@Santino
Erst mal ganz vielen Dank für die Studien und die Übersetzungen, da hast du dir sehr viel Arbeit gemacht und viel Zeit investiert.
Ein ähnlich emotionales Thema wie die Frage nach der Einzelhaltung ist die Frage nach Nass- oder Trockenfutter, Fleisch- und Getreideanteil in den Futtermarken und die Frage danach, welche Futtermarke als "hochwertig" gelten darf. Wenn du da schreibst, dass deine Katze Whiskas kriegt, wirst du gelyncht, denn Whiskas enthält "ganz viel Zucker!!!!!" - was nicht der Wahrheit entspricht, wenn man Warenteststudien zum Thema anschaut.
Ja, das ist so ein Ding mit den Warenteststudien.
Niemand achtet wirklich darauf, was eigentlich getestet wurde. Meist wird nur getestet, ob auch drin ist, was drauf steht - und das ist ja gesetzlich vorgeschrieben. Sagt aber null darüber etwas aus, ob das Futter gesund ist.
Um wirklich zu wissen, was man der Katze füttert, muss man eigentlich nur auf die Deklaration achten
und sie zu deuten wissen. Dafür gibt es zahlreiche Seiten im Netz....
. Der Verweis auf Tierschutz- und Tierliebhaberseiten zum Thema Einzelhaltung ist, mangels der uneindeutigen Datenlage, auf die sich diese Seiten nicht stützen, nicht überzeugend. Generell muss mit dem Thema offenbar difffernzierter umgegangen werden, als ich selbst anfangs dachte.
hmmm.. hier stolpere ich.
In Tierheimen und auch in div. Katzenhilfen werden die Katzen in Gruppen gehalten. Da kann es vorkommen, dass Katzen in einer Gruppe zwischen 6-10 Katzen leben (je nach Größe des Geheges).
Die sind sich aber nicht spinnefeind, die spielen miteinander und machen auch gegenseitig Fellpflege, putzen sich gegenseitig die Ohren (was kein Mensch auf diese Art leisten kann)
Natürlich ist da auch nicht nur alles Gold was glänzt, da wird auch mal gerauft und gestritten, wie bei allen Lebewesen, die in Gruppen leben.
Aber das will ja eigentlich kein privater Haushalt ,eine Gruppenhaltung, meist sind 2 Katzen angestrebt.
Tierheime und Katzenhilfen haben auch Futterstellen, d.h. man füttert an einem ruhigen Platz die Streuner - die da aber auch schon in kleinen Gruppen von 2-3 Katzen erscheinen, nur die Neulinge an so einem Futterplatz kommen alleine.
Was mir hier an den Ausführungen einer verunglückten Zusammenführung fehlt, ist:
wie alt die Katzen waren, , der Altersunterschied, die Berucksichtigung der unterschiedlichen Charaktere, wie die Katzen vorher lebten, ob die Katzen überhaupt schon mal kätzische Gesellschaft hatten, miteinander also kommunizieren können. Wie lange man versucht hat, die Katzen aneinander zu gewöhnen, ob man sich eingemischt hat usw.
Es fehlt einfach das Gesamtbild der Situationen, hier steht aber nur, dass es nicht geklappt hat.
Auf einem Bauernhof leben die Katzen auch miteinander, also freiwillig. Niemals würde sich da eine Katze von den anderen zurückziehen - nur im Krankheitsfall.
Hier stehen dann die Studien den eigenen Erfahrungen gegenüber
Ist logisch, dass man den eigenen Erfahrungen mehr glaubt, weil man auch nicht weiß, was genau das Ziel der Studien war, wie die genauen Umstände waren und wer die Studien finanziert hat. Gerade bei Metastudien (gemeinsame Auswertung von mehreren Studien) geht man nur von den Ergebnissen der einzelnen Studien aus und berücksichtigt weniger die Umstände.
Aber die Umstände in denen die Katzen innerhalb der Studien leben, lassen sich kaum auf das alltägliche Leben mit Katzen umlegen, von daher finde ich, dass die Studien nicht unbedingt auf die Privathaushalte umlegbar sind.
Sogar der Deutsche Tierschutzbund (der sich als Vertreter der Tiere sieht) ist gegen eine Alleinhaltung der Katzen.. Er geht dabei davon aus, was eine artgerechte Haltung ist.
Heute ist bekannt, dass die Tiere untereinander sehr gesellig sind. Hat eine Katze Freilauf, kann sie Kontakt zu anderen Artgenossen aufnehmen. Ein reiner „Stubentiger" sollte möglichst nicht allein bleiben. In fast jedem Haushalt, der für eine Katze geeignet ist, lassen sich problemlos auch zwei halten.
Quelle
Auf der rechten Seite befinden sich noch mehr Infos über Katzen, es lohnt sich durchaus, das mal durchzulesen.
Katzen, die sich intensiv an ihre Menschen anschließen machen dies eher, weil sie niemand anderen haben, das ist eigentlich ein Fehlverhalten in der Art.
Ja, Katzen sind domenistziert, aber sie sind nicht gleich wie ein Hund der sich sehr eng an den Menschen anschließt. Sie sind von ihrer Art sehr viel selbständiger und auch "eigenwilliger" und meist nicht so erziehbar wie ein Hund