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Meine Mutter tyrannisiert und bevormundet mich (32).

Nachfolgend nur Vermutungen meinerseits. Du entscheidest selbst, ob etwas davon zutreffen könnte. Ich kenne weder dich noch deine Mutter.

Annahme: Deiner Mutter ist die Außendarstellung wichtiger als du.
Wohl möglich, dass sie selbst übergriffiges Verhalten erduldet hat und schwieg, um das perfekte Bild nach außen aufrecht zu halten. DAS will sie sich jetzt nicht durch dich "kaputtmachen" lassen. /Möchte nicht, dass ihre Erinnerungen wieder hochkommen... Redet deshalb EINDEUTIGES Fehlverhalten deines Chefs klein.

Alles was zum Gerede der Leute führen könnte, macht ihr Angst. Sie hat wohl nie gelernt, sich von anderen abzugrenzen. Sie will perfekt sein und wenn ihr Umfeld nicht mitzieht, befürchtet sie, dass "Fehler" anderer auf sie zurückgeführt werden könnten. Hat Angst, dass man ihr Versagen vorwirft. Fürchtet die Blicke der anderen, Gerede hinter ihrem Rücken... Dieser Perfektionismus, den sie gnadenlos anstrebt, rührt daher, dass sie kein Selbstwertgefühl hat. Sie weiß nicht, dass ihr Selbstwert nicht an Leistungen geknüpft ist und dass es okay ist, "Fehler" zu machen.

Vielleicht macht es ihr Angst, dass ihr in ihre Nähe zieht. Dann bekommen die Nachbarn es eher mit, wenn mal etwas nicht so glatt läuft. Deswegen steckt sie jetzt ihr "Revier" ab und weist dich in die Schranken ("Nicht um 15 Uhr einkaufen gehen."...)

Alles um den Schein zu wahren und sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen.

Ich schätze, dass du in der "guten Beziehungsphase" die Hoffnung hattest, dass dieses gute Gefühl anhält, das du früher bei ihr nicht hattest und wonach du dich damals so sehr gesehnt hast. Doch jetzt ist es nicht mehr da.

Das sind alles nur Mutmaßungen. Ich kenne euch ja nicht. Ob es so sein könnte, kannst du besser beurteilen.

Falls du denkst, dass das mit dem Perfektionismus zutreffen könnte, würde ich es ansprechen. Frag sie nach ihren Sorgen und Ängsten. Sag ihr, dass dich ihr Verhalten verletzt. (Vermutlich wird auch dein Verhalten sie verletzen. Denn sie denkt ja, dass ihr Ruf darunter leidet.)

Mach ihr deutlich, dass sie sich von deinem Tun und Nichttun abgrenzen muss. Dass du dir wünschst, dass euer Verhältnis wieder besser wird. Dass du weißt, dass sie sich Sorgen um dich macht (vielleicht kann sie das einfach nicht liebevoll ausdrücken, weil sie es nie gelernt hat) und dass sie sich auch Sorgen um sich macht. Dass du nicht arbeitslos bist, sondern arbeitssuchend. Dass das nichts ist, wofür man sich schämen müsste und sie schon dreimal nicht.

Alles wie gesagt nur meine Gedanken aufgrund von Vermutungen. Ob etwas brauchbares dabei ist, entscheidest du.
 

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