L
L.Madley
Gast
Hallo Hazel.
Ich bin der Englisch-Freak aus dem "Cafè"-Forum. Das, was du da schilderst ist ja schlimm. Ich bin jetzt 15 und mein größtes Problem stellt gerade mal die nächste Physikarbeit dar. Meine Probleme kommen mir gerade recht frivol vor. Ich hatte mich gewundert, warum du nicht zurüchschreibst, aber jetzt ist alles klar.
Wenn ich das so lese, klingt das fast wie der Tagesablauf meiner Mutter.
Sie lässt sich umschulen und verbringt sehr viel Zeit mit lernen, nebenbei schmeißt auch noch den Haushalt (Wäsche, unsere Brote schmieren,....). Ich habe meine Aufgaben, die sich aber auf das Ausfegen von Küche und Bad beschränken und dann versorge ich auch noch meine Katze. Katzen sind aber sehr selbständig, also ist das nicht der Rede wert.
Ich kann das, was dir bereits geraten wurde nur noch bekräftigen. DU lebst dein Leben. Lebe es nicht für andere mit. Es braucht eine gesunde Portion Freizeit, Momente, die man mit sich selbst verbringen muss, um sich näher kennen zu lernen. Sonst schaffst du es nicht deine eigenen Charakterzüge auszubilden.
Du wirst noch im Krankenhaus landen, wenn du dich weiter so belastes. Burn-Out-Syndrom.
Was mich besonders schockt sind deine sogenannten Freunde. Klar, das man mal neidisch auf den Erfolg anderer sein darf, aber das sie deine Probleme nicht akzeptieren, dich nicht anhören, glauben, dass du unendlich belastbar bist und sie dich als Miss Perfect ansehen und nicht daran glauben, dass du mal 'ne Pause brauchst, das ist doch... Ich find keine Worte, tut mir leid. Ich glaube ja, dass du sie magst, schließlich sind es deine Freunde, aber ich würde ihre Freundschaft zu dir doch in Frage stellen. Denn all das, was sie dir nicht entgegen bringen, sind eigentlich die Grundpfeiler einer jeden tieferen menschlichen Beziehung.
Ich finde es ja schön für dich, dass deine Mutter mehr eine Freundin für dich darstellt. Bei mir ist es auch so. Aber ich konnte mich bis jetzt immer darauf verlassen, dass meine Mutter die Zügel in die Hand nimmt, wenn ich nicht mehr weiter wusste und ich bin noch zu jung, als das ich ihre Hilfe nicht mehr bräuchte. Dass du das Gefühl hast, dass deine Mutter deine Hilfe braucht ist klar. Ihr habt irgendwie die Mutter-Tochter-Rollen getauscht und das ist nicht in Ordnung. Du bist erst 17. es ist an deiner Mutter dir die Welt beizubringen und dir zu helfen, wenn es zu viel wird. Und NICHT umgekehrt.
Du klingst so schüchtern (wie bescheuert muss das aus dem mund einer 15 jährigen für dich klingen), aber als du geschrieben hast, dass sich das, was auf deine "to-do" liste steht nicht viel anhört und dass du hoffst, dass sich jemand die mühe gemacht hat das alles zu lesen...Mann, ich habe echten Respekt vor dir, weißt du?
Es klingt, als ob deine mutter gewissermaßen nicht allleine gelassen werden könnte (ich meine nicht verlassen, sondern, irgendwann wirst du ja auch mal ausziehen, nich?). ich weiß nicht an welche stelle man sich in so einem fall wenden sollte, aber da deine Mutter schon seit langer zeit ihre mutterpflichten vernachlässigt, sollte es schon professionelle sein, die du in anspruch nehmen solltest.
Ich persönlich hatte, als ich noch nicht auf die schule ging, auf die ich jetzt gehe und noch nicht die freunde hatte, die ich jetzt habe, mangelete es mir auch an selbstbewustsein. ich war sehr folgsam und brav, auch bei leuten, die mich nicht mochten und die ich nicht mochte. zum glück waren wir alle noch zu klein, als das sie mich wirklich hätten ausnutzen können, aber jetzt sind wir alle an der schwelle zum erwachsen-werden und du wirst ausgenutzt oder lässt dich ausnutzen. Nicht nur von freunden und familie, auch von dir selbst. Mut brauchst du jetzt! Wenn du sagst, dass du dich niemanden anvertrauen kannst, versuche es mit diesem Forum. sich alles von der Seele zu schreiben hilft manchmal schon sehr.
Ich würd dir so gern helfen.
Alles erdenklich Gute,
L.Madley
Ich bin der Englisch-Freak aus dem "Cafè"-Forum. Das, was du da schilderst ist ja schlimm. Ich bin jetzt 15 und mein größtes Problem stellt gerade mal die nächste Physikarbeit dar. Meine Probleme kommen mir gerade recht frivol vor. Ich hatte mich gewundert, warum du nicht zurüchschreibst, aber jetzt ist alles klar.
Wenn ich das so lese, klingt das fast wie der Tagesablauf meiner Mutter.
Sie lässt sich umschulen und verbringt sehr viel Zeit mit lernen, nebenbei schmeißt auch noch den Haushalt (Wäsche, unsere Brote schmieren,....). Ich habe meine Aufgaben, die sich aber auf das Ausfegen von Küche und Bad beschränken und dann versorge ich auch noch meine Katze. Katzen sind aber sehr selbständig, also ist das nicht der Rede wert.
Ich kann das, was dir bereits geraten wurde nur noch bekräftigen. DU lebst dein Leben. Lebe es nicht für andere mit. Es braucht eine gesunde Portion Freizeit, Momente, die man mit sich selbst verbringen muss, um sich näher kennen zu lernen. Sonst schaffst du es nicht deine eigenen Charakterzüge auszubilden.
Du wirst noch im Krankenhaus landen, wenn du dich weiter so belastes. Burn-Out-Syndrom.
Was mich besonders schockt sind deine sogenannten Freunde. Klar, das man mal neidisch auf den Erfolg anderer sein darf, aber das sie deine Probleme nicht akzeptieren, dich nicht anhören, glauben, dass du unendlich belastbar bist und sie dich als Miss Perfect ansehen und nicht daran glauben, dass du mal 'ne Pause brauchst, das ist doch... Ich find keine Worte, tut mir leid. Ich glaube ja, dass du sie magst, schließlich sind es deine Freunde, aber ich würde ihre Freundschaft zu dir doch in Frage stellen. Denn all das, was sie dir nicht entgegen bringen, sind eigentlich die Grundpfeiler einer jeden tieferen menschlichen Beziehung.
Ich finde es ja schön für dich, dass deine Mutter mehr eine Freundin für dich darstellt. Bei mir ist es auch so. Aber ich konnte mich bis jetzt immer darauf verlassen, dass meine Mutter die Zügel in die Hand nimmt, wenn ich nicht mehr weiter wusste und ich bin noch zu jung, als das ich ihre Hilfe nicht mehr bräuchte. Dass du das Gefühl hast, dass deine Mutter deine Hilfe braucht ist klar. Ihr habt irgendwie die Mutter-Tochter-Rollen getauscht und das ist nicht in Ordnung. Du bist erst 17. es ist an deiner Mutter dir die Welt beizubringen und dir zu helfen, wenn es zu viel wird. Und NICHT umgekehrt.
Du klingst so schüchtern (wie bescheuert muss das aus dem mund einer 15 jährigen für dich klingen), aber als du geschrieben hast, dass sich das, was auf deine "to-do" liste steht nicht viel anhört und dass du hoffst, dass sich jemand die mühe gemacht hat das alles zu lesen...Mann, ich habe echten Respekt vor dir, weißt du?
Es klingt, als ob deine mutter gewissermaßen nicht allleine gelassen werden könnte (ich meine nicht verlassen, sondern, irgendwann wirst du ja auch mal ausziehen, nich?). ich weiß nicht an welche stelle man sich in so einem fall wenden sollte, aber da deine Mutter schon seit langer zeit ihre mutterpflichten vernachlässigt, sollte es schon professionelle sein, die du in anspruch nehmen solltest.
Ich persönlich hatte, als ich noch nicht auf die schule ging, auf die ich jetzt gehe und noch nicht die freunde hatte, die ich jetzt habe, mangelete es mir auch an selbstbewustsein. ich war sehr folgsam und brav, auch bei leuten, die mich nicht mochten und die ich nicht mochte. zum glück waren wir alle noch zu klein, als das sie mich wirklich hätten ausnutzen können, aber jetzt sind wir alle an der schwelle zum erwachsen-werden und du wirst ausgenutzt oder lässt dich ausnutzen. Nicht nur von freunden und familie, auch von dir selbst. Mut brauchst du jetzt! Wenn du sagst, dass du dich niemanden anvertrauen kannst, versuche es mit diesem Forum. sich alles von der Seele zu schreiben hilft manchmal schon sehr.
Ich würd dir so gern helfen.
Alles erdenklich Gute,
L.Madley