Ihr Lieben, die ihr mir geantwortet habt,
danke für eure Worte. Alle waren auf ihre Art hilfreich. Zu einigen möchte ich noch etwas schreiben.
An manchen Tagen geht es ganz gut. Ich habe mir ja schon vor 1,5 Jahren neue Hobbies gesucht oder habe frühere Interessen wieder aufleben lassen. Und ich kann es auch genießen, wenn sie nicht hier ist und ich die ganze Wohnung für mich habe. Ich habe sie ziehen lassen und es ist auch irgendwie ein Zeichen davon, dass ich ihr Wurzeln UND Flügel gegeben habe. Ich würde niemals nach ihrer Hilfe und Fürsorge schreien. Wenn ich sowas brauche, wende ich mich an FreundInnen. Nur manchmal vermisse ich sie einfach.
So wie du schreibst ging es mir auch ganz am Anfang, als sie gerade ausgezogen war. Und ja es hat sich für mich angefühlt, als hätte ich einen Trauerfall. Heute gehts mir manchmal eine Weile lang ganz gut. Besonders, wenn sie dann mal wieder da war kommt es vor, dass ich für einen Tag in ein tiefes Loch falle und es mir ähnlich geht wie dir jetzt. Mir hilft es am besten die Gefühle einfach rauszulassen wie sie sind und egal wie lange es dauert. Fühl dich herzlich umarmt, wenn du magst.
Was wurde mir denn gegeben? Ich werde es überstehen, aber es wird einfach noch dauern.
Die Geschichte mit dem Wolf kenne ich. Ich finde nicht, dass Gefühle wie Angst, Selbstmitleid usw. per se etwas negatives sind. Ich lebe aus was auch immer aufkommt in mir. Ich kann und möchte Gefühle gar nicht verändern, sondern nur nicht mehr immer und ständig so nah an mich heran lassen. Im Moment finde ich es noch schwierig heraus zu finden, wann es besser ist, es einfach zu durchleben und wann ich es besser wie ein Treibgut zwar anschauen kann, es aber nicht so nah an mich heranlassen muss oder sollte.
danke für eure Worte. Alle waren auf ihre Art hilfreich. Zu einigen möchte ich noch etwas schreiben.
Was sicher wichtig ist, selber nicht den Mut zu verlieren und sich zu sagen, okay, das ist jetzt Vergangenheit, es wird nicht mehr so, wie es früher war, aber es geht weiter und ist genauso wenn nicht sogar mehr interessant. Wenn die Tochter spürt, dass sie weiterhin gedanklich begleitet wird und nicht, dass die Mutter nach ihrer Fürsorge und Hilfe schreit, dann kann eigentlich nicht viel schief gehen. Man muss als Elternteil halt wissen, was vorbei ist, ist vorbei aber deshalb noch lange nicht verloren oder gar unwahr.
An manchen Tagen geht es ganz gut. Ich habe mir ja schon vor 1,5 Jahren neue Hobbies gesucht oder habe frühere Interessen wieder aufleben lassen. Und ich kann es auch genießen, wenn sie nicht hier ist und ich die ganze Wohnung für mich habe. Ich habe sie ziehen lassen und es ist auch irgendwie ein Zeichen davon, dass ich ihr Wurzeln UND Flügel gegeben habe. Ich würde niemals nach ihrer Hilfe und Fürsorge schreien. Wenn ich sowas brauche, wende ich mich an FreundInnen. Nur manchmal vermisse ich sie einfach.
Hallo, ich kann dich sooo gut verstehen.
Meine Tochter ist vor 2 Monaten ausgezogen. Seit 18 Jahren habe ich sie alleine großgezogen. Nun sitze ich allen in einem leeren Haus und fühle mich unendlich allein. Mir fehlt ihre Wärme, unsere Gespräche, unsere Nähe. Ich weiß es ist normal das sie auf eigenen Beinen stehen will. Ich kann auch nicht mit dieser Situation umgehen. Es ist eine Trauer so stark wie bei einem Todesfall. Ich kenne die ganzen „ guten Ratschläge“ aber es bringt mir nichts. Vielleicht klammere ich mich auch zu sehr an die Vergangenheit als für mich die Welt noch in Ordnung war. Kurz um, ich verstehe dich und wünsche dir Kraft um jeden Tag zu überstehen.
So wie du schreibst ging es mir auch ganz am Anfang, als sie gerade ausgezogen war. Und ja es hat sich für mich angefühlt, als hätte ich einen Trauerfall. Heute gehts mir manchmal eine Weile lang ganz gut. Besonders, wenn sie dann mal wieder da war kommt es vor, dass ich für einen Tag in ein tiefes Loch falle und es mir ähnlich geht wie dir jetzt. Mir hilft es am besten die Gefühle einfach rauszulassen wie sie sind und egal wie lange es dauert. Fühl dich herzlich umarmt, wenn du magst.
@Tarisha Gerade weil Du liebst, wirst Du das überstehen. Dir wurde nicht nur etwas genommen, sondern auch etwas gegeben. Übersieh das nicht, auch wenn dieser Schmerz vielleicht nie mehr geht. Kennst Du die Geschichte mit der Frage, welchen Wolf Du fütterst?
Was wurde mir denn gegeben? Ich werde es überstehen, aber es wird einfach noch dauern.
Die Geschichte mit dem Wolf kenne ich. Ich finde nicht, dass Gefühle wie Angst, Selbstmitleid usw. per se etwas negatives sind. Ich lebe aus was auch immer aufkommt in mir. Ich kann und möchte Gefühle gar nicht verändern, sondern nur nicht mehr immer und ständig so nah an mich heran lassen. Im Moment finde ich es noch schwierig heraus zu finden, wann es besser ist, es einfach zu durchleben und wann ich es besser wie ein Treibgut zwar anschauen kann, es aber nicht so nah an mich heranlassen muss oder sollte.