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Meine Tochter(die mich früher schlug) ist wieder zu Hause

Hallo Ihr Lieben,

der Austausch hier hilft mir sehr, als Blabla empfinde ich das nicht, auch wenn der Hinweis freundlich gemeint sein mag.

Bisher gab es außer drei sehr lauten Schreianfällen seitens Kind keine weitere Gewalt. Dass das nicht wieder passiert steht zu hoffen, allerdings habe ich nach den Jahren und Erfahrungen schlichtweg Angst davor, bemühe mich aber auch, zu sehen, daß das jetzt nicht der Fall ist.

Klar ist das nicht daß Optimale gewesen, daß sie zurück nach Hause kommt. Der KJND ist ein noch viel schlimmerer Ort, ja, das wollte ich ihr ersparen.

Herzlichst,
SinaLynn
 
Hallo Ihr Lieben,

der Austausch hier hilft mir sehr, als Blabla empfinde ich das nicht, auch wenn der Hinweis freundlich gemeint sein mag.

Bisher gab es außer drei sehr lauten Schreianfällen seitens Kind keine weitere Gewalt. Dass das nicht wieder passiert steht zu hoffen, allerdings habe ich nach den Jahren und Erfahrungen schlichtweg Angst davor, bemühe mich aber auch, zu sehen, daß das jetzt nicht der Fall ist.

Klar ist das nicht daß Optimale gewesen, daß sie zurück nach Hause kommt. Der KJND ist ein noch viel schlimmerer Ort, ja, das wollte ich ihr ersparen.

Herzlichst,
SinaLynn
Wie reagierst du denn bei ihren Schreianfällen? Sagst du ihr, dass du ihre Wut verstehen kannst, kannst du sie danach ein wenig runterholen und mit ihr darüber sprechen?
 
Ich stelle mir sehr problematisch vor, dass es bei euch keine Regeln gibt, an die sie sich halten muss und die ihr Orientierung geben. Dass Kinder tun und lassen können wollen, wonach ihnen ist, gibt es nur bei Pippi Langstrumpf. Im wahren Leben suchen Kinder Halt, Anleitung und Anerkennung. Deiner Tochter steht da etwas im Weg - mutmaßlich ausgelöst/entstanden durch die Gewalterfahrung.

Eure Situation ist völlig verfahren. Dich und deine Versuche, ihr diese Regeln vorzugeben, nimmt sie nicht ernst. Sie hat in der Vergangenheit gelernt, dass sie mächtiger ist als du und dass sie sich dir nicht beugen muss. Für sie bist du schwach. Vielleicht auch, dass du deiner Mutterrolle nicht gerecht wirst. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie dir vorwirft, sie nicht ge-/beschützt zu haben vor dem Missbrauch. Versteh mich nicht falsch - ich vermute, dass dir das gar nicht möglich war; das könnte sie selber aber völlig anders sehen. Vielleicht ist sie ja auch deshalb voller Wut auf dich losgegangen?Wobei das jetzt zugegebenermaßen sehr hypothetisch ist.

Hast du dazu eigentlich tiefergehende Erkenntnisse und weißt, wer das war? Konnte der Täter noch sanktioniert werden?

Tatsächlich glaube ich, dass es für ihre Perspektive im KJND besser gewesen wäre. Die Jahre jetzt sind ja superwichtig, damit sie lernt, wie sie sich in die Gesellschaft einpasst. In solchen Institutionen geht es nicht ohne Regeln und sie hätte sich unterordnen müssen. Bei dir lässt sie einfach laufen.

Sie muss m.E. dringend aus deiner Wohnung raus, besser gestern als heute. Tatsächlich glaube ich, dass es für euch beide die beste Lösung wäre. Völlig unabhängig davon, ob sie im Moment gewalttätig ist oder nicht.
 
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie dir vorwirft, sie nicht ge-/beschützt zu haben vor dem Missbrauch. Versteh mich nicht falsch - ich vermute, dass dir das gar nicht möglich war; das könnte sie selber aber völlig anders sehen. Vielleicht ist sie ja auch deshalb voller Wut auf dich losgegangen?Wobei das jetzt zugegebenermaßen sehr hypothetisch ist.
Das ist zwar hypothetisch, aber so unwahrscheinlich finde ich das auch nicht - das kann durchaus komplett im Unterbewusstsein ablaufen.
Sie fühlte sich unterbewusst nicht geschützt, sie reagierte zunächst instinktiv mit purer Wut.

Ganz sicher ist das nicht aus logischen Erwägungen heraus passiert, als sie anfing zuzuschlagen, war sie ja noch recht klein.

Aber ihr habt so viel therapeutische Begleitung, das wird doch schon Thema gewesen sein? Was sagen dir denn Ärzte und Therapeuten über die Hintergründe der Entwicklung, @SinaLynn?
 
Ich stelle mir sehr problematisch vor, dass es bei euch keine Regeln gibt, an die sie sich halten muss und die ihr Orientierung geben. Dass Kinder tun und lassen können wollen, wonach ihnen ist, gibt es nur bei Pippi Langstrumpf. Im wahren Leben suchen Kinder Halt, Anleitung und Anerkennung. Deiner Tochter steht da etwas im Weg - mutmaßlich ausgelöst/entstanden durch die Gewalterfahrung.
.......

Mir tut die Situation für euch beide unfassbar leid.

@Pfefferminzdrops - da hast du sicher recht. Allerdings wie willst du diese Regeln bei einem 14jähigen Kind durchsetzen, wenn die Situation so verfahren ist und das Mädchen erst jetzt nach Regeln bei der Mutter leben soll?

Was dem Mädchen passiert ist, ist unvorstellbar grausam. Und wahrscheinlich ist eine Einrichtung jetzt die beste Lösung.
Alle anderen Ansätze hätten viel früher stattfinden müssen und da hilft es jetzt nicht mehr darüber zu spekulieren warum, wieso, weshalb.

@SinaLynn - kannst du dir Hilfe für dich holen? In Form einer Therapie, Kur, Selbsthilfegruppe?
 
Naja, es ist m.E. schon sinnvoll, sich mit alledem auseinanderzusetzen, allein um zu akzeptieren, warum eine Einrichtung wie z. B. der KJND doch eine bessere Lösung sein kann als das Zuhause. Und wenn es da eine Vergewaltigung gab, dann könnte es für den Verarbeitungsprozess schon auch eine Rolle spielen, dass der Täter noch eine Strafe erhält.
Genauso für dich @SinaLynn die therapeutische Aufarbeitung dessen, was dieses Drama mit dir gemacht hast und wie du dich mental stärken kannst, um keine Angst mehr vor deinem Kind haben zu müssen, bestenfalls sogar wieder eine positivere Haltung ihr gegenüber entwickeln und verzeihen zu können. Das sind aber alles zweite Schritte nach dem ersten, der lautet, sie jetzt angemessen unterzubringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, das sagt sich so leicht und fluffig...in der direkten Situation ist das nicht so simpel.

Was macht man denn, wenn das Kind nur im Bett liegt und an die Decke oder wahlweise aufs Handy starrt?
Hungern lassen? Handy wegnehmen, woraufhin es dann eben nicht mehr aufs Display, sondern nur noch an die Decke starrt?

Das Mädchen ist nicht fünf, sondern vierzehn. Man kann sie nicht per Hand aus dem Bett hieven und ins Bad zum Zähneputzen schieben.

Die Diskussion erinnert mich hie und da an meine Tochter , die partout zum Islam konvertieren und muslimische Hausfrau und Mutter werden wollte. Da haben auch andere Menschen gern Sätze angefangen mit "Also, ICH hätte ja LÄNGST..."
Bei näherem Hinterfragen war das immer nur heiße Luft von jemandem, der niemals völlig chancenlos in einer vergleichbaren Situation mit seinem Kind gesteckt hat. Was hätte ich tun können, sie im Keller ans Heizungsrohr ketten?

Einfach nur auf Konsequenz zu verweisen ist mir persönlich zu flach und zu theoretisch. @SinaLynn kann mit ihrer Tochter eben ganz viel NICHT mit irgendwelchen Konsequenzen erreichen, wenn die Tochter sich komplett verweigert.

In der Wohngruppe ist ganz sicher auch mit Konsequenzen gearbeitet worden, von Fachleuten, die nicht emotional involviert sind. Und die schlussendliche Konsequenz war, das Mädchen ist da rausgeflogen, weil die Fachleute nichts bewegen konnten.
 

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