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Meine Situation – Bitte um ehrliche Einschätzungen

jaejlol

Neues Mitglied
Ich mache aktuell ein Praktikum als Speditionskauffrau bei einer Firma (4 Wochen). Es ist mein erster Einblick in diesen Bereich.


Schon am ersten Tag hatte ich Schwierigkeiten, mich einzufügen ,ich bin schüchtern, beobachte lieber erst, und habe Angst, etwas falsch zu machen oder negativ aufzufallen.


Mit der Zeit habe ich versucht, mich einzubringen und offen zu sein, aber das Gefühl der Unsicherheit blieb. Ich interpretiere viele Dinge schnell als persönliche Kritik oder Ablehnung, obwohl ich rational weiß, dass es vielleicht gar nicht so gemeint ist. Ich will sympathisch wirken, aber mache mich innerlich ständig klein.


Dann gab es eine Situation mit einem Kollegen, der (in Anwesenheit anderer) sagte:



„Warum hilft die blöde Kuh nicht, sie sitzt nur da“ Das habe ich ihn den Chef sagen überhört.


und


„Die Ziege sitzt da.
Danach meinte er plötzlich, als würde er über eine Kundin sprechen. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass ich gemeint war.

ich fühlte mich klar angesprochen. Das hat mich getroffen, weil ich wirklich bemüht bin. Ich habe das Thema vorsichtig angesprochen der Chef sagte mir, es sei „nicht auf mich bezogen“ gewesen und lobte mich sogar. Trotzdem blieb das Gefühl, dass ich nun als überempfindlich gelte. Die Stimmung ist seither angespannt.

Ich habe mich dann auch noch irgendwie entschuldigt dafür, dass ich überhaupt reagiert habe was mir jetzt im Nachhinein auch wieder leid tut.

Jetzt bin ich innerlich zerrissen:


  • War es übertrieben von mir zu reagieren?
  • Bin ich zu sensibel?
  • Oder habe ich intuitiv das Richtige getan, um mich zu schützen?
    Ich will niemandem zur Last fallen oder als “Dramaqueen” gelten aber ich fühle mich dort einfach nicht wohl und überfordert.

Ich werde noch bis Freitag hingehen, aber langfristig kann ich mir kaum vorstellen, dort zu bleiben.

+(bearbeitet)

Ich war jedes Mal im Raum, als Er Kollege (50+) beleidigende oder respektlose Bemerkungen gemacht hat wie: „blöde Kuh“, „die Ziege sitzt da“ usw. Er hat es so formuliert, dass es immer einen Restzweifel lässt, aber es war immer in meiner Nähe, und ich glaube nicht, dass man unter Kollegen so miteinander redet.


Als er zum dritten Mal so eine Bemerkung gemacht hat – „Sie kann unterm Tisch putzen, sehe wie gelenkig sie ist“ – stand ich direkt neben ihm am Kopierer. Da habe ich gesagt: „Bitte, falls das auf mich bezogen war, seien Sie direkt und nicht hintenrum.“





Er hat sich rausgeredet, aber die Stimmung war danach komisch. Ich bin 20, motiviert, habe von Anfang an gefragt, wo ich helfen kann. Trotzdem fühle ich mich bloßgestellt, nicht respektiert – und frage mich, ob ich mir das alles nur einbilde oder ob mein Bauchgefühl mich vor einem toxischen Umfeld warnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi jaejlol,
Nein, du bist nicht zu sensibel und ich finde es sehr mutig von dir, dass du den Chef angesprochen hast.
Nur deine letzte Entschuldigung hätte meiner Meinung nach nicht Not getan, eben weil du nix falsch gemacht hast.
Zieh das Praktikum noch durch (oder melde dich krank, wenns gar nicht geht) und dann blicke nicht mehr zurück.
Ein Laden, wo Praktikanten als blöde Kühe betitelt werden, taugt meist nix.
 
Du reagierst überhaupt nicht übertrieben - eine Praktikantin als Kuh oder Ziege zu bezeichnen ist eine Frechheit. Ich weiß nicht, wie alt Du bist, aber Dein Verhalten finde ich völlig normal: Erstmal abwarten, beobachten, Hilfe anbieten. Ganz schlimm finde ich immer Leute, die am ersten Tag alles besser wissen und den Laden übernehmen wollen...

Jedenfalls: Der Königsweg wäre gewesen, zu diesem Kollegen hinzugehen und ganz höflich mit einem Lächeln zu fragen, wo Du ihn denn gerade unterstützen könntest. Das ist nicht so ganz einfach, geb ich zu, wenn man sich je nach Temperament gerade wahnsinnig ärgert oder völlig eingeschüchtert ist von so einer Bezeichnung wie Kuh oder Ziege.

Ist das ein Pflichtpraktikum bzw. mit welchem Ziel machst Du das?
 
Ich mache aktuell ein Praktikum als Speditionskauffrau bei einer Firma (4 Wochen). Es ist mein erster Einblick in diesen Bereich.


Schon am ersten Tag hatte ich Schwierigkeiten, mich einzufügen ,ich bin schüchtern, beobachte lieber erst, und habe Angst, etwas falsch zu machen oder negativ aufzufallen.


Mit der Zeit habe ich versucht, mich einzubringen und offen zu sein, aber das Gefühl der Unsicherheit blieb. Ich interpretiere viele Dinge schnell als persönliche Kritik oder Ablehnung, obwohl ich rational weiß, dass es vielleicht gar nicht so gemeint ist. Ich will sympathisch wirken, aber mache mich innerlich ständig klein.


Dann gab es eine Situation mit einem Kollegen, der (in Anwesenheit anderer) sagte:



„Warum hilft die blöde Kuh nicht, sie sitzt nur da“ Das habe ich ihn den Chef sagen überhört.


und


„Die Ziege sitzt da.
Danach meinte er plötzlich, als würde er über eine Kundin sprechen. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass ich gemeint war.

ich fühlte ich mich klar angesprochen. Das hat mich getroffen, weil ich wirklich bemüht bin. Ich habe das Thema vorsichtig angesprochen der Chef sagte mir, es sei „nicht auf mich bezogen“ gewesen und lobte mich sogar. Trotzdem blieb das Gefühl, dass ich nun als überempfindlich gelte. Die Stimmung ist seither angespannt.

Ich habe mich dann auch noch irgendwie entschuldigt dafür, dass ich überhaupt reagiert habe was mir jetzt im Nachhinein auch wieder leid tut.

Jetzt bin ich innerlich zerrissen:


  • War es übertrieben von mir zu reagieren?
  • Bin ich zu sensibel?
  • Oder habe ich intuitiv das Richtige getan, um mich zu schützen?
    Ich will niemandem zur Last fallen oder als “Dramaqueen” gelten aber ich fühle mich dort einfach nicht wohl und überfordert.

Ich werde noch bis Freitag hingehen, aber langfristig kann ich mir kaum vorstellen, dort zu bleiben.
Du solltest nicht zu passiv sein, das wird gerne als fehlendes Interesse gedeutet.

Du musst aus der comfort zone raus, später im Job bist Du auch nicht nur am zuschauen.

Es kann Dir egal sein, was über dich geredet wurde, grundsätzlich würde ich sagen, du bist zu passiv.
 
Ich werde noch bis Freitag hingehen, aber langfristig kann ich mir kaum vorstellen, dort zu bleiben.

Das legst du mit der Zeit ab, dieses Unsichere wird mal Vergangenheit sein, je öfter du Beweise sammelst, dass du durchaus gut bist.

Mit dieser Firma mach mit Freude Ende. Auch das ist für mich gesehen etwas sehr Lobenswertes, wenn man nein danke sagt, wenns eklig kommt.
 
War es übertrieben von mir zu reagieren?
Nein war es nicht.
Bin ich zu sensibel?
Sensibel zu sein ist nichts Schlechtes, viele sind das (ich auch) Manchmal höre ich das Gras wachsen, wie es so schön heisst. Ich nehme sowas sehr schnell wahr, wenn über mich getuschelt wird, komische Blicke kommen oder die Stimmung eigenartig ist. Klar passt das den anderen nicht, die sich ertappt fühlen. dann wird man eben als Zicke oder Dramaqueen oder so abgestempelt.
Schon am ersten Tag hatte ich Schwierigkeiten, mich einzufügen ,ich bin schüchtern, beobachte lieber erst, und habe Angst, etwas falsch zu machen oder negativ aufzufallen.
Das ist doch verständlich. Als Praktikant in völlig neuem Bereich, da muss man doch erstmal rein schnuppern und von den anderen einbezogen werden. Man weiss doch garnicht, was man tun soll.
Ich kenne das so von anderen Praktikanten, das die zuschauen, Fragen stellen, was kann ich helfen.
 
Hallo Jaejlol,

du schriebst, dass du eher schüchtern bist und erstmal beobachtest und dich unsicher fühlst, Fehler zu machen. Ist das denn generell ein Problem bei dir? Auch auf andere Menschen zuzugehen?

Manche Menschen interpretieren Schüchternheit und Zurückhaltung tatsächlich fälschlicherweise als Desinteresse. Das kann es aber in jedem Job geben. Kommunikation und sich selbst einbringen spielt oft eine große Rolle im Beruf.

Hast du überhaupt schon Berufserfahrung gesammelt?

Jedenfalls muss das mit deiner Schüchternheit nicht so bleiben. Es kann besser werden und das wünsche ich dir.

Liebe Grüße
 

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