Hallo,
ich muss mal was loswerden. Mein Vater ist vor 2 Wochen gestorben und ich weiß einfach nicht, wie ich mich fühle. Es war sehr dramatisch, denn er konnte nur schwer laufen und sehen, da er mehrere Schlaganfälle in der Vergangenheit hatte. Er wollte an einem heißen Tag nach draußen gehen, und es war so um die 38 Grad. Leider war er allein zu Hause und so bekam es keiner mit, wie er stürzte und liegen blieb. ER hatte zwar sein Notfalltelefon dabei, aber es gab keinen Ruf ab (Wahrscheinlich ein Fehler in der Technik). So lag er 2 Stunden in der prallen Sonne, bekam Fieber, wurde ohnmächtig und bekam starke Verbrennungen.
Meine Mutter fand ihn und im Krankenhaus wurde er in ein künstliches Koma versetzt. Ich erfuhr es erst einen Tag später und hatte ziemliche Angst um ihn. Die Ärzte sagten, dass er es schaffen wird und in 1 Wocher aufwachen wird. Doch leider bekam ich an diesem Tag die Nachricht von meiner Tante, dass es im schlechter geht und mein Gefühl sagte mir, dass er in dieser Nacht sterben wird. ICh hatte solche Angst und leider verstarb er. Seine Niere und Lunge hatten die Hitze nicht ausgehalten und andere Organe versagten Ebenfalls.
Es war für mich ein totaler Schock für mich und ich weiß, selbst nach der Beerdigung nicht, wie ich damit umgehen soll. Er fehlt mir so und doch kann es nicht glauben. Und das schlimmste ist, dass ich das Gefühl habe, mit niemanden wirklich reden zu können. Sicher hören meine Freunde, mein Freund und meine Eltern mit zu, aber ich habe das Gefühl, dass ich sie mit meiner Sache immer wieder ganz traurig mache. Sie haben einen tollen Tag und ich meinen Anfall und da will ich niemanden runter ziehen. ALso schlucke ich es runter. Im Moment geht es bei mir,aber ich bin im Innern tief traurig und in Abständen will alles raussprudeln, was so schmerzhaft. Ich weiß, nicht was ich machen soll. Reden macht andere total fertig und runterschlucken wird auch immer schwerer.
Wem gehts so ähnlich? Ich würde mich freuen, wenn mit einem Gleichgesinnten zu sprechen.
Anna