterben, für das menschliche Auge unsichtbar, einen einsamen Tod. Doch dieser Käfer war anders! Er wollte durch die Hand eines Künstlers sterben. So nur, ließ er sich auf den Seiten nieder, die die Welt bedeuten und wartete. Man kann sagen, er hat dir sein Innerstes nach außen gekehrt, damit du ganz genau weißt, was in ihm vorging, als er im Namen der Kunst, den schmählich matschigen Tod empfing.
Es ist eine wahre Schande, dass seine sterblichen Überreste ihr Ende auf dem ungefegten Boden des Sprachkabinetts finden mussten. Oh ja, bei Gott, wahrlich eine Schande. Jedoch, Karl liebte die Farbe blau und es wäre ihm nichts lieber gewesen, als sich der sanften Plastik-Umarmung eines blauen Müllsacks sicher zu sein, der ihm als Sarg dient, während er auf das wohl bunteste Sammelsurium unserer Stadt gebracht wird, als letzte Ruhestätte – die Müllhalde. Und nur so konnte er eins werden mit dem wiederverwertbaren Müll. Und denk an meine Worte, Josefine V., wenn du demnächst eine Plastikflasche oder die Wegwerfverpackung einer Schachtel öffnest, denke an Karl, denn diese seine Seele könnte darin wiedergeboren worden sein. Höre nicht auf an Karl den Käfer zu denken. Er hat dir eine Botschaft hinterlassen, in deinem Hausaufgabenheft, die sich über mehr als zwei Wochen erstreckt. Und ich rate dir nun, Josefine V., trenne diese eben erwähnten Seiten heraus, denn sie sind vergangen, genau wie Karl. Durch ihn wurde dir bewusst, wie vergänglich die Kunst, wie relativ die Zeit.
Doch heißt vergangen nicht vergessen! Du sollst die Erinnerung an ihn in alle Ewigkeit in deinem Herzen mit dir tragen, denn keine, und ich meine wirklich keine, Berührung zweier Lebenswege, und mag sie noch so klein gewesen sein, bleibt für den jeweils anderen ohne Bewandtnis. So auch im Falle von Karl.
Und somit, trenne die Seiten heraus und klebe sie in chronologischer Reihenfolge nebeneinander auf ein Stück Pappe, welches du dann rahmen und an die Wand hängen sollst, in ewiger Erinnerung an Karl den Käfer. Wir mögen nie vergessen, Karl war ein Künstler, ein Schöngeist, ein Freund der Farben und Formen, ein inniger Lebensabschnittpartner von Josi,
und ein verdammt guter Käfer.
Asche zu Asche, Staub zu Staub, Karl in Ewigkeit. Amen.
 
*breit grinst*

Bei der Grabrede musste ich jetzt doch lachen ... also wirklich.
Ne Grabrede für nen Käfer *grins* Ihr habt wohl nix zu tun? =D
Danke übrigens, jetzt hatte ich heute doch noch was zum Lachen =)

Ich war jetzt doch einkaufen, hab soweit alles bekommen, wenn auch viel zu teuer ... ich hab bestimmt 3/4 stunde an der kasse gestanden *grummel*
Aber jetzt ist meine Laune nicht mehr ganz so mies ...

Ich werde jetzt erstmal etwas putzen und musik aufdrehen ... mals sehen, vielleicht komme ich ja auch noch zum Lernen.
Ich muss auf jeden Fall was sinnvolles tun sonst sitz ich wieder nur vorm PC und esse was das Zeug hält *lol*
Tja, man kann mich durchaus als verfressen bezeichnen, aber seit ein paar wochen ist's echt schlimm- deshalb schraub ich das jetzt wieder runter.
Also nicht, dass man mit meine Gefräßigkeit ansehen könnte.
Bin mit meinen 1,72 m recht schlank, konnte bisher auch immer alles & egal wie viel essen, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen, aber als ich jetzt über Ostern bei Verwandten war kam dann der Spruch:
Du bist im Gesicht fülliger geworden, nicht mehr somager. Nimmst du zu? Sieht gut aus.
- Pah! Vonwegen. Ich hab voll keine Lust zuzunehmen, darum zügel ich das gefutter jetzt.
Ganz schön schwierig, da ich mich bisher noch nie zurück halten musste oder auch nur wusste wie man "Zunahme" buchstabiert 😵 *grummel*

Na ja, ich quassel gerade ganz schön ...

Hazel
 
Hi!

Feiertage sind was schlimmes. Ich war mal 'ne zeitlang bei den Weightwatchers und muss sagen, ich habe Erfolge gesehen. Und wer kümmert sich da schon um einen knurrenden Magen in der Nacht? *seufz*
Doch seit Weihnachten vorletzten Jahres...ich hatte die Grenze der Belastbarkeit meiner Widerstandskraft erreicht.

Schätze mal, wenn die Schule wieder losgeht wird keiner von uns mehr die Zeit finden sich für längere Zeit hier aufzuhalten, nich? Ich werde mein Bestes tun. Ich hab dieses Forum richtig liebgewonnen und alle Individuen, die es bevölkern. 🙂
Seitdem ich hier bin, verbringe ich allerdings sehr viel Zeit am Combjuddar. Der Lebensgefährte meiner Mutter guckt schon immer ganz skeptisch.

Na ja, ich wünsche dir jedenfalls alles Glück der Welt für die Prüfungen.

P.S. Wir haben sogar mehr zu tun als mancher andere Schüler, aber
Ferien = viel freie Zeit.
 
Hi!

Vermutlich werden die Besuche hier während der Schulzeit seltener, aber kommen werde ich trotzdem noch. Jetzt vielleicht nicht während den blöden Prüfungswochen -_-" ... das Glück werde ich brauchen. Für deine Arbeiten wünsche ich dir auch alles Gute.

Meine Mom wundert sich auch schon "was zum geier ich dauernd zu tippen" habe *lol*

Naja ... ich werde dann noch ein bisschen hier rumlungern. Im moment ist dann doch wieder mies, weil ich was im keller gefunden habe, dass ich vermutlich nicht hätte sehen sollen/wollen ... hab jetzt aber keine lust wieder romane zu tippen ... was soll's =(

Hazel
 
*schluck* . . . .

Also was du so schreibst gibt mir ganz schön zu denken - und macht mich auch etwas betreten . . .

die Sätze über die 'Mutter, die mehr Zeit beim Pferd verbringt, als was zu Hause zu tun, oder ihr Leben zu ordnen' die versetzen mir einen kräftigen Schubs.

Ich habe auch Pferde - und weiß, dass man sich mit der Arbeit ums Pferd wunderbar von den unangenehmen Dingen und Verpflichtungen ablenken und einlullen lassen kann.

In meinem Bekanntenkreis gibt es auch einige Frauen, die ähnlich leben. Alles dreht sich um die Pferde - jeder Cent geht für Stallmiete u.ä. drauf. Unangenehme Dinge werden ausgeblendet.
Der schlimmste Fall ist eine Frau mit 3 Pferden, die arbeitslos und allein erziehend ist.
"Pferdefrauen" sind eine Klasse für sich . . .

Ich bin von selbst aufgewacht - geholfen hat mir das Messie-Forum (um gleich klar zu stellen: da tummeln sich nicht nur Leute die im Müll leben, sondern einfach Menschen, die den Anforderungen des täglichen Lebens nicht gewachsen sind und sich in diesem Forum gegenseitig unterstützen).

Deiner Mutter solltest du beim Aufwachen behilflich sein - du übernimmst so viele Pflichten dass du auch das Recht hast, sie zur Mithilfe zu bewegen.
Wie wäre es beispielsweise, wenn du ihr vorschlägst sich eine Reitbeteiligung zu suchen, die sich mit um das Pferd kümmert und die Hälfte des Unterhalts zahlt?

Halt dich nicht zu sehr an deiner Momo-Rolle fest - sonst kannst du ohne nicht mehr leben.

LG
Brigitte
 
Hallo Brigitte,

Meine Mutter ist wirklich viel am Stall und dreht jeden cent für das vieh um, aber ich kann ihr doch nicht verbieten hinzufahren,wenn sie lieber dort als hier zuhause ist.
Früher bin ich selbst geritten und ich kenne den hof und die leute da - wegen den leuten habe ich schließlich auch aufgehört mit reiten... meine Mutter aber nicht.

Am anfang hatten wir noch kein eigenes und meine mutter hat immer gefragt, ob das okay für mich ist, wenn sie weiterhin reiten geht und so. Natürlich habe ich ja gesagt, denn da war es ja noch in ordnung.
Von einer der tussen am stall hat sie dann das pferd gekauft. Die kleine schwester der Vorbesitzerin hat auch noch ne reitbeteiligung auf ihm, aber ich denke nicht,dass man sie viel zahlen lassen könnte.
D.h. meine Mutter wird sich keine weitere suchen, weil sie eben lieber selber geht und wenn sie nicht kann ruft sie eine ihrer reiterhof-freundinnen an, dass die einspringen.

die ist da voll in ihrem element, hat freunde da und richtig spaß - das will ich ihr nicht vermiesen.
Sie hat sonst nämlich keine freunde. Alte kontakte hat sie abgebrochen und jetzt ist sie eben auch wieder arbeitslos.
Und tagein, tagaus mit der eigenen Mutter und der tochter zusammen zu sein und sonst nichts - da fällt dir doch die decke auf den kopf.
Jetzt fängt sie auch noch ne ausbildung zur tierheilpraktikerin an und hat daher noch mehr mit tieren zu tun.

Unsere wohnung quillt über vor pferde sachen ( der gipfel ist der reitbock im wohnzimmer) , reitbüchren, putzzeug, stiefeln, gerten, ...
und seit neustem schautafeln mit bezeichnungen für knochen, muskeln etc. die an der wand hängen.

Mich packt schon das kalte gausen, wenn es mir überall entgegen wiehert, aber was soll man machen? Eigentlich regt mich auch nur auf, dass sie das ganze geld für diesen "pferde-mist" ausgibt. Dauernd kommen pakete mit noch mehr kram, dies und das - dabei können wir uns das gar nicht leisten.
Aber ich kann ihr doch als tochter nicht vorschreiben, was sie mit ihrem geld macht ... das geht einfach nicht.
Mein Vater meint, er könnte den unterhalt auch direkt auf MEIN konto überweisen, wenn ich das will ... wäre ja ganz gut, aber ich will die reaktion meiner mutter gar nicht wissen. Lassen wir das.

Ich habe einen regelrechten Hass auf den Gaul ( der ja eigentlich total süß ist und nichts dafür kann, der ärmste), vermutlich, weil ich das gefühl habe, er ist meiner Mutter wichtiger als ich.
Das ist sowas wie Geschwisterneid.
Aber es kann ja nicht sein, dass das haustier gleichgestellt wird mit einem kind ... das ist total bescheuert.
Ich mag das pferd auch eigentlich, ich glaube ich bin nur deswegen auf es sauer, weil ich nicht auf meine mutter sauer sein will.

Ach, ich weiß doch auch nicht. soll meine Mutter doch machen was sie will. Ich habe es echt satt.
Ich mache mir dauernd den kopf und sie verschwendet mehr gedanken an pferdemuskeln als an mich.
In gewisser Weise kann ich es kaum erwarten aus diesem Drecksloch wegzukommen.

Ich habe mit meiner mutter neulich darüber gesprochen, was wird, wenn ich mal ausziehe.
Ratet mal: Dann zieht sie näher zum stall.
Meine Oma ist dann ganz allein mit diesem Haus .. das will ich aber nicht, weil das gemein ist und ich auch angst habe, dass was mit dem haus passiert, das ich nicht will.
Aber ist auch egal, denn bis ich meine abi habe bleibe ich auf jeden fall hier.

<<
Halt dich nicht zu sehr an deiner Momo-Rolle fest - sonst kannst du ohne nicht mehr leben.
<<

Du hast Recht, aber: Schon passiert. *seufz*

Hazel
 
Liebe Hazel, es ist wie Gel06 am Anfang geschrieben hat ein Problem, in das viele Frauen reinrutschen. Du hast bestimmt schon auf Grund der Antworten gemerkt, dass Du damit nicht alleine da stehst. Und es ist auch verständlich, dass es schwer ist, aus dieser Rolle wieder rauszukommen. Sonst würde sich ja so eine Rollenverteilung gar nicht so stark ausbauen. Es ist schon herb, dass Du da ein Problem hast, was viele Frauen erst später so erleben- oder erst später so begreifen. Auch wenn Du Dich über Dich selber ärgerst, da noch nicht rausgekommen zu sein- Du bist für Deine 17 (sorry dass ich auf dem Alter rumreite!) eine sehr sehr reflektierte Person!!! Du fragst Dich gerade ja, was DU ändern kannst, damit es Dir besser geht!!! Und genau das ist der Punkt. Das ist bestimmt der richtige Anfang. Mir fällt es auch sehr schwer, MEINE Interessen in den Vordergrund zu stellen, aber genau das MUSS gelernt werden. So lange, immer wieder, bis es von alleine geht. Und ohne schlechtes Gewissen. Das ist die schöne "Verständnisfalle": Deine Ma z.B. unterlässt Sachen, die sie einfach für Dich bringen MÜSSTE, und weil Du Dir dagegen sehr hilflos vorkommst, kannst Du Deiner Wut wenigstens noch gegenanstellen: Du verstehst, dass sie das eben nicht so gut kann. Ich habe ähnliche Probleme mit meiner Ma, bin also auch noch immer nicht so weit im mich- durchsetzen, und sie heult sich bei mir aus. Wenn ich dann was habe -? Ein ziemlich abwertender Spruch, das war´s. Wenn ich also hier mit Ratschlägen rumposaune, ist das das, was ich für mich auch lernen will und woran ich arbeite, soll nicht "von oben herab" sein. Dein Problem haben wirklich viele Frauen, denn uns wird beigebracht, die liebe, nette, verständnisvolle, fleißige zu sein. Aber Du BIST auf dem richtigen Weg, indem Du angefangen hast, Dich darüber auszutauschen. Irgendwann wirst Du das drüber- reden ändern in handeln, und Rückschläge kommen auch. Aber: Du kannst lernen, als erstes für dich dazusein. Und irgendwann wird es Spaß machen. Du bist viel Wert, Du für Dich, ohne all die tollen Dinge, die Du für andere tust. Sei ruhig wütend, wer Dich deshalb stehen lässt (und das werden manche, aber nicht alle!) hat Dich nicht verdient. Was nützt Dir der Frieden, wenn Du nicht mehr lachen kannst. Vergiss Deine Kraft nicht. Die hast Du, auch ohne die anderen. Leicht gesagt, schwerer Weg- trotzdem wichtig!! Ganz liebe Grüße, Caresse
 
Hallo Caresse,

Ich habe deine Antwort jetzt mehrfach gelesen und vielleicht habe ich dich missverstanden, aber meist du wirklich, dass ich auf dem richtigen Weg bin? Wirkt das so?
Denn ich für mich habe im Moment das gefühl mit jedem Schritt, den ich gehe, mit jedem Gedanken, immer mehr zurückzufallen.
Wieder in alte verhasste Muster rein.
Einfach zu faul und zu müde, um mich dagegen auch nur zu wehren. Auch wenn ich innerlich dagegen kämpfe breitet sich in mir das Gefühl aus, mich einfach fallen zu lassen.
Wozu noch? Wozu noch? Wozu noch?
Sie kennen MICH ja nich einmal. Sie kennen nur die Masken, in denen ich meine Rolle spiele.
Diese Masken sind so unecht, dass ich das gefühl habe ich könnte sie nehmen und in den kleiderschrank hängen.
Manchmal sind sie aber auch das gegenteil:
sitzen so fest und so unmerklich, dass ich kaum noch merke, was ist maske, was bin ich?

Vielleicht sind die Masken auch alle ich, denn sie können ja nicht aus dem nichts kommen. das problem ist, dass ich je nach situation und gesellschaft, in der ich mich befinde - oft ohne es selbst zu merken- einfach die nächste Maske überziehe.
Ist es die, von der ich mir schutz erhoffe?
Ist es die, die mein egegnüber sehen will? wähle ich sie deshalb?
Ist sie das, was ich sein möchte, aber nicht kann?
Ist es das, was ich will? Mich verstecken?
Oder will ich mich nur beweisen? Stark sein?

Ich weiß es nicht und ich will sie auch nicht mehr. Ich möchte sagen können:
Mir geht es schlecht.
Ich möchte sagen können:
Hilf mir.
Ich möchte sagen können:
Nimm mich in den Arm.
Ich möchte sagen können:
Das will ich nicht. - ohne denken zu müssen: jetzt magst du mich bestimmt nicht mehr.

ich will mich selber im spiegel sehen können, ohne mich zu hassen. Mir selber wieder in die Augen gucken können.
Doch wenn ich in den Spiegel sehe, würde ich ihn gerne zerschlagen.
Ich kann mich selbst nicht ertragen. Ich mag mich selbst nicht ansehen.
Manchmal frage ich mich:
Sieht man es mir denn nicht an?! Seht ihr mich denn gar nicht?!

Meinem eigenen Blick kann ich nicht mehr standhalten, so wenig komme ich mit mir selbst zurecht. ich sehe nur zwei müde, wässrige Augen, die sagen: Guck mich doch nicht so an! ich weiß doch auch nicht weiter!

Habe ich ablenkung z.B. in der schule, merke ich die masken kaum. In 6-11 stunden gehe ich wieder nach hause, so lange kann ich ja durchhalten.
Dann kommt das schulschluss-hoch, das hausaufgaben-tief, das hausaufgaben/arbeiten-fertig-hoch, das ich-will-morgen-nicht-tief. Und von vorne.

Manchmal, wenn ich mich nicht aufraffen kann, bleibt das fertig-hoch auch aus, da ich zwischen ich muss arbeiten-ich will nicht-muss-will nicht-muss
irgendwo festfahre um dann gleich zu: Ach wäre es bloß schon 3 monate später, dann ist dieser mist vorbei! übergehe.

Ich sehe die zukunft und sehe grauen altag.
Sehe ...
situationen, in die ich nicht will.
Leute, die ich nicht ertrage.
Lügen, die mich einschränken.
Angst, die mich lähmt.
Zweifel, die an mir nagen.
Sorgen, die mich verzweifeln lassen.
Druck, der mich bricht.
Schmerz, den ich nicht einordnen kann.
Wünsche, die ich aufgab, bevor ich es wagte sie auszusprechen.
Träume, die so fern sind, wie das Licht am Ende des Tunnels.
Hoffnung, die ich aufgeben will.
Entscheidungen, die ich nicht treffen will.
Mustern, denen ich nicht mehr folgen will.
Systemen, aus denen ich ausbrechen möchte.


Müde, hilflos, kraftlos, klein und ohne wert. wozu, wozu, wozu?
Dafür, dass sie mir bescheinigen, wie gut ich rollen spielen kann und wo noch "zu viel ich" durchkommt?
Dafür, dass sie meine Gefühle mit füßen treten?
Dafür, dass ich der welt egal bin?
Dafür, dass es mir vielleicht irgendwann gelingt, mich nicht zu hassen?
Dafür jeden Morgen mit den Milliarden "grauen Herren" um mich meinen Alltag zu bestreiten- in einer welt die vor die hunde geht?
Dafür, dass ich doch aufgebe?

Ich mag einfach nicht mehr. der Himmel ist kalt,leer und ohen sterne.

Hazel
 
Evanescence - breathe no more

I've been looking in the mirror for so long.
That I've come to believe my soul's on the other side.
All the little pieces falling, shatter.
Shards of me,
Too sharp to put back together.
Too small to matter,
But big enough to cut me into so many little pieces.
If I try to touch her,
And I bleed,
I bleed,
And I breathe,
I breathe no more.

Take a breath and I try to draw from my spirits well.
Yet again you refuse to drink like a stubborn child.
Lie to me,
Convince me that I've been sick forever.
And all of this,
Will make sense when I get better.
But I know the difference,
Between myself and my reflection.
I just can't help but to wonder,
Which of us do you love.
So I bleed,
I bleed,
And I breathe,
I breathe no more.
 

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