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Mietstreitigkeit treibt mich in den finanziellen Ruin + Panik

Kael90

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

Ich weiß nicht so recht wo ich damit hin soll. Deswegen bin ich hier auf das Forum gestoßen. Es geht mir auch nicht um eine Rechtsberatung. Ich weiß nur nicht was ich generell tun soll.

Wir haben vor wenigen Jahren in einer Wohnung gewohnt welche komplett mangelhaft war. Der Vermieter hat uns allerdings durch einen gegenseitigen Kündigungsverzichtsvertrag geknebelt. Wir mussten fristlos kündigen, haben dem Anwalt viel Geld dafür gegeben.
Der Vermieter hat uns genötigt, bedroht, unsere Wohnung während unserer Abwesenheit betreten. Und das ganze während meine Tochter frisch geboren war. Nach der Kündigung fordert der erstmal Nutzungsausfall, hat mit unserer Kaution aufgerechnet. Strafanzeige gegen den Vermieter haben wir auch erstellt. Die wurde eingestellt.

Dann hat mein Anwalt nicht die richtigen Beweise eingereicht, zu wenig geschrieben und dann auch weiter „ständig nach Geld“ gefragt. Wir fühlten uns als Familie komplett allein damit gelassen.

Mittlerweile haben wir einen Rechtsstreit hinter uns. Einen Vergleich geschlossen, wo mein Anwalt aber keine Abgeltungsklausel hinterlassen hat.
Jetzt bekamen wir Ende letzten Jahres die Abrechnung. Dort ist dann der streitige Zeitraum (nach Auszug) dennoch berechnet. Und der Einzugszeitraum ist auch falsch und einige andere Punkte.

Ich bin mittlerweile durch das ganze Mürbe. Ich wollte nur meine Familie beschützen und die Sache letztlich „abhaken“.
Der Vermieter kann ja auch meines Erachtens ruhig über den tatsächlichen Mietzeitraum abrechnen. Aber jetzt ist plötzlich wieder der streitige Zeitraum drin. Und es gibt da auch keine klare Antwort. Und für alles weitere muss ich wieder viel Geld bezahlen um irgend eine Antwort zu bekommen die ich schon selbst weiß. Vertrauen in den Rechtsanwalt habe ich auch nicht mehr.

Ich habe das Gefühl ich stehe komplett allein dar. Diese Mietstreitigkeit ist wie ein Fass ohne Boden und es kommt ständig etwas nach. Und dann habe ich das Gefühl, der Vermieter will - trotz Vergleich - diesen „aushöhlen“ indem er nun für einen streitigen Zeitraum, der meines Erachtens durch den Vergleich erledigt war, noch mehr Geld fordern. Obwohl er durch den Vergleich schon viel Geld bekommen hat. Oder eventuell sogar den Vergleich zu einem Erklärungsirrtum werden lassen und immer mehr Geld Geld Geld. Ich erwarte irgendwie das er noch „Mietzahlungen“ trotz Vergleich fordert.

Mieterschutzbund ist durch die Komplexität des Falles auch überfordert, alle RAs wollen „noch etwas Nebenbei haben“. Das ganze Geld was ich für diese alte Wohnung ausgegeben habe, obwohl es nicht mal meine war, beläuft sich schon auf über 10.000€ und es wird immer mehr… Ich habe das Gefühl, obwohl sonst alles gut läuft, diese Mietstreitigkeit zermürbt mich auf einem so starken Maße, dass ich langsam tatsächlich „handlungsunfähig“ werde. Meine Frau kann ich damit auch nicht belasten, diese sagt selbst „Sie kann das nicht, sie muss für die Kinder da sein“.

Ich habe noch nie in meinem Leben einen solch boshaften Menschen kennen gelernt… Es macht mich kaputt.
 
Mieterschutzbund ist durch die Komplexität des Falles auch überfordert
Also wenn der Mieterschutzbund trotz Sichtung der Unterlagen schon überfordert ist, bin ich dann doch beruhigt, da es mir gerade genauso geht. Ich habe nämlich nicht verstanden, um was es eigentlich konkret geht.

Kündigungsverzichtsvertrag, fristlos kündigen müssen, Nutzungsausfall...wtf?
Sorry, aber ich hätte zu jedem Punkt hier eine Rückfrage. Macht so keinen Sinn.
 
Ja Entschuldigung.
Ich bin gerade extrem… wie soll ich sagen - Überfordert. Der Mieterschutzbund hat alle Unterlagen erhalten.

Wir haben wegen erheblicher Mängel, nach anwaltlicher Beratung, fristlos gekündigt. Schimmel, Ungeziefer der aufkam etc.

Dann sind wir Ende des Jahres ausgezogen. Mitten im Dezember. Der Vermieter behauptet wir hätten MÖbel zurückgelassen, obwohl diese nicht uns gehörten und schon bei Einzug drin waren. Dann hat er gesagt „Nutzungsausfall für den Zeitraum wo wir ausgezogen sind“ und hat mit der Kaution aufgerechnet.

Daraufhin haben wir geklagt. Und wir bekamen etwas Geld zurück. Wir waren aber schon Mitte des Dezembers raus. Der Vermieter fordert jetzt, trotz gerichtlichem Vergleich, Nebenkosten für den Zeitraum nach unserem Auszug. Obwohl wir uns - meines Erachtens - darüber verglichen haben.

Es geht auch nicht direkt um den Vergleich. Es geht um die Person, was und wie sie es macht was mich emotional gerade am zerstören/zermürben ist.
 
Ja Entschuldigung.
Ich bin gerade extrem… wie soll ich sagen - Überfordert.
Kann ich verstehen. Alles gut!

Wir haben wegen erheblicher Mängel, nach anwaltlicher Beratung, fristlos gekündigt. Schimmel, Ungeziefer der aufkam etc.
okay, also nach diversen Fristsetzungen und Kündigungsandrohung dann fristlos gekündigt? Soweit klar.
Hoffe ihr habt auch bis zuletzt dementsprechend nicht mehr die volle Miete gezahlt.

Der Vermieter behauptet wir hätten MÖbel zurückgelassen, obwohl diese nicht uns gehörten und schon bei Einzug drin waren.
okay, dieser Satz klärt jetzt aber die rechtliche Frage noch nicht.
Wer ist Inhaber der Möbel? Wurden die Möbel vertragstechnisch von euch gemietet?
Oder standen sie lediglich dort herum weil sie zuvor niemand raus räumte?

Dann hat er gesagt „Nutzungsausfall für den Zeitraum wo wir ausgezogen sind“ und hat mit der Kaution aufgerechnet.
Herausgabe der Kaution habt ihr eingeklagt?
Weder darf dies miteinander verrechnet werden, noch sehe ich hier aktuell eine ausreichende Rechtslage für den Vermieter.
Zum einen hätte er belegen müssen das er einen neuen Mieter in den Startlöchern gehabt hätte, der DANN daraufhin nicht einziehen konnte. Und zum anderen müsste sich die Bude zunächst mal ein Gutachter anschauen, ob dieser überhaupt noch zum Einzug bereit steht oder eine Vermietung mittlerweile gegen die guten Sitten verstösst, da gesundheitsgefährdend.

Daraufhin haben wir geklagt. Und wir bekamen etwas Geld zurück. Wir waren aber schon Mitte des Dezembers raus. Der Vermieter fordert jetzt, trotz gerichtlichem Vergleich, Nebenkosten für den Zeitraum nach unserem Auszug. Obwohl wir uns - meines Erachtens - darüber verglichen haben.
Das hätte aber im einzeln vernünftig deklariert werden müssen. Ob Kaltmiete oder brutto Miete.
Einen vollen Ansatz der NK würde ich nach einem Auszug ohnehin für fragwürdig erachten.

Es geht auch nicht direkt um den Vergleich. Es geht um die Person, was und wie sie es macht was mich emotional gerade am zerstören/zermürben ist.
okay. Leider seid ihr anwaltstechnisch nicht so gut beraten worden.
Aber welche Punkte sind denn jetzt tatsächlich noch offen?
 
All das was ihr sagt ist soweit richtig: HÄTTE man machen sollen.
Im Verfahren hat das meinen Anwalt nicht großartig interessiert.
Gegenseite sagt sie habe ein Gutachten, fügt es aber nicht ein. In den Schreiben kommt kein bestreiten oder nichts davon vor.

Ich fühlte mich vor Ort als werde ich überfahren. Ich habe ALLES protokolliert, Bilder, Übergabeprotokolle usw. usw. - Es stand sogar PRozessbetrug teilweise im Raum -> mein Anwalt hat NICHTS getan. Es wurde auch von der Richterin auf einen Vergleich gedrängt.

Die Möbel waren vorher schon da. Habe dafür auch Zeugen .

Der Vermieter fordert für den streitigen Zeitraum, der meines Erachtens durch unseren Vergleich abgegolten sein sollte, nun die Nebenkosten. Setzt unsere Vorauszahlung aber mit 0,00 € an. Also volle Nebenkosten für den halben Monat Dezember.

Weswegen ich in Panik gerate ist: Wenn er das jetzt schon macht - dann wird er auch für den Nutzungsausfallzeitraum Januar das fordern. Dann sind da wieder 500,00 € weg. Und vielleicht kommt dann noch was anderes - weil im Vergleich nicht explizit gesagt wurde, dass das Mietverhältnis beendet ist ,sondern das zu klären wäre, wenn man sich nicht vergleich, ob dir fristlose Kündigung wirksam wäre - ob dann der Vermieter danach noch die Restmiete fordert für das gesamte vertragliche Jahr.

Es ist allein der Druck und Stress in Kombination mit diesen Unsicherheiten die mich einfach stresstechnisch wirklich kurz vor die Aufgabe bringen. Was kommt als nächstes? Wieso bekomme ich keine Ruhe? Usw. - Dabei weiß ich nicht mal was wir falsch gemacht haben. Wir haben uns an die Gesetze gehalten, wir haben die Mängel angezeigt - daraufhin wurden wir genötigt, bedroht- . Dann haben wir gekündigt, der Vermieter ging auch selbst von einem Mietende aus.

Aber praktisch: Im Verfahren war ALL DAS egal. Die Richterin wollte nichtmal die Vollmacht des Vermieters sehen (Vermieter + Vermieterin waren Beklagte) - und ich musste meine vorzeigen. Usw. Usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Möbel waren vorher schon da. Habe dafür auch Zeugen .
Ist mir leider zu ungenau. Wenn vertraglich nicht festgehalten wurde, dass es Mietgegenstände sind die nach einem Auszug in der Wohnung, also in der Obhut des Vermieters bleiben müssen - dann gehört der Kram dir. Und du hättest diesen entfernen müssen. Warum hast du das eigentlich nicht gemacht? Alles andere hast du doch ebenfalls rausgeholt.

Den meisten Stress hast du nur deshalb jetzt.

Der Vermieter fordert für den streitigen Zeitraum, der meines Erachtens durch unseren Vergleich abgegolten sein sollte, nun die Nebenkosten. Setzt unsere Vorauszahlung aber mit 0,00 € an. Also volle Nebenkosten für den halben Monat Dezember.
Hattest du Anfang Dezember die Miete plus NK für die Hälfte des Monats bezahlt?

Weswegen ich in Panik gerate ist: Wenn er das jetzt schon macht - dann wird er auch für den Nutzungsausfallzeitraum Januar das fordern. Dann sind da wieder 500,00 € weg.
Zunächst mal kann er fordern was er will. Das ist ja nicht gesagt das er dies durchgesetzt bekommt.
Die Frage welche ich mir aktuell stelle ist vielmehr, wie es jetzt überhaupt weitergehen soll.
Bleiben die Möbelstücke jetzt bis in alle Ewigkeit da drin und dir wird der Nutzungsausfall in Rechnung gestellt? Wie genau hast du vor dies zu klären? Du hast doch keinen Schlüssel mehr, oder?
Also müsstest du dich doch mit deinem Vermieter in Verbindung setzen und dich mit ihm abstimmen, dass es überhaupt möglich ist, Zugang zu den Möbelstücken zu erhalten. Ansonsten kann sich ja nix an der Sitution ändern.
Ich frage deshalb: Gibt man dir diese Möglichkeit nicht, hat er den schwarzen Peter.


Und vielleicht kommt dann noch was anderes - weil im Vergleich nicht explizit gesagt wurde, dass das Mietverhältnis beendet ist ,sondern das zu klären wäre, wenn man sich nicht vergleich, ob dir fristlose Kündigung wirksam wäre - ob dann der Vermieter danach noch die Restmiete fordert für das gesamte vertragliche Jahr.
Seit wann hast du einen Mietvertrag der fix über ein ganzes Jahr geht?
Was muss ich mir denn darunter vorstellen? 🤔

Wenn du nicht mithilfst den Mist zu klären, kann es in der Tat nachher 1 Jahr sein.

Es ist allein der Druck und Stress in Kombination mit diesen Unsicherheiten die mich einfach stresstechnisch wirklich kurz vor die Aufgabe bringen. Was kommt als nächstes? Wieso bekomme ich keine Ruhe?
Weil Punkte ungeklärt sind. Welche Anstalten unternimmst du damit das Problem mit den Möbeln da angepackt wird wo es entstand? Nämlich im nicht rausräumen aus der Wohnung?

Wir haben uns an die Gesetze gehalten, wir haben die Mängel angezeigt - daraufhin wurden wir genötigt, bedroht
Wieso lässt du dich nötigen und bedrohen? Hab ich Schimmel in der Wohnung, mache ich von meinem Recht der Mietminderung Gebrauch. Normalerweise hätte einfach nur jemand kommen müssen der klärt, weshalb dieser Schimmel entstanden ist. Kann ja auch eure Schuld gewesen sein.
Ich weiss überhaupt nicht wie man mir diesbezüglich drohen könnte.
 
Also wir wohnen da ja nicht mehr.

Und für die „Beseitigung“ hat der Vermieter einen Kostenvoranschlag eingereicht und gesagt: „Das muss gemacht werden und die Miete schuldest du uns nun als Nutzungsausfall für Dezember + Januar 2025“

Der Vermieter kann auch nicht durchgehend einen angeblichen Nutzungsausfall beweisen und tatsächlich HÄTTE der Vermieter beweisen müssen, dass dies Möbel in unserem Eigentum standen.

Und ja -> Anwaltswechsel hätten wir besser tun sollen. Aber da waren wir schon mitten im Verfahren.

Bezüglich des Nutzungsausfalles: Wir haben ja einen gerichtlichen Vergleich. Daraus haben wir Geld bekommen. Also in „gewisser Weise“ kann man schon davon ausgehen: Der Vermieter bekam für den Vergleich Geld und dieses Geld sollte den Rechtsstreit beseitigen.

Und der Vermieter ging ja selbst vom Mietende aus. Aber dadurch das der jedwede Möglichkeit nimmt…

Wegen dem Drohen: Wir hatten einen kleinen Garten, war so ein kleines Mietshaus. Das gehörte dabei. Als wir die Mängel anzeigten, kam der Vermieter und hat uns die Nutzung des Gartens entzogen. Wir dachten der gehört zur Mietsache - Pustekuchen. Und drohte dann auch andere „Privilegien“ zu entziehen.

Der Schimmel war im Kinderzimmer. Verursacht haben wir den nicht. In der Küche war ein Rohrbruch. Und der Schimmel war in 2 Schlafzimmern und alle Wände waren auch feucht.

Ich „vermute“ - es kommt nur noch eine Forderung für Januar 2025. MAximal - Aber es ist die Ungewissheit die mich plagt… Und egal was ich mache -> es entstehen immer mehr Kosten.
 

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