Hallo an alle,
vielen Dank, daß sich da so viele um mein Problem kümmern.
Also, ich denke, ich kann mit Sicherheit sagen, daß meine Freundin in der letzten Zeit (sprich, in den 1,5 Jahren, die wir jetzt zusammen sind) kein Opfer sexueller oder gewaltsamer Übergriffe geworden ist.
Erstens waren wir in der vergangenen Zeit außer während ihrer Arbeits- resp. meiner Lernzeit kaum getrennt. Zweitens gehe ich davon aus, daß sie mir von solchen Übergriffen berichtet hätte. Wir haben uns geschworen, alles zu erzählen, was uns bewegt und belastet. Daher verstehe ich ja auch nicht, warum sie mit ihrem eigentlichen Problem nicht herausrückt.
Dieses Herumgeeier, wie ich es ja schon sehr viel weiter vorne beschrieben habe, macht mich in der Tat am meisten fertig. Das habe ich ihr auch bereits gesagt.
Ich habe sie auch ganz am Anfang unseres Problems bereits gezielt darauf angesprochen, ob sie in ihrer Vergangenheit sexuell belästigt worden sei, oder unangehme Erfahrungen mit früheren Partnern gemacht hat. Das hat sie alles jeweils verneint...
@lea:
Ich hatte bereits mehrfach versucht, sie gezielt dazu zu bringen, mir zu sagen, was genau es sei... sie weicht mir dann regelmäßig aus. Sie fragt mich zwar immer wieder, warum ich traurig sei, wenn ich es dann aber wieder (!) anspreche, weicht sie aus, dreht sich weg bzw. macht die Augen zu und schweigt. Was soll ich bloß tun ? Auf meine div. Vermutungen, die ich seit Wochen anstelle bekomme ich ebenso wenig eine befriedigende Antwort, wie auf das Drängen, endlich genau zu sagen, was in ihr vorgehe. Wenn ich ihr sage, ich sei daran interessiert, dieses Problem zu lösen, sei da aber auf ihre Mithilfe angewiesen, dann beteuert sie regelmäßig, daß es sie auch belaste. Ich habe aber ehrlich gesagt nicht wirklich das Gefühl, daß sie um eine Lösung bemüht ist. Warum auch ? Sie vermißt ja nichts...
Sie macht sich keine Überlegungen über ihre Ernährung, sie geht nicht zum Arzt, sie hört nicht in sich hinein, um vielleicht festzustellen, daß ich doch nicht der Mann fürs Leben für sie sei... wir leben einfach immer so weiter; und das halte ich nicht mehr aus. Ich möchte nicht von jetzt an die nächsten 50 Jahre ohne Sex leben... womöglich noch das Gefühl haben, ein notwendiges Übel zu sein, um Kinder zu bekommen...
@ moonlight:
Das Problem mit ihrer Einstellung zum Sex habe ich schon etwas weiter oben erwähnt. In der Tat hat sie ein kleines Problem damit, sich einfach hemmungslos der Lust hinzugeben. Das ist ja soweit auch nicht unbedingt verwerflich... Lustigerweise, auch das erwähnte ich bereits, war aber sie diejenige, die mich von meiner übermoralischen Einstellung, die ich vor der Beziehung mit ihr hatte, abgebracht hat. Sie war diejenige, die mir immer wieder deutlich gemacht hat, wie wichtig Sex in einer Beziehung sei. Nun, da ich in der Tat Gefallen daran gefunden habe, macht sie einen Rückzieher ? Wie seltsam ist daß denn, bitte ?
Und zum Thema: ich fühle mich billig, wenn ich die Initiative ergreife, habe ich ihr mehrfach gesagt, daß es absoluter Nonsense sei. Ich habe ihr verdeutlicht, daß wir schließlich eine moderne, gleichberechtigte Beziehung führen, in der niemand irgendwelche Hemmungen haben oder sich wegen irgendetwas schlecht fühlen müsse. Ich kann nicht mehr, als ihr immer wieder deutlich sagen, daß ich es alles andere als billig oder unangebracht finde, wenn sie 'mal auf mich zugeht. Das schmeichele mir vielmehr und tue mir und meinem Selbsbewußtsein, auch begehrt zu werden, gut. Was soll ich noch anderes tun, als das immer wieder zu sagen ?
Es geht mittlerweile soweit, daß ich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und mich kaum noch konzentrieren kann... das ist alles andere als hilfreich für meine Examensvorbereitung. Warum versteht sie das nicht ?