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mein vater ist schwerkrank und wird sterben

Hallo lieber Gast,

es tut mir total leid, dass Dein Papa so schwer krank ist.

Ich kann auch verstehen, dass es schwer ist, der Gedanke, dass Du bald wieder zurück musst zum Arbeiten.

Vielleicht kannst Du ja mit Deinem Arbeitgeber sprechen und ihm die Situation schildern. Dass Du nun halt für Deinen Paps und auch für Deine Mum da sein willst. Ansonsten-
vielleicht kannst Du Dich krankschreiben lassen, zumindest noch für eine Weile.

Mein Vater ist im Januar "gegangen"-
ich hatte das gleiche Problem wie Du. Ich weiss, wie Du Dich fühlst ... wie hin- und hergerissen und verzweifelt...

Aber ich bin mir sicher, dass intuitiv richtig handeln wirst. Das wünsche ich sehr und auch, dass Du Dir genügend Zeit gönnst- um Dich von ihm zu verabschieden....

...ich weiss, dass man es nicht wahrhaben will-

...ich weiss es...

...aber ...

sei einfach für ihn da....- so oft es geht. Halte ihm die Hand-
spreche mit ihm....sag ihm, dass alles gut ist und Du stolz auf ihn bist...
darauf, was er alles immer für Euch gemacht hat und Euch ermöglicht hat...

...versuche ihm-
seinen eigenen Abschied leichter zu machen-
damit er in Frieden "gehen" kann...

Es mag alles sehr hart klingen...
...aber es wird sicherlich noch eine intensive Zeit mit ihm zusammen...

...bitte nehme Dir so oft es geht- frei, um bei ihm zu sein....

Vielleicht kannst Du ja mal auch mit den Ärzten sprechen...- damit Du näheres erfährst.

Ich hatte mir irgendwann mal eine Woche frei genommen...
war jeden Tag von morgens bis Abends bei meinem Paps...-

bin dankbar darum, dass ich mir die Zeit frei genommen habe...

Klar,
Du kannst Dir nicht ewig frei nehmen...-
aber vielleicht ja doch noch ...-wenigstens eine Woche-
damit Du jeden Tag bei ihm sein kannst.

Mehr kannst Du nicht tun-
als für ihn da zu sein....

ihm zu zeigen, dass er immer alles richtig gemacht hat und Du ihn unendlich liebst...

...wünsche Dir ganz viel Kraft für die sehr schwere- aber auch intensive Zeit mit Deinem Paps...

Liebe Grüße
Sissy
 
Liebes Engelchen,

Ich wünsche Euch viel Kraft...und bitte bleib, wenn es Dir auch nur irgendwie möglich ist!?

Würdest Du es nicht wollen, wärst Du längst gefahren!

Deinem Vater beistehen, ihm die Hand halten, den Mund anfeuchten...mit ihm sprechen...leise.
Mag Dein Vater Musik? Kann ihm das vielleicht etwas helfen und ruhiger werden lassen?

....einfach da sein, auf Deine ganz eigene Art - und keine Angst haben bitte...
damit er in Frieden gehen kann...


Ich wünsche Euch, dass Ihr Euch im Hospiz jetzt gut aufgehoben fühlt, dass Ihr Hilfe und Begleitung erfahrt -
und vor allem, dass Vater ruhiger wird und sich nicht mehr quälen muss...

Ich denke unbekannter Weise an Dich...es tut mir sehr leid! :blume:
 
Ich kann nur danke sagen für alles die lieben Worte....das baut auf und nimmt die Angst vor dem was kommen mag.
Ich bin da von früh bis spät und versuche für ihn da zu sein.
Ich sitze jetzt gerade in seinem Zimmer.ich halte wache..höre wie unruhig er atmet und schläft....aber ich bin hier.
Ich bin müde wollte so gern schlafen aber wenn ich jetzt zum schlafen fahre.......und es dannvorbei ist......
 
Guten Morgen zusammen, hallo Engelchen!

Du schreibst in Deinem letzten Beitrag, dass Du bei Deinem Vater am Bett sitzt in der Nacht und "Wache hältst". Das finde ich wichtig, damit er immer das Gefühl hat, er ist nicht allein. Und ich hoffe, Du hast noch andere Angehörige, damit Ihr Euch abwechseln könnt. Aber...

Es gibt Sterbende, die warten genau so einen Moment ab, wo sie allein sind, um zu gehen. Wir haben vom Sterben immer die Vorstellung, dass jemand dann nicht allein sein solllte und möchte. Das ist oft auch so, bei meinem Vater z.B. war es so. Aber dann gibt es auch Sterbende, da sitzen die Angehörigen tagelang jede Minute am Bett. Und dann geht der, der gerade da sitzt kurz in die Küche und holt sich einen Kaffee. Als er zurück kommt, ist Papa, Mama, Opa, Oma.... tot.

Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, halten wir ihn nicht auf...

Oft ist es so, dass in den letzten Lebensstunden Atemaussetzer auftreten. Diese werden dann mitunter immer länger. Außerdem ist es so, dass Sterbende in den letzten Lebensstunden sehr rasselnd atmen. Das klingt für die Angehörigen ziemlich schlimm, der Sterbende merkt es aber selbst nicht und es belastet ihn auch nicht. Manche Ärzte lassen das Sekret, was sich sammelt und dieses Geräusch verursacht absaugen. Aber das macht es nur noch schlimmer. Am Besten hilft, den Oberkörper etwas erhöht zu lagern, das macht es etwas einfacher, zu atmen. Aber wie gesagt: Der Sterbende leidet darunter nicht. Wichtig ist eine sehr gute Mundpflege. Dort entsteht ein Durstgefühl, wenn der Mund immer schön feucht ist, ist das eine enorme Erleichterung für den Sterbenden. Wichtig ist außerdem, nicht zu warm zu zu decken. Aber das merken Angehörige, ob der Sterbende zu warm oder zu kalt zugedeckt ist.

Also, achtet auch auf Euch, Engelchen und behaltet im Auge, was Ihr braucht. Seid da, wie es Euch möglich ist und gebt Eurem Papa immer wieder zu verstehen, dass er gegen darf, wenn er gehen möchte. Und dass Ihr in seinem Sinne Euer Leben weiterleben werdet.

Alles Gute und viel Kraft wünscht

Micha
 
Engelchen,

Du tust viel für Deinen Paps. Er spürt Deine Gegenwart und das ist auch gut so.

Weisst Du,

das wann-

kannst Du nicht voraussehen und bestimmen...- drum genieße jeden Moment des Daseins mit ihm.

Ich kann Deine Angst und Sorge verstehen...- dass Du am liebsten gar nicht mehr das Zimmer verlassen würdest-
weil...könnte ja sein...

...naja,

bei meinem Paps war s so...-

ich war die ganze Nacht bei ihm....- bin dann kurz raus um Kaffee zu trinken... und dann....

Mir ist aber Trost, dass ich bei ihm war - ihm die Hand halten konnte und mit ihm noch intensiv gesprochen habe.

Man sagte mir zwar, dass er wohl nichts mehr mitbekomme...- aber ich bin mir sicher, das stimmt nicht!

Die Gegenwart von Dir wird Dein Vater genauso spüren- wie es mein Vater getan hat...

Ist auch wichtig, wie es bereits angesprochen wurde-
ihm immer die Lippen feucht zu halten...- wenn er das annimmt!

Es wird schwer sein - und ich hoffe - dass Du es durchstehst....
...und doch wirst Du die Zeit mit Deinem Paps jetzt noch viel intensiver verspüren-

..das wird immer bleiben und kann Dir niemand nehmen....

Ich kann Dir leider die Angst nicht nehmen- vor allem....

...aber wenn er zu stark leidet...dann wünscht man sich das als Angehöriger nicht...

...egal-
was kommt...- Deine Liebe zu Deinem Paps kann nichts und niemand nehmen...

...und das ist es, was Dein Paps jetzt sicherlich besonders spürt...-
und wenn Du ihm sagst- dass alles gut ist...- dann wird alles leichter-
auch für ihn....

Sei Dir auch sicher,
selbst wenn Du früher zurück musst...

dort - wo er jetzt ist-
ist er in guten Händen ....

...und es wird alles auch auf menschlicher Ebene für ihn getan-
was ihm gut tut....

...er ist nicht alleine...ist immer jemand da....

Jetzt bist Du da...

...und wenn Du mal nicht anwesend bist-
dann ist er auch nicht alleine...

Weiterhin ganz viel Kraft,

lg, Sissy
 
Mein Papa ist gestern 4.Oktober 2012 in den sehr frühen Morgenstunden friedlich eingeschlafen.so schwer mein Herz auch
Gerade ist und wie leer...aber es war eine Erlösung für ihn.die schwere Krankheit hat ihm so doll zu schaffen

gemacht.
Es ist ein langer weg für ihn gewesen und ich finde keine Worte für den schmerz den ich empfinde.......
 
Engelchen...mein allerherzlichstes Beileid...🙁 *tröst*
Es tut mir so so leid für euch alle!!!

Ihr seid alle bei ihm gewesen auf diesem langen und quälenden Weg. Er war nicht mehr allein und ging in eurer Liebe und Fürsorge aus dieser Welt.

Ich hoffe die Hospiz kann euch in eurer Trauer auch begleiten.

Mehr Worte fallen mir auch nicht mehr ein...es tut mir sehr leid.

Eine Traurige Umarmung für Dich liebes Engelchen *dichindenarmnehm*

Green Arrow
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Engelchen,
mein tiefempfundenes Beileid! Mögen Dir die tröstenden Worte des Forums helfen, etwas leichter über den Deinen Schmerz und die Trennung zu Deinem Vater hinwegzukommen.... Du bist stark, hast ihm das gegeben, was er bis zuletzt brauchte, die Nähe seiner Tochter! Du darfst weinen und schreien, alles!!! Lass es heraus. Dann lass ihn los, Deinen Vater, damit er Ruhe findet und nun über Dich wachen kann!
Es ist sooo verdammt traurig, und da noch die richtigen Worte zu finden, auch nicht einfach - wenn man alles schon selbst durchgemacht hat. Ich weine mit Dir, aber das ist kein Trost.
Pass auf Dich gut auf, damit der Schmerz nicht Dein Leben bestimmt. Vergiss nie, für Dich muss es weiter gehen und Du hast noch viel im Leben zu tun. Das würde Dein Papa auch wollen. Ich schicke Dir ein Kraftpaket voller Power, damit DU jetzt mehr als die schweren letzten Stunden überstehst, damit es DIR dann besser geht.
Fühle Dich freundschaftlich umarmt, ich bin in Gedanken bei Dir und wünsche Dir viel Zuversicht!
 
Hallo Engelchen,

gerne würde ich Dir Deinen Schmerz nehmen.

Es tut mir wirklich sehr leid. Doch ihr wart alle bei ihm- ...er war nicht alleine. Eure Liebe hat ihm die Schmerzen genommen und ihn friedlich einschlafen lassen. Nun ist er dort, wo es keine Krankheit und kein Leid- kein Schmerz mehr gibt. Er wird Dich und Deine Mum überallhin begleiten. In Gedanken- im Gedenken und in Eurem Herzen.

Du wirst nie alleine sein-
den ein Teil von ihm ist immer bei Dir.

Deine Trauer ist die Liebe, die Du immer bei Dir trägst. Sie wird Dir auch die Kraft schenken-
irgendwann auch wieder lachen zu können- wannimmer Du an schöne und lustige Momente mit Deinem Paps denkst.

Zumindest ist es bei mir so.

Irgenwas bleibt...
all die schönen Momente und Erlebnisse-

Euer gemeinsames Lachen und auch Weinen...

So wirst Du ewig mit Deinem Paps verbunden bleiben.

Stille Grüße,

Sissy
 
ihr Lieben.....
es sind so viele tröstende worte, viele dank euch allen! ich weiss das auch jeder von euch seine eigene geschichte hat. und ich bin sehr dankbar, das ihr mich begleitet habt mit worten und sehr viel mitgefühl. vielen vielen dank!
ich weiss das es für ihn eine erlösung war und das es ihm jetzt besser geht da wo er jetzt ist, aber das innerliche gefühl ist geteilt, auf der einen seiter erleichterung auf der anderen seite einfach nur zerbrochen.....
ich fühl mich furchtbar und ich weiss das dies nich eine weile so sein wird. damit muss ich wohl lernen zu leben.
wir hatten gestern den ganzen tag im hospiz noch zeit uns zu verabschieden. mein papa hatte seinen anzug an, und sein hellblaues hemd und im zimmer standen kerzen die brannten und blumen, es war sehr schön hergerichtet. wir konnten jeder für sich und natürlich auch abends die ganze familie zusammen abschied nehmen. wir haben alle zusammen geweint und auch umarmt. es war sehr schön zu sehen, das doch die familie kam und ihn verabschiedet hat. der schwerste moment war als der bestatter kam und ihn dann auf seinen vorletzten weg mitgenommen hat. wir haben uns das letzte mal von ihm verabschiedet, bevor der deckel geschlossen wurde,....ich habe ihm eine gute reise gewünscht und ihm gesagt das ich ihn sehr liebe! damit ist er gegangen..........
den letzten weg haben wir noch vor uns, wann das genau sein wird wissen wir noch nicht, aber auch da werden wir mit der gesamten familie abschied für immer von ihm nehmen.......
 

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