Grenzen setzen, ne ganz klare Linie fahren, d.h. das unsozialisierte Kerlchen schön auflaufen lassen und für sein Handeln zur Verantwortung ziehen...ggf. mit Polizei und Jugendstrafe.....es bringt nix hier devot rumzuhängen und ihn mit sowas durchkommen zu lassen. Wenn er Gewalt ausübt muss klar sein, dass er sich wie ein Verbrecher und Straftäter benimmt und so sollte er auch behandelt werden.
Es ist Quatsch zu sagen, dass dich als Mutter die Schuld dafür trifft, dass dein Sohn gewalttätig ist. Schuld hat immer nur der Täter (= der Sohn, der die Gewalt ausübt und das muss klar werden durch Re-Aktion + Sanktion), aber natürlich hast du eine klare erzieherische Verantwortung und Mitverantwortung für das Verhalten deines Sohnes und musst halt gucken wie du diese asoziale Tendenz deines Sohnes in den Griff bekommst.
Es bringt auch wenig zu viel zurückzuschauen auf all das was du ggf. falsch gemacht hast, du solltest eher nach vorne schauen und gucken wie du ab morgen weniger Fehler machen kannst und dich dazu fachkompetent beraten lassen...halt dazulernen, aus alten Fehlern lernen und neue Wege finden.
Mein Rat: ganz schnell fachkompetente Hilfe suchen, bei einer Familienhilfe oder Jugendpsychologen.
Überlegenheit hat übrigens nicht nur was mit körperlicher Stärke, sondern auch mit Willen, Intelligenz und Durchsetzungsvermögen zu tun. Ich vermute dir mangelt es generell an Selbstbewusstsein und du solltest ggf. mal ein wenig Kampfsport machen, was deine Grundeinstellung und deinen Mut zur Tat mal mehr schult und dich lehrt auf Gewalt angemessen mit Selbstverteidigung reagieren zu können...sowas macht bei quersozialen JUngs Eindruck und es ist wichtig, dass er merkt, dass du keine Angst hast und dich nicht einschüchtern lässt, sondern durchaus in der Lage bist im Contra zu geben. Aber aufpassen: nicht eskalativ vorgehen, sondern de-eskalativ bleiben...nur wenn er angreift direkt Selbstverteidigung....entweder selber oder per Polizei. Nicht einfach so über Gewalt hinwegsehen und herunterspielen, denn damit vermittelt man falsche Signale.
ch kenne selbstbewusste alleinerziehende Mütter, die keine größeren Probleme mit ihren Kids haben..ist oft ne Sache der Grundeinstellung, des Selbstbewusstseins und der Kenntnisse von Erziehung. Ich habe jedoch mal eine alleinerziehende Mutter mit ihrem in die Pubertät kommenden Sohn betreut, die Probleme hatte, weil sie ihre Rolle nicht annehmen wollte und nur rumgeschrien hat anstatt zu erziehen (und ihr Sohn lachte sich über sie kaputt und machte weiter was er wollte.....ist ja klar..sowas ist ja auch nicht ernst zu nehmen..bis ich dann kam...Mrs. Dompteurin 😉)...mit psychotherapeutischer Begleitung hat sich das dann geändert und sie ihren Erziehungsjob endlich auch durchgezogen....es ist halt harte Arbeit Kids zu sozialisieren..von nix kommt da leider nix...ohne Struktur herrscht reine Natur (der Stärkste herrscht, reines EGO etc.) und Anarchie. Ganz wichtig ist es bei der Erziehungsarbeit Nähe zu finden, an das Kind oder den Jugendlichen ranzukommen und ihn möglichst ganzheitlich packen zu können, wichtig ist es Achtung zu zeigen, aber auch im Gegenzug Achtung zu erwarten, zu verlangen und durchzusetzen. Klare Regeln des Umgangs miteinander zu vermitteln, ggf. schriftlich verbindlich festhalten und v.a. Konsequenz..ohne Konsequenz klappt gar nix.
Der Junge braucht ne klare Führung und du solltest ihm klare Grenzen setzen...wenn du das noch nicht kannst: lerne es! Egal wie und zwar so schnell wie möglich, sonst versaust du euch beiden das Leben.
Es ist Mist wenn er lernt dass er sich mit Gewalt durchsetzen kann....von diesem schlechten asozialen Verhalten musst du ihn UNBEDINGT runterkriegen.
Ich wünsche dabei viel Erfolg!
Tyra