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Mietwohnung oder Eigentumswohnung für junges Paar?

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Wie gesagt man braucht weder Bausparvertrag noch Eigenkapital. Man kann auch zu 110% finanzieren, die Frage ist eben nur, ob man bereit ist dafür die höheren Zinsen zu zahlen.

Beispiel: bei 100% wo man die Erwerbsnebenkosten selbst aufbringt, zahlt man 2,6% Zinsen (5jährige Zinsbindung), will man die Erwerbsnebenkosten mitfinanzieren, steigt der Zins für das gesamte Darlehen (!) auf 3%. Das lohnt sich nicht. Man sollte dann die NK selbst aufbringen, selbst wenn man dafür einen relativ teuren Kredit zusätzlich aufnehmen muß, ist das immer noch billiger als ein halbes % mehr auf die gesamte Darlehenssumme zu zahlen (ein halbes Prozent macht monatlich bei 100k Euro etwa 50 Euro mehr aus).
Mit mehr Eigenkapital wirds halt noch billiger. Aber irgendwo bei 2,3% in etwa sind dann auch die Grenzen erreicht.
Dann lieber was zurückbehalten für irgendwelche Sanierungen.
 
Ein ganz klares NEIN, ihr solltet Euch bei Euren Einkommen keine Eigentumswohnung kaufen.

Der Grund: Wenn ihr auseinander geht, müsst ihr diese evtl. verkaufen, damit euren Kredit ablösen und habt höchstwahrscheinlich dann noch Restschulden.

Bei einer Trennung wäre bei diesen Gehältern keiner von Euch beiden locker in der Lage, die gesamte Wohnung und damit die gesamten Raten zu übernehmen. Ich meine locker, ohne dass sich derjenige einschränken müsste.

Wenn es sich um eine Wohnung handelt, müsst ihr euch mit all den anderen Eigentümern rumplagen, wenn es um Erhaltungsaufwendungen geht. Beispiel: Die Übrigen wollen, dass die Fassade erneuert wird und deshalb muss von jedem Eigentümer eine Sonderumlage eingezahlt werden. Bei Euren Gehältern ist das nicht drin! Allerdings kann es sein, dass die übrigen Eigentümer darauf keine Rücksicht nehmen. In der Folge müsstet ihr euch mit einem neuen Darlehen weiter verschulden. Hm.

Meine Meinung: Eigentum nur, wenn 100% EK vorhanden ist.

Es gibt da so einen Spruch: Eigentum verpflichtet. Wollt ihr das?

Gruß
Kalo
 
Das ist ja wohl eine ziemlich dämliche Frage! 🙄
Dann kann man auch in den Raum werfen: Wollt ihr euer Leben lang das Geld einem Vermieter in den Rachen werfen ohne jemals etwas eigenes besitzen zu wollen?

Sorry, aber die Miete ist eine relativ konstante Größe, mit der man kalkulieren kann.

Bei Eigentum ist das nicht der Fall. Du steckst in der Substanz des Gebäudes nicht drin, und auch Gutachter sehen nicht alles. Ich finde, dieses Risiko sollte man nur eingehen, wenn man das Eigentum mit Eigenkapital finanzieren kann. Ansonsten kann es einem ganz schnell so gehen, wie den vielen, vielen anderen, die ihr Eigentum zwangsversteigern lassen müssen. Bezüglich der hohen Anzahl braucht man sich ja nur mal die örtlichen Anzeigen durchlesn.

Gruß
Kalo
 
Sorry, aber die Miete ist eine relativ konstante Größe, mit der man kalkulieren kann.

Die Tilgungsraten sind doch genauso offensichtlich.

Bei Eigentum ist das nicht der Fall. Du steckst in der Substanz des Gebäudes nicht drin, und auch Gutachter sehen nicht alles.

Naja, dieses Risiko verstehe ich bei einem alten Hauskauf. Bei einer Eigentumswohnung mit X Parteien stellt sich da ein finanzielles Risiko um einiges weniger. Außerdem kann man die Reparaturhistorie erfragen und auch, welche Instandhaltungen in den nächsten Jahren durchgeführt werden müssen. Und der Fond wird ja auch bedient.

Ich finde, dieses Risiko sollte man nur eingehen, wenn man das Eigentum mit Eigenkapital finanzieren kann.

Das sehe ich genauso. Null EK und dann aber ein Darlehen von 120k Euro sind absolut happig.

Ansonsten kann es einem ganz schnell so gehen, wie den vielen, vielen anderen, die ihr Eigentum zwangsversteigern lassen müssen.

"ganz schnell gehen" find ich nicht. Wenn es langfristig nicht gehalten werden kann, sollte man eben verkaufen und nicht warten bis man über beide Ohren verschuldet ist.
Würde hier bedeuten, dass man das Objekt eben verkaufen müsste sobald eine Trennung ansteht.

Bezüglich der hohen Anzahl braucht man sich ja nur mal die örtlichen Anzeigen durchlesn.

Ja, das stimmt.
Leider kann man nicht immer hinter die Kulissen schauen, wie es dazu kam. Wir kennen ein Paar aus dem Nachbarort. Sie zu Hause mit drei Kindern, er Hauptschulabschluss und berufstätig im Niedriglohnsektor. Haben auch von Anfang an zusammen nie wirklich harmoniert. Aber schnell alles durchziehen: Heiraten, ein Kind nach dem anderen und stellen sich dann im Neubaugebiet eine Monster Hütte hin, deren Grundstück alleine so viel gekostet hatte wie eines unserer Häuser. Ein Darlehen i.H.v. Euro > 400k.

Kurz darauf natürlich Scheidung mit allem drum und dran. Er ist bei seiner Mutter eingezogen und sie versucht derweil, mit einer geringfügigen Beschäftigung und ein bißchen Unterhalt das Haus zu halten. Auf Gedeih und Verderb, versteht sich. "Den Kindern kann man ja keine Veränderung zumuten..."!
Die Schuldenblase wird immer dicker, bald knallt es. Aber von Einsicht keine Spur!

Bei der Planung und Bläuigkeit von einigen Menschen wundern mich solche Konsequenzen dann auch nicht wirklich. Hochmut kommt eben vor dem Fall.
 

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