Ich möchte mich noch bei Dir bedanken für den lieben und hilfreichen Austausch.
Liebe Fussel, deswegen sind wir doch in diesem Forum, um uns gegenseitig aufzubauen, neue Gedankenanstöße zu geben (wohlwollend oder auch kritisch) und um die Empathie zu zeigen, die wir fühlen, da wir in einer ähnlichen Situation sind, auch wenn unsere Töchter (und wir) vielleicht sehr unterschiedlich sind.
Aber der Schmerz und die Phasen des Gefühlskarussels sind ähnlich.
Ich wünsche dir wirklich, dass du (wie ich) in dir Frieden findest und auch friedlich an deine Tochter denkst. Ich bin zwar nicht esoterisch ausgerichtet, aber glaube fest an die Wirkung der Gedanken (die wir bewusst steuern können!), der innerlichen Haltung, der Ausstrahlung und der positiven Zuversicht.
»Es ist, was es ist, aber wie du dazu denkst, wird sein.«
»Du bist die Ursache, und die Wirkung erfährst du«, ein Leitsatz aus dem japanischen Buddhismus.
Ich habe gerade von meinem Schwiegersohn erfahren, dass meine Tochter auch den 3. (und letzten) Brief, den ich an meine Tochter gesendet habe (keine E-Mail, sondern ein richtiger Brief mit gut gewählten Inhalten, versöhnlich, ohne Vorwürfe, mit Mitgefühl und mit dem Angebot eines friedlichen Gesprächs) nicht gelesen hat. Ich hatte ihn in ein Paket mit dem Geburtstagsgeschenk für mein jüngstes Enkelkind gesteckt, in der Hoffnung, dass sie ihn liest.
Ich gebe zu, ein kleines bisschen enttäuscht zu sein, aber ich habe fast damit gerechnet. Schließlich hat sie deutlich ausgesprochen, keinen Kontakt mehr zu wünschen. Bis auf die drei Briefe habe ich mich auch daran gehalten. Sie konnte sich ja entscheiden, diese zu öffnen oder zu vernichten, aber mir waren sie wichtig.
Nun, was soll's, ich schreibe nun auch nicht mehr, aber führe manchmal (beim walken) Gespräche mit mir und ihr, die keiner hört und im Wind verfliegen, und sortiere somit meine Gedanken. Hier geht es dabei einfach nur um mich. Ich habe auch das recht, wieder unbeschwert (soweit möglich) zu leben und meine anfängliche Traurigkeit hinter mir zu lassen.
Wenn sie mal aufkeimt, betrachte ich dieses Gefühl und sage ihm »du darfst sein«, um es dann wieder gehen zu lassen.
Ja, wunderbar, wenn dir jemand hilft, diesen Podcast zu hören, er ist absolut zugeschnitten auf unsere Situation. Ich biete dir auch ein Telefonat an, wenn du möchtest, würde meine Nummer aber nur per PN senden.
Liebe Grüße, lass dich von der Sonne wärmen, lausche den Vögeln im Frühlingsgesang, betrachte die Blumen, gehe in den Wald und spüre die Kraft der Bäume, und sei dir sicher: Du bist nicht allein!