Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Miniurne und Familienstreit

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Alle die zur Familie gehören, haben ein Mitspracherecht
Hier würde ich gerne ansetzen.

Deine Worten nach kommt es mir eher wie ein "Mitkampfrecht" vor 😱

Wie wurde/wird denn in der Familie gesprochen ?

Wurde über das Ableben der Eltern gesprochen ?
Was deren Wünsche sind ?
Erdbestattung/Feuerbestattung
Urne in den Boden oder in eine Stehle, etc.
Die Asche übers Meer verstreut, etc.
aber hier gehts um Blutsverwandschaft.
Vorsicht provokant...
auch dein Blut ? 😉🙂

Ich finde es ja schön, daß sich deine Freundin an den Beerdigungskosten, etc. beteiligen will.

Ansonsten verstehe ich den ganzen Streß nicht.
Unsere Eltern sind verstorben, zunächst ist alles beim Papa geblieben "er hat" die Beisetzung von Mama bezahlt, nachdem Vater gestorben ist, wurde die Beisetzung aus dem Erbe bezahlt.

Entschieden habe ich das mit meiner Schwester, nach den Wünschen unsrer Eltern, die sich aus den Gesprächen der letzten Jahre ergeben haben. (auch Patientenverfügung)
PUNKT

Das mit der Miniurne finde ich OK.
Manche lassen sich aus der Asche auch ein Schmuckstück (Diamant?) "pressen".
Ich würde das offen kommunizieren.
Falls das 5 Gramm sind, ließen sich ja aus der Asche einige Miniurnen füllen oder wie groß ist die Erbengemeinschaft ?

Zu deinem Kommunikationsverhalten, wollte ich dich Fragen, in wie weit dir das Forum helfen kann ?

Irgendwie habe ich den Eindruck, wir können sagen was wir wollen, du machst eh' das was du willst.
Das ist auch Ok, es geht hier ja um Austausch 🙂

Nochmals zu den Eingangsfragen:
Was sagt ihr zu der Sache?
Wenn die Familie so vehement gegen die Miniurne ist, könnte man nochmals das ruhige Gespräch nach ein paar Tagen suchen
oder sich überlegen, ob es nicht etwas persönliches vom Opa: Schlüsselanhänger, Kleidungsstück, Ring, Uhr, Lieblingstasse, etc. als Andenken sein könnte.
Sie hat doch ein Recht darauf oder nicht?
Hat sie ?
Rechte und Plichten, haben zunächst einmal die Ehefrau und die Kinder des Opas.

Ich habe jetzt nicht die ganzen Paragraphen, die hier genannt wurden gelesen, du wirst aber bestimmt den richtigen finden.
Deine Natur scheint eher zu sein dich an einer Sache zu reiben.
Wenn das so ist, ist es ja auch OK. 👍

Wie danach der Familienfrieden aussieht, steht auf einem anderen Blatt...
 
Zuletzt bearbeitet:
A

Anzeige

Re: Miniurne und Familienstreit
In Deutschland herrscht Friedhofs- und Bestattungszwang. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Diese regelt das Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes.
Das Angebot einen Teil (tatsächlich höchstens 1 x 5 g und nicht für jeden Hinterbliebenen 5 g) der Asche zu entnehmen und in ein Schmuckstück o.ä. einzuarbeiten ist eine rechtliche Grauzone. Einige Krematorien und Bestatter machen es. Offiziell widerspricht es jedoch der Totenruhe.

Die Form der Bestattung richtet sich in erster Linie nach dem belegbaren oder nachvollziehbaren Wunsch des Verstorbenen. Ansonsten entscheidet alles der lt. dem jeweiligen Bestattungsgesetz des Landes Bestattungspflichtige.
Es entscheidet nicht der Bestatter und er sollte sich tunlichst hüten, einem anderen Nachkommen gegenüber eine Dienstleistung im Hinblick auf den ihm vom Bestattungspflichtigen anvertrauten Leichnam zu erbringen, die nicht von dem Bestattungspflichtigen freigegeben ist.

Daß innerhalb einer Familie, sich die Familienmitglieder austauschen, mitreden und gegenseitig abstimmen über das Prozedere der Bestattung ist ein familieninterner Einigungsprozeß ohne Rechtskraft. Entscheiden und nach außen hin vertreten muß es letztendlich der Bestattungspdlichtige.

Ich würde daher an Stelle Deiner Freundin noch einmal liebevoll, empathisch und freundlich das Gespräch mit der Tante und Mutter suchen und versuchen, sie umzustimmen. Und vielleicht auch ihre Cousinen fragen.

Du, lieber Te, solltest Dich raushalten und vielleicht Deine Freundin unterstützen, ohne Familienstreit eine würdige Form der Erinnerung und Trauerbewältigung für sich zu finden, wenn Tante und Mutter bei ihrer Ablehnung bleiben. Wenn man es mal realistisch betrachtet, werden 5 g Asche für sie nicht wirklich einen Unterschied machen. Wenn der Bestatter es nicht erwähnt hätte, wäre sie ja gar nicht auf die Idee gekommen. Wenn der Bestattungspdlichtige sich dagegen ausspricht, würde ich die Freundin ermutigen, einen anderen Weg der Erinnerung zu wählen. Anstatt Unfrieden, Streit und Rechthaberei in die Familie zu bringen. Der Opa ist tot. Was wäre denn für Deine Freundin gewonnen, wenn sie nicht nur den toten Opa, sondern auch noch Tante, Cousinen und schlimmsten Fall Mutter durch so eine Aktion verliert? Es gilt doch nicht nur die eigene Position zu sehen, sondern auch die Trauer der anderen Familienmitglieder und deren Bedürfnisse zu achten. Nicht nur Deine Freundin trauert. Tante und Mutter haben ihren Vater verloren. Und auch die Cousinen ihren Opa.

Ich kann übrigens die Position von Tante und Mutter sehr gut nachvollziehen, daß nicht ein Enkelkind anders behandelt werden soll. Das gehört sich aus meiner Sicht nicht. Vermutlich entspricht es auch nicht dem Willen des Verstorbenen. Schon gar nicht Zwietracht in seiner Familie aufgrund seiner Bestattung.
Du sagst, die anderen Enkelkinder haben sich nie blicken lassen. Das mag sein, aber auch sie werden um ihren Opa trauern und auch sie wurden sicher von ihrem Opa geliebt. Auch sie haben ihre Kindheitserinnerungen.

Und auch den Wunsch von Tante und Mutter nicht Teile der Asche (wenn auch nur ein sehr geringer Teil) zu entnehmen und außerhalb eines Grabes aufzubewahren, kann ich gut nachvollziehen. Ich würde dieses Anliegen der Kinder des Verstorbenen achten.

Ich verstehe, daß Du als Partner in erster Linie Deine Freundin und ihre Gefühle in Deinen Mittelpunkt stellst. Aber tatsächlich ist sie nur eins von mehreren engen Familienmitgliedern.

Ich glaube auch nicht, daß ein Familienstreit und Kampf um 5g Asche ihr bei der Trauer um den Opa hilft, deswegen würde ich sie an Deiner Stelle nicht bestärken oder gar manipulieren, sich gegen ihre Familie zu stellen und etwas hinter deren Rücken mit dem Bestatter zu vereinbaren.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Deutschland herrscht Friedhofs- und Bestattungszwang. Es gibt nur wenige Ausnahmen. Diese regelt das Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes.
Das Angebot einen Teil (tatsächlich höchstens 1 x 5 g und nicht für jeden Hinterbliebenen 5 g) der Asche zu entnehmen und in ein Schmuckstück o.ä. einzuarbeiten ist eine rechtliche Grauzone. Einige Krematorien und Bestatter machen es. Offiziell widerspricht es jedoch der Totenruhe.

Das stimmt so nicht.
Es ist keine rechtliche Grauzone.
In Deutschland darf man in einigen Bundesländern 5 Gramm als Asche aufbewahren und auch unter den hauseigenen Apfelbaum pflanzen.
Zumindest in einigen Bundesländern.
Mehr natürlich nicht.
Es gibt aber dafür auch die Option das Ganze in die Schweiz zu schicken und von da wiederzubekommen und in Deutschland ein Bäumchen zu pflanzen. Bis vor einigen Jahren ging es auch vom Ausland die eigene Asche geschickt zu bekommen

.

Es entscheidet nicht der Bestatter und er sollte sich tunlichst hüten, einem anderen Nachkommen gegenüber eine Dienstleistung im Hinblick auf den ihm vom Bestattungspflichtigen anvertrauten Leichnam zu erbringen, die nicht von dem Bestattungspflichtigen freigegeben ist.
Kannst meine Freundin ja anzeigen.
Was eine Blutsverwandte macht, ist ihr überlassen. Die Mutter findet es mittlerweile ja okay.

Ich kann übrigens die Position von Tante und Mutter sehr gut nachvollziehen, daß nicht ein Enkelkind anders behandelt werden soll. Das gehört sich aus meiner Sicht nicht. Vermutlich entspricht es auch nicht dem Willen des Verstorbenen. Schon gar nicht Zwietracht in seiner Familie aufgrund seiner Bestattung.

Das sind Mutmaßungen, die du nicht belegen kannst.

Für meine Freundin steht fest, dass sie die Miniurne bekommt und wir haben dem Bestatter mittlerweile das okay gegeben. Von daher hat sich die Sache eigentlich erledigt.
Sie bekommt ihre Miniurne und gut ist. Ob sich hier einige künstlich aufregen oder nicht.

Aber tatsächlich ist sie nur eins von mehreren engen Familienmitgliedern.

Falsch. Sie ist die Enkelin und wenn sie möchte und der Bestatter das okay gibt, bekommt sie auch die Urne. Sie muss es ja selbst bezahlen.

Ich glaube auch nicht, daß ein Familienstreit und Kampf um 5g Asche ihr bei der Trauer um den Opa hilft, deswegen würde ich sie an Deiner Stelle nicht bestärken oder gar manipulieren, sich gegen ihre Familie zu stellen und etwas hinter deren Rücken mit dem Bestatter zu vereinbaren.

Gehts dir irgendwie nicht gut?
Ich habe sie weder bestärkt, noch manipuliert. Es ist ihr Wunsch, der jetzt ja glücklicherweise auch in Erfüllung gehen wird.

Bin gespannt, wann die Modis wieder schliessen

Wenn du dich hier weiterhin rege an der Diskussion beteiligst, sicher bald.
 
Auch auf die Gefahr hin mich in die Nesseln zu setzen, aber ich hätte das wohl auch getan.
Es ist eine einmalige Chance und ich finde nichts daran verwegen den Bestatter nach 5 Gramm Asche zu fragen.
Wissen einige von euch eigentlich wie wenig das ist?
In Amerika ist es ganz normal die komplette Asche auf dem Wohnzimmertisch oder den Regalen stehen zu haben und hier wird über 5 Gramm diskutiert.

Ich habe eben noch einmal nachgesehen.
Es gibt übrigens keine Gesetzlichkeit, dass der Enkeltochter verbieten würde das Kaufgeschäft durchzuführen und ein Prozess oder ein Anwaltsgeschehen wäre bei 5 Gramm wohl auch reichlich albern und übertrieben. Die Enkelin scheint ja mit ihrem Opa verwandt zu sein und oben steht, dass die Mutter nichts gegen hat.
Nur mal zum Vergleich. Das ist nicht mal Salzstreuergröße.

Vielleicht kann die Freundin die Urne ja irgendwo an einem nahen Lieblingsort vergraben.
Ich weiß nicht, ob er einen Garten hatte? Und dann ein Blümchen oder ein Bäumchen drauf.
Wär ich das, würde ich mir eine Gedenkecke bauen.
Solange sie nicht irgendwo in einer Ecke vor sich hin gammelt, sondern gewürdigt wird, ist das doch okay.

Ich bin auch etwas überfragt, warum hier so hitzig diskutiert wird und einige von euch so heftig reagieren.
Der Bestatter hat ja offenbar kein Problem damit und sie bezahlt für die Dienstleistung.
Also alle glücklich.
 
Ob das geklärt ist und wann ein Thread geschlossen wird, bestimmen glücklicherweise nicht andere Mitglieder, sondern die Mods oder der TE.
 
Darf ich dich mal, bevor der Thread geschlossen ist, was Grundsätzliches fragen?
Der Tod dieses Menschen ist doch eine sehr traurige Sache. Glaubst du, dass man mit einer so traurigen Sache seinen Frieden machen kann, indem man hier schon wieder einen Krieg anzettelt? Und sei es auch eine aggressive Streiterei in einem Forum. Oder auch ein Rechtsstreit mit Ärzten, Klinik, Reha ... Das bringt doch nur negative Gedanken und Gefühle und hilft dir und deiner Freundin doch nicht dabei, euren Frieden damit zu machen, dass der Opa zwar lange da war und deine Freundin eine schöne und wichtige Zeit mit ihm hatte, er jetzt aber nur noch in der Erinnerung da ist. Diese schönen Erinnerungen werden durch diese aggressive Herangehensweise doch zerstört.
 
Nach dem Tod meines Mannes war ich die Erbin und es gab einen Pflichtteilsberechtigten. Ich habe über alle Modalitäten entschieden und auch darüber, daß es zwei dieser Miniurnen geben sollte.
Eine für mich und eine für den Pflichtteilsberechtigten; eine Anzahls-Begrenzung gabe es nicht.
Die Urne steht jetzt bei mir auf dem Kaminsims.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
R (Schwieger-)Familienstreit über unseren Hauskauf... Familie 34

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben