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meine beste freundin, ihr freund, die begierde und ich

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Ich stimme den anderen hier völlig zu.
Beste Freundin? Niemals. Deine Freundin hat etwas Schlimmes erlebt und hat ein Trauma davon erlitten und du denkst nur daran ihren ach so tollen Freund flachzulegen.
Sorry aber so etwas ist unter aller Sau. Sie möchte nicht zur Therapie gehen? Es ist ihre Entscheidung. Manche Menschen müssen solche Dinge erst mal für sich verarbeiten und möchten zuerst nicht darüber sprechen. Für sie ist das eine richtige Qual alles erneut durchgehen zu müssen. Ihr Freund ist für mich jetzt schon eine total Niete und hat einen sch*** Charakter.
Würde er sie liebe, würde er ihr die notwendige Zeit geben aber anscheindend denkt er auch nur mit seinem Schwanz.
Nur weil er gut aussieht und einen tollen Körper hat muss man sich nicht gleich gratis verschenken was auch schon einiges über dich aussagt.
Sorry No go. Bleib so und genieße dein leben alleine weiter. Und bitte nenn dich nicht beste Freundin.
 
hallo? bin ich der einzige der es ganz anders sieht?

du hast dich doch super als beste freundin verhalten und ihr mehrfach versucht zu helfen. Mehr kann man nicht erwarten. Irgendwann ist die grenze auch erreicht.
Ich weiß zwar nicht wie schlimm ihr Trauma ist aber es scheint ihr auf jedenfall wichtiger als ihr Freund zu sein, daher, so hart das klingt, sie ist selbst schuld.

Ich finde es wäre nur fair wenn der Freund ehrlich und direkt schluss machen würde und dann was mit dir angefangen würde.
Und du musst selber wissen ob du das willst.
Du hast ihr den Freund nicht ausgespannt sondern sie hat ihn selbst vertrieben, da brauchst du keine gewissensbisse zu haben und wenn deine Freundin das anders sieht ... man muss nicht mit jedem befreundet sein. Mach einfach das was DICH glücklich macht.
 
Ich glaube kaum, dass deine Freundin dir das verzeihen wird. Wenn du mit diesem Mann etwas anfangen willst. Du bist total hin und weg. Das ist ein starkes Argument. Dennoch solltest du dir überlegen, was dir wichtiger ist: dieser Mann oder deine Freundin. Es könnte mir diesem Mann ja auch schief gehen.
 
du hast dich doch super als beste freundin verhalten und ihr mehrfach versucht zu helfen. Mehr kann man nicht erwarten. Irgendwann ist die grenze auch erreicht.

Da hast du prinzipiell recht, aber es geht hier um etwas anderes. Es geht um das "hintenrum". Dass sie es nicht offen machen und auch nicht mit offenen Karten spielen. Und, dass hier über intime Details außerhalb geredet wird, die eigentlich innerhalb in einer Beziehung geklärt werden sollten. Auch, wenn die TE die beste Freundin ist. Es ist eine völlig andere Beziehungsebene zum Freund ihrer besten Freundin.


Ich weiß zwar nicht wie schlimm ihr Trauma ist aber es scheint ihr auf jedenfall wichtiger als ihr Freund zu sein, daher, so hart das klingt, sie ist selbst schuld.

Natürlich ist die beste Freundin auch selbst schuld. Bei solchen Sachen kann man sich überwiegend nur allein aus dem Sumpf ziehen, bzw. man kann nur etwas ändern und sich von anderen helfen lassen, wenn man die Bereitschaft dazu zeigt. Aber, die beste Freundin zieht es aktuell nur noch nicht in Betracht, sich helfen zu lassen und an ihr Trauma ranzugehen. Vielleicht tut sie es nie, vielleicht aber erst später. Was legitim ist. Trotzdem hat sie auch das Recht, dass ihr Freund und die TE ehrlich zu ihr sind und nicht hintenrum über sexuelle Fantasien reden. Sie hätten ja auch vor dem Austauch sagen können, was zwischen ihnen passiert. Oder der Freund hätte einfach sauber Schluss machen können. Nichts davon ist passiert.


Ich finde es wäre nur fair wenn der Freund ehrlich und direkt schluss machen würde und dann was mit dir angefangen würde.

Genau. Darum geht es überwiegend, zumindest für mich. Und vermutlich auch für viele andere, die sich hier aufregen.


Du hast ihr den Freund nicht ausgespannt sondern sie hat ihn selbst vertrieben, da brauchst du keine gewissensbisse zu haben und wenn deine Freundin das anders sieht ... man muss nicht mit jedem befreundet sein. Mach einfach das was DICH glücklich macht.

Ändert aber nichts an dem Fakt, dass beide eine ziemlich miese und unfaire Tour abziehen. Sie sind nicht ehrlich zu ihr und machen es hinter ihrem Rücken. Und der schicke Freund trennt sich auch nicht von ihr, sondern hintergeht sie. Genauso wie die TE es tut, denn sie redet nicht mit ihrer besten Freundin. Das ist feige. Nichts anderes.

Und das mit den Gewissensbissen sehe ich so: ICH würde nicht der wahrscheinlich ausschlaggebende Grund sein wollen, dass eine Beziehung zerbricht, egal wie kaputt diese sein sollte. Gerade WEIL es meine beste Freundin ist. So nennt man ja nichteinfach jede gute Bekannte. Oder ich würde das offen machen. Sagen, dass da gewisse Gefühle sind und gewisse Sachen bereits passiert sind oder dass ich und der Freund wollen, dass es passiert. Das ist kein Hintergehen, das ist einfach eine emotionale Regung und Anziehung, die passiert. Das ist nicht schön, aber menschlich und so ist es oft im Leben. Aber das hintenrum machen? Hier geht es um Ehrlichkeit und Respekt.


Liebe Grüße

Findefuchs
 
also ich muss sagen, ich sehe die sache ähnlich wie benwilliam. was mir zuallererst auffällt, ist, dass die gute freundin der TE offensichtlich unter keinen umständen bereit ist, eine therapie zu machen, bzw. sich überhaupt zu bemühen, ihrem freund eine halbwegs normale beziehung bieten zu können. daher denke ich, dass sie im gegenzug nicht das recht besitzt, von ihm normgerechtes und moralisch einwandfreies verhalten in einer beziehung einzufordern.
eigentlich müssten ihr die konsequenzen einer verweigerten sexualität ihrem partner gegenüber klar sein, zumal es ja offensichtlich in der vergangenheit schon öfter gescheiterte beziehungen aus genau diesem grund gegeben hat. wenn sie also nicht bereit ist, etwas zu ändern, wird sich diese spirale immer weiter drehen.

die TE und der freund stecken natürlich in einer moralischen zwickmühle. wahrscheinlich sind die beiden mehr oder weniger schleichend dazu gekommen, sich über die sexuelle problematik auszutauschen. daran ist zunächst meiner meinung nach nichts allzu verwerfliches. problematisch wird es in dem moment, wo beide sexuelle fantasien miteinander (be)schreiben. wie gesagt, das war wahrscheinlich ein schleichender prozess, mit fließenden grenzen.
andererseits ist genau dieses verhalten durchaus menschlich und nachvollziehbar, wenn das die vielen selbsternannten moralapostel hier allerdings auch negieren.
der richtige weg wäre vermutlich tatsächlich der besten freundin gegenüber mit offenen karten zu spielen, wobei ich nicht denke, dass das bei ihr auf verständnis stößt. eventuell wird sie jedoch wirklich "wachgerüttelt", was ihr verhalten angeht. generell kann man jedoch keinem der drei einen vorwurf machen, oder ihnen einen strick daraus drehen, denn meiner meinung nach ist das verhalten auf jeden fall menschlich nachvollziehbar.
 
daher denke ich, dass sie im gegenzug nicht das recht besitzt, von ihm normgerechtes und moralisch einwandfreies verhalten in einer beziehung einzufordern.
eigentlich müssten ihr die konsequenzen einer verweigerten sexualität ihrem partner gegenüber klar sein, zumal es ja offensichtlich in der vergangenheit schon öfter gescheiterte beziehungen aus genau diesem grund gegeben hat. wenn sie also nicht bereit ist, etwas zu ändern, wird sich diese spirale immer weiter drehen.

Damit sexualisierst du aber ziemlich die Beziehung. Wo ist für dich die Grenze? Was ist mit dem Vertrauen? Dem emotionalen Aspekt?

Wenn eine Frau länger mit dem Sex warten will, der Mann aber unbedingt möchte - ist das schon eine verweigerte Sexualität, die jemanden dazu ermächtigt, fremdzugehen?

Was ist, wenn ein Partner einfach Schwierigkeiten mit dem Sex hat (aus welchen Gründen auch immer), oder einfach weniger möchte, als der andere? Ist das auch schon eine verweigerte Sexualität?

Steht Sexualität jedem prinzipiell ohne Einschränkungen in einer Beziehung zu? Ist Sexualität in einer Beziehung "Recht"?

Natürlich ist es von Seiten der Freundin ein gewisser Egoismus, dass sie ihrem Freund den Sex verweigert und die Beziehung mit ihrer Verweigerung, eine Therapie zu machen, belastet. Aber, es ist kein absichtlicher und böse gemeinter Egoismus. Das finde ich als Unterscheidung sehr wichtig. Dieser Egoismus hat ja auch eine Begründung, die aus einer tiefen, seelischen und traumatischen Verletzung heraus entstanden ist.

Wir kennen nur die Seite der TE. Vielleicht würde die Freundin ganz anders erzählen. Warum sie (noch nicht?) eine Therapie angefangen hat. Warum sie den Sex nicht will. WIE ihr Freund sie zu einer Therapie bewegen wollte. WIE er ihr eine "gesunde und normale Sexualität" vermittelt hat. Vielleicht hat er die Geduld verloren? Kann mit einem solch traumatisierten und innerlich verletzten Menschen passieren, weil diese sich oft versperren und anstrengend werden können, weil vieles komplizierter ist.

Im Gegenzug hat aber jeder Mensch in meinen Augen das Recht, ehrlich behandelt zu werden. Es ist doch kein Thema, wenn der Freund ihre beste Freundin als Bettgespielin will. Aber dann sollte er auch die Kragenweite besitzen, Schluss zu machen und einen sauberen Schlussstrich zu ziehen. Und die beste Freundin macht einfach so mit.

Dass sie keinen Sex mit ihm will und Probleme damit hat, ist für mich die eine Sache. Das Verhalten, wie die TE und dieser Mann damit umgehen, DAS ist für mich das, was ich verwerflich finde.


Liebe Grüße

Findefuchs
 
Zuletzt bearbeitet:
hey findefuchs! 🙂

natürlich sexualisiere ich beziehungen, denn beziehungen sind eben zu einem nicht unbedeutenden teil sexuelle konstrukte. die phase mit dem vielen sex am anfang einer beziehung dient unter anderem zur stabilisierung derselben. wenn diese phase nicht stattfindet, ist die beziehung dementsprechend instabil.
genau das ist hier das problem. natürlich kennen wir nur die sichtweise der TE, und können interpretieren und spekulieren soviel wie wir wollen; wir werden NIE die ganze geschichte in voller komplexität kennen.
im endeffekt geht es aber nur darum, das verhalten der TE zu bewerten. ich finde ihr verhalten durchaus menschlich nachvollziehbar. aus herumschäkerei hat sich mehr entwickelt.
solche dinge passieren, dazu muss sich nicht einmal die partnerin so gründlich verweigern wie in diesem fall, manchmal reicht durchaus auch übertriebene nörgelei oder zickigkeit zu. (und ich verstehe es durchaus als "verweigerung", wenn sie so offensichtlich gar nicht bereit ist, ihr für den freund sicher äußerst frustrierendes verhalten zu ändern, aus welchen gründen auch immer)
natürlich fände ich es auch besser, wenn die parteien jeweils komplett ehrlich miteinander umgingen. sicher haben die beiden schreibenden allerdings den punkt verpasst, an dem sie schleichend die grenze zum hintergehen überschritten haben.
jetzt ist das schlamassel da, und es hilft nur eine klärung, bei der sich vielleicht auch der männliche part fragen sollte, ob er überhaupt eine sexlose beziehung möchte, und vor allem auch aushält.
 
Du hast deine Finger von ihrem Freund zu lassen und damit basta. Dein Verhalten und besonders der Versuch, ihr die Schuld zuzuschieben und dich als unschuldig darzustellen, ist einfach nur schäbig. Brich den Mist ab, sei ehrlich und zeig ein bisschen ANSTAND.
 

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