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Meine Erfahrungen in der Zahnarztpraxis

Ich finde es schwierig, zu dem Faden Stellung zu nehmen, es könnte aber helfen, die Situation zu beleuchten.

Deutschland ist in manchen Bereichen über-reguliert, sodass Firmeninhaber als allwissend behandelt werden.

Ein Arzt, der gar ausbildet, bedarf dazu der Approbation und wer diese besitzt, braucht keine Ausbildung mehr.
Wer keine Ausbildung mehr braucht aber eine ausländische besitzt, beantragt das Absolvieren einer Gleichwertigkeitsprüfung.
Sodann wird er hiesigen Ärzten gleich gestellt - und bildet selber aus.

Man darf annehmen, dass der Weg dahin nicht nur vielleicht, sondern garantiert schwierig ist, was man daran sieht, dass es mehr Patienten als Ärzte gibt.

Insgesamt wird es also so sein, dass zB ein fremder Taxifahrer in Deutschland ohne Taxischein scheitert – während ich in der Fremde zwar ein Taxi fahren könnte aber schlicht und ergreifend daran scheitere, dass ich Wegweiser nicht lesen kann , weil ich die Schrift nicht verstehe oder mich irgendwo festfahre und steckenbleibe.

Beruflich kann man daher nur örtliche Gegebenheiten einbeziehen, weil woanders Anderes gilt.

Bei Dir kommt leider hinzu, dass Du die Reaktion Deines Körpers genau voraussagen musst, damit es keine Beeinträchtigungen gibt.
Eventuell kann Dir dabei das Arbeitszeitgesetz helfen, welches dem Arbeitgeber zugesteht, Pausen in 15-Minuten-Abschnitten anzuweisen. So würden Zeiten zwischen notwendigen Überprüfungen verkürzt.
Brauchst Du mehr Zeit, so kannst Du evtl. länger Pausen vereinbaren. Die ergäbe bei gleicher Arbeitszeit wie andere eine Teilzeit-Tätigkeit - sonst eine verlängerte Schicht

Solltest Du die Möglichkeit haben, so würde ich mich an Deiner Stelle in ein größeres System begeben. Dies schreibe ich deswegen, weil ich in einer Maschinenfabrik eine hervorragende Ausbildung bekommen habe - was dem Umstand geschuldet war, dass es zwei Meister gab, die nichts anderes zu tun hatten als auszubilden.
Jedoch müsstest Du versuchen, dort so hoch wie möglich anzusetzen, um auf Deiner Ausbildung aufzubauen.
Man würde Dir dann so etwas ähnliches sagen wie, dass es nicht Deine Aufgabe wäre, Putzpersonal arbeitslos zu machen.


Aktuell schriebst Du, dass Du emotional leidest.

Meiner Ansicht nach wäre es falsch, Dir nun mitzuteilen, dass mir dies leid tut, denn damit täte ich Dir in Deiner Situation keinen Gefallen.
Du würdest annehmen, dass Du dabei Recht hast, weil andere Dir beipflichten.
Ein Rückzug wäre die Folge.

Da Du Deine bisherige Ausbildung vermutlich nur deshalb geschafft hat, weil Rückschläge nicht Selbstmitleid sondern Wut verursacht haben, hast Du es verstanden, genau dann erst recht zuzulegen - und warst damit bisher erfolgreich!
 
Diese Erlebnisse haben mich tief erschüttert.
Ich leide unter emotionalem Stress, Angstzuständen und belastenden Träumen.
Ich fühle mich zum Schweigen gebracht, beschuldigt und machtlos, obwohl ich nichts falsch gemacht habe.
Sei mir nicht böse, aber ich finde, dass du total überreagierst.

Was ist denn so Schlimmes passiert?

Du wurdest nicht sorgfältig eingeschult und kritisiert, weil du noch nicht schnell genug gearbeitet hast. Die Blutzuckerkrise hast du doch selbst in den Griff gekriegt und weitergearbeitet. Ausruhen durftest du dich auch.

Obwohl mir eine 30-minütige Mittagspause zugewiesen war, wurde der nächste Patient oft genau zum Ende der Pause eingeplant (z. B. Pause bis 15:30 Uhr, nächster Patient ebenfalls um 15:30 Uhr), was eine echte Pause unmöglich machte.
Dass nach deiner Mittagspause wieder Patiententermine stattfinden, ist doch völlig normal. Diesen Punkt verstehe ich gar nicht.

Noch am selben Abend reichte ich per E-Mail meine Kündigung ein, da ich mich emotional nicht mehr sicher fühlte.
Du wirst dir ein dickeres Fell zulegen müssen, mit Samthandschuhen wirst du selten angefasst im Arbeitsleben.
 
Da du ausgebildete Zahnärztin bist, hat man dir zugetraut, dass du die übertragenen Aufgaben problemlos übernimmst.
Wahrscheinlich ist man nicht davon ausgegangen, dass du erst angelernt werden musst.
Trotzdem hast du alles versucht und dein Bestes gegeben, so dass du deine Aufgaben erfüllst.
Leider bist du in einer Arztpraxis gelandet, in der man mit seinen Mitarbeitern nicht gerade freundlich umgeht.
Lass dir gesagt sein, da hast du voll in die Tonne gegriffen und wirklich Pech gehabt.
In meiner Zahnarztpraxis (ich bin Patientin) geht es total freundlich zu und meine Zahnärztin ist wirklich Verständnisvoll und total lieb. Wenn ich merken würde, dass es dort so zugeht wie du beschrieben hast und es ein Mobbing-Ton gibt, dann würde ich mir eine anderen Zahnarztpraxis suchen.
Gib nicht auf, du bist gut ausgebildet, weißt was du kannst und wirst deinen Weg gehen.
 
Sei mir nicht böse, aber ich finde, dass du total überreagierst.

Was ist denn so Schlimmes passiert?

Du wurdest nicht sorgfältig eingeschult und kritisiert, weil du noch nicht schnell genug gearbeitet hast. Die Blutzuckerkrise hast du doch selbst in den Griff gekriegt und weitergearbeitet. Ausruhen durftest du dich auch.


Dass nach deiner Mittagspause wieder Patiententermine stattfinden, ist doch völlig normal. Diesen Punkt verstehe ich gar nicht.


Du wirst dir ein dickeres Fell zulegen müssen, mit Samthandschuhen wirst du selten angefasst im Arbeitsleben.



Ich bin dir nicht böse wegen deiner Nachricht – ehrlich gesagt, stimme ich dir in einigen Punkten sogar zu.
Das Ganze ist erst vor zwei Tagen passiert, und für mich war es emotional sehr belastend.
Da die Praxis mich komplett ausgeschlossen hat und es keinerlei Raum für ein klärendes Gespräch gab, war das Schreiben in einem Blog mein einziger Weg, mich mitzuteilen.
Deshalb verstehe ich, warum es vielleicht wie eine Überreaktion wirkt – das werde ich vielleicht auch selbst in ein paar Wochen so sehen. Aber im Moment ist das einfach mein ehrlicher Zustand.

Ich stimme dir zu, dass ich ein „dickeres Fell“ entwickeln muss – das ist etwas, woran ich definitiv arbeiten möchte. Aber jeder Mensch hat ein unterschiedliches Maß an Sensibilität.
Und auch wenn vieles davon vielleicht aus praktischer Sicht stimmt, würde ich mir im Teamalltag einfach ein bisschen mehr Verständnis und Flexibilität wün
schen.

Wenn der Patient direkt nach der Pause kommt, muss der Raum vorher vorbereitet werden.
Deshalb sind es oft keine echten 30 Minuten Pause, sondern eher 20 oder sogar nur 15.

Was den Blutzuckerabfall angeht – das ist, wenn er zu stark wird, eine potenziell lebensgefährliche Situation, die Zeit zur Erholung braucht. Jeder Arzt oder Zahnarzt weiß das eigentlich. Deshalb hätte ich mir an diesem Punkt einfach eine etwas verständnisvollere Reaktion gewünscht – statt der Kälte, die ich erlebt habe.

Am selben Tag hatte ich allem meine Aufgaben erledigt, brauchte aber noch etwas Ruhe wegen dieser Situation – und wurde dann von einer erfahrenen Kollegin auf sehr respektlose Weise beschuldigt, nicht genug gearbeitet zu haben.
Sie hat diese Darstellung im gesamten Team verbreitet, auch an die Chefin – von der ich in dem Moment kein Verständnis oder Unterstützung erwartete.
Das alles war für mich einfach zu viel auf
einmal.

Aber ja – es gibt Menschen, die auch mit solchen Bedingungen klarkommen.
Also muss ich entweder selbst robuster werden – oder einen Arbeitsplatz finden, der besser zu mir passt.
Der einzige Grund, warum ich meine Gefühle hier öffentlich geteilt habe, war, dass ich niemanden hatte, mit dem ich darüber sprechen konnte. Vielleicht kam das deshalb etwas übertrieben rübe
r.

.....
 
Da du ausgebildete Zahnärztin bist, hat man dir zugetraut, dass du die übertragenen Aufgaben problemlos übernimmst.
Wahrscheinlich ist man nicht davon ausgegangen, dass du erst angelernt werden musst.
Trotzdem hast du alles versucht und dein Bestes gegeben, so dass du deine Aufgaben erfüllst.
Leider bist du in einer Arztpraxis gelandet, in der man mit seinen Mitarbeitern nicht gerade freundlich umgeht.
Lass dir gesagt sein, da hast du voll in die Tonne gegriffen und wirklich Pech gehabt.
In meiner Zahnarztpraxis (ich bin Patientin) geht es total freundlich zu und meine Zahnärztin ist wirklich Verständnisvoll und total lieb. Wenn ich merken würde, dass es dort so zugeht wie du beschrieben hast und es ein Mobbing-Ton gibt, dann würde ich mir eine anderen Zahnarztpraxis suchen.
Gib nicht auf, du bist gut ausgebildet, weißt was du kannst und wirst deinen Weg gehen.




Vielen Dank für deine lieben Worte – ich weiß das sehr zu schätzen.
Ich möchte nur ergänzen, dass das Thema während des Vorstellungsgesprächs ganz offen besprochen wurde.
Es wurde klar gesagt, dass das System hier ganz anders ist als in meinem Heimatland und dass ich nach einer dreijährigen Berufspause wieder in einer Praxis einsteigen möchte (was auch in meinem Lebenslauf stand).
Man sagte mir, dass ich wie eine Auszubildende behandelt werde und alles Schritt für Schritt gezeigt bekomme.
Ich habe auch offen angesprochen, dass ich als Nicht-Muttersprachlerin in der Patient*innenkommunikation noch nicht sicher bin – aber auch da wurde mir gesagt, das sei kein Problem und ich würde unterstützt.

Im Nachhinein war die Realität dann doch ganz anders, und es gab offensichtlich unterschiedliche Erwartungen.
 
Ich kenne solche ähnlichen Situationen auch von meinen damals nur befristeten Jobs her, das kann dich überall treffen als Mann, Frau, div.. Leider sind Menschen- Kolleginnen und Kollegen nicht selten so gemein angezogen. Streife das alles ab, Zahnmediziner werden überall gesucht, fange neu hier oder da an. Du bist doch was wert, du kannst was, lasse dich nicht runter machen.
 
Sei mir nicht böse, aber ich finde, dass du total überreagierst.

Was ist denn so Schlimmes passiert?

Du wurdest nicht sorgfältig eingeschult und kritisiert, weil du noch nicht schnell genug gearbeitet hast. Die Blutzuckerkrise hast du doch selbst in den Griff gekriegt und weitergearbeitet. Ausruhen durftest du dich auch.


Dass nach deiner Mittagspause wieder Patiententermine stattfinden, ist doch völlig normal. Diesen Punkt verstehe ich gar nicht.


Du wirst dir ein dickeres Fell zulegen müssen, mit Samthandschuhen wirst du selten angefasst im Arbeitsleben.
Genau das dachte ich auch.
Vor allem im Gesundheitswesen sind die Bedingungen nicht gerade ein Spaziergang. Wenn du von diesen unschönen Vorkommnissen tatsächlich Angstzustände bekommst, ist der Job eventuell nichts für dich.
 
Vielleicht kam das deshalb etwas übertrieben rüber
Alles gut, ist ja klar, dass dich das grad mitnimmt.

Wenn der Patient direkt nach der Pause kommt, muss der Raum vorher vorbereitet werden.
Deshalb sind es oft keine echten 30 Minuten Pause, sondern eher 20 oder sogar nur 15.
Danke, jetzt versteh ich das.

Die Arbeitsbedingungen im medizinischen Bereich sind ja generell hart und es ist auch unfair, wie lange es dauert, bis die Qualifikation anerkannt wird.

Es gibt aber ganz bestimmt Praxen, wo es freundlicher zugeht. Ist halt Glückssache.

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute.
 
Vermutlich haben sie eine Zahnärztin erwartet, die für das Gehalt einer zahnmedizinischen Fachangestellten arbeitet (Chef).
Die Anderen haben eine Fachangestellte erwartet die so tut als wäre sie Ärztin (Angestellte).

Die Erwartungen haben vermutlich nicht zu dem gepasst, was du leisten kannst.
 
Ich würde es auch als schlechte Erfahrung verbuchen und abhaken. Auf dem Arbeitsmarkt kann mann immer mal Pech haben; davon solltest du dich nicht so runterziehen lassen. Hinfallen, wieder aufstehen, Krönchen richten und weiterlaufen.

Wenn du hier noch eine Prüfung zur Anerkennung absolvieren musst, frage ich mich allerdings auch, ob die Stuhlassistenz da der richtige Weg ist. Lernst du dann durch bloßes Zugucken? Gibt es da kein anderes Konzept?
 

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