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meine eltern sind tod :'(:'(:'(:'(:'(:'(

Hallo,

ich kann deine Lage sehr gut verstehen, mir geht/ging es ähnlich.

Auch wenn du es vorhin schon abgelehnt hast, schlage ich trotzdem noch einmal den Gang zu einem Psychologen vor. Ich bin normalerweise auch kein Mensch, der wildfremden Leuten über seine Gefühle spricht, aber mir hat das sehr viel geholfen (auch wenn ich schon vorher da war und mir die Person nicht mehr ganz so fremd war).
Die Schuldgefühle schienen mich damals aufgefressen zu haben, da ein paar Sekunden in diesem Fall wohl über Leben und Tod entschieden hätten. Und mir wurde geraten, mit meiner Mutter noch über etwas zu reden, aber ich habe es nicht getan, weil ich zu verletzt war (das ist aber ne andere Geschichte). Ein Gespräch, das alles hätte ändern können, und ich bin nicht über meinen "Stolz" hinweggekommen... ein Psychologe kann die Lage "neutral" einschätzen und derartige Gedanken aus deinem Kopf schaffen, zumindest hat bei mir das so geklappt... und es muss dir auch überhaupt nicht peinlich sein, denn das ist es nicht. Sich helfen lassen ist kein Zeichen von Schwäche.

Wenn du noch nicht weißt, was du mit dem Haus machen willst bzw. noch nicht die Kraft hast, solltest du es vielleicht noch eine Weile warten lassen, zumindest, wenn das irgendwie geht. Ich konnte mich teilweise auch erst Monate später von (kleineren, zugegeben) Dingen trennen... oder du machst das am besten mit jemanden anderen zusammen. Beispielsweise die Klamotten. Da kamen meine Verwandten schon relativ früh damit auf uns zu, die in die Kleidersammlung zu geben, und es war danach auch irgendwie "befreiend". Und am besten nicht zu lange über die unwichtigeren Dinge wie eben Kleidung, Tischdecken oder Deko nachdenken... behalte lieber die Gegenstände, zu denen du eine größere "Bindung" hast, wie Eheringe, Fotoalben oder einfach die Dinge, die deinen Eltern wichtig waren.

Ich weiß, du wirst mir das jetzt nicht glauben, aber es wird immer besser. Du lernst dich der Situation anzupassen und wenn erst mal die Beerdigung vorbei ist, fällt es auch wieder etwas leichter, nach vorne zu schauen.
 
Mein Beileid, Gästin!

Leider kann man sich nicht aussuchen wie lange man lebt bzw. wie man geht. Du hast eine Tochter für die du da sein musst in ihr lebt letztlich auch ein Teil deiner Eltern weiter, genau so wie in dir auch. Ich bin keiner Glaubensrichtung treu, persönlich glaube ich aber auch nicht daran, dass der Tod das Ende ist, sondern eher der Anfang oder ein Neuanfang. Leider wird dir meine Erkenntnis auch nicht viel helfen, denn deine Eltern sind zumindest auf dieser irdischen Welt nicht mehr. Ich bin allerdings überzeugt, die Chancen stehen gut, dass du sie irgendwann wieder treffen wirst, allen Atheisten zum Trotze.

Viel Glück auf deinem Weg.
 
Liebe ThreadErstellerin,

mein herzlichstes Beileid. Es ist sehr schlimm, jemanden so plötzlich zu verlieren. Ich möchte dir einfach meine Erfahrungen mitgeben. Meine Frau starb vor einem Jahr nach 1,5 Jahren "Kampf" gegen den Krebs.

Ich habe 2 Kinder (heute 4 und 6) und ich konnte/musste Ihnen erklären, dass Mama tot ist. Das "Schöne" war, dass sie bereits während der Krankheit in einer Kunsttherapie waren. Vielleicht kannst du für dein Kind auch ein Therapieplatz suchen - für dich natürlich auch. Meine Erfahrung ist aber schon, dass man es Kindern erklären kann und sie es auch verstehen. Dein Kind wird sicherlich auch fragen, wo Oma und Opa sind und da bringt dann auch die Notlüge Urlaub nichts.

Nun zu dir: Du hast sicherlich nichts falsch gemacht - sich solche Fragen zu stellen (wobei ich nachvollziehen kann) zieht einen nur runter. Ich frage mich nie mehr, warum ich an einem Tag (ohne Vorwarnung) erfahren musste, dass meine Frau an Leukämie erkrankt ist. Der Tag war mich die Hölle pur, genauso wie der Tag, an dem mir die Ärzte sagten (ich wollte aber immer, dass sie ehrlich sind), dass es keine 2 Wochen mehr bis zu ihrem Tod dauern wird.
Ich hatte mit Trauer davor noch keine große Erfahrung - meine Großeltern hatten alle ein erfülltes schönes Leben und wurden alle alt und ich weiß auch gerade nicht, ob ich überhaupt schon richtig trauere (müsste mir mal jemand erklären was das genau bedeutet) - ich kann du nur folgendes raten:

Rede offen mit dem Kind darüber
Weine wenn dir zum Weine zumute ist
Versuche dich abzulenken
Gehe zu einer Therapie wenn du das magst (ich selber bin nicht gegangen, aber den Kindern tat es sehr gut)
Hadere nicht mit Gott (ich bin nicht mehr so gläubig), das zieht dich nur runter
Versuche, dir ab und zu etwas Zeit für dich zu nehmen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und das Leben muss weiter gehen (ich weiß ist ein blöder Spruch) - schon wegen deinem Kind.
 

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