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Meine Freundin schläft nicht mehr mit mir...

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O weh,
könnte es sein, dass ihr (in Bezug auf euer Problem) Opfer eurer Erziehung und Bildung geworden seid? Ihr wirkt etwas verkrampft - und zwar beide.

Mich würde noch interessieren, wie alt ihr seid. Warum?
Ich bin keine Beziehungstherapeutin - sondern Hausfrau, Ehefrau und Mutter . . . . und eine Frau, die aus einem Elternhaus kommt, in dem es extrem prüde zuging. Und das steckt in einem drin. Sich selbst berühren, über Sex reden oder ihn als etwas lustvolles ansehen war absolut verpönt.

Die Lust war immer da - aber das Ausleben, Fallen lassen und die Erkenntnis sich in einer Beziehung vor dem Anderen für nichts schämen zu müssen - und damit sexuelle Erfüllung kamen erst mit über 30.

Aber dir zu raten . . . ist echt schwer. Hemmungslose Leidenschaft passt irgendwie nicht in das Bild, welches ich von euch vor Augen habe . . . ihr unternehmt alles gemeinsam . . . ist das vielleicht u.U. ZU viel? Ist dadurch der Reiz weg?
Vielleicht braucht ihr wirklich auch Mal etwas Abstand voneinander?

Du fragst ob deine Freundin sich billig vorkommen könnte? Ich fürchte Ja - und gerade weil du selbst so hohe moralische Anforderungen an eine Beziehung hast.

Du würdest das Problem gern lösen . . . dafür gibt es aber keine Patentlösung. Ich persönlich bin, wie ich schon anklingen ließ, eher für Taten statt zu vieler Worte. Und zwar Taten, die (wie auch schon Vorschreiber nannten) nicht unbedingt Sex zum Ziel haben müssen.

Ein gemeinsames Bad mit Rosenblättern und Sekt, verwöhnende Hautpflege mit duftenden Ölen . . . . und du fragst sie nicht vorher: Darf ich dich eincremen? sondern du sagst: Komm, ich creme dich ein.

ansonsten . . . kann ich dich nur auf die Zeit vertrösten, in der ihr die Familienplanung in die Tat umsetzt und hoffe für dich, dass durch das Üben auch die Lust wieder kommt.

Oder vielleicht doch eine Paartherapie?

LG
Brigitte
 
Hallo Dave,
ich habe einen leisen Verdacht bei dem, was du so schilderst... Deine Freundin fühlt sich von dir erdrückt, sieht für sich irgendwie gar keine Freiheit mehr. Ein bisschen hat mich das an das Posting von "traumzeit" erinnert. Dieser Mann hat in seiner Therapie herausgefunden, dass er süchtig ist nach seiner Frau.
Vielleicht geht der Weg, den du einschlagen solltest, in eine ganz andere Richtung: versuche dich ein wenig von ihr zu lösen, ihr nicht jeden Tag deine Liebe zu gestehen, nicht jede Gelegenheit zum Küssen zu nutzen.
Möglicherweise kann sie dadurch wieder etwas freier atmen. Und kommt dann wiederum auf dich zu.
Viel Glück,
Siri
 
Hallo Brigitte und Siri,

@ Brigitte:
zuvorderst sei erwähnt: Ich bin 25, meine Freundin ist 28.
Wir sind keineswegs Opfer unserer Erziehung oder Bildung.
Zwar ist es zutreffend, wenn vermutet wird, daß seitens unserer Eltern sehr viel wert auf unser beider Erziehung zu liberalen, gebildeten, selbständig denkenden und humanistischen Menschen gelegt worden ist. Das darf aber keineswegs mit kultivierter Prüderie oder Verklemmtheit gleichgesetzt werden. Insbesondere meine Eltern haben mich sehr frei erzogen. Intimität war keinesfalls verpönt oder negativ besetzt.
Ich selbst war derjenige, der nach seiner Pubertät für sich hohe moralische Anforderungen aufgestellt hat, die meine Eltern immer eher als zu eng kritisierten. Davon habe ich mich aber, wie bereits erwähnt, gelöst, als ich meine Freundin kennenlernte. Ich habe mich einfach unheimlich zu ihr hingezogen gefühlt und bemerkt, daß ich einen Teil meiner Moral opfern muß, um mit ihr ein gemeinsames Leben zu führen. Sie ist für mich die Frau, mit der ich alles teilen möchte, eben auch meine Sexualität.
Ich wiederhole dazu nochmals, daß sie es war, die mir beigebracht hat, daß Sex zu einer erfüllten Beziehung gehört...
Mein Problem ist nun, daß sich das in ihren Augen wohl geändert hat.

An asexuellen, aber doch intimen und zärtlichen Begegnungen mangelt es uns auch nicht. Wir kuscheln oft, baden gemeinsam, essen gemeinsam...
Nur ist Sex seit einigen Monaten immer mehr Pflichtübung für sie gewesen (so habe ich das zumindest gedeutet) und findet seit ca. 4 Wochen gar nicht mehr statt.

@ Siri:
Ich habe nicht das Gefühl, daß sie sich erdrückt fühlt. Kann sie auch nicht, schließlich kommt der Drang, alles immer gemeinsam zu machen, hauptsächlich von ihr. Ich könnte nicht mal alleine ein Wochenende zu meinen Eltern fahren z.B., selbst wenn ich das wollte. Dann ist sie sofort unglücklich. Wir sind eben nun mal nur wirklich glücklich, wenn wir zusammen sind. Das stellen wir (und vor allem sie) regelmäßig fest.
Wie gesagt, alles läuft wunderbar. Nur der Sex fehlt (mir!).

Und da bräuchte ich mal einen Hinweis aus Frauensicht.

Ganz klar formuliert:

Wenn in einer Beziehung alles stimmt, selbst die gegenseitige sexuelle Anziehung (so behauptet sie es zumindest), warum findet dann keine Sexualität statt, wenn einer der Partner offensichtlich stets dazu bereit wäre ? Wo liegt das Problem ??
 
Hm die Idee von meiner Vorrednerin find ich garnicht so abwegig.
Vielleicht bist du deiner Freundin wirklich einfach zu allgegenwärtig so das sie garnicht die Möglichkeit hat Sehnsucht nach Nähe zu entwickeln weil du sowieso immer da bist??Diese Sehnsucht nach berührung ist sehr wichtig, kann logischerweise aber nur entstehn wenn man sie vermisst.
ja versuch doch einfch mal n bissle auf Distanz zu gehn.
 
Es klingt alles ein bißchen wie "zwei beste Freunde"...vielleicht steht sie insgeheim auf Frauen?
 
Hallo Unaufgeregt,

um es einmal mit den Worten eines mehr oder minder bekannten Gehilfen in einer Heimwerkersendung zu sagen: "Das glaube ich nicht, Tim!"

Ich denke, heimliche homoerotische Neigungen kann ich ausschließen... das widerspräche gänzlich ihrer sonstigen Haltung.

Auch kann ich versichern, daß das, was da zwischen uns ist, sehr weit über das hinausgeht, was man als "beste Freunde" bezeichnen würde. Wir haben eine gemeinsame Zukunft geplant, wollen Kinder etc.
Ich warte im Moment nur noch auf mein Examensergebnis, um sie dann zu fragen, ob sie meine Frau werden will; und sie wartet (nach eigener Aussage) bald seit dem ersten Tag darauf, gefragt zu werden...

Ich denke, all' so etwas plant man nicht, wenn man nur befreundet ist, oder ?

Ich bitte einfach darum, es einmal so hinzunehmen, daß wir eine perfekte Beziehung führen und in allen Bereichen harmonieren. Lediglich Sex fehlt... und da hätte ich gerne ein paar Hinweise. Woran kann es liegen ? Wie kann man das Problem lösen ? Meine Freundin sagt einfach, sie wisse nicht, woran es liege. Und genau das verstehe ich nicht. Wenn ich weiß, woran es angeblich nicht liegt (an mir, meinem Körper, meiner sexuellen Attraktivität etc.), dann muß ich doch auch wissen, was es sonst sein kann... das ist alles so unlogisch...
 
Hm, Lust und Logik . . . ?

Oder vielleicht doch?

Hat deine Freundin denn das Problem auch schon als solches erkannt? Dann sollte sie mit ihrem Frauenarzt drüber sprechen. Vielleicht ist die Lösung ganz einfach und es liegt ein Mangel in der Ernährung vor (Zink?)?

Gar nicht sooo abwegig der Gedanke.

LG
Brigitte
 
Hallo Brigitte,

von sich aus spricht sie es nicht an. Wenn ich vorsichtig nachfrage, ob sie bemerkt habe, daß da seit Wochen nichts läuft, dann gesteht sie es ein. Sie sagt auch jedes mal, daß es ihr so Leid täte, ich sicher sein solle, daß es nicht an mir liege und das sie das beim nächsten Frauenarztbesuch noch einmal anspreche. Das hat sie nämlich schon einmal getan. Der hat allerdings gar nichts dazu beitragen können.

Die Ernährung ist in der Tat so eine Sache. Sie ist leider Vegetarierin. Nimmt also, außer über Fisch, gar keine tierischen Proteine zu sich. Ansonsten ist unsere Ernährung aber ganz ausgewogen. Zwar nicht fitnessgeeignet, aber normal. Ich habe dennoch das Gefühl, daß ihr etwas fehlt. Sie ist oft sehr blaß und müde und ihr ist ständig kalt. Aber das ist, wie gesagt, alles nicht neu. Das war schon immer so. Von Anfang an. Anfangs, wie gesagt, hatten wir aber noch Sex, wenn auch schon immer relativ wenig (verglichen mit dem aktuellen Europadurchschnitt).

Mich macht vor allem stutzig, daß sie mir immer wieder bestätigt, daß es in ihren früheren Beziehungen nicht so lange und extreme Pausen gegeben hat, was mich wieder zu der Annahme veranlaßt, es liege wider alle Behauptungen doch an mir... auch die Pillensorte hat sie nie gewechselt. Sie nimmt (nahm bisher) Leios. Die ist doch ohnehin extrem niedrig dosiert. Wir haben überlegt, sie für die nächste Zeit mal abzusetzen. Vielleicht hilft das ja bereits.

Ich werde jedenfalls in der nächsten Zeit keine eindeutige Initiative ergreifen. Ich möchte wirklich einmal genau beobachten, ob sie mal auf mich zukommt. Ansonsten komme ich mir wieder wie ein Bittsteller vor... das möchte ich nicht so gerne.

Ich habe ihr in der letzten Zeit so viele Brücken gebaut, endlich mit dem herauszurücken, was sie wirklich bewegt. Ich habe ihr jede Möglichkeit gegeben, es ganz frei zu sagen, wenn ihr wirklich an mir, oder an unserer Beziehung etwas mißfällt. Ich habe deutlich gemacht, daß es wichtig sei, über seine Gefühle zu sprechen und daß ich alles verstehen würde... nichts!
Alles sei in Ordnung, Zukunftsplanung gelte unverändert, werde sich schon alles wieder einränken... was soll ich damit anfangen ?

Bin total ratlos...
 
Hm, jetzt hab ich mein schönes posting ins Nirwana geschickt . . . .

Also noch Mal,
Nein, ich glaube nicht, dass es an dir liegt - sondern dass es einfach normal ist, dass die Libido mit der Zeit abnimmt.
Und wenn man sonst rundum zufrieden ist . . .?
Vielleicht solltest du auch deine Einstellung dir gegenüber ändern: vom Bittsteller zum Verführer.

Aber mit der Ernährungsfrage könnten wir auf der richtigen Spur sein. Ich hab auch keine Lust auf Sex, wenn ich ständig friere - das hat wohl auch Durchblutungsstörungen/niedrigem Blutdruck zu tun? Und da kann man mit Ernährung durchaus was machen.
Guugel doch Mal zu dem Thema - da findet sich sicher was.

LG
Brigitte
 
Hallo Brigitte,

vielen Dank!
Ich muß vielleicht noch einmal klarstellen, daß der "Bittsteller" keineswegs das ist, was mich als Persönlichkeit ausmacht. Im Gegenteil. Ich sehe mich schon eher als Verführer... aber wenn man das Gefühl hat, sein Gegenüber will das eigentlich gar nicht, es ist ihm vielmehr unangenehm, verführt gewollt zu werden ? Dann macht man sich halt solche Gedanken...

Habe gestern mit ihr noch mal ein langes, lockeres Gespräch darüber geführt.
Dabei habe ich Einiges zutage gebracht.

- sie findet es in der Tat billig, als Frau die Initiative zu ergreifen. Da käme
sie sich komisch vor... ich habe daraufhin deutlich gemacht, daß es mir
sehr wichtig wäre, auch mal das Gefühl zu haben, einfach nur körperlich von
ihr begehrt zu werden. Das hat sie wohl verstanden und will es in ihrem
Herzen bewegen. Jedenfalls habe ich versucht, sie des Irrglaubens zu be-
rauben, es sei moralisch verwerflich, als Frau auch mal den ersten Schritt
zu wagen. Hoffentlich erfolgreich...

- darüber hinaus ist sie (aus vollkommen unerfindlichen Gründen) mit ihrem
Körper nicht zufrieden. Die üblichen Geschichten: Oberschenkel, Po etc.
Es sei ihr unangenehm, sich mir nackt zu präsentieren. Daraufhin habe ich
versucht, ihr klar zu machen, daß mich ihr Körper so wie er ist reizt; daß ich
ich vor allem eine Beziehung mit dem Menschen führen möchte und nicht
nur mit dem Körper; und daß sie einfach ein wenig lockerer damit umgehen
müsse; ich sei schließlich auch kein Adonis...sie gab dann ebenfalls vor, es
einzusehen und es ändern zu wollen. Ob das klappt, weiß ich nicht...

Das Ernährungs-/Kreislaufproblem habe ich schon etwas länger im Auge. In der Tat hat sie eine ziemlich eklatante Hypotonie, die mit ständigem Frieren und häufiger Müdigkeit einhergeht. Zum Fleischkonsum kann man sie nach wie vor nicht wirksam animieren. Ich denke ja, daß es damit zusammenhängt. Es scheint ihr einfach Eisen o.ä. zu fehlen.
 
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