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Meine Freundin Verändert sich und Ich habe andere “Werte”

Benno7919

Mitglied
Hallo,

Ich brauche mal Rat.

Meine Partnerin und ich sind seit fünf Jahren ein Paar. Am Anfang hatten wir dieselben Werte, was in der Beziehung wichtig ist. Sie leidet seit ein bis zwei Jahren unter Depressionen. Sie bekommt Antidepressiva und hat einen Psychiater. Nach einem sehr schlimmen depressiven Tief sagte sie mir, dass sie keine Gefühle mehr hat, also emotional ein Eisblock ist.

Dies hält bis heute an. Kuscheln, Küssen usw. ist von ihrer Seite aus sehr wenig geworden. Mittlerweile sagt sie sogar, dass sie sich „verpflichtet“ fühlt, mir zu schreiben, wenn sie mit Freundinnen weggeht. Sie muss mir nicht schreiben, wenn sie nicht will. Ich bin cool damit, wenn sie sich nicht meldet und Spaß hat. Aber diese Aussage, dass sie sich verpflichtet fühlt, obwohl ich wirklich nichts von ihr verlangt habe, finde ich komisch. Genauso wie die Tatsache, dass sie sich vom Psychiater nicht helfen lässt oder denkt, er könne ihr wegen der Gefühlskälte nicht helfen.

Die Nähe, Zärtlichkeit, Küssen und Kuscheln werden immer weniger. Ich weiß, dass es teilweise die Depression ist, allerdings fühle ich mich mittlerweile wie das dritte Rad am Wagen, zumal man mit ihr nicht sprechen kann, da sie direkt hochgeht und genervt ist. Ich möchte schon spüren, in einer Beziehung zu sein, aber mittlerweile fühlt es sich eher nicht mehr danach an. Den „Sinn“, etwas zu ändern, sieht sie trotz Gesprächen auch nicht. Laut ihrer Aussage kann „der Psychiater bei emotionaler Kälte auch nichts ändern“, also lässt sie es so.

Vorher war sie ein sehr herzlicher Mensch. Trennen möchte ich mich eigentlich ungern, aber es sind einfach nicht mehr dieselben Werte.
 
Ich verstehe dein Dilemma. Aber ganz ehrlich, auch du hast Bedürfnisse. Du stellst dich zurück und verlangst nichts, obwohl es sich schon gehört den Partner zu informieren, wenn man mit den Mädels loszieht.

Da ist dann ihre Depression nicht so präsent, wenn sie loszieht und Spaß hat. Ich hoffe nicht, dass sie bei dir nur ihre Depression vorschiebt. Es gibt Menschen, die dich am ausgestreckten Arm verhungern lassen, bis du irgendwann aufgibst und die Beziehung beendest. So sind sie nicht der (undankbare) Buhmann, sondern du bist dann der, der mit ihren Depressionen nicht klargekommen ist.

Du wirst nicht viel machen können, wenn sie nicht will und immer ein anderes Argument vorschiebt. Deshalb achte mehr auf dich und deine Bedürfnisse. Du kannst nicht die ganze Welt retten....
 
Hallo,

Ich brauche mal Rat.

Meine Partnerin und ich sind seit fünf Jahren ein Paar. Am Anfang hatten wir dieselben Werte, was in der Beziehung wichtig ist. Sie leidet seit ein bis zwei Jahren unter Depressionen. Sie bekommt Antidepressiva und hat einen Psychiater. Nach einem sehr schlimmen depressiven Tief sagte sie mir, dass sie keine Gefühle mehr hat, also emotional ein Eisblock ist.

Dies hält bis heute an. Kuscheln, Küssen usw. ist von ihrer Seite aus sehr wenig geworden. Mittlerweile sagt sie sogar, dass sie sich „verpflichtet“ fühlt, mir zu schreiben, wenn sie mit Freundinnen weggeht. Sie muss mir nicht schreiben, wenn sie nicht will. Ich bin cool damit, wenn sie sich nicht meldet und Spaß hat. Aber diese Aussage, dass sie sich verpflichtet fühlt, obwohl ich wirklich nichts von ihr verlangt habe, finde ich komisch. Genauso wie die Tatsache, dass sie sich vom Psychiater nicht helfen lässt oder denkt, er könne ihr wegen der Gefühlskälte nicht helfen.

Die Nähe, Zärtlichkeit, Küssen und Kuscheln werden immer weniger. Ich weiß, dass es teilweise die Depression ist, allerdings fühle ich mich mittlerweile wie das dritte Rad am Wagen, zumal man mit ihr nicht sprechen kann, da sie direkt hochgeht und genervt ist. Ich möchte schon spüren, in einer Beziehung zu sein, aber mittlerweile fühlt es sich eher nicht mehr danach an. Den „Sinn“, etwas zu ändern, sieht sie trotz Gesprächen auch nicht. Laut ihrer Aussage kann „der Psychiater bei emotionaler Kälte auch nichts ändern“, also lässt sie es so.

Vorher war sie ein sehr herzlicher Mensch. Trennen möchte ich mich eigentlich ungern, aber es sind einfach nicht mehr dieselben Werte.

Äh, mit 'nicht mehr dieselben Werte' meinst du, dass deine Freundin nicht mehr so gerne mit dir kuschelt, seitdem sie eine Krankheit hat, die dafür bekannt ist, dass sie die Genussfähigkeit, Lebensfreude, Energie und auch die Fähigkeit zu fühlen stark einschränken kann?

Ist das dein Ernst? Falls ja, solltest du dich dringend darüber informieren, was für Symptome eine Krankheit wie Depression haben kann. Wenn deine Freundin Medikamente bekommt, dann versucht sie ja schon, sich helfen zu lassen. Wahrscheinlich, nein sicher sogar, wäre sie auch lieber gesund.

Im übrigen musst du eben deine Entscheidung treffen. Wenn du sie wegen ihrer Krankheit verlassen willst, dann tu es bitte so schnell und ehrlich wie möglich. Das ist für beide Seiten dann besser. Im Zweifel zeig ihr diesen Thread von dir. Dann nimmt sie dir das Trennungsgespräch vielleicht sogar ab.

Wenn ich mir so vorstelle, dass ich mir bei einem Autounfall beide Beine breche und mein Partner in einem Forum fragt: was soll ich tun? Meine Partnerin kann schon seit Monaten nicht mehr mit mir joggen gehen, das haben wir aber schon immer so gerne gemacht und ist total wichtig für unsere Beziehung. Es ist noch nicht mal sicher, ob das jemals wieder mit ihr möglich sein wird...

Ganz ehrlich: ich wäre sofort bereit, mich zu trennen. Es ist keineswegs meine Absicht zu behaupten, dass auch andere das so sehen müssen.

Aber ganz ehrlich, wenn ihm das gemeinsame Joggen das wichtigste in unserer Beziehung ist, so möge er mit anderen joggen, die das können...

Meine Meinung.
 
Depressionen haben viele Gesichter und nur weil sie was Unternimmt, heißt es nicht dass sie nicht unter Depressionen leidet. Leider gibt es immernoch zu viel Unwissenheit und zu viele Vorurteile in dieser Hinsicht.
Du musst dich fragen, ob das noch die Beziehung ist, die du führen möchtest. Für mich hört es sich nicht so an, aber das musst du für dich klären.
 
Danke für deine Antwort!
Ich würde mir wünschen das Sie erkennt das ich darunter leide, das Sie etwas ändert. Aber mittlerweile leide ich im stillen, weil es anzusprechen überfordert Sie, so wie Sie es sagt.
Ich mache immer “Stress” & Sie hat keinen Kopf für diese “Diskussion”.
Ändern tut Sie leider auch nichts..
 
Du kannst also nicht mit ihr darüber sprechen, weil sie dann sofort hochgeht und genervt ist?
Stelle ich mir sehr schwierig für dich vor.
Sie macht dich damit ja quasi mundtot.
Und dadurch kann sich bei euch auch nichts mehr verändern.
Stillstand ist angesagt!

Ich würde sie trotzdem um ein Gespräch bitten.
In einer ruhigen Minute, damit es nicht gleich eskaliert.

Frag sie mal , wie sie sich ganz konkret eure gemeinsame Zukunft vorstellt.
Oder ob sie überhaupt noch Interesse an eurer Beziehung hat?
Vielleicht möchte sie das Ganze beenden, wagt aber noch nicht den nächsten Schritt.
Und das wäre ja ein ernsthaftes Gespräch zwischen euch beiden.
 
Danke für deine Antwort!
Ich würde mir wünschen das Sie erkennt das ich darunter leide, das Sie etwas ändert. Aber mittlerweile leide ich im stillen, weil es anzusprechen überfordert Sie, so wie Sie es sagt.
Ich mache immer “Stress” & Sie hat keinen Kopf für diese “Diskussion”.
Ändern tut Sie leider auch nichts..
Dafür, dass du selbst ja auch psychiatrische Diagnosen hast, hast du erstaunlich wenig Verständnis für ihre.

Eine Depression kann man eben auch nicht so einfach "ändern".
 
Vorher war sie ein sehr herzlicher Mensch. Trennen möchte ich mich eigentlich ungern, aber es sind einfach nicht mehr dieselben Werte.
Servus!
Von welchen "Werten" sprichst du hier?
Hast du dich bereits mit dem Thema Depression beschäftigt?
Ist deine Freundin auf der Suche nach einem Therapieplatz? Oder hat sie eine Reha beantragt oder steht auf der Warteliste für eine Tagesklinik?
LG
 
Ich lese bei dir wenig Empathie. Es geht um deine Bedürfnisse und sonst zeigst du sehr wenig Verständnis.
 

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