Von Opfer (und Täter) in diesem Zusammenhang zu sprechen, kommt mir etwas unangebracht vor. Und natürlich lebt man sein Leben weiter und geht mit seinem Rucksack richtig um.Manche sehen sich als Opfer
Man kann sich ja auch so Einiges vormachen und sich ein leichtes Leben vorspiegeln. Leider gehen davon die Wunden einer verletzten Seele nicht weg. Man kommt um das Erkennen und neuer Bewusstwerdung über frühere Erlebnisse nicht herum. Und trotzdem sind es oft diese Kinder, die dann noch ihre alten Eltern an deren Lebensabend pflegen. So verweigert ja auch Lynn ihren Eltern nicht die Freude, ihr Enkelkind weiter sehen zu können. Oder denkt nur an die jüngste Tochter der berühmten Frau Haarer. Würde man ihr vorwerfen, sich in der Opferrolle zu suhlen, würde sie das bestimmt als Beleidigung aufnehmen. Denn hier steht man schliesslich vor widernatürlicher Behandlung seitens der Eltern, hauptsächlich der Mutter. Kein Kind kann sich überhaupt nur vorstellen, dass gerade die Person, die es am meisten liebt, ihm schaden will. Dafür sind sie nämlich keine Fremden wie bei Opfer-/Täterschaft. Eher besteht eine der intimsten Verwandtschaftsverhältnisse, die ewig dauert, egal ob sie gut oder schlecht waren, ob man sich daran erinnert oder nicht, denn sie bindet... fürs Leben.