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mein vater ist schwerkrank und wird sterben

@ nefissa

nein, es ist nicht das letzte mal, dass du deine mutter siehst! wenn du in den spiegel schaust, siehst du sie in dir!
meine mutter verstarb 2007 und sie meldet sich dauernd bei mir. ich sitz gemütlich auf dem sofa und zack-fällt eines ihrer gemalten bilder von der wand...(mit rahmen)-- das ist ein großer "erschreck-spaß-
auch erscheint sie immer wieder in meinen träumen, ganz oft, mal als junge, mal als ältere frau.
eine schwere zeit, die euch allen bevorsteht, oder in welcher ihr schon gefangen seid.
alles gute für euch und KRAFT!
frara
 
Mein Vater liegt nun im Sterben, sein kompletter Körper ist voller Metastasen,
einige drücken anscheinend auf sein Stammhirn, er ist seit 2 Tagen nicht mehr wirklich anwesend,
total schwach u verweigert Trinken und Essen, sitzt apathisch da, liegt, atmet sehr sehr schwer, hat Atemaussetzer,
es sieht schlecht aus.
Meine Mutter ist mit den Nerven total am Ende und möchte ihn ins Hospiz bringen.
Ich frage mich, welche Entscheidung hier die richtige ist. Mein Vater möchte dort nicht hin.
Aber meine Mutter zerbricht an der Pflege und dem Anblick des steten Verfalls meines Vaters.
Und er hat erstaunlich viel Kraft, wenn er etwas nicht möchte, er schupste meine Mutter hart weg,
hat eine krasse Wesensveränderung. Sie hat Angst vor ihm.
Ich verstehe beide Seiten.
Ich kann nicht länger da sein, zu viele Tage war ich schon hier und muss nun wieder arbeiten.
Aber mein Gefühl sagt mir ich sollte bleiben.
Was sind die richtigen Entscheidungen?
Ich bin völlig fertig und ohnmächtig, kann nicht richtig helfen. weiss nicht zu helfen.
Mein Vater ist total unter Morphin, zumindest hat er anscheinend keine Schmerzen.
Er schläft fast den ganzen Tag.
Vor vier Wochen erst ist meine Oma gestorben, die Mutter meiner Mutter. Viel zu plötzlich.
Der Wellensittich meiner Familie ist vor 3 Tagen gestorben, ganz plötzlich erstickt, wand sich, fiel um,
das war ein sehr symbolischer Schock für alle. Wir haben viel geweint.
Es ist alles schwarz, ich kann nichts machen ausser da sein, aber am liebsten würde ich weglaufen.

Ist das normal? wieviel Verantwortungsbewusstsein muss man mit 29 besitzen?
Ich habe noch nie soo viel Leid, Krankheit, Tränen gesehen in meiner nächsten Umgebung, das sind meine Eltern, es bleibt
sovieles ungeklärt. Nun ist es zu spät, mein Vater ist nicht mehr richtig da.
Reaktionen bleiben aus, er starrt ins Leere. Er hat aufgegeben.

[....]
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt Momente im Leben da möchte man weglaufen weil man nicht weiss ob man das schafft was auf erlegt wird....ich würde das auch gern tun
Aber meine Eltern mit allem alleine zurück zu lassen geht auch nicht.mein Papa war ein Leben lang für mich da.nun bin ic bb auf seine
Letzten weg auch für ihn da.heute zieht er um und kommt von der palliativstation ins Hospiz.meine Mama ist immer bei ihm.seit 45jahren wie zwei "alte"latschen...ich seh die beiden mit wievielte Liebe sie miteinander umgehen und es zerreißt mich fast weil ich weiss was kommen wird.
Natürlich kann ich nicht wissen wielang er noch bei uns ist und ich möchte die Zeit so gern für ihn da sein.ich bin nicht körperlich krank aber meine Seele.ich weine.habe Angst.Panik.bin voller sorge und hab so ei schweres Herz.es tut alles weh.mein Chef möchte nicht das ich krank bin ich solle meinen Urlaub dafür nehmen den ich für weihnachten und Silvester geplant hab....aber alle haben voll Verständnis für meine Situation....ich weiss nicht weiter bin neben der sorge und Trauer mit Gedanken um meinen Job besorgt.was soll ich nur tun.ich mach das doch alles nicht weil's so schön ist und ich keine Lust habe auf Arbeit.reiss mir sonst den A**** auf für die Firma......und nun all das.....
 
Hallo Gast,

das sind wirklich schwarze Tage!

Kannst du deinen Chef in dieser schweren Zeit nicht um unbezahlten Urlaub bitten? Wenn es dir so schlecht geht und du so leidest bist du ihm bestimmt auch keine große Hilfe.

Mir selbst hat die Arbeit sehr geholfen und mich abgelenkt, aber jeder Mensch ist anders.

Am Sonntags wäre mein Vater 85 Jahre alt geworden, ich war bei ihm auf dem Friedhof und habe ihn im Stillen gebeten, dass er meine Mama bald zu sich holen soll, es tut so weh sie so leiden zu sehen, es ist kaum zu ertragen. Es ist so schwer, einen geliebten Menschen zu verlieren, es gibt nichts schlimmeres.
 
Mein Vater liegt nun im Sterben, sein kompletter Körper ist voller Metastasen,
einige drücken anscheinend auf sein Stammhirn, er ist seit 2 Tagen nicht mehr wirklich anwesend,
total schwach u verweigert Trinken und Essen, sitzt apathisch da, liegt, atmet sehr sehr schwer, hat Atemaussetzer,
es sieht schlecht aus.
Meine Mutter ist mit den Nerven total am Ende und möchte ihn ins Hospiz bringen.
Ich frage mich, welche Entscheidung hier die richtige ist. Mein Vater möchte dort nicht hin.
Aber meine Mutter zerbricht an der Pflege und dem Anblick des steten Verfalls meines Vaters.
Und er hat erstaunlich viel Kraft, wenn er etwas nicht möchte, er schupste meine Mutter hart weg,
hat eine krasse Wesensveränderung. Sie hat Angst vor ihm.
Ich verstehe beide Seiten.
Ich kann nicht länger da sein, zu viele Tage war ich schon hier und muss nun wieder arbeiten.
Aber mein Gefühl sagt mir ich sollte bleiben.
Was sind die richtigen Entscheidungen?
Ich bin völlig fertig und ohnmächtig, kann nicht richtig helfen. weiss nicht zu helfen.
Mein Vater ist total unter Morphin, zumindest hat er anscheinend keine Schmerzen.
Er schläft fast den ganzen Tag.
Vor vier Wochen erst ist meine Oma gestorben, die Mutter meiner Mutter. Viel zu plötzlich.
Der Wellensittich meiner Familie ist vor 3 Tagen gestorben, ganz plötzlich erstickt, wand sich, fiel um,
das war ein sehr symbolischer Schock für alle. Wir haben viel geweint.
Es ist alles schwarz, ich kann nichts machen ausser da sein, aber am liebsten würde ich weglaufen.

Ist das normal? wieviel Verantwortungsbewusstsein muss man mit 29 besitzen?
Ich habe noch nie soo viel Leid, Krankheit, Tränen gesehen in meiner nächsten Umgebung, das sind meine Eltern, es bleibt
sovieles ungeklärt. Nun ist es zu spät, mein Vater ist nicht mehr richtig da.
Reaktionen bleiben aus, er starrt ins Leere. Er hat aufgegeben.

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Hallo Du,

es scheint, als ginge es jetzt stetig dem Ende entgegen. Dein Vater hat aufgegeben, schreibst Du. Ich denke, er kommt zu sich selbst. Sein Körper beschränkt sich auf das Wesentliche - Essen und Trinken gehören nicht mehr dazu. Versucht, einen ambulanten Pflegedienst mit Palliativpflege ins Boot zu holen. Das wird eine Entlastung für Deine Mutter sein. Ich verstehe ihren Wunsch, Vater in eine Hospiz zu geben. Diese Entscheidung muss in erster Linie sie treffen. Meine Mutter stand auch vor dieser Frage. Ich habe ihr gesagt, wir - meine Schwester und ich und Schwiegerkinder - würden ihre Entscheidung mittragen. Aber da ich wusste, dass mein Vater zu Hause sterben wollte, habe ich ihr geraten, nochmal darüber nachzudenken. Weil - egal, welche Entscheidung sie trifft - sie muss nach dem Tod des Vaters damit weiterleben. Heute ist meine Mutter froh, dass mein Vater zu Hause geblieben ist.

Ich denke - nach dem, was Du geschrieben hast - dass Dein Vater es bald geschafft hat. Sprecht mit den Ärzten, ob die Morphindosis erhöht werden kann. Mein Vater hatte zuletzt 4 x 10 mg. subkutan - die Spritzen könnt Ihr zur Not selbst geben, das ist nicht schwer. Außerdem bekam mein Vater noch weitere starke Schmerzmittel. Die Infusionen wurdem am vorletzten Tag abgesetzt, wichtig ist dann aber eine gute Mundpflege, da das Durstgefühl im Mund entsteht. Achtet darauf, ob Euer Vater es gern wärmer oder kälter hätte. Manchmal reicht ein Bettlaken als Zudecke.

Sprecht mit Eurem Vater, haltet seine Hand, sagt ihr, dass er gehen darf. Dankt ihm für die Zeit, die er mit Euch verbracht hat und sagt ihm, dass er immer in Euren Herzen bleiben wird. Aber macht ihm seinen letzten Weg nicht schwerer, als er sowieso schon ist. Viele Angehörige sitzen in so einer Situation am Sterbebett und weinen und klagen "Du darfst nicht gehen" "Du kannst uns doch nicht allein lassen" "Ohne Dich geht nichts hier"... entsprechend lang kann so ein Sterbeprozess dann werden und quälend, vor Allem für den, der gehen muss. Der Körper stellt sich ein auf die gegebene Situation. Fährt seine Funktionen runter auf das Wesentliche. Ein Automatismus, der nicht aufzuhalten ist. Als Angehörige daneben zu stehen und nichts tun zu können, ist so unendlich schwer.

Aber genau das ist das Letzte, was wir für unsere Sterben tun können - da sein, annehmen, mitgehen.

Es gibt übrigens auch ambulante Hospizdienste. Da sind dann Leute, die auch mal eine Stunde oder zwei am Bett sitzen, die Deiner Mutter helfen und sie unterstützen.

Alles Gute und viel Kraft wünsche ich Euch allen!

Micha

P.S.: Krebs ist [....]. Aber auch leider Gottes der König der Krankheiten.... Nur - Krebs ist auch saudumm. Letzten Endes zerstört er mit dem Menschen auch sich selbst...
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Gast33,

das was Du beschreibst ist sehr traurig...ich glaube keiner weiß wie das ist einen Nahe stehenden Menschen auf diese langwierige Art zu verlieren wenn man das nicht selber durchgemacht hat.

Alles was ich Dir geben kann ist dieser Folder von der Caritas den ich im Internet gefunden habe:

http://www.google.at/url?sa=t&rct=j...qYCwBA&usg=AFQjCNHzlRO_mlfUzVmL14j9R1gbq4RVeg

Er bezieht sich ausschließlich um die Angehörigen eines Menschen der im Sterben liegt und was sie tun können.


Mir persönlich fehlen dir Worte.

Ich wünsche Dir noch ganz viel Kraft. Es tut mir sehr leid 🙁

Green Arrow
 
Hallo....viel dank für die vielen lieben Worte....es fällt alles so schwer...das schlimme ist man sieht es ihm nicht an.doch was die Ärzte sagen klingt nicht gut.man hat Hoffnung auf Besserung obwohl man genau weiss es wird nicht besser.er macht einen guten Eindruck.habe so Angst vor dem Tag....
Da ich nicht weiss wie lange ich ihn noch habe muss ich für mich entscheidend wies weitergeht.ich mein ich bin so traurig und mein Herz ist so schwer...es ist ein verdammt länger weg des Abschieds.
 
Meine Mutter ist gestern früh nach monatelanger Krankheit gestorben.

Am letzten Sonntag stand ich am Grab meines Vaters und habe ihm gesagt er solle sie jetzt zu sich holen, es wird Zeit! Er hat es getan!

Der letzte Weg wurde zu schwer für sie. Es tut so weh die eigene Mutter zu verlieren, sie war die beste Mutter die man sich nur wünschen kann. :wein:
 
Liebe Nefissa,

ich möchte Dir meine aufrichtige Anteilnahme aussprechen. Es war wohl besser so für Deine Mutter und sicher hat sie sich in den letzten Monaten sehr gequält. Wo auch immer sie jetzt ist - es geht ihr besser dort.

Alles Gute

Micha
 
Es tut mir sehr leid was euch allen schon passiert ist scheinbar ist meine Zeit des verabschieden von meinen Papa auch nicht mehr so lang.
Ich weiss das der Tod zum Leben gehört und das es irgendwann uns alle trifft. Doch die Brücke zwischen Herz und Verstand ist so Scheer zu schlagen. Ich sehe ihn da liegen..höre wie er atmet und kann das alles nicht glauben.


Ich sitze mit meiner Mama jeden Tag an seinem bett...er möchte nach Hause aber das ist für meine Mama nicht schaffbar.
Sie kann nicht die ganze Verantwortung tragen das geht nicht.ich wohne eigentlich 200 km weiter weg.hab guttage und krank gemacht um bei den beiden sein zu können.ich versuche es so gut es geht zu bewältigen...doch es krampft sich alles zusammen...bei jedem Anruf
Bei jeder SMS .....ich bin die Tage mit an seinem bett...er schlaeft seit paar Tagen sehr viel.es strengt alles an.Essen..aufstehen..auf dem Balkon sitzen.
Man fühlt das er kämpft aber ich seh auch das der Krebs weiter arbeitet.ich glaube egal wie stark ein Mensch ist
Es wird irgendwann zu Ende sein🙁
Ich wünsche mir so sehr das er keine schmerzen fühlt und er in Ruhe und Zufriedenheit einschlafen kann. Irgendwie ist das alles was ich mir sehnlichst wünsche......Papa ich hab dich so lieb!!!!
 

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