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Mietwohnung oder Eigentumswohnung für junges Paar?

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Gast

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Hallo,
ich benötige dringend mal euren Rat.

Ich bin 23 Jahre alt und verdiene in meinem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis 1.260,-€ netto.
Mein Freund, 25 Jahre alt, verdient in seinem unbefristeten Beschäftigungsverhältnis 1.400,-€ netto.

Wir sind nun schon seit längerer Zeit auf der Suche nach unserer ersten gemeinsamen Wohnung. Für die Möbel haben wir bereits alles zusammen gespart, sodass wirklich nur noch die Wohnung her muss.
Allerdings hat bisher noch keine gepasst. Unsere Wunschvorstellung, was die Miete betrifft, liegt zwischen 500-600,-€ warm.

Jetzt haben wir allerdings unsere Traumwohnung gefunden. Dies ist aber eine Eigentumswohnung.
Da ich mir vorher immer nur über Mietwohnungen den Kopf zerbrochen habe, ist das natürlich jetzt eine ganz andere Überlegung.

Die Eigentumswohnung beläuft sich auf 118.000,-€
Eine Eigentumswohnung hat gegenüber einer Mietwohnung ja wirklich Vorteile.

Meine Frage und vor allem Sorge ist aber: Können wir uns das leisten? Könnten wir überhaupt einen Kredit bekommen? Müssten wir ein entsprechendes Eigenkapital mitbringen? Wie teuer dürfte eine Eigentumswohnung für uns überhaupt sein?

Da wir ja noch sehr jung sind, haben wir keine Ahnung, was richtig oder falsch für uns ist.

Kann uns vielleicht irgendjemand einen Tipp geben, an wen wir uns wenden können bzw. wie wir weiter vorgehen sollen? Oder wäre eine Mietwohnung für uns besser?

Danke im Voraus für eure Hilfe.

Liebe Grüße, Nadine.
 
Was ist mit euren Heiratsabsichten oder eurer Kinderplannung?

Solange das nämlich nicht abgeschlossen ist, würde ich von dem Erwerb von Eigentum nämlich abraten, denn es würden sich nur Probleme daraus ergeben, wenn ihr zum Beispiel irgendwann beschließt trotz eurer bisherigen Einigkeit dennoch getrennte Wege zu gehen, denn dann muss entweder einer den anderen ausbezahlen oder aber das Eigentum muss verkauft werden.
 
Eine Eigentumswohnung hat gegenüber einer Mietwohnung ja wirklich Vorteile.

Und 'ne Menge Nachteile! Reparaturen z.B. etc. all das was man als Mieter an den Vermieter abschiebt..

Ich würde mir nie eine Wohnung kaufen - wenn schon Eigentum, dann ein Haus.
 
Hallo Nadine,

von solchen Sachen verstehe ich leider nicht all zu viel, aber soweit ich weiß muss man ein bestimmtes Eigenkapital vorweisen können um einen Kredit von der Bank für die weitere Finanzierung zu erhalten. Habt ihr welches? Und vor allem, wollt ihr euch wirklich schon so jung mit einem Kredit belasten? Im Internet gibt es ausserdem Kreditrechner, anhand denen man sich ein wenig orientieren kann:

Kreditrechner

Außerdem hat eine Eigentumswohnung durchaus auch Nachteile, was ist wenn ihr beruflich umziehen müsst? Oder wenn es Ärger mit den Nachbarn gibt? Eine Eigentumswohnung zu besitzen macht eben leider auch unflexibler, als wenn man "nur" zur Miete wohnt.

Die eigene Wohnung – Ratgeber für den Kauf Ihrer Eigentumswohnung » Blog Archive » Voraussetzungen für Rechte und Pflichten

Vielleicht schaust du mal in die Links. Und ich will euch eure Pläne nicht schlechtreden, nur auf Risiken hinweisen. Sicher werden sich noch andere User hier melden die von der Materie mehr Knofff-Hoff haben. 😉

Viele Grüße,
Rock
 
Hallo Nadine,

also was die Kaufsumme und ein möglicher Kredit betrifft, da würde ich mich mal mit meiner Bank zusammensetzen.
Die Frage die ihr euch auch stellen solltet ist, ob die Wohnung dann auch zukünftig euren Bedürfnissen enprechen würde. Sprich was ist wenn ihr Kinder haben möchtet?
Dann habt ihr unter Umständen eine Doppelbelastung, bis die Wohnung abbezahlt ist. Hinzu kommt, dass man als Eigentümer soviel ich weiß Reparaturen (auch des Hauses) mittragen muss und auch diese zusätzlichen Kosten im laufe der Zeit solltet ihr mit einkalkulieren.
Bei einer Mietwohnung ist das zumindest in diesen Punkt unkomplizierter.
Ein weiterer Vorteil einer Mietwohnung ist, dass Du nicht an sie gebunden bist, sollten sich Deine Lebensumstände verändern, kannst Du einfach umziehen. (Familie, Beruf usw.)

Ich kenne ja euch und eure Beziehung nicht, aber ihr seid noch recht jung und so ein Kaufvertrag würde euch sehr stark aneinander binden. Das sollte also gut überlegt sein.

Der Vorteil einer Eigentumswohnung ist die Kapitalanlage, weil es euch ja irgendwann gehören wird. Die monatlichen Raten könnten dann wie die Mietebelastung sein. Ab dem Moment wo der Kredit abgezahlt ist, spart ihr die Mietkosten ein, oder vermietet die Wohnung unter und habt dann zusätzliche Einnahmen.
Laßt euch doch ganz unverbindlich von eurer Bank beraten. (Ohne gleich einen Vertrag zu unterschreiben!) Dann wißt ihr auch um welche Kreditsumme es sich handeln würde, denn der beläuft sich ja leider nicht alleine auf die 118.000, sondern ist durch die Zinsen um einiges höher. Wenn ihr dann wißt, wie die monatliche Belastung real aussehen würde, dann könnt ihr viel besser überlegen und kalkulieren.

liebe Grüße
Claris
 
Hallo Nadine,

Für Eigentum mußt du dir ganz genau den Renovierungsstatus angucken:
Wann wurde renoviert, wann wurde restauriert? Wie ist der Wartungszustand? Gibt es einen Hausmeisterservice? Wie ist der?
(Beziehe ich darauf: Bei unserer Wohnung (zur Miete) sollen die neuen Balkone alle 2 Jahre gestrichen werden. Werden sie aber nicht. So vergammeln sie. Und sehr bald werden alle wieder neugemacht werden müssen - seh ich jetzt schon kommen. Und in einer Hausgemeinschaft kann man nicht immer quertanzen.)

Was wird in den nächsten Jahren gemacht werden müssen? Heizung, Isolierung, Fenster, Leitungszustand Elektro- und Wasserleitungen. Evtl vom Ing Wärme- Schall messungen machen lassen. Das muß man beim Kauf mit einkalkulieren!
Dann: Wieviel ist noch verhandelbar.

Zum finanziellen kann ich nicht soviel sagen leider. Ich glaube ich würde einen netten Mitarbeiter meiner Bank mal fragen ob sie es durchrechnen würden. Kostet bei uns glaub ich nichts... Habt ihr beide Bausparverträge? Wenn ihr die Berechnung der Bank habt, könnt ihr immernoch überlegen ob ihr das wirklich wollt. Niemals knapp kalkulieren, sondern immer Puffer haben wegen der nötigen Renovierungskosten.

Dann ist noch ein Aspekt: Habt ihr Handwerker im Bekanntenkreis? Deren Meinung würd ich auch immer einholen.

Wenns möglich wär, würd ich das eher kaufen 🙂 Entweder ihr habt dann später keine Raten mehr - oder ihr könnts verkaufen oder vermieten und habt das Geld wieder.

Viele Grüße
 
Um es kurz und knapp zu halten:

- Eine Eigentumswohnung (ETW) werdet ihr nur als Gesamtschuldner bekommen. Seid ihr euch wirklich so sicher, daß ihr für die nächsten 30-40 Jahre zusammen bleiben wollt? Wenn nicht, kann einer von euch genug Geld aufbringen um dem andern seinen Anteil abzukaufen? Dh. um die 50000 Euro? Wahrscheinlich nicht.

- ist die ETW auch für die nächsten Jahre groß genug (Kinder...). Man kann sie verkaufen und ein Haus anschaffen, wahrscheinlich macht man dabei aber Verlust. Es kann sinnvoller sein, zuerst zu mieten und dann zu kaufen wenn man a. weiß daß man zusammenbleibt und b. weiß wie groß die Familie letztlich wird.

- eine ETW hat gegenüber einem Haus noch folgende Nachteile: es MUSS eine Rücklage in Form eines Hausgelds abgegeben werden, bei einem Haus kann man das Sparen in "dürren Zeiten" auch mal aussetzen. Diese Rücklage kommt zu den Nebenkosten, die man immer hat, noch dazu. Oft landet man bei 300-400 Euro Hausgeld, die zusätzlich zu den Kreditraten aufgebracht werden müssen! und:
- bei einer ETW habt ihr weniger zu sagen als beim eigenen Haus! Dinge werden gemeinschaftlich beschlossen, der Einfluß ist dabei umso geringer, je mehr Eigentümer es sind. Beschließen die eine Fassadendämmung, müßt ihr zahlen, ob ihr nun gerade flüssig seid oder nicht. Beim Haus ist das nicht der Fall! Da hat man auch noch eigenes Land dazu wo man machen kann was man will. Und wer sagt, daß ihr mit den Nachbarn klar kommt? In einer Mietwohnung kann man zur Not ausziehen.


- Eigenkapital braucht ihr NICHT. Es wäre sinnvoll, die Kaufnebenkosten (ca. 5-10% vom Kaufpreis, je nachdem ob Makler oder nicht) aus eigenen Mitteln auf den Tisch legen zu können, da es die Kreditzinsen stark reduziert. Es macht allerdings zinslich WENIG Unterschied ob man dann 100% oder zb 90% finanziert. Es macht AUCH noch einen Unterschied, ob man eine "ausgeglichene Vermögensbilanz" hat (dh derzeitiges Vermögen in Bar entspricht mindestens derzeitigen Schulden). Es ist dringend anzuraten, euer Erspartes (für Möbel) solang zurückzuhalten bis der Kreditvertrag unterschrieben ist, da es als Eigenkapital gilt und die Zinsen verbessert!

- 118000 Euro kosten derzeit um die 300 Euro an Rate. Allerdings solltet ihr nicht zur nächsten Bankfiliale gehen, sondern euch einen Finanzberater aus dem Internet suchen (einfach mal nach Vollfinanzierung googeln), da dieser wesentlich bessere Konditionen rausschlägt und den ganzen Vergleichskram für euch erledigt. Fordert auf keinen Fall zig Vergleichsangebote an, da jede Schufaabfrage einer Bank euren Score und damit eure Kreditwürdigkeit und damit eure Konditionen verschlechtert. Laßt das den Finanzvermittler erledigen!


Fazit: wartet lieber noch eine Weile und nehmt dann direkt ein Haus.
Oder wenns nun die Traumwohnung ist, nehmt sie im Bewußtsein all der Nachteile die das mit sich bringen kann! Man darf sich ruhig ins Risiko stürzen (Leben an sich ist nicht sicher!), dann aber sollte man wissen worauf man sich einläßt. Das wirst du am besten abschätzen können.

Yukmaus (die derzeit auch gerade dabei ist ein Haus zu kaufen und daher auf dem aktuellen Stand ist was Eigenkapital, Zinsen und Vermögensbilanzen betrifft) 😉
 
Zu 99% werden solche Kredite heute per Bausparvertrag finanziert. Die Bankberater bieten kaum noch ein anderes Modell an.

Die Raten sollten auch dann noch zahlbar sein, wenn nur noch ein Verdienst (zb. im Falle von Kindern ) vorhanden ist. ( Wobei woanders eine Miete ja auch bezahlt werden müsste. )

Und jedem sollte im Trennungsfalle eben klar sein, dass die Wohnung nicht gehalten werden kann und sie dann eben Verkauft wird.

Wenn man ein paar grundlegende Dinge beherzigt ist es allemal besser sich bereits in jungen Jahren ein Eigenheim anzuschaffen. Je schneller es abbezahlt ist, desto mehr spart man daran.

Meine Freundin und ich, wir besitzen bereits 2 Häuser und bei einem dritten stehen wir gerade in Verhandlungen. Wobei ich eigentlich weniger zu Häusern, als vielmehr zu Eigentumswohnungen tendiere. Bei einer späteren Vermietung ist die marge deutlich besser als bei einem ganzen Haus.

In eurem Fall finde ich den Kaufpreis für eine Eigentumswohnung zu heavy.
Ohne Eigenkapital, über 30 Jahre so ein Ding abbezahlen würde ich nicht machen. Durch die Zinsen, hat diese Bude dann übrigens nachher das doppelte gekostet. Rechnet das selbst mal hoch, da wird es euch übel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nadine, grundsätzlich finde ich Eigentumswohnungen immer besser, weil du sowieso immer Miete zahlen musst und dann warum nicht in die eigene? Na ja, das Ding ist halt mit dem Eigenkaptital, bei meiner Mutter, sie ist bei der HypoVereinsbank, wollten sie 50 %, das war aber auch zur Wirtschaftskrise. Vielleicht hat sich das geändert, ein Bekannter meinte, man braucht bei der Postbank nur 25 %. Wenn du selber das Geld nicht aufbringen kannst, dann frag doch in deiner Familie nach? Viel und Erfolg bei der Wohnungssuche! Hier vielleicht noch eine kleine Hilfe dabei...
 
Ihr habt noch nie zusammengewohnt.
Kann sein, dass es gut läuft.
Kann sein, dass es schnell kracht.
Ich würde die ersten Gehversuche in einem Mietobjekt machen.
 

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