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Menschen, die sich nicht helfen lassen wollen:

Schlümpfchen

Aktives Mitglied
Da ich leider auch davon betroffen bin, wollte ich gerne mal von euch wissen, wie ihr mit Menschen umgeht, die nicht mehr mit sich und ihrer Welt klar kommen, aber keine Hilfe anehmen bzw. sich diese nicht suchen? Natürlich ist jeder alt genug selber zu entscheiden, aber gerade als Familienangehöriger möchte man doch helfen. Wie kann man einen Menschen nah bringen, einen Therapeuten (oder andersweitige Hilfe) aufzusuchen, obwohl dieser es nicht möchte oder vielleicht noch nicht einmal einsieht, dass dieser Hilfe braucht? Wie denkt ihr im Notfall über einen Betreuer oder Zwangseinweisungen? Ich kenne mich dies bezüglich nicht aus und finde solche Maßnahmen zudem sehr hart. Man kann ja niemanden zwingen, sich helfen zu lassen.
 
Da ich leider auch davon betroffen bin, wollte ich gerne mal von euch wissen, wie ihr mit Menschen umgeht, die nicht mehr mit sich und ihrer Welt klar kommen, aber keine Hilfe anehmen bzw. sich diese nicht suchen? Natürlich ist jeder alt genug selber zu entscheiden, aber gerade als Familienangehöriger möchte man doch helfen. Wie kann man einen Menschen nah bringen, einen Therapeuten (oder andersweitige Hilfe) aufzusuchen, obwohl dieser es nicht möchte oder vielleicht noch nicht einmal einsieht, dass dieser Hilfe braucht? Wie denkt ihr im Notfall über einen Betreuer oder Zwangseinweisungen? Ich kenne mich dies bezüglich nicht aus und finde solche Maßnahmen zudem sehr hart. Man kann ja niemanden zwingen, sich helfen zu lassen.

Eine Zwangseinweisung macht nur Sinn wenn akute Suizdgefahr besteht oder aber durch Handlungen andere Menschen um ihre Gesundheit oder ihr Leben fürchten müssen.
Zudem ist sie nur per Gerichtsbeschluß durchführbar, daran muss gedacht werden.

Eine Betreuung zumindest in Teilbereichen macht evt. Sinn, aber auch hier hat ein Richter unter Einbeziehung des Betroffenen sowie der Betruungsperson das letzte Wort.
Das Betreuungsverhältnis wird idR. zeitlich begrenzt, wobei je nach Umfang eine Kündigung des Verhältnisses immer zum 01 eines Monats möglich ist, so war es bei mir, ich würde 2 jahre betreut.

Wirklich zwingen aber sich helfen zu lassen kann man niemanden ohne tiefgreifende Gründe.
 
Da ich leider auch davon betroffen bin, wollte ich gerne mal von euch wissen, wie ihr mit Menschen umgeht, die nicht mehr mit sich und ihrer Welt klar kommen, aber keine Hilfe anehmen bzw. sich diese nicht suchen? Natürlich ist jeder alt genug selber zu entscheiden, aber gerade als Familienangehöriger möchte man doch helfen. Wie kann man einen Menschen nah bringen, einen Therapeuten (oder andersweitige Hilfe) aufzusuchen, obwohl dieser es nicht möchte oder vielleicht noch nicht einmal einsieht, dass dieser Hilfe braucht? Wie denkt ihr im Notfall über einen Betreuer oder Zwangseinweisungen? Ich kenne mich dies bezüglich nicht aus und finde solche Maßnahmen zudem sehr hart. Man kann ja niemanden zwingen, sich helfen zu lassen.

Es kommt auf die Person an.
Ich bin ein Magnet für Menschen, die sich immer wieder von mir sowas wie fachliche Hilfe erhoffen und dann traurig aus der Wäsche gucken, wenn ich sage, dass ich damit überfordert bin und sie sich doch bitte wen suchen sollen, der das wirklich KANN.
Solchen Leuten lege ich wenn es geht, ans Herz, sich wen Kompetentes zu suchen, wenn sie das nicht tun wollen, gehe ich auf Abstand, weil ich mich nicht mehr ausnutzen lassen will.
Ansonsten denke ich, müssen die Leute das selbst wissen, ob sie fachliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen oder nicht.
Man kann ihnen vielleicht, Adressen in die Hand drücken, wenn sie sie annehmen, aber mehr kann man da nicht tun, denke ich.
 
Da ich leider auch davon betroffen bin, wollte ich gerne mal von euch wissen, wie ihr mit Menschen umgeht, die nicht mehr mit sich und ihrer Welt klar kommen, aber keine Hilfe anehmen bzw. sich diese nicht suchen? Natürlich ist jeder alt genug selber zu entscheiden, aber gerade als Familienangehöriger möchte man doch helfen. Wie kann man einen Menschen nah bringen, einen Therapeuten (oder andersweitige Hilfe) aufzusuchen, obwohl dieser es nicht möchte oder vielleicht noch nicht einmal einsieht, dass dieser Hilfe braucht? Wie denkt ihr im Notfall über einen Betreuer oder Zwangseinweisungen? Ich kenne mich dies bezüglich nicht aus und finde solche Maßnahmen zudem sehr hart. Man kann ja niemanden zwingen, sich helfen zu lassen.

Der Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung:

"Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

Man kann natürlich Niemanden zwingen sich helfen zu lassen ..... aber man ist unter Umständen dazu verpflichtet Jemandem zu helfen, auch wenn er das gar nicht will.

Wenn Du am Heiligabend kurz vor Mitternacht an einem Penner vorbei gehst der reichlich abgefüllt und fast schon eingeschneit auf einer Parkbank sitzt und fröhlich auf den Weihnachtsmann wartet, dann kannst Du Dich natürlich damit zufrieden geben wenn er Dir auf Deine Frage: "Kann ich Ihnen helfen, brauchen Sie vielleicht einen warmen Schlafplatz?" lallend antwortet: "Zur Weihnacht wird mir ums Herz so warm, da brauch ich keinen Ofen" .....
 
Es kommt darauf an - wenn der Mensch denkt, keine Hilfe zu brauchen und auf seine Weise klarkommt, dann MUSS er sich selbstverständlich nicht helfen lassen. Wir haben alle unterschiedliche Vorstellungen von einem "guten Leben". Wenn er akut selbst- oder fremdgefährdend agiert, rufe einen Notarzt und veranlasse eine Einweisung.
 
Eine Betreuung zumindest in Teilbereichen macht evt. Sinn, aber auch hier hat ein Richter unter Einbeziehung des Betroffenen sowie der Betruungsperson das letzte Wort.
Das Betreuungsverhältnis wird idR. zeitlich begrenzt, wobei je nach Umfang eine Kündigung des Verhältnisses immer zum 01 eines Monats möglich ist, so war es bei mir, ich würde 2 jahre betreut.
Angenehm, auch mal einen positiven Verlauf von Betreuungen zu lesen. 😉

Oft sind sie allerdings was für`s Leben, bedeutet Grundrechteverlust und verwaltet zu werden - Prädikat: immer ersetzbar und wenig wertvoll. 🙄

Wenn jemand völlig austickt, würde ich mich bez. Zwangseinweisungen aber auch Monarose anschließen.
 
Ich ritze mich. Meine Freundinnen wissen das und wollen, dass ich zum Psycho geh und mr Hilfe suche. Aber ich will nicht zum Psycho! Ich hab keine Lust in irgendeine Schublade gesteckt zu werden!

Wenn sich also jemand nicht helfen lassen will, lass es. Drüber reden ist okay, Lösungen finden auch, aber NUR, wenn der Betroffene das auch will.

Sonst sind beide Seiten nur frustriert.
 
Ich ritze mich. Meine Freundinnen wissen das und wollen, dass ich zum Psycho geh und mr Hilfe suche. Aber ich will nicht zum Psycho! Ich hab keine Lust in irgendeine Schublade gesteckt zu werden!

Wenn sich also jemand nicht helfen lassen will, lass es. Drüber reden ist okay, Lösungen finden auch, aber NUR, wenn der Betroffene das auch will.

Sonst sind beide Seiten nur frustriert.

Da der Danke-Button bei Nichtregistrierten nich funzt, auf diesem Weg ein Danke !


Was mir gerade so durch den leeren Kopf geht. Wie hoch ist den, nehmen wir doch als Beispiel das Ritzen, die "Erfolgsquote" der vermeintlichen "Profis" ?? Und ist die stark unterschiedlich bei den Menschen, welche die Hilfe freiwillig suchen und denen, die "zu ihrem Glück gezwungen werden" ??
 
Da ich leider auch davon betroffen bin, wollte ich gerne mal von euch wissen, wie ihr mit Menschen umgeht, die nicht mehr mit sich und ihrer Welt klar kommen, aber keine Hilfe anehmen bzw. sich diese nicht suchen? Natürlich ist jeder alt genug selber zu entscheiden, aber gerade als Familienangehöriger möchte man doch helfen. Wie kann man einen Menschen nah bringen, einen Therapeuten (oder andersweitige Hilfe) aufzusuchen, obwohl dieser es nicht möchte oder vielleicht noch nicht einmal einsieht, dass dieser Hilfe braucht? Wie denkt ihr im Notfall über einen Betreuer oder Zwangseinweisungen? Ich kenne mich dies bezüglich nicht aus und finde solche Maßnahmen zudem sehr hart. Man kann ja niemanden zwingen, sich helfen zu lassen.

Zunächst sehe ich es unverändert so, dass zu einem selbstbestimmten Leben auch ein selbstbestimmtes Sterben gehört. Ich bin daher strikt gegen eine Zwangseinweisung bei Selbstgefährdung.

Bei Fremdgefährdung gehören die Menschen aber auch nur in den Knast und nicht in die Psychiatrie.


Was die "Gutmenschen" mit Helfersyndrom angeht, so ist es doch so, dass die Hilfe welche "die" meinen, oft nur heiße Luft ist. Oder anders formuliert : Es werden meistens nur Workarounds angeboten und keine wirklichen Problemlösungen.
 

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