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meine große liebe starb.......

pieti04

Mitglied
hallo alle zusammen
ich weiß nicht mehr weiter.....
weiß nicht was ich tun soll...........
habe einfach ANGST..........
am 5.11.2010 brach mein mann auf dem flur der notfallambulanz
in meinen armen zusammen.
er war nicht krank vorher.
(das ganze passierte in unna, wo wir einmal im monat seine mutter besuchen. wir wohnen über 200 km entfernt.)
er wure 45 min. reanimiert, sie holten ihn also zurück.
er hatte einen herzinfarkt. er wurde danach in ein anderes krankenhaus verlegt, bekam dort einen stent gesetzt und kam dann auf die intensivstation. er wurde ins künstliche koma versetzt.
durch die reanimation, erlitt er eine schwere lungenentzündung, seine nieren versagten und und und......... er konnte (wollte) nicht aus dem künstlichen koma aufwachen. nach der ersten lungenentzündung folgte eine 2te, schlimmere und noch eine entzündung dort wo die zugänge für die dialyse gelegt waren.
dann nach über 4 wochen hatten die ärzte keine hoffnung mehr, sein gesundheitszustand war miserabel. die ärzte meinten außerdem wenn er überhaupt je wieder erwacht, dann behindert. ich ließ ihn gehen, obwohl ich ihn über alles liebe. er sollte nicht noch mehr leiden. nach genau 5 wochen, am 10. 12. 2010 schlief er für immer ein. er kommt nie wieder.
zur zeit bin ich noch bei der schwiegermutter. ich konnte hier wohnen. sie ist eine ganz liebe, nur zieht sich mich mit ihrer trauer noch mehr runter. ich werde noch bis nach weihnachten hier bleiben, danach fahre ich zu meiner tochter die von meinem zuhause 450 km entfernt wohnt. dort bleibe ich dann auch noch ein paar tage.
Ich habe immer die bilder von meinem mann vor augen, wie er in meinen armen zusammen bricht, wie er auf der intensivstation liegt, an unzähligen maschinen und schläuchen angeschlossen.
es ist wohl gut, das ich gerade jetzt nicht allein bin.
ich habe ANGST vor der zeit, wo ich allein bin, in einer stadt wo ich niemanden kenne (wir sind er kürzlich dort hingezogen).
was soll ich dann nur tun?
 
Hallo pieti04!

Das tut mir leid. Ich finde es eigentlich ganz gut, dass Du bei seiner Mutter so lange geblieben bist und ja noch bist. Und dass Du dann zu Deiner Tochter fährst. Es ist gut zu spüren, dass man nicht ganz alleine ist.

Wie das mit Deinem neuen Wohnort ist, kann ich nicht so beurteilen. Ob Du zB auch aus beruflichen Gründen dort bist. Wo man am besten wohnt, hängt in der Regel von den unterschiedlichsten Kriterien ab.

Vielleicht ist es Dir möglich, in der neuen Stadt Kontakte zu knüpfen. Spontan dachte ich an eine Selbsthilfegruppe. Aber das ist auch nicht jedermanns Sache. Manchmal fühlen sich Menschen ganz gut in einer Kirchengemeinde aufgehoben. Die gibt es schon in kleinen Städten.

Eigentlich braucht man doch nur einen einzigen Menschen, mit dem man sich gut unterhalten kann. So einen solltest Du auch finden.

Ich habe auch schon erlebt, dass Menschen in meinem Umfeld gestorben sind, die mir sehr nahe standen. Das ist schon länger her. Ich halte es ja für sehr wahrscheinlich, dass es so etwas wie Unsterblichkeit gibt. Das kann einen auch trösten, denke ich. Aber ich will mein Weltbild nicht anderen aufdrängen.

Ich wünsche Dir, dass Du dennoch den Umständen entsprechend gut über die nächste Zeit hinweg kommst.

 
Auch von mir ein herzliches Beileid.Es ist aber schön zu wissen, dass du nicht alleine bist und liebende Menschen um dich rum hast.Nimm dir die Zeit, die du brauchst, für deine Trauer.Dein Mann kann dich garantiert sehen, glaube mir.Ihr werdet euch eines Tages wiedersehen, ganz bestimmt.Der Tod ist nichts Endgültiges, er ist ein Neuanfang, so schwer das Leben oder das Sterben auch war.Aber alles im Leben hat seinen Sinn, auch der Tod, auch wenn wir es jetzt noch nicht verstehen mögen.Spreche deine Gefühle ruhig laut aus, das wird dir helfen, denn er kann dich hören!Und er möchte garantiert nicht, dass du den Rest deines Lebens traurig und unglücklich bist.Du hast noch eine Aufgabe vor dir!Wie du bestimmt schon heraushören kannst, bin ich sehr gläubig, und ich will dir hier nichts aufschwatzen, aber so schwer das Leben auch sein mag, vertraue auf Gott, dann wird alles gut!Das mit der Kirchengemeinde ist keine schlechte Idee, sofern du das möchtest!
Ich schicke dir ganz viel Kraft und hoffe, dass du bald wieder deinen Seelenfrieden erlangen wirst!Dein Mann ist immer da und wird dich niemals verlassen!
 
danke,
es tut gut das zulesen.
ich bin froh, dass ich diese seite gefunden habe.

morgen wird mein mann beerdigt
und ich weiß noch nicht wie ich den tag überstehen soll.
im moment, "funktioniere" ich,
mehr ist es nicht.
ich weiß noch nicht wie und ob es weitergeht
ich vermisse ihn unendlich......
 
Liebe pieti04,

man fühlt, wie sehr Du Deinen Mann liebst und vermisst. Ich war noch nie in dieser Situation, aber ich kann mir die Hilf- und Ratlosigkeit vorstellen, die einen dann überkommt.

Die erste Zeit ist sicher schlimm. Doch ich denke, es ist eine Frage des Bewusstseins, wie man damit umgeht. Du hattest Deinen Mann sicher jeden Tag um Dich, hast Dich auf ihn gefreut und viel mit ihm erlebt. Nun ist er physisch nicht mehr da, aber ich denke, es gibt ihn noch, auch wenn Du ihn nicht sehen kannst.

Etliche aus dem Koma erwachte Menschen berichteten, sie haben sich selbst und ihre Verwandten von oben gesehen, als sie kurz vor dem Tod standen. Vielleicht sieht Dein Mann auch Dich und möchte nicht, dass Du um ihn trauerst. Sicher weiss er, wie sehr Du ihn liebst und wie schwer Dir der Abschied gefallen ist.

Wenn Du ihn so in Deinem Herzen trägst, wie er war, dann wird er in Dir weiterleben. Euch verbinden Gedanken, Gefühle und Gebete und vielleicht kannst Du Dir bewusst sein, nicht alleine und verlassen zu sein. Dein Mann ist in einer Welt, die angenehmer sein soll als das Irdische Dasein.

Du wirst wieder lernen müssen, selbständig zu sein und Dein eigenes Leben zu leben. Die Gedanken an die letzten Tage werden verblassen und Du wirst neue Lebenskraft finden. Das Leben geht weiter und Du wirst wieder Zuversicht finden. Das Gedenken an Deinen Mann wird Dir Kraft geben, und eines Tages werdet Ihr Euch wiedersehen.

Ich empfinde mit Dir und wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht.
 
Hallo Pieti,

Herzliches Beileid!

Du hast recht, momentan funktioniert man und es ist gut, dass du noch Familie hast und auch schon, dass ihr euch in dieser Situation stützen könnt. Nimm es nicht als selbstverständlich, auch wenn man mit seinem persönlichen Schmerz immer alleine ist, egal ob man Familie hat wie du oder keine mehr wie in meinem Fall.

Nach meiner Erfahrung (1988/89 starben meine Eltern,Schwiegereltern und meine Grossmutter und 2007 starb mein Mann, Herzstillstand mit 47 ohne Vorwarnung) kann ich dir jedenfalls sagen, dass das Leben dennoch weiter geht, über das Funktionien lernt man mit der Zeit weiterzuleben und die Wunde vernarbt. Aber es wird eine Narbe bleiben, die immer schmerzt, wenn auch nicht mehr so unerträglich und heftig wie am Anfang. Ganz ganz langsam weicht das Schmerzliche auch ein wenig den amüsanten Anektoten, die einem in der Erinnerung bleiben.

Trauere, weine, schaue alte Bilder an... je mehr du rauslässt und je weniger du dich verschliesst, je besser wirst du mit der Situation fertig werden.

Alles Liebe
Ulrike
 
hallo liebe pieti04

mein mann ist auch erst seit exakt 4 wochen nicht bei mir ,er ist bei einem autounfall
ums leben gekommen.ich weiss das zwar aber ich habe es noch nicht erfasst.
ich fühle mit und kann deine unendliche trauer verstehen, ich sitze selbst noch in einer luftblase und ich hoffe du hast ganz viel kraft morgen für diesen schrecklichen tag.er wird ganz nah bei sein.gott schütze dich.
lieben gruss st
 
Hallo,
auch von mir mein herzliches Beileid.
Das ist eine ganz schwere Zeit für dich.
Vor der Beerdigung hatte ich auch sehr Angst, denn das wird der endgültige abschied sein. Aber falls du bisher nicht essen konntest zwinge dich vor der Beerdigung wenigstens eine Kleinigkeit zu essen das brauchst du.
Nimm dir für diesen Abschied Zeit.
Schreibe vllt noch einen Brief an ihn, den du ihm mit ins Grab geben kannst.
Mein Freund ist vor 3 Monaten verstorben. Motorradunfall.
Ich habe uns Armbänder gemacht eins trage ich, das andere hab ich ihm angezogen. Für mich ist das nochmals ein Zeichen unserer verbundenheit, so wie für euch wahrsch der Ehering.

Ich kenne deine Angst in dieser Situation allein zu sein. Mein freund u ich haben auch noch 1 Tag vor dem Unfall zusammen renoviert. Anfangs dacht ich ich kann da nicht einziehen. Aber ich habe es geschafft. Wohne jetzt seit 2 Monaten allein.
War anfangs auch immer bei der Mutter meines freundes. Jetzt habe ich immer noch viel Kontakt zu ihr. Das ist wichtig.

Hast du Freunde die dir beistehn? Mir hat mein freundeskreis sehr geholfen. Leider hat sich dieser vor 2 Wochen von mir verabschiedet. Das war wieder ein richtiger Schlag für mich.

Bin jetzt sehr allein, aber ich gebe nicht auf und lebe weiter, denn mein schatz lebt in mir weiter.

Ich weis das sagen dir viele, aber du darfst mir gern eine persönliche Nachricht schreiben da es sehr helfen kann sich mit jmd auszutauschen, der mit einem ähnlichen Schicksalsschlag zu kämpfen hat.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft dies durchzustehn. Gib nicht auf! Es wird dir noch sehr lange weh tun, aber Gott wird die für diese schmerzen wieder was schenken.

Und vergiss nicht! Tod ist dein Mann erst, wenn er vergessen wird. Und das wirst du nie!
 
danke......
ich bin unendlich froh, dieses forum gefunden zuhaben.
ganz allein bin ich nicht, da gebe ich euch recht
und ich bin auch froh, hier bei meiner schwiegermutter sein zu können,
nur es ist nicht mein zuhause
und mein zuhause.........da fehlt der wichtigste teil.....mein mann
meine schwiegermutter trauert, ihr sohn ist gestorben,
sie vergisst dabei aber, das ich auch trauere

ich hoffe ihr versteht was ich meine.

ich werde noch 9 tage hier bleiben......
dann fahre ich zu meiner tochter, meinem schwiegersohn und enkel
mein enkel wird am 31.12.2010 - 1 jahr alt
mein sonnenschein
dort werde ich versuchen kraft zuschöpfen
mich zufinden

dann muss ich erstmal allein.......in "unsere" wohnung
davor habe ich angst. ich weiß noch nicht wie, was und wo.
aber dank eurer tipps werde ich versuchen einen weg zufinden

freunde habe ich dort wo ich wohne nicht, dort bin ich allein.

ein besonderer dank an Lilli333
du scheinst so jung......es tut mir unendlich leid was dir passiert ist.
ich wünsche dir alles, alles liebe.
ich bin neu hier im forum und weiß noch nicht wie ich dir eine "persönliche nachricht" schicken kann und ob das schon geht wenn man so neu hier ist. aber ich hoffe wir lesen voneinander.

ich freue mich über eure antworten
danke
 
Ja ich bin gestern 20 geworden. Der erste Geburtstag ohne ihn, einer der Tage an dem es besonders spürbar ist, dass er fehlt.
Ich versuche dir mal eine private Nachricht zu senden, bin selbst noch nicht lang hier.

Der morgige Tag wird dich viel Kraft kosten, aber dann hast du schon den ersten Schritt geschafft.
Ich war an der Beerdigung erstaunlich stark , hab sogar nen Text vorgelesen.
Du wirst sehen du hast auch Kraftreserven.

Du schaffst das, du bist älter und somit reifer als ich;-)
 

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