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Meine Situation – Bitte um ehrliche Einschätzungen

Wer wird als angenehm empfunden, mit wem gibts Unbehagen?

Wenn jemand auf mich reagiert, wie ein Kaninchen vor der Schlange, dann gebe ich jenen weiter und weiche auf solche aus, die mich mögen. Ich mags nicht, als Monster betrachtet zu werden.
 
Bei mir war die letzten Tage einer meiner Neffen zu Gast. Jener starrt komisch vor sich hin, spricht extrem leise, weicht Blicken aus, sitzt starr da und mein Kamerad meinte, ist er behindert? Hat er nicht alle? Weil jener Neffe kein Kind mehr ist, sondern ein erwachsener Mann, irritiert so ein Benehmen sehr, wieso verhält er sich so seltsam, was ist los mit ihm?
Mein Freund weicht ihm aus. Ich natürlich nicht, bin ja seine Tante. Ich kann aber nachvollziehen, dass dieser Mann nicht Fuß fassen kann im Arbeitsleben, er ist seit Jahren daheim und lebt sehr zurückgezogen. Was mich aber beruhigt, es gibt Freunde, da quasselt er, da ist er anders und vor jenen ist er angeblich auch lustig und locker.
Angenommen, er erscheint in seinem Job und dort murmelt er auch so super leise vor sich hin, starrt zur Seite, wenn man mit ihm spricht, erstarrt, wenn man ihn anspricht, was kann man mit so wem anfangen im Team, das ist furchtbar schwer und zäh, wenn jemand dermaßen blockiert ist, gehemmt ist, scheu ist...so scheu TUT.
Ich kenne seine Biographie, er war als Kind ganz alleine in der Wohnung oben, unten im Lokal arbeitete seine Mutter fast rund um die Uhr als würde es ihn nicht geben, nur ihre Gäste waren präsent, der Kleine wie vergraben, versteckt.
Meiner Meinung nach ist dieser junge Mann ungeübt im Umgang mit Leuten, nicht trainiert in normaler Kommunikation und wohl fühlen tut er sich offenbar auch nicht, wenn er unter Fremden ist. Unlocker, verkrampft, unsicher, wegen dem lieber alleine Zuhause, statt angeschaut und diesem ständigen : was bist du für einer? ausgeliefert.

Liebe jaejlol, lass dich ein auf ein vorerst ungutes, unbehagliches Gefühle, deine Fremdenscheu wird auch ihre Ursachen und Gründe haben, sie ist aber hinderlich für dich und Zug um Zug legs ab, was dir natürlich gelingen wird. Hab Geduld mit dir.

Trainiere und übe, lockerer zu sein, das geht am besten, wenn du dir verzeihst, dass du eben noch recht verkrampft bist. Das legt sich, das kommt anders, je mehr du solche Situationen gewohnt bist, je öfter du dich denen stellst. Deine Haltung wird immer fester, unverkrampfter, deine Ängste legen sich, da musst du durch, das ist wirklich nicht lebenslang so, eher ein typisches Muster, das auch bei mir da war zu einer Zeit.
 
Ich will sympathisch wirken, aber mache mich innerlich ständig klein.

Ich will sympathisch wirken- das ist wie wenn du sagst, ich will grün sein, das bedeutet, ich bin nicht grün. Oder will schön sein, was ja auch bedeutet, ich bin es nicht, wills sein.
Du glaubst also von dir, dass du nicht sympathisch bist.

Geh aus dem Haus mit der Ansage, ich BIN sympathisch- ich BIN okay- das macht alleine schon viel aus, wenn du dich so ausrichtest. Ich schaffe es, ich kann es... solche Suggestionen, bzw Affirmationen sind der Grund, wieso dir der Tag leicht von der Hand geht und schwer, wenn du dir andere Dinge vorsagst, wie zb: niemand mag mich, oder das ist furchtbar schwer.

Dann...meine Arbeit gelingt mir deshalb, weil ich mich nicht ständig frage, wie andere mich wahrnehmen, ich konzentriere mich auf meine Aufgaben, mein Privatgesicht lasse ich daheim. Du wirst dir sicher leichter tun, wenn egal ist, ob dich wer "liebt"- das ist am Arbeitsplatz eher Nebensache und egal. Du bist nicht wegen dir hier, sondern wegen der Anforderungen, die gestellt sind.
Geschäft ist Geschäft, Privat ist Privat. Ich erzähle nichts über mich im Kollegenkreis, frag auch nichts Persönliches, das ist weit einfacher so, es wird nicht abgelenkt, es wird eben gearbeitet, statt getratscht. Meine Kolleginnen sind alle wichtig, sie haben Respekt verdient, ich bin ihnen gegenüber wohlwollend eingestellt, mit keiner buhle ich, keine feinde ich an, mit keiner rede ich über die andere. ( zb tuschelnd und kritisch). Machs dir leicht und einfach. 😍
 
Ich habe mir bei neuen Situationen im Job immer vorher gesagt, ich gehe da positiv rein. Gehe auf die Leute zu, nicht zu vorlaut, aber selbstbewußt.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass man mit schüchternen Praktikanten, denen man alles aus der Nase ziehen muss und jeden Schritt erklären muss, was sie jetzt gerade machen sollen, weil man den Eindruck hat, dass sie selber nicht mitdenken, wenig bis nichts anfangen kann.
 
Hast du das mitgehört? Warst du direkt dabei?
Ich war jedes Mal im Raum, als er beleidigende oder respektlose Bemerkungen gemacht hat wie: „blöde Kuh“, „die Ziege sitzt da“ usw. Er hat es so formuliert, dass es immer einen Restzweifel lässt, aber es war immer in meiner Nähe, und ich glaube nicht, dass man unter Kollegen so miteinander redet.
 
Dann gab es eine Situation mit einem Kollegen, der (in Anwesenheit anderer) sagte:
(...)
„Warum hilft die blöde Kuh nicht, sie sitzt nur da“ Das habe ich ihn den Chef sagen überhört.
(...)
„Die Ziege sitzt da.
Danach meinte er plötzlich, als würde er über eine Kundin sprechen. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass ich gemeint war.
(..)
Ich war jedes Mal im Raum, als Er Kollege (50+) beleidigende oder respektlose Bemerkungen gemacht hat wie: „blöde Kuh“, „die Ziege sitzt da“ usw. Er hat es so formuliert, dass es immer einen Restzweifel lässt, aber es war immer in meiner Nähe, und ich glaube nicht, dass man unter Kollegen so miteinander redet.
(...)
Als er zum dritten Mal so eine Bemerkung gemacht hat – „Sie kann unterm Tisch putzen, sehe wie gelenkig sie ist“ – stand ich direkt neben ihm am Kopierer. Da habe ich gesagt: „Bitte, falls das auf mich bezogen war, seien Sie direkt und nicht hintenrum.“
Ich hab sehr viel mit Spediteuren zusammen gearbeitet; das Klima kann rauh sein, die Arbeitsbelastung hoch, Überstunden waren an der Tagesordnung, Ausbildung "lästig".
Da wird sich der Filial-Leiter hinter den Kollegen stellen müssen, um ihn und seine Arbeitskraft und Erfahrung im Job nicht zu verlieren, auch wenn offensichtlich ist, dass der Kollege sich im Ton vergreift!

Scheinbar ist dies eine (unangenehme) Eigenschaft alter Männer, die Grenzen überschreiten, weil sie keine gesetzt bekommen.

Das Problem bist also nicht Du sondern er ist es, und mit der Erkenntnis müsstest Du eine für Dich neue Sichtweise verinnerlichen.


Sollten in dem Bereich überwiegend Männer arbeiten, so kann es sein, dass sie sich untereinander anders unterhalten, als wäre eine Frau dabei. Als Praktikantin zählst Du dann nicht "als Frau" sondern "als abwesend" und bekommst das mit.
Ältere Frauen die in derartigen Männerkreisen arbeiten haben schon so manche Entgleisung mitbekommen und würden den Kollegen süß-sauer ansehen und zB sagen: " Schnuckel, Du bist der Beste". Damit teilen sie ihm mit, dass er es zum einen bei ihnen erst gar nicht zu versuchen braucht, zum anderen, dass ein Spruch eben nicht angemessen war.
Allerdings lässt die Rückschlüsse auf das Niveau zu, das unter solchen Kollegen herrscht.

Draussen an der Laderampe kann es dann noch mal eine Etage tiefer gehen, und dort könntest Du auch hören, wie offen geflucht oder gebrüllt wird.
Ich hab das so verstanden wie sie es gemeint haben, nämlich dass der Ärger raus muss - damit es weiter geht.

Also zusammen fassend: Zieht Dir davon nichts an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war jedes Mal im Raum, als er beleidigende oder respektlose Bemerkungen gemacht hat wie: „blöde Kuh“, „die Ziege sitzt da“ usw. Er hat es so formuliert, dass es immer einen Restzweifel lässt, aber es war immer in meiner Nähe, und ich glaube nicht, dass man unter Kollegen so miteinander redet.
Okay, wäre es eine Möglichkeit ihn in so einer Situation direkt anzusprechen und nachzufragen wenn er damit meint?
Ansonsten würde ich dir raten, diese Fähigkeit zu entwickeln und dir ein dickeres Fell zu anzulegen, falls du in diesem Bereich bleiben möchtest.
 
Du bist da Praktikantin. Du kennst da niemanden. Du weißt nicht, wer gemeint war. Du bist da bald weg. Ich an deiner Stelle würde da niemanden ansprechen, weil du da irgendwas gehört hast.
 

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