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Mein Vater mobbt mich

Da muss man sagen, sie war gerecht und zu allen gleich gehässig. Am liebsten zu denen, bei denen sie gemerkt hat, dass sie sie damit trifft.

Wir sind dann - jedenfalls so lange sie noch gesund war - einfach nur noch hingegangen, wenn man musste.

Euer Handeln ist nachvollziehbar, ich möchte mich auch nicht mit Menschen abgeben, die mir nicht gut tun.

Zu allen gleich gehässig....schön, wenn jemand zumindest zu allen seinen Mitmenschen gleich blößartig ist,
aber wie traurig ist die Welt für so einen Menschen dann?

Tauschen möchte ich mit so einer Person echt nicht.
 
Hi
Darf ich dich fragen, wie alt du bist?

Wenn man weiß, was die Eltern in der Kindheit mitmachten oder wie deren Kindheit verlief, hilft es, besser zu verstehen, warum die so sind, wie sie sind.
Es erklärt deren Verhalten, aber es entschuldigt es nicht.

Ich sag immer, sie hätten ihren Scheiß ja auch mal angehen können und ihn vielleicht klären, denn wenn man als Kind niedergemacht wird oder verprügelt, dann merkt man doch, dass sowas für ein Kind schlimm ist. Also warum wiederholt man dann z.B. sowas an den eigenen Kindern?

Die konnten vielleicht aber auch garnicht anders handeln und wiederholen dann einfach, wie sie das so gelernt haben.

Für die Folgen, die Schäden, die dann in den Kindern entstehen, dafür tragen sie meiner Meinung nach schon die Verantwortung. Und dann kann es auch zur Folge haben, dass sich die Kinder später als Erwachsene von den Eltern extrem distanzieren, abwenden oder auch den Kontaktabbruch durchziehen.

Klar ist das in Ordnung, das alles hier niederzuschreiben. Dafür ist das Forum ja da und ich kann nachvollziehen, dass es sich anfühlt, als ob da plötzlich eine großer Druck weg ist, wenn man sich mitgeteilt hat.

Dir ist bestimmt bekannt, dass dieses "Ja,Ja" leck mich am A..... heißt.
Hast du das auch mal als Antwort gegeben und wie war dann die Reaktion?

LG Jim

PS. Buchtip: Vergiftete Kindheit von Susan Forward fällt mir da ein. Im Internet gibts Leseproben dazu.

Noch bin ich 23 Jahre alt.

Ich vermute, dass dieses wiederholte Verhalten der Erziehung eine Art Schutzmechanismus ist. Bei meinem Vater find es offensichtlicher als bei Mutter, dass die beiden ein sehr schlechtes Selbstwertgefühl haben. Durch das ständige schlecht machen von anderen haben sie die Bestätigung, dass sie recht haben und es besser machen. Für Kritik ist da kein Raum, da es ja das Selbstwertgefühl angreift (aus deren Sicht). Also wird sofort gegengedonnert. Bei den eingenen Kindern ist das ganze einfacher, da das Kind von Natur aus, die Annerkennung und den Stolz der Eltern spüren möchte. Dementsprechend fühlt sich das Kind extrem schlecht, wenn es nicht so "funktioniert" und unerwünschte Fragen/Ansichten hat, mit denen die Eltern nicht konfrontiert werden möchten.
Also lieber schreien und schlecht machen, als sich selbst bewusst zu werden.

Zudem habe ich mal gehört, dass jedes Kind denkt, dass seine Kindheit normal ist.
Also wieso sollten sie es anders machen? So war es doch auch in ihrer Kindheit. So muss das.

Dass meine Kindheit nicht ganz so normal gewesen ist, habe ich nur zufällig über andere Eltern erfahren. Ich habe einige Leute in meinem Freundeskreis, die nicht mehr weit von der Rente entfernt sind. Und da einige von denen auch Kinder haben, habe ich eine Menge erfahren.
Damals dachte ich immer, dieses ganze Getue mit "Familie über alles" in Medien verschiedener Arten, wäre eine Art Soziallüge. Jeder weiß, dass es so nicht ist, aber wir tun alle so. Weil muss halt so.

"Ja, ja.." habe ich nicht als Antwort gegeben. Ich hab gleich Nö gesagt. Ablauf: Brüllen, schlecht machen, evtl. Geschehniss selbst in die Hand nehmen, ignorieren.
In der Schweigephase ist es dann auch schnell mal wieder zu einem Streit gekommen, wenn ich es mir erlaubt habe, bei irgendeiner Nichtigkeit wieder zu "spinnen". Das fing schon mit gucken (ja, einfach nur die Augen nutzen...), bis hin zum "Im-weg-stehen" an. Da wurd mega nah an mich rangegangen, stehengeblieben, Löcher in den Rücken gestarrt und dann schubsend an mir vorbeigezischt. Und dann böse von der Seite angefunkelt. Macht mein Vater bis heute noch. Ist ja schon fast lächerlich kindisch.
Meine Schwester hat öfters genervte Antworten von sich gegeben, die man sicherlich auch als "Leck mich am Ar***" interpretieren könnte. Sie hat unter den ganzen Umständen auch etwas anders gelitten als ich. Während man über mich heimlich Lügen gestreut hat, haben sie meine Schwester (ich glaub sogar nur mein Vater) aktiv kritisiert. Ständig. Bei allem.
Sie kommt in die Küche. Wird kritisiert, weil sie nicht fröhlich dreinschaut, zu spät ist, nicht pünktlich gegrüßt hat (wir waren in der Verpflichtung zuerst zu grüßen. Bei Mutter nicht ganz so streng), sie nicht so angezogen ist, wie er es sich vorstellt uvm, das man sich aus den Finger saugen kann.
Ist ja logisch, dass sie irgendwann nur noch mit einem gernevten "Jaaaa..." antwortet. Das war dann später auch ein Kritikpunkt.
 
Noch bin ich 23 Jahre alt.

Ich vermute, dass dieses wiederholte Verhalten der Erziehung eine Art Schutzmechanismus ist. Bei meinem Vater find es offensichtlicher als bei Mutter, dass die beiden ein sehr schlechtes Selbstwertgefühl haben. Durch das ständige schlecht machen von anderen haben sie die Bestätigung, dass sie recht haben und es besser machen. Für Kritik ist da kein Raum, da es ja das Selbstwertgefühl angreift (aus deren Sicht). Also wird sofort gegengedonnert. Bei den eingenen Kindern ist das ganze einfacher, da das Kind von Natur aus, die Annerkennung und den Stolz der Eltern spüren möchte. Dementsprechend fühlt sich das Kind extrem schlecht, wenn es nicht so "funktioniert" und unerwünschte Fragen/Ansichten hat, mit denen die Eltern nicht konfrontiert werden möchten.
Also lieber schreien und schlecht machen, als sich selbst bewusst zu werden.

Zudem habe ich mal gehört, dass jedes Kind denkt, dass seine Kindheit normal ist.
Also wieso sollten sie es anders machen? So war es doch auch in ihrer Kindheit. So muss das.

Dass meine Kindheit nicht ganz so normal gewesen ist, habe ich nur zufällig über andere Eltern erfahren. Ich habe einige Leute in meinem Freundeskreis, die nicht mehr weit von der Rente entfernt sind. Und da einige von denen auch Kinder haben, habe ich eine Menge erfahren.
Damals dachte ich immer, dieses ganze Getue mit "Familie über alles" in Medien verschiedener Arten, wäre eine Art Soziallüge. Jeder weiß, dass es so nicht ist, aber wir tun alle so. Weil muss halt so.

"Ja, ja.." habe ich nicht als Antwort gegeben. Ich hab gleich Nö gesagt. Ablauf: Brüllen, schlecht machen, evtl. Geschehniss selbst in die Hand nehmen, ignorieren.
In der Schweigephase ist es dann auch schnell mal wieder zu einem Streit gekommen, wenn ich es mir erlaubt habe, bei irgendeiner Nichtigkeit wieder zu "spinnen". Das fing schon mit gucken (ja, einfach nur die Augen nutzen...), bis hin zum "Im-weg-stehen" an. Da wurd mega nah an mich rangegangen, stehengeblieben, Löcher in den Rücken gestarrt und dann schubsend an mir vorbeigezischt. Und dann böse von der Seite angefunkelt. Macht mein Vater bis heute noch. Ist ja schon fast lächerlich kindisch.
Meine Schwester hat öfters genervte Antworten von sich gegeben, die man sicherlich auch als "Leck mich am Ar***" interpretieren könnte. Sie hat unter den ganzen Umständen auch etwas anders gelitten als ich. Während man über mich heimlich Lügen gestreut hat, haben sie meine Schwester (ich glaub sogar nur mein Vater) aktiv kritisiert. Ständig. Bei allem.
Sie kommt in die Küche. Wird kritisiert, weil sie nicht fröhlich dreinschaut, zu spät ist, nicht pünktlich gegrüßt hat (wir waren in der Verpflichtung zuerst zu grüßen. Bei Mutter nicht ganz so streng), sie nicht so angezogen ist, wie er es sich vorstellt uvm, das man sich aus den Finger saugen kann.
Ist ja logisch, dass sie irgendwann nur noch mit einem gernevten "Jaaaa..." antwortet. Das war dann später auch ein Kritikpunkt.


Hi
Mit 23 kannst zumindest da raus und dir dann auch ein eigenes Leben aufbauen.

Ist wirklich nicht schön, was du da schreibst, wie das ablief. Passt auch die Bezeichnung der vergifteten Kindheit.

Eltern sind halt die erste Liebesbeziehung im Leben und ein Kind möchte unter allen Umständen angenommen werden. Kommt es zu Ablehnung, dann sucht das Kind die Schuld bei sich, denn die Eltern sind perfekt aus der Sicht des Kindes und Götter machen nunmal keine Fehler. Und so fängt es an sich zu verbiegen um zu gefallen.

Hast auch sehr viel inzwischen für dich erkannt, bist damit weiter, als so manch andere. Und ich geb dir Recht mit der Auffassung, dass ein Kindes es nicht anders kennt und für normal hält. Auch da ist dir inzwischen so einiges klar geworden.

Mir ist irgenwann mal folgendes aufgefallen, als ich bei verschiedenen Umzügen von Bekannten geholfen habe.
Da waren alle Familienmitglieder dabei und halfen tatkräftig mit. Vater, Mutter, die Geschwister und die eigenen Kinder, alle waren da mit Freude dabei, ihr Familienmitglied zu unterstützen.

Hab ich so bei meiner Familie niemals erlebt, wurde z.B. niemals gefragt, ob ich bei einem ihrer Umzüge helfen könnte. Aber wenn man dann bei anderen mitbekommt, wie das auch ablaufen kann, dann fällt da einem schon auf, dass die Erfahrung mit der eigenen Familie ganz anders war.

Nun dazu, dass jemand als Elternteil die Erziehung wiederholt, die er als Kind erlebt hat.
Da gibts bestimmt auch Sachen, die einem als Kind nicht gefallen haben dürften, Schläge z.B. wird wohl nur ein Masochist schön finden oder dass die Eltern sich wie in deinem Fall dir gegenüber verhalten.

Es sei denn z.B. die Einstellung im Kind entsteht, dass dies ja nur passiert, dass es ein besserer Mensch werden kann. Gibt da bestimmt ganz verdrehte Glaubenssätze die während der Kindheit in einem Menschen entstehen und dann auch das eigene Leben zur Hölle machen können.

Da reicht schon dass die Eltern die emotionalen Bedürfnisse des Kindes nicht wahrnehmen, es ignorieren, sich selbst überlassen und z.B. keinerlei Interesse daran zeigen, was das Kind in seiner Freizeit macht oder welche Hobbies es ausübt.
Aus sowas entsteht dann der innere Glaubenssatz, dass das Kind nicht gut genug sei, usw.. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind dann nicht gerade in Massen vorhanden, davon dass solch eine Person dann glücklich ist ganz zu schweigen.

Kann natürlich sein, dass deine Eltern nur eine sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben, wenn es um einen Konflikt geht. Dass sie nur dieses für dich kindische Gehabe kennen. Da wäre echt mal nötig, dass solchen Menschen gewisse Kurse machen, dass ihnen aufgezeigt wird, dass man dann auch anders damit umgehen kann, wenn jemand einem nicht auf Wunsch die Füße küsst.

LG Jim
 
Tja, wie recht du hast.

Aber leider kann man diese Menschen nicht dazu bewegen, sich zu ändern. In deren Augen sind sie ja gesund und normal.

Ist nur sehr frustrierend, wenn meine Eltern mit mir Kontakt haben wollen, aber dann irgendwie doch nicht. Meine Mutter mir sagt, dass sie mich lieb hat. Und im nächsten Moment bin ich wieder Luft. Und später erfahre ich von Schwester und Freund, was sie alles für böse Dinge über mich erzählt hat.

Ich weiß echt nicht, was die von mir wollen. Die sollen einfach Klartext reden. Nur wissen sie hier wieder nicht, dass sie gemischte Signale senden.

Einmal hab ich gar versucht zu erfahren, weswegen die das tun, was sie tun. Ich hab den Mist immer ertragen und ignoriert, aber als ich erfuhr, dass sie meinem Freund damals erzählt hatten (wir waren ca. 4 Monate zusammen), er solle sich in acht nehmen, da ich manipuliere, ist mir der Kragen geplatzt. Habe dann gefragt, wie sie auf die Idee kam, sowas meinem Freund zu erzählen, da das ja nicht mal stimme.
Zuerst hat sie mich entsetzt angestarrt. Dann hat sie mich ignoriert. Habe nachgehakt. Sie schüttelte den Kopf und wechselte dann plötzlich das Thema. Habe wieder nachgehakt. Schuld wurde meiner Schwester zugeschoben (sehe bis jetzt keinen Zusammenhang). Dann wurde sie laut und sagte nur "Weil du das ja tust!". Dann ist sie weggegangen. Habe noch mehrmals nachgehakt, aber sie hat dann ständig das Weite gesucht. Als ich sagte, ich hätte eine Zwangsstörung und eine soziale Phobie und das mich das sehr verletzt hatte, als sie damals mir nur sagten, ich solle aufhören mir sowas einzubilden und ich spinne nur, hat sie mich nur angeschrien. "Dann such dir doch einen Psychiater, wenn du denkst, du brauchst das. Aber lass mich damit in Ruhe!" Dann verschwand sie wieder und ich habe aufgegeben.

Habe das direkt meine Schwester unter Tränen erzählt. Sie war vollkommen entsetzt und hat mich liebevoll umsorgt. (Ich liebe meine Schwester)

Als ich mich von diesem Schmerz letzendlich gelöst hatte, habe ich beschlossen, nie wieder etwas von mir zu erzählen. Und keinerlei Kontakt pflegen, der irgendetwas mit emotionaler Bindung zu tun hat. Nur ist das auf Dauer etwas schwierig, weswegen ich mich ja hier angemeldet habe.
Und jetzt regen die beiden sich auf, dass ich nichts mehr von mir erzähle. :unschuldig:
 
Oh, und das Buch werde ich mir demnächst wohl kaufen. Habe schon mal etwas darüber gehört.

Darin findest du auch beschrieben, wie eine Konfrontation mit den Eltern im Beisein eines Therapeuten dann ablaufen kann und wie man sich darauf vorbereitet, falls du darauf Wert legst, etwas am Verhältnis zwischen dir und deinen Eltern zu ändern.
Geh aber bitte nicht mit zu großen Erwartungen dann da ran, da oft dann Unverständnis kommt, alles abgeleugnet wird oder du sozusagen zur Verrückten erklärt wirst.

Wenn du eine Therapie angehst, dann würde ich dir auch empfehlen, erst dann davon in der Familie überhaupt zu sprechen, wenn du damit durch bist und soweit gefestigt bist, dass man dir damit nicht erneut eine reindrücken kann. Manche Menschen meinen es wäre ein Zeichen von Schwäche oder des Irrsinns, dass nur Verrückte eine Therapie notwendig hätten und sie ja normal seien.
Es kann auch dazu kommen, dass dieses Wissen darüber, dass jemand eine Therapie macht oder gemacht hat, dann als Druckmittel eingesetzt wird, wenn es zum Versuch einer emotionalen Erpressung kommt.
Also vorerst darüber am Besten Stillschweigen gegenüber deiner Familie wahren
 

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