Liebe kaela,
Zuallererst vielen Dank für deine Antwort. Ich befürchte auch, dass meine Mutter narzisstische Züge hat. Ergänzend möchte ich noch sagen, dass es neben mir noch einen leiblichen jüngeren Bruder gibt und einen Stiefbruder, der hier nicht so eine große Rolle spielt. Bei meinem kleinen Bruder verhält sie sich ähnlich. Aber ich sage mir, dass das sein "Bier" ist, wenn er das zulässt. Was mir aktuell die Augen geöffnet hat ist, dass ich für einen Arzttermin weiter wegfahren und dann auch übernachten muss, weil es eine zu weite Strecke ist. Sie bot an mich zu begleiten. Dann kamen die "Bedingungen" hinzu, dass wir uns ein Hotelzimmer teilen müssten, da es ja auch eine Kostenfrage sei. An dieser Stelle muss ich sagen, dass das Finanzielle das kleinste Problem in unserer Familie darstellt und ich mein Zimmer, wenn's dann daran scheitert, gerne selbst zahle! Mein Freund bot an, als ich ihm davon erzählte, dass er sich Urlaub nimmt und mitkommt. Das habe ich ihr dann geschildert und mich trotzdem bedankt dass sie mich begleiten wollte. Da ich einen Hund habe, der natürlich betreut werden will, habe ich nach einer Unterkunft gesucht, die Hunde willkommen heißt. Das wusste sie zu dem Zeitpunkt aber nicht und sagte mir dann, dass sie sich dann nicht krank melden würde wenn sie nicht mitfährt und arbeiten geht, weil dass ja gar nicht geht dass sie sich krank meldet wenn sie keinen "Grund" dafür hat und auf keinen Fall auf meinen Hund aufpassen könne. Sie nimmt es sonst auch nicht so genau damit und wie erwähnt - geht sie Ende des Jahres in Rente. Sie hasst ihren (Haupt-)Job in der Kita. Da kam in mir diese ganze angestaute Wut hoch! Von dem moralischen Aspekt abgesehen mit dem Krankmelden usw.: Wenn SIE mitfahren kann und Kontrolle hat, alles kein Problem. Wenn sie aber außen vor ist, tut sie mir keinen Gefallen und lässt mich gerne auflaufen was die Betreuung meines Hundes angeht. Ich muss dazu sagen, dass mein Hund ein total lieber Kerl ist und extrem pflegeleicht. Und es geht um eine einzige Übernachtung! Das Ende von Lied ist, dass ich ein hundefreundliches Hotel gefunden habe und das nun alleine wuppe. Ich durchschaue ihr Machtgehabe und das ganze Theater sehr gut. Mein Gedanke zu euren Rückmeldungen ist, dass ich mich zurückziehe und es auf meine Weiterbildung schiebe, die bald weiter geht. Wenn mir danach ist und ich mit meiner Therapeutin einen Plan ausarbeiten kann, wie ich damit umgehe, möchte ich den Kontakt deutlich zurückfahren. Gestern hat sie mich mehrere Male versucht zu erreichen und ich habe nicht reagiert. Das ist mir sehr schwer gefallen. Ich habe aber die Hoffnung, dass es mit der Zeit einfacher wird. Ich möchte keine Marionette sein. Das heutige Telefonat habe ich sehr kurz gehalten. Was hinzukommt ist, dass mein Gartengrundstück direkt neben dem meiner Mama liegt. Eigentlich ist das mein Rückzugsort mit Wohnwagen und der Möglichkeit in der Natur zur Ruhe zu kommen. Diesen Ort könnte ich dann nicht mehr einfach so besuchen, ohne ihr oder meinem Stiefvater über den Weg zu laufen. Was die Beispiele mit Kuchen und Co. angeht: Das sind an sich banale Dinge, aber diese Kommentare häufen sich zu einem Berg aus Erwartungen, wie sich die Tochter optimalerweise verhalten soll...