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meine pferde - die beziehungskiller.

Hallo Sabrina,

wir haben uns zwar ausgesprochen, aber seit dem traue ich ihm ungefähr höchstens so weit, wie ich meinen kühlschrank werfen kann.

*lautlach* find ich herzig forumliert, auch wenn der Anlaß bitter ist.

Insgesamt ist Dein Problem relativ simpel. Du hast kein persönliches Eigenleben. Sprich, Dir fehlt die Zeit dafür. Die müßtest Du DIR ganz bewußt nehmen bzw. so managen, dass Zeit über bleibt, die nichts mit den Pferden zu tun hat.
Momentan bist Du nur die Pferdemama. Tag ein Tag aus. Dieses immer, ist abschreckend. Wo bitteschön bleibt dabei die Sabrina mit ihrem herzhaften Humor?

Ich finde es nur verständlich, dass Du jemanden möchtest Dir Dir bei den Pferden zur Hand geht. Und zwar nicht nur wegen Dir, sondern von Herzen gern. Der Pferde wegen...

Damit Du siehst das es doch welche gibt denen das gefällt:
Mir würde das alles schon zusagen, aber ich bin a) sicher zu alt für Dich und b) würde ich das körperlich eh nicht mehr schaffen können. So gern ich das auch möchte.

Das Du Deine Pferde in gute Hände geben würdest, sorry, aber dass kann ich Dir nicht wirklich abkaufen. Da hängt doch sehr viel Herzblut dran. Das wäre wie: Tausche Pferd gegen Mann.
Und so wie es aussieht, bist Du voll ausgelastet. Ein Pferd mehr oder weniger, würde vermutlich auch nichts dran ändern.

Vielleicht reicht es schon, wenn Du bei der Partnersuche Deine "Startegie" änderst. Und, es kann doch durchaus sein, dass Du eh der Typ bist dem relativ wenig Sex reicht. Dann sag es ihnen gleich. Das erspart vieles.

Was Fernbeziehungen betrift: Tja... die müssen nicht fern bleiben. 😉 Das braucht natürlich ein gutes Zeitmanagment (für beide). Kommt im Besuchsfall drauf an, was man während und nach den gemeinsamen Stallarbeiten macht. Muss ja nicht immer im Heu enden. 😉 So oder so, es wäre gemeinsame Zeit. Kann man für den Anfang auch als Probezeit nehmen.

Fakt ist, Du hast so gut wie keine Zeit für einen Partner. Spontane Freizeitaktivitäten sind nicht möglich. Wenn das sichtbar wird, wirkt das bestimmt sehr abschreckend.

Landwirtschaft etc. & Partnerschaft, dass war schon immer schwierg unter einen Hut zu bringen. Aber nicht unmöglich! Sowas braucht bestimmte Vorraussetzungen. Anpsüche würde ich das nicht nennen wollen. Man muß einfach der Typ dafür sein.


Alles Gute und viel Glück!

E.
 
hallo sabrina, ich schildere dir jetzt ganz einfach mal die situation mit meiner ex-freundin. ex deshalb, weil ihr pferd vor allen anderen dingen kam. wirklich allen.

ich habe sie im mai 2009 an der uni kennengelernt, ich als honorardozent, sie als meine studentin. nein, es gab keinen großen altersunterschied, und aus dem verhältnis dozent/ studentin erwuchsen uns auch keinerlei nachteile.
zu anfang der beziehung war alles relativ in butter. ich wusste dass sie ein pferd besaß, das einige arbeit macht, also nahm ich es ihr nicht übel, wenn wir uns nicht so oft sehen konnten, wie ich es mir gewünscht hätte.
ihr pferd stand auf einem angemieteten hof. meine exfreundin bewirtschaftete diesen hof zusammen mit zwei anderen mädchen, die auch jeweils ein pferd dort stehen hatten. ab und an klagte meine ex mir ihr leid, dass sie immer den löwenanteil der arbeit machte, während die beiden anderen mädchen wohl nur das allernötigste, und das auch mehr schlecht als recht erledigten. da sie aber eine konfrontation mit den beiden fürchtete, die ihrer meinung nach eine aufgabe des hofes hätte nach sich ziehen können, ertrug sie das den anderen mädchen gegenüber stillschweigend.

nach der verliebtheitsphase, die etwa ein halbes jahr andauerte, und in der sie augenringe bis zum bauchnabel entwickelte, reduzierte meine exfreundin den kontakt mit mir auf 2 abende in der woche, die sie sich an den tagen vorher herausarbeitete. natürlich zu lasten ihres studiums und auch zu lasten ihrer gesundheit. immer wenn ich bei ihr war, hing sie nur herum, hatte keinerlei lust auf unternehmungen, geschweige denn sex, und schlief oft schon nach einer stunde ein. am nächsten morgen
musste sie sehr früh aufstehen, um die pferde zu versorgen. sie litt auch irgendwann unter kopfschmerzen und dauerschnupfen.
ich bot ihr meine hilfe an, die sie dankend annahm. ab da war ich voll in die arbeit integriert, die beiden anderen mädchen machten außer ausritten so gut wie gar nichts mehr; wenn, dann wirklich nur alibi-mäßig. ich sah meine freundin immer nur beim arbeiten, wobei sie auch nicht unbedingt die beste stimmung an den tag legte. sie schnauzte mich des öfteren an, wenn ich etwas falsch machte, und war recht schnell genervt, wenn sie mir was erklären musste.
ich bat sie nach einem monat zum krisengespräch, sagte ihr, dass ich von ihr als freundin nichts, aber auch gar nichts hätte. unsere gemeinsame zeit verbrächte sie entweder mit schlafen, oder wir beide mit arbeiten, wobei sie mich auch noch schlecht behandelte. freie zeit nur für uns gab es nicht.
ich bot ihr an, mich mit ihr und den anderen mädchen an den tisch zu setzen, um zu klären, dass es arbeitsverteilungsmäßig so nicht weitergehen könne. sie sträubte sich zunächst mit klauen und zähnen dagegen. als ich ihr jedoch sagte, dass ich mich dann trennen würde, weil das was wir führten keine normale beziehung sei, sondern eine dreiecksbeziehung mit ihrem pferd, in der ich deutlich schlechter wegkam als selbiges, lenkte sie ein.
wir saßen also am tisch und alle drei mädchen drucksten mehr oder weniger herum. meine exfreundin wagte es nicht, die beiden mädchen direkt in die pflicht zu nehmen, die mädchen wiederum hatten zwar ein schlechtes gewissen, diskutierten aber trotzdem, und argumentierten damit, dass sie ja eigentlich auch keine zeit hätten. am ende drohte eine von ihnen damit, komplett hinzuschmeißen, wenn alles nicht so bleiben könne wie es war. ich sagte ihr ungerührt, dass sie gerne gehen könne, und ihr pferd mitnehmen solle, denn das wäre dann schließlich weniger arbeit für meine exfreundin. dieser bot ich an, die mehrkosten für den gemieteten hof zu übernehmen, beziehungsweise ihr einen stall zu bezahlen, in den sie ihr pferd bei vollpension einstellen könnte.
sie war zunächst feuer und flamme für diesen vorschlag. als wir dann jedoch nägel mit köpfen machen wollten, kamen die beiden anderen mädchen wieder an, entschuldigten sich für ihr verhalten und versprachen in zukunft besser mitzuarbeiten. das lief ganze drei monate halbwegs gut. in diesen drei monaten besserte sich unsere beziehung enorm, wir hatten plötzlich zeit füreinander, mit dem studium meiner freundin lief es besser, im bett passierte endlich mal etwas anderes als nur schlafen, und alles schien halbwegs erträglich zu werden.
dann ging es jedoch wieder los, dass die beiden anderen mädchen unter dem vorwand von krankheiten und dergleichen dem stall fernblieben. eines der mädchen hatte es plötzlich mit der bandscheibe, und konnte leider nur noch einmal die woche zum pferd kommen. sie ritt dann allerdings mit den anderen stundenlang aus, was bei einer kaputten bandscheibe doch zumindest sehr schmerzhaft geworden wäre. ich stellte sie zur rede, und sagte, dass es so nicht weiterginge, und sie mit einer kaputten bandscheibe ja auch eigentlich nicht mehr reiten sollte. das andere mädchen fing kurz darauf davon zu erzählen an, dass sie nächstes jahr work and travel in australien machen wolle, und ob sich meine freundin für dieses jahr um ihr pferd kümmern könne.
meiner freundin sagte ich nach diesem gespräch, dass es mir reichte, und wir uns eine pferdepensionsplatz nehmen sollten. das gestaltete sich schwierig, da meiner freundin zunächst keiner der plätze anstand. sie waren ihr entweder zu teuer, die besitzer zu unsympathisch, zu klein, zu groß, die falschen pferderassen, zu abgelegen, zu ungepflegt. schließlich landeten wir in einem kleinen reitstall mit einer typischen "pferdefrau" als besitzerin. sie machte zunächst einen guten eindruck auf uns, und schien den hof ganz gut im griff zu haben.
alles funktionierte anfangs super, doch schon bald bat die besitzerin meine ex, ihr ein wenig zur hand zu gehen, sonst müsse sie den preis anheben. meine exfreundin erzählte mir erst davon, als ich mich wunderte warum sie schon wieder abgehetzt und abgearbeitet aussah. ich sagte ihr, wir sollten uns einfach einen neuen stall suchen. sie argumentierte allerdings, das sei nicht gut für das pferd, weil es sich wieder umgewöhnen müsse, und der stall sei doch eigentlich ganz in ordnung. ich bot ihr an, die mehrkosten zu übernehmen, was sie nach langem hin und her annahm, weil sie im studium wegen zeitmangel eine wichtige prüfung verhauen hatte.
auch wenn wir jetzt wesentlich mehr geld bezahlten, rief die besitzerin des stalles ständig an und bettelte, weil sie hilfe bei irgendeiner tätigkeit brauchte. ich sagte ihr irgendwann, dass wir für den preis, den wir ihr monatlich zahlten, die vertraglich vereinbarten leistungen erwarteten und diese nicht ständig selbst erbringen wollen würden. sie druckste herum und erzählte uns eine weinerliche geschichte, dass es mit dem reitunterricht zur zeit wohl schlecht lief, und das geld hinten und vorne nicht reichte. meine exfreundin zeigte vollstes verständnis dafür, und schuftete ab da auf dem hof mit, während die besitzerin immer mehr geld haben wollte, und wir irgendwann sogar heu selbst zukaufen mussten, obwohl das im vertrag eigentlich komplett inkludiert war. ich suchte derweil fieberhaft nach einem neuen hof. schließlich wurde ich in der umgebung fündig.
an dem abend, als ich meiner exfreundin den hof vorschlagen wollte, teilte sie mir mit, dass sie die nachprüfung wegen zeitmangel auch verhauen hatte, und exmatrikuliert werden würde.
sie war vollkommen fertig. was machte sie allerdings als allererstes? sie ging in den stall und suchte trost bei ihrem pferd, anstelle ralistisch zu überlegen, wie es weitergehen solle. ab da ging alles den bach hinunter. meine ex war nur noch beim pferd, dessen kosten ich mittlerweile fast allein trug, denn der ursprüngliche einstellpreis hatte sich mittlerweile mehr als verdoppelt. auf versuche, ihr einen neuen stall schmackhaft zu machen, reagierte sie unwirsch und ignorant. sie kümmerte sich überhaupt nicht mehr um das studium, unsere beziehung war ihr auch komplett egal. sie redete nicht mehr mit ihren eltern, und sprach tagaus, tagein nur noch davon, dass sie eine ausbildung zur pferdewirtin machen wolle. die ausbildungsstelle bekam sie dann tatsächlich, aber da lag unsere beziehung schon in den letzten zügen, da wir uns nur noch einmal in der woche sahen, sie total abgekämpft vom arbeiten auf dem hof der "pferdefrau" war, und auch kaum noch notiz von meinen bedürfnissen nahm.

derzeit macht sie o.g. ausbildung, und arbeitet nach dienstschluss noch bei ihrem pferd. sie bezahlt die hälfte ihres monatlichen einkommens an die hofbesitzerin. am tag ist sie etwa 14-15 stunden am rackern. zeit für eine beziehung oder dergleichen hat sie nicht mehr. sie beschimpfte mich mal per sms in dem sinne, dass ich ihr "alles kaputtgemacht" hätte. ohne mich hätte sie noch ihren schönen eigenen pferdehof, müsse sich nicht ständig um ihr pferd sorgen und alles wäre noch "wie früher" außerdem hätte sie dann wohl genug zeit für das studium gehabt, und die prüfung nicht versaut.

-kein wort davon, dass ich weit über 4000 euro an unterhaltungskosten für ihr pferd übernommen habe, kein wort des dankes für die viele arbeit, kein wort des bedauerns der vielen unannehmlichkeiten und probleme, die sie mir in der beziehung mit ihrer bedingungslosen tierliebe beschert hat.

sabrina, ich unterstelle dir nicht, dass du ähnlich weltfremd und überbesorgt bist, was deine tiere angeht, beziehungsweise, dass du eine ähnliche sichtweise wie meine ex an den tag legst. dennoch kann ich mir vorstellen, dass du eventuell früher öfter zumindest deine beziehungen zu gunsten deines pferdes vernachlässigt hast. das führt auf dauer dazu, dass man sich als mensch und partner neben dir wertlos fühlt, da das tier bzw. die tiere grundsätzlich vorrang vor der beziehung haben.

ich habe mich jahrelang als "erfüllungsgehilfen" ihres hobbies betrachtet, teilweise auch als billigen knecht und finanzier, den herumzukommandieren sie das recht hat, da er ihr in der beziehung verpflichtet ist. wenn ein mann merkt, dass er emotional auf so eine rolle reduziert wird, ist er weg. die einen schneller, die anderen etwas langsamer. die pferde sind eine gigantische bürde für jemanden, der nicht auf einem hof aufgewachsen ist, oder zumindest ebenso tierlieb und pferdevernarrt wie du ist.
unter diesen männern wirst du aber kaum einen "mann von welt" finden, der dir das gibt, was du erwartest. und selbst wenn: du musst es schaffen ihn zu halten, was dir offensichtlich über längere zeit schwerfällt, da die tiere immer vorgehen. egal ob er pferde genauso liebt wie du: er wird höchstwahrscheinlich dann weg sein, wenn er merkt, dass er nicht die hauptrolle in deinem leben spielt. denn ganz ehrlich: das ist es doch eigentlich wofür man beziehungen eingeht.

ich wünsche dir viel glück, vielleicht hat dir meine geschichte ja einigermaßen geholfen zu verstehen, was die männer empfinden, wahrscheinlich und hoffentlich aber nicht so krass wie es bei mir der fall war.
 
naja, so krass wie du es beschreibst, lieber gast, ist es zum glück bei mir tatsächlich nicht. das ist definitiv ein fall von weit über das ziel hinausgeschossener aufopferung.
ja, es kann schon sein, dass meine bisherigen partner sich neben meinen pferden etwas benachteiligt vorgekommen sind. die situation mit den freizeitaktivitäten und dem sex ist natürlich auch bei mir ähnlich, aber ich habe in den letzten jahren gemerkt, dass mich das langsam auch stört, zumal ja eben bis jetzt alle beziehungen an meiner unlust etwas zu unternehmen, sei es im bett oder wo auch sonst immer, gescheitert sind.

das problem ist: ich sehe den ausweg die pferde wegzugeben, zumindest die, die ich sowieso nicht reiten kann. ich weiß aber nicht, ob ich sie einfach so im stich lassen könnte, vor allem weil meine dadurch gewonnene freizeit alleine ja noch nicht der garant dafür ist, dass es in der beziehung klappt.
ich glaube auch, ich habe eigentlich keinerlei erfahrung wie sich eine längere beziehung anfühlen könnte, und ob es überhaupt das richtige wäre. fakt ist aber, ich hätte gerne eine familie. die zeit dafür wird allerdings langsam wirklich knapp.
meine größte angst ist, dass ich familie und pferde nicht unter einen hut bekomme. das habe ich vor jahren mal bei einer bekannten gesehen. sie hat sich nach der geburt ihrer zwillinge in der anschließenden elternzeit wesentlich mehr mit ihren pferden als mit den kindern beschäftigt. daraufhin hat ihr mann sie verlassen, und erfolgreich das sorgerecht eingeklagt. jetzt ist sie verbittert und erzählt überall herum, dass ihr ex ja ein ganz schlechter mensch wäre, dabei hat sie einfach nur ihre prioritäten von anfang an falsch gesetzt.
ich habe bedenken, dass das bei mir ähnlich werden könnte.

außerdem müsste ich ja dann, wie oben beschrieben, endlich mal mit der partnersuche zu potte kommen. nur glaub ich eben kaum, dass mein traumprinz auf einem schimmel, oder was auch immer für eine farbe der gaul nun grade hat, auf meinen hof geritten kommt, im schlepptau sein umfangreiches gefolge, das fortan meine pferdepflichten vollkommen übernimmt, damit ich mich in zukunft nur noch auf das bereits gesattelte pferd setzen muss. das heißt, wenn ich von dem vielen anderen "reiten" und den weiteren gemeinsamen freizeitaktivitäten nicht schon total k.o. bin.

spaß beiseite. es wird eben langsam wirklich schwer, jemanden zu finden, der halbwegs meiner idealvorstellung entspricht. ich bin ja nun auch nicht mehr taufrisch, und vielleicht schreckt manchen mann auch die schiere anzahl der partner, die ich nun mittlerweile "verschlissen" habe, ab. es waren weit über zehn. einem davon trauere ich ganz besonders hinterher, weil wir eigentlich eine wirklich gute basis hatten, aber uns einfach zu selten gesehen haben. aber das ist eine andere sehr schmerzliche geschichte.

ich danke euch auf jeden fall schon einmal für eure vielen antworten 🙂
 
Hallo Sabrina,

es bringt wohl nichts wenn ich dein Problem zum drölfzigsten Mal analysiere, du hast ja schon genug inputs von anderen Usern bekommen, woran deine früheren Beziehen eventuell gescheitert sind, respektive wieso deine Lage auf einen potenziellen Partner u.U. abschreckend wirken könnte.

Wenn du deine Pferde (wieviele hast du eigentlich?) nicht weggeben möchtest, wie wäre es dann wenn du dir Reitbeteiligungen für einige von ihnen suchst? Es gibt in der Regel genug Leute (Zielgruppe weiblich, ab 16 Jahren), die nicht das Geld und vorallem nicht die elterliche Erlaubnis haben, sich ein eigenes Tier anzuschaffen, sich aber hingebungsvoll um ein Pflegepferd kümmern würden. So wärst du einerseits entlastet was den zeitlichen Aufwand angeht, andererseits könntest du eine kleine Kostenbeteiligung ausmachen.

Ich weiss nicht, ob das DIE Lösung für dein Problem ist - aber eventuell denkst du ja mal drüber nach?

Grüsse und viel Glück
 
Hallo Sabrina...

Die Geschichte des Gast, dessen Beziehung vor die Hunde gegangen ist ist weder Krass noch extrem oder sonst was. Es ist schlichtweg die Realität. In dieser scheinst DU leider nicht zu leben. Du machst eigentlich einen aufgeweckten und Symphatischen Eindruck, jedoch würde mich deine Pferdenarretei davonlaufen lassen !!!!
ich lebe selbst in Beziehung / Ehe, in der es ein Pferd gibt. Manches mal gab es deswegen schon Streit. Ich akzeptere und unterstütze "Sie" in jeglicher Hinsicht bei ihrem Hobby, jedoch ist es irgendwann zuviel und genug ist genug. Der Wohnort ist nach der Stallung ausgesucht, ein bestimmter Stall muss es sein und zu Weihnachten und diversen anderen Terminen muss das Tier betüddelt werden. Ständig Krank ist es auch noch und was da dann abgeht kann sich manch einer denken. Nebenbei wird noch im Stall gearbeitet um die Kohle ranzuschaffen .... und, und, und...

Da sind wir schon bei DIR --- Lust auf Sex gibt kaum / wenig / garnicht mehr !!! Mein Highlight war, das "Sie" mitten unterm Verkehr haben vom Pferd zu plappern anfing.... !!!!!

Da da eigentlich ein Psychater angebracht wäre liegt auf der Hand, oder?

DIR scheint dein Leben ähnlich entglitten zu sein. Ich würde mich selbst als Mann von Welt bezeichnen. IM Beruf komme ich viel herum, fremde Kulturen, andere Länder, würde mir aber auf keinen Fall jemals eine Partnerin mit einem Tierchen jeglicher Art antun. Zuviel muss man entbehren, sei es Zuneigung, Zeit oder auch Möglichkeiten am realen Leben teilzunehmen.

Liest man zu diesem Thema in diversen Pferde / Reiterforen ist es immer das gleiche Bild - NIEMALS würden die Mädchen / Frauen aufs Tier verzichten oder auch nur einen Millimeter davon abweichen. Da wird der Stiefel durchgezogen, bis hin zu Selbstaufgabe. Mancher würde das Fetisch nennen, manche Narretei, für mich ist speziell die Pferdeliebhaberei eine Sucht, ähnlich dem Alkohol oder Zigaretten, wenn nicht sogar schlimmeres.

Von deinem "Problem" wirst du nur durch "kalten Entzug" geheilt werden können. Kompromisse gibt es nicht und deine Biologische Uhr tickt, wie du selbst schon bemerkt hast. Du wirst SO keinen Mann finden. Weder von der Lokalität her, noch von deiner Lebensführung. Dein Hobby ist etwas für Jungmädchen, die spätestens in der Pubertät, wenn das Interesse für Jungs erwacht davon ablassen. Diejenigen, die den Absprung nicht geschafft haben sieht man auf den Pferdehöfen. Scheinbar alle okay, in Ehe und Partnerschaft. Blickt man hinter die Kulisse kitten lediglich die Kinder zusammen oder die Kohle.
Kein Mann verträgt es auf Dauer auf die Seite gestellt zu werden und Nr.2 zu sein.
Männer denken logisch und simpel. Du hast keine Zeit für ihn, bis immer müde und ohne Lust auf egal was, aber zu den Pferden kannst du gehen ???

Ach ja, auch ich habe ein Hobby und gönne jedem das Seine - nur gibt es Grenzen und die sind dann erreicht wenn es destruktiv wird !!! Und DAS ist unschwer bei dir zu erkennen.
Mein Hobby lässt sich jederzeit abschalten und wegstellen. Ich verzichte Wochenlang darauf. Beim Pferd oder wie bei dir Pferden - !!! - geht das nicht. Insofern kannst du dein Leben nur ändern wenn du einen radikalen Umschwung machst.

Gib die Pferde in gute Hände und zieh aus dem Dorf weg. Bau dir ein neues Leben auf und lerne mal mit Menschen umzugehen und am echten Leben teilzunehmen. Wenn du mal eine Beziehung hast, kannst du ja dein "altes" Hobby in Form einer Reitbeteiligung wieder aufleben lassen. Aber dies nur in Homöopathischen Dosen, nix übertreiben. Nur zur Entspannung und Spass & Spiel. Wenn du bemerkst eine persönliche Beziehung zum Tier aufzubauen cancel das sofort wieder !!!! Es kann sogar sein, das du inzwischen dein echtes Leben mit und unter Menschen so geniesst, das du deine Pferdeepisode komplett abhakst...


Viel Erfolg, nimm am Leben teil 🙂
 
Bravo, Gast!

Ich muss in wirklich allen Punkten zustimmen. Meine Freundin und ich studieren annähernd ähnliches (wir teilen bestimmte Module). Wenn ich mitbekommen, dass Sie an den Wochenenden auf Turnieren unterwegs ist, während ich Stunden um Stunden Übungszettel für uns beide (!) löse, damit wir die Zulassung zu Klausuren bekommen, wenn ich mitbekomme, dass gemeinsame durchgängige (!) Wochenenden eher in das Reich der Phantasie gehören und wenn ich feststelle, dass Urlaubsplanung ein No-Go ist, weil immer die "Hotties" umhegt und umpflegt werden müssen, dann ist irgendwas nicht richtig gelaufen.

Meine Freundin wird in ihrer Einstellung von ihrer finanzstarken Mutter unterstützt, mit der ich mich mittlerweile zerstritten habe, weil ich irgendwann zaghaft moniert habe, dass Tagesplanung mit meiner Freundin nie funktioniert, dass sie ihr Leben ausschließlich bei ihren beiden Vierbeinern verbringt und dass jeden Tag zwischen 3-4 Stunden für dieses Hobby drauf gehen, was Lebensqualität in einer Beziehung nimmt. Das Hobby ist mir dabei herzlich egal. Ob meine Freundin jetzt Paintball spielt, Extremsurfen oder Bergsteigen betreibt: Es ist mir egal. Das Krankhafte daran ist der Zeitaufwand. Meine Freundin ist durchaus als intelligent zu bezeichnen, ist bisweilen so sparsam, dass sie mich, wenn wir dann mal was unternehmen, alles bezahlen lässt, hat aber Geld in Hülle und Fülle, wenn es um ihr ein und alles geht.

Weswegen ich das erzähle? Männer lassen sich nicht auf Dauer verarschen. Irgendwann macht sich Unzufriedenheit in einer Beziehung breit. Vielleicht findest du dich ja hier wieder (Pferdemädchen: Was reitet die denn? | ZEIT ONLINE), vielleicht hast du andere Beweggründe. Fakt bleibt: Männer wollen Frauen. Wollen diese aber nur Pferde, ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt. Ich war ein paar Mal mit am Stall und weiß, welcher Typus Mann sich dort rumtreibt. Wenn dir die reichen, dann gute Reise. Wenn nicht, dann ändere was an dir und hör auf, deine Umwelt für alles verantwortlich zu machen.
 
Such dir einen Musiker🙂 Der hat genausowenig Zeit und versteht es daher absolut. Sein Hobby geht auch immer vor.
 
Demnächst auf RTL 2 passionierte Pferdeliebhaberin und -besitzerin sucht einen Mann fürs Leben 😀

Aber mal im ernst, aber du stellst u.a. Anforderungen, welche du selbst nicht erfüllen kannst, an einen Mann.

Du verlangst nach u.a. nach einem Mann, der nicht dumm ist, der soziale Kompetenzen besitzt und einen guten bzw. passenden Charakter zu dir hat, doch wo ist z.B. deine soziale Kompetenz?

Tiere zu haben finde ich schön und auch gut, aber wenn die Tiere mehr in Anspruch nehmen als alles andere, was soll man von dir als Frau wollen?

Was könntest du einem Mann bieten, dass er sich zu dir verbunden fühlt und auch geliebt?

Im Prinzip nichts, denn das geht hier aus deinem Anfangsbeitrag schon hervor, deine Tiere gehen immer vor und das sollte niemals so sein!

Als pferdebesitzerin verstehe ich die themenerstellerin bestens und zu sagen das die tiere niemals vorgehen sollten ist dünnes eis. Das ist als würdest du sagen kinder sollten niemals vorgehen. Ich habe nur ein pferd und muss sagen, bisher haben die männer mich für die arbeit mit dem grossen tier bewundert. Allerdings würde ich auch nie mehr als ein pferd kaufen, nicht wegen der männer sondern weil ich es meinem pferd schuldig bin ihm meine volle aufmerksamkeit zu schenken. Ich weiss es ist hart wenn man die sechs pferde alle lieb hat, aber ich glaube du weisst es bereits selbst das es so nur weitergehen kann wenn du deine familienplanung aufgibst.
 
Als pferdebesitzerin verstehe ich die themenerstellerin bestens und zu sagen das die tiere niemals vorgehen sollten ist dünnes eis. Das ist als würdest du sagen kinder sollten niemals vorgehen. Ich habe nur ein pferd und muss sagen, bisher haben die männer mich für die arbeit mit dem grossen tier bewundert. Allerdings würde ich auch nie mehr als ein pferd kaufen, nicht wegen der männer sondern weil ich es meinem pferd schuldig bin ihm meine volle aufmerksamkeit zu schenken. Ich weiss es ist hart wenn man die sechs pferde alle lieb hat, aber ich glaube du weisst es bereits selbst das es so nur weitergehen kann wenn du deine familienplanung aufgibst.

Toller Vergleich ... Zum einen lese mal den Anfangsposting, der im übrigen aus 2012 ist und zum anderen steht dort:

das problem sind jedoch meine pferde.

Es geht daher nicht um ein Pferd, sondern um mehrere und hier muss man sich dann eben auch als Pferdeliebhaberin fragen, was einem wichtiger ist, wenn wie bei der TE die Männer immer das weite suchen, sobald sie erfahren, dass da mehrere Pferde sind, denn alle diese Pferde wollen auch gepflegt etc pp werden und das lässt sich nicht auf 1-2 Mal die Woche beschränken oder ähnliches.

Daher sorry, wenn ich das so deutlich sage, aber du vergleichst hier Äpfel mit Zitronen und das passt nicht.
 

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