Kontrollausübung fällt mir da zu deinen Eltern ein, sich Verbünde suchen, die auf die Seite ziehen und dann gemeinsam gegen den Feind vorgehen. Warum du da zum Feind erklärt wurdest, keine Ahnung? Vielleicht weil du der Rebell in der Geschichte bist, den sie wieder auf Spur bringen wollen?
Das mit der Therapie hört sich jedenfalls schonmal nach einem guten Plan an.
Lass dir von deinen Eltern evtl. auch mal schildern, wie deren Kindheit war. So unverfänglich einfach so mal fragen.
Das gibt dir dann vielleicht auch einen besseren Einblick. Entschuldigt zwar das Verhalten nicht, aber wenn du dir das besser erklären kannst, dann gibt es dir vielleicht die Möglichkeit auch besser damit umzugehen.
LG Jim
Ich war tatsächlich ein kleiner Rebell in deren Augen. Aber zum Vergleich von anderen, war das absolut harmlos.
Ich wurde öfters für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nie getan habe. Natürlich habe ich mich gewehrt und das zurecht abgestritten. Aber statt mir zuzuhören haben sie nur genickt und sarkastisch "Ja, Ja" gesagt. Dann wurd ich ignoriert. Hat sich manchmal sogar 2 Tage oder mehr hingezogen. Gab dann fast keinen Wortwechsel.
Später haben die zu anderen gesagt, ich würde lügen...
Da ich meine soziale Phobie schon immer hatte, habe ich Freunde oder meine Schwester gefragt, wenn ich bei einer Situation Hilfe brauchte. (Meist reichte schon deren Anwesenheit)
Daraus haben sie dann was anderes gesponnen. Plötzlich hieß es, dass Kind würde alle manipulieren. Wurde dann auch schön allen mitgeteilt. Ich selbst habe davon erst dieses Jahr erfahren. Hat mir meine Schwester zufällig erzählt.
Diese Ansichten wurden übrigens hauptsächlich von meiner Mutter verbreitet. Mein Vater sitzt immer wie ein braver Hund daneben und nickt alles ab mit den Kommentaren "Ja. Genau. Hmm!"
Langsam macht diese ganze Geschichte immer mehr Sinn. Danke dafür. :blume:
Mein Vater wurde in seiner Kindheit anscheinend stark unterdrückt und selbst auch als eine Art Haussklave genutzt. Ich weiß noch von damals, wenn wir bei seiner Mutter war, und dieses immer irgendetwas gemacht haben musste. Sie wohnte auf einem riesigen Hof, also gab's auch wirklich immer etwas...
Er hat's dann ständig gemacht und hinter ihrem Rücken abgelästert. Auch mit mir und meiner Schwester. Er war halt genervt.
Aber nicht ein einziges Mal hat er "Nein" gesagt.
Ich hab's aber in meinem Jugendalter gemacht. Tja, und dann gab's 'ne riesen Welle.
"Hast du Lust, mir ein Bier aus dem Keller zu holen" - "Nö, hab keine Lust." Dann ging's los mit laut werden, beleidigen. War dann egal, ob ich es dann doch noch gemacht habe oder nicht. Wurde wieder ignoriert. Und dann auch später von meiner Mutter, da er es ihr erzählt hat. Yeeey...
Ich hoffe, es ist in Ordnung den ganzen Kram hier reinzuschreiben. Ist toll, sowas endlich mal loszuwerden. Ohne, dass es von der anderen Seite heißt, meine Eltern seien ja doch so lieb, kann ich mir gar nicht vorstellen, du hast wohl etwas missverstanden.
Meine Mutter war etwas erzählfreudiger, als ich sie damals zu ihrer Kindheit gefragt habe. Letzendlich kam dabei raus, dass es etwa so ist, wie das, was sie meiner Schwester und mir angetan hat. Nur etwas verschoben.
Der Sinn des Lebens meiner Mutter ist übrigens über alles und jeden in der Welt zu lästern, diese schlecht machen und immer alles am Besten zu wissen. Sie ist zudem auch Kritikimmun.