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Menschen ohne Freunde, wie steht ihr dazu?

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😕

Man hat doch keine Freunde, weil es andere auch haben, sondern weil ein Mensch Freunde braucht!


Man muss nicht viele Freunde haben, aber um mind. einen guten Freund sollte man sich schon bemühen.

Ich kann mir das auch nicht vorstellen, dass jemand völlig allein glücklich sein kann; zumal ein Mensch ein Rudeltier ist.
Nur, weil man keine Freunde hat, heißt das nicht, dass man in völliger Isolation lebt. Im Grunde braucht ein Mensch keine Freunde, sondern nur Menschen um sich herum. Die Bindung zu diesen Menschen muss aber nicht zwingend eng sein.

Keine Freunde zu haben macht auch krank und einsam.
In völliger Isolation zu leben macht krank und einsam. Aber selbst da würde ich behaupten, tickt jeder anders. Es gibt durchaus Menschen die sehr isoliert leben (können). Sicher selten, aber möglich.
 
Jeder interpretiert Freunde anders. Für manchen ist ein Freund schon jemand, dem er beim Einkaufen oder im Fitness Studio "Hallo" sagt und kurz Small Talked, für mich ist ein Freund jemand, der mich kennt, der mich einzuschätzen weiß, daher wird auch nicht jeder mein Freund. Wer mir ankommt mit ich habe 100 Freunde, der ist mir eher suspekt als einer mit 2 Freunden. Das Wort Freund ist seit der Facebook Ära sehr in Verruf gekommen.
 
Wer mir ankommt mit ich habe 100 Freunde, der ist mir eher suspekt als einer mit 2 Freunden. Das Wort Freund ist seit der Facebook Ära sehr in Verruf gekommen.

Die Zahl der sog. Freunde ist leider ebenso zum Statussymbol verkommen wie vieles andere auch. Auf Qualität kommt es nicht mehr an, Hauptsache, es sind möglichst viele.

Erinnert mich an die Schilderungen der größten Prahlerin in meinem privaten Umfeld. Deren permanente Selbstdarstellung (bei gleichzeitigem völligen Desinteresse an meinem Leben) war mir schließlich so zuwider, dass ich nach Jahren endlich den Mut fand, meinen Widerwillen durchblicken zu lassen und mich zurückzuziehen, auch auf die Gefahr hin, dass sie mich jetzt für neidisch hält. Soll sie doch. Hauptsache, ich brauche bei der albernen Konkurriererei, wer das glücklichere Leben führt, nicht mehr mitzumachen. Nachdem sie zum wiederholten Mal per WhatsApp in meine Richtung gestichelt und geprahlt hatte, habe ich ihr auf demselben Weg höflich zu verstehen gegeben, dass jeder von uns in seiner eigenen Welt lebt, mit anderen Interessen, und dass sich niemand durch die Schilderung von Dingen, die ihn im Grunde nicht interessieren, genervt fühlen solle. Bin auch aus der betreffenden WhatsApp-Minigruppe ausgetreten, wenngleich sie mich immer noch außerhalb dieser Gruppe kontaktieren könnte. Aber das war wohl deutlich genug; denn seitdem ist Ruhe, und sie kann jetzt andere mit ihren Storys beglücken oder auch über mich herziehen. Kann mir egal sein.

Bei ihr und ihren Angehörigen war (und ist wahrscheinlich bis heute) auch immer alles ganz besonders großartig. Der runde Geburtstag eines Familienmitglieds wurde natürlich ganz groß, mit über 100 Gästen, gefeiert. Das erzählt sie Leuten, von denen sie genau weiß, dass deren Lebensumstände solche Feiern nie zugelassen haben (teilweise erzählte sie so etwas noch dazu in Phasen, in denen ihre Zuhörer mit besonders schwerwiegenden, ihr auch bekannten Sorgen belastet waren!). Auch kann sie sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dass eher introvertierte Menschen bei runden Geburtstagen lieber eine schöne Reise allein, mit dem Partner oder in einer kleinen Reisegruppe machen, statt viel Geld für die Bewirtung von über 100 Leuten auszugeben, die ihnen wahrscheinlich nicht einmal sonderlich nahestehen. Schon meine Eltern hatten auf solche Show-Veranstaltungen keine Böcke - abgesehen davon, dass sie es sich finanziell auch nicht hätten leisten können - und sind z.B. zu ihrer Silberhochzeit lieber verreist. Runde Geburtstage wurden im kleinsten Kreis gefeiert, zu Hause. Verwandte oder Bekannte von auswärts wurden nicht eingeladen. Mit denen telefonierte man halt an diesem Tag. Nur die Hausbewohner (engster Familienkreis), vielleicht noch zwei Nachbarinnen und ab und zu eine einzige frühere Arbeitskollegin aus dem Nachbarort kamen zum Kaffee, und damit hatte es sich. Bei großen Feiern habe ich mich noch nie wirklich wohl gefühlt. Auch nicht bei Hochzeiten. Da steht der Aufwand, der getrieben wird, oft im umgekehrten Verhältnis zur späteren Qualität der Ehe. Erst werden Abertausende ausgegeben zum Renommieren - und nach wenigen Jahren lässt man sich wieder scheiden.

Zwei bis maximal drei wirklich gute Freunde mit ihren Partnern zu meinem Geburtstag - das würde mir vollauf genügen. Da aber die wenigen guten Bekannten, die ich habe und mit denen ich mich vielleicht ein- bis zweimal im Jahr treffe, zu weit entfernt wohnen, tut es an meinen Geburtstagen auch ein Tagesausflug oder ein Theaterabend mit meinem Partner. Höre ich im Sommer laute Grillpartys in der Nachbarschaft, bei denen nur deutsche Schlager mit dümmlichen Texten dröhnen, Flachwitze gerissen und oberflächliches Zeug geredet werden, bin ich froh, dass ich dabei nicht mitmachen muss. Meinem Partner geht es ebenso. Diese Form von Gesellschaft gibt uns persönlich überhaupt nichts und das vermissen wir auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Freunde.... Hm. Wenn es echte sind, dann sind sie wichtig. Ich dachte einst, ich hätte welche.
Doch in der schlimmsten Zeit meines Lebens verschwanden sie im Nirwana.
Offenbar warens keine oder sie hatten genug von meinen nicht endenden Probs, aber dann warens auch keine.

Ich würde mir EINE/N gute/n Freund/in wünschen. Mehr nicht. Denn alles andere hat oft eh keinen Wert.
 
Lass dir nichts von anderen eintrichtern!
Solange du dich so wohl fühlst was ist schon dabei? Neue Leute lernt man übrigens überall kennen egal ob an der Bushaltestelle, im Cafe oder auch online es gibt da viele Möglichkeiten, aber für mich hört es sich eher an als hättest du kein Problem mit dem allein sein... vielleicht lässt du dich nur zu leicht beeinflussen? Hör nicht auf andere, tu das was dich glücklich macht. 😉
 
Hey!

Ich denke, du solltest dich nicht an der Freundeanzahl von Facebook messen.
Manche Menschen sind eben sehr aktiv auf den sozialen Netzwerken und wollen so viel Aufmerksamkeit auch ihr achsotolles Leben lenken. Sie sind ja soo beliebt und gaanz toll.

Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass sie einfach verbergen wollen, wie allein sie wirklich sind?
Studien haben herrausgefunden, dass der Mensch nur zwei Freunde haben kann, der Rest sind Bekannte.
Und seien wir mal ehrlich: Auf Facebook folgt man jeder Person, mit der man sich einmal zwei Minuten nett unterhalten hat oder man die Person einfach nur vom Sehen kennt. Man ist dann "befreundet".

Ich habe auch kaum Freunde (2, von denen eine drei Stunden Fahrt weg wohnt). Aber wenn du bis jetzt auch kaum Freunde besitzt, ist das keine Schande. Du bist gerne allein. Menschen, die gerne allein sind, sind intelligenter, weil sie nicht so gestresst sind und besser nachdenken können.

Es ist nicht gut, ständig im Kontakt mit anderen Menschen zu sein und die Stille nicht ertragen zu können.
Deshalb hören auch so viele Menschen Musik. Sie können es nicht mit sich selbst allein sein.

Ich weiß nicht, ob du viele Hobbys hat, aber über diese kann man auch viele Menschen kennen lernen.
Wenn du aber nichts unternimmst und eher zuhause sitzt bzw ein Hobby wie zeichnen hast (wo man alleine ist), könnte man auch eine Internetfreundschaft anfangen. Man kann sich irgendwann treffen, zunächst schreibt man aber über das Internet, lernt sich kennen, und kann sich ganz auf den Charakter der Person konzentrieren. Vielleicht trifft man sich irgendwann und hat einen besten Freund gewonnen.

Ich hoffe, ich konnte dir in irgendeiner Weise weiterhelfen.

LG Dáý
 
Der Beitrag von Catley hätte auch von mir kommen können. Denn genauso ist es.
Ich hatte mal 2 wirklich beste Freundinnen und wir waren ein tolles Trio. Solange ich nach deren Pfeife tanzte. Mit der einen habe ich mich vor 3 Jahren zerstritten, mit der anderen im letzten Jahr. Ich wollte einfach nicht mehr permanent Kompromisse eingehen, damit sich die andere wohl fühlt. Jetzt gab es noch einen sehr guten Freund, der allerdings mehr wollte als ich ihm geben kann. Und so ist diese Freundschaft auch hinfällig.
Es ist wirklich nicht schön alleine und gerade jetzt, wo ich an Krebs erkrankt bin, bräuchte ich öfter mal jemanden der zum reden da ist und ja .... Mir auch mal behilflich ist.
Aber ..... Ich musste erkennen, das alle mit denen ich noch Kontakt hatte, die Bezeichnung Freund/in nicht verdient haben. Nunja, so dümpel ich halt alleine durchs Leben, bin immer zu Hause weil ich auch alleine nicht weg gehe, durch die Erkrankung auch nicht mehr arbeiten kann und bin froh das wenigstens ab und an meine Geschwister an meiner Seite sind.
Aber traurig macht mich die Situation trotzdem.
 
Also ich bin der Meinung man kann auch ohne Freunde überleben. Ganz nach Big Mama, lieber alleine als in schlechter Gesellschaft... Auch wenn die meisten sagen, man braucht unbedingt Freunde, würde ich jedem, der der Meinung ist er hat lieber keine Freunde, sagen dass das okay ist. Ich bin der Meinung man sollte niemandem zu Kontakten zwingen, denn manche mögen ihre Gründe für solche Entscheidungen haben. Bei mir ist z.b. so, dass ich Menschen allgemein immer weniger mag, was zu einem daran liegt welche Erfahrung ich persönlich mache und wie die Menschheit und Gleichaltrige allgemein sehe, und das ist kein positives Bild. Zu den persönlichen erfahrungen kann ich sagen, dass ich oft von Cliquen verstoßen wurde oder mir Freundschaften einfach so gekündigt worden sind. Eigentlich habe ich nur zwei Freundschaften die schon lange halten und viel auch Distanz, ausgehalten haben. Und dass damit die meisten Freundschaften negativ endeten oder eine schlechte Erfahrung waren, fällt es mir echt schwer, eine feste Freundschaft aufzubauen und ich glaube, wenn ich noch öfter enttäuscht werde, werde ich nie wieder eine Freundschaft haben können.
Manche können ja gar nicht alleine sein, aber ich zb hab schon als Kind oft alleine gespielt und als ich in einer WG gelebt hab für ein Jahr musste ich mich auch einmal am Tag für ein paar Stunden zurück ziehen und allein sein, sonst hätte ich es nicht ausgehalten.
Seit ein par Monaten ist es bei mir auch so, dass ich mich nicht darauf freue, Freunde zu sehen. Ich habe auch keine Lust, leute kennen zu lernen. Ich denke das hat seine Gründe und habe das auch akzeptiert, auch wenn mir immer wieder meine Familie einreden will ich muss unter Leute. Ich bin halt einfach so und nur weil es nicht "normal" ist, sehe ich keinen Grund warum das falsch sein sollte.
(selbiges gilt für mich auch für Beziehungen aber darum geht's gerade nicht 🙂 )
 
Keine Ahnung ob ich hier schon geantwortet hatte

Wie ich dazu stehe? Ich bin 21 und habe selbst kaum welche, hatte schon welche, alle durch Schule, eine nette Gruppe durch einen zufälligen Freundes Treff, zumindest dachte ich das es welche wären, bis sie alle nach einander den Kontakt abbrachen.

Bin jetz 21, bisher eigentlich keine anhaltende richtige Freundschaft abbekommen, habe zwei jüngere Freunde, die aber definitiv bleiben werden.


Wie heißt es? Das Leben ist kein Ponyhof, so ists auch mit Partnern und Freunden, denn ich bin bis heute Single, Menschen sind für mich WUHOW vieles aber nicht einfach.
 

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