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Midlife-Crises oder einfach nur keine Lust mehr auf Familie

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Mir zeigt das mal wieder, dass man auf Worte 💩 kann.
Es kommt auf die Taten an.

Hier wurde schon viel Gutes geschrieben. Was mir sehr gefällt, ist, dass du, liebe Sonne, anscheinend recht sachlich damit umgehen kannst. Dass du gleich die richtigen Konsequenzen gezogen hast und nicht zum heulenden Häuflein Elend verkommen bist.

Frage am Rande: Hat dein Mann über die Jahre irgendeine Art von Unzufriedenheit gezeigt? Hat er Dinge angesprochen, die ihm missfallen, und du hast es nicht ernstgenommen?
 
Hallo,
verstehen kann man dies nicht.
Als Mann kann ich sein Verhalten gar nicht nachvollziehen. Sicherlich fallen unter den Partnern böse Worte, die man vielleicht wieder bereut, aber die Kinder sind immer die dummen egal wie alt. Diesen Punkt verstehe ich nicht - warum lässt man sein Kind zurück?
Es klingt ja nicht so als wenn du in Nöte gekommen bist - ehrlicherweise muss du froh sein das es so gekommen ist. Es werden Zeiten kommen wo man einen zuverlässig Partner braucht. Da wünsche ich dir einen gutes Händchen.
 
Ich würde mich von der Idee lösen, das Ganze verstehen zu wollen.
...
Ich würde den Kontakt zunächst auf zu regelnde Formalitäten in Sachen Scheidung und Kindesumgang reduzieren und alle Unterlagen sichern zu denen er dir den Zugriff erschweren könnte.
Keinesfalls einlullen lassen, was irgendwelche Chancen und Märchen vom größten Fehler seines Lebens betrifft.
Das finde ich einen sehr guten Rat. Es würde dir nichts bringen, das verstehen zu wollen, abgesehen davon, dass mir meine Erfahrung sagt, dass es da nichts zu verstehen gibt.

Steh für dich zu deiner Entscheidung und schau dass du deine Schäfchen ins Trockene bringst, während er herumspinnt. Nimm dir am besten gleich einen Anwalt, der dir den Weg dazu von Anfang an aufzeigst, damit du nichts übersiehst und keinen Fehler machst.
 
Dieser Thread ist nun schon fast 1 Jahr alt,
aber passt recht gut zu meinem aktuellen Problem:
Mein Schwiegersohn hatte meine Tochter und Enkel (1 und 4 Jahre alt) plötzlich zu mir geschickt, weil er sich "vom Familienstress erholen müsse". Er hat viele Hobbys, ist fast jeden Abend weg. Zu den Kindern ist er plötzlich übertrieben streng, meine Tochter ist ihm zu sanft. Er kritisiert, sie nehme die Kinder zu wichtig, die Bedürfnisse der Kinder kämen ja vor seinen. Daher war seine Idee, meine Tochter solle mit den Kindern eine Wohnung in meiner Stadt (200 km entfernt) beziehen und unter der Woche alleine wohnen. Er käme dann am Wochenende und könne sich so besser auf die Familie einstellen. Meine Tochter war nicht einverstanden, aber als er drängte, er halte es so nicht aus, stimmte sie zu.

Etwa 3 Wochen später kam meine Tochter wieder mit den Kindern. Ihr Mann wolle sie nicht mehr und brauche Freiheit, sei unzufrieden und Familie sei ihm zu stressig. Er habe auf ihre Frage, ob er eine andere habe, gesagt, dass er Interesse an jemandem habe, jedoch noch nichts angefangen. Meine Tochter hofft, dass es nicht stimmt und er sie nur provozieren will. Die Familienwohnung hat er gekündigt und wird demnächst die Sachen von meiner Tochter und den Kindern einlagern, bis meine Tochter eine Wohnung hat. Es ist nicht leicht, in meiner Stadt eine Wohnung zu finden, alo werden meine Tochter und die Kinder länger auf die Sachen verzichten müssen. Ich darf nicht kommen und packen, das Lager darf meine Tochter auch nicht wählen.
Meine Tochter hofft, dass ihr Mann all das bereut und wieder zurückkehrt, auch wenn es nur eine Wochenendbeziehung wäre, aber ich habe eher das Gefühl, dass er ein neues Leben will und die Wahrheit sagt: dass Schluss ist.
All das tut mir sehr weh. Mein älterer Enkel leidet, hat Angst vor Papas Strenge und davor, dass seine Mutter weint. Er sagt, er will nie wieder nach Hause. Es muss schlimm gewesen sein und ich hatte all das Leid nicht mitbekommen. Meine Tochter und mein Schwiegersohn hatten beide großen Wert darauf gelegt, dass man nichts fragt und sich in allen Punkten absolut zurückhält. An all diese Beschränkungen habe ich mich gehalten, wollte meine erwachsenen Kindern nie nerven und war immer da, wenn ich gebraucht wurde.
Aber als mein Schwiegersohn das letzte Mal hier war, hat er meine Tochter in meiner Wohnung körperlich angegriffen und da habe ich ihn rausgeworfen. Ich konnte in dem Moment nicht anders, war so geschockt von ihm.
Auch wenn so etwas öfter vorkommt, wie ich in disem Thread gelesen habe, macht es mich fertig. Mein Schwiegersohn gehörte doch zu meiner Familie. Ich hatte ihn als einen ganz anderen Menschen kennen gelernt.
 
Liebe Omaanna

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VG

Santino
 
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