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Mein Sohn ist Alkohol- krank

Man kann nur jemanden aus der Sucht heraus helfen der es selber möchte.

Ich hatte auch mal einen klugen interessanten Freund, welcher ein Alkie war.
Wegen seiner Sucht liess ich ihn fallen....so wie es mir viele Leute geraten hatten...

Er brachte sich um...:wein:
 
Hallo Muschelsammlerin,
Ich würde meinen Sohn, meine Tochter niemals fallen lassen. Für mich bedeutet fallen lassen, nicht mehr nach dem Menschen schauen.

Ich würde häufiger nach ihm schauen, ihn kurz besuchen, ihm sagen laß dich lieb drücken mein Jung, ich habe an dich gedacht und wollte dir das sagen. Ich bleib nicht lange. Liebevoll anlächeln, über das Haar streichen, weiß ja nicht ob dein Sohn das mag und sagen, ich schau die Tage mal wieder vorbei. Er darf ruhig wissen du wirst von mir geliebt, immer und ewig. Kein Mensch hat es verdienst sich ungeliebt und die daraus resultierende Einsam zu fühlen.
Meld dich ruhig wenn du an mich denkst.

Pflege deinen persönlichen Kontakt zu ihm.

Aus diesem Kreislauf hilft Bewußtwerdung. Solange du noch etwas Zugang zu ihm hast, benutze Positive Suggestionen, formuliert in Sätze, wenn du mit ihm sprichst.

Egal in welcher Sucht, oder Depression, das Licht sind immer die Menschen, die mit ganzen Herzen beim anderen sind und dieser das fühlen kann.

Dieses bindungsvolle Gefühl "Du bist mir wichtig." Am liebsten nüchtern, aber meine Zuneigung ist immer bei dir. Du schaffst das. Ich glaube an dich. Ich helfe dir mit meiner Gegenwart, sag Bescheid. Manche Wege muß man alleine gehen, aber man muß nicht alleine dabei sein.

Du Muschelsammlerin, lerne Atemübungen zu machen. Reglmäßig. Es gibt einige gute Bücher darüber. Dann kannst du deinem Sohn Tipps dazu geben.
Unser Atem ist Prana. Es gibt viele Atemtechniken. Sicher findest du für dich und vielleicht auch dadurch für deinen Sohn die passende Atemtechnik.
Eine Art die zu dir passt und dir Kraft gibt.

Bei mir war es so, das ich sie erst nur 2-3 Mal täglich anwendete, irgendwann kam die Zeit, da hab ich die Atemtechnik zu der ich mich hingezogen fühlte ,um sie möglichst dauerhaft zu übernehmen.
Atmen ist Lebensenergie und Bewußtsein.
Und irgendwann, wenn man fühlt das einem dieser Zustand gut tut, dann möchte man diesen aufrecht erhalten.

Du kannst deinem Sohn noch so viel positiven seelischen Inhalt geben. Glaub an dich und mache es deinem Sohn vor, wie das "an sich Selbst glauben" funktioniert.

Good Vibrations.

Liebe Gedanken an Dich, Pecky




PS.
Ich möchte dir noch etwas zur Einsamkeit schreiben. Einsamkeit ist eine schöne Sache wenn man sich geliebt fühlt, angenommen fühlt, läßt es sich mit der Einsamkeit gut aushalten. Dann ist sie ein Freund.

Natürlich wäre es besser, dein Sohn oder auch andere Menschen hätten das Bewußtsein, das sie niemals einsam sind, solange sie bei sich Selbst sind. Vielleicht haben sie diese Erkenntnis soagr schon gewonnen. Trotzdem ist es gut zu wissen dieses: "Du bist nicht allein Gefühl"

Hast du Lust ihm ein kleines Bild zu malen, dich und ihn, wie du ihn tröstend umarmst, so in Passbildgröße. Und ihm das schenkst und ihm sagst, trage das bei dir, und wenn du an mich denkst schaue es an. (Du kannst, wenn du denkst es paßt in die Situation, fragen magst du mir auch eins malen, damit ich dich bei mir tragen kann.)( Den Teil kannst du aber auch weglassen, wenn du das Gefühl hast es paßt nicht so in die Situation.)
Ist nur eine Anregung.
Meinen ganzen Beitrag sieh nur als Anregung für dich, und suche dir das passende raus, wenn du etwas findest 🙂
 
Man kann nur jemanden aus der Sucht heraus helfen der es selber möchte.

Ich hatte auch mal einen klugen interessanten Freund, welcher ein Alkie war.
Wegen seiner Sucht liess ich ihn fallen....so wie es mir viele Leute geraten hatten...

Er brachte sich um...:wein:

Ein Freund ist kein Sohn...

das kann man garnicht miteinander vergleichen...
 
Wenn man eine Person fallen lässt...kann sie sich umbringen.
Darum ging es mir.
Natürlich ist man für einen Sohn noch viel mehr verantwortlich als für einen erwachsenen Freund.

Eine Sucht zu unterstützen kann suchtfördernd sein.
 
Pecky Sue: Danke! Dein Beitrag hat mir sehr gut getan ....ich denke sehr ähnlich. Einiges, was Du mir vorschlägst, habe ich auch schon getan. Atemübungen mache ich abends im Bett, sie helfen mir ruhig zu werden und vielleicht einzuschlafen.
Besuchen kann ich meinen Sohn nicht, er macht niemandem die Tür auf. Aber ab und an treffe ich mich mit ihm und versuche ihm Halt und Liebe zu geben. Das ist nicht leicht, denn ich habe oft das Gefühl, dass er mich anlügt und Dinge verheimlicht. Damit muss ich klar kommen. Ich werde ihn auch in dieser Krise nicht allein lassen. Nur materiell halte ich mich zurück, das habe ich inzwischen realisiert, dass das nicht gut ist, wenn ich ihm Geld gebe.
Selbstvertrauen hat er leider nicht viel, er hatte in der Vergangenheit viele Misserfolge, an denen er meist selbst schuld war. Ich hoffe immer noch, dass er eines Tages daraus lernt.

Cucaracha: Ich weiß, dass es diese Gefahr gibt. In dunklen Stunden hat er schonmal Andeutungen gemacht.....das hat mich sehr erschreckt. Ich lasse meinen Sohn nicht fallen.
 
Besuchen kann ich meinen Sohn nicht, er macht niemandem die Tür auf.

Warum nicht? Da kann man schon stark davon ausgehen, dass er etwas zu verheimlichen hat. Wer nichts zu verheimlichen hat, macht auch die Tür auf. Das würde ich ihm auch mal so verdeutlichen.

Heute war er zum Wäsche waschen hier bei mir und hat beteuert, dass er seit Wochen keinen Alkohol mehr angerührt hat.....ich habe das angezweifelt und da meinte er, ich würde nicht an ihn glauben und das mache ihn sehr traurig. Ich habe keine Ahnung, ob er die Wahrheit sagt....aber er schaute mir so offen ins Gesicht dabei.....

Sag doch z.B.: „Warum sollte ich dir jetzt glauben, nachdem du so oft mein Vertrauen verletzt hast?“
Ich würde so jemanden erst wieder glauben, wenn er Beweise vorlegt, dass er tatsächlich nicht mehr trinkt.


 
Hm, deinem Sohn hilft im Moment wahrscheinlich gar nichts. Hätte ich einen Sohn, würde ich ihn auch nicht fallen lassen. Aber ich würde versuchen, mich von ihm mehr zu distanzieren und dafür würde ich mir Hilfe suchen.

Ich würde auch nicht zu ihm nachhause gehen und an der Tür klingeln, wenn ich sowieso wüsste, dass er nicht aufmacht. Ich würde ihn aber auch nicht unter Druck setzen, das hilft überhaupt nicht.

Am besten wäre es, meiner Meinung nach, wenn du ganz offen zu ihm bist. Du kannst ihm sagen, dass du ihm nicht glaubst, aber dass das im Moment keine Rolle spielt. Wenn du dich nicht total lösen kannst, dann sage ihm, dass du weisst, dass er diese Alkoholprobleme hat, dass du ihm gerne helfen würdest, aber nicht kannst. Du kannst ihm sagen, du liebst ihn, aber er muss selbst den Weg heraus finden, du verurteilst ihn nicht. Somit lässt du ihn los in seine eigene Verantwortung.

Du kannst ihm sagen, dass du im Notfall immer für ihn da bist, dass du dich aber auch um dich selbst kümmern musst. Du kannst ihm sagen, dass du leidest. Aber es bringt nix, ihn unter Druck zu setzen.

Es ist die Entscheidung von deinem Mann und dir. Wenn dein Mann den Geldhahn zudrehen will, muss er es machen. Wenn du es zulässt, dass dein Sohn Wäsche bei dir wäscht, ist das okay. Aber dann vermische das nicht mit Vorwürfen an ihn. Versuche einfach, die Situation so zu akzeptieren, wie sie ist, ohne deinem Sohn odwer dir selsbt Vorwürfe zu machen.
 
Ich rate euch, euren Sohn endlich ins eigene Leben zu lassen, das Vögelchen aus dem Nest zu schmeißen und sagen: "Das ist dein Leben und du musst jetzt finanziell und als Person selbst im Leben klar kommen."
Wenn ihr immer weiter aushelft, wird das Kind nie erwachsen.
Deswegen würde ich alle finanziellen Unterstützung einstellen und nur Ratschläge bei Bedarf geben.

Ich denke nicht, dass er wirklich studieren will, sondern er hat Angst vor dem Arbeitsleben und möchte nicht in die Arbeitswelt, deswegen will er noch ins Studium flüchten, weil er da noch "chillen" kann. Er will noch das leichte Leben und sich nicht anstrengen. Da helft ihr ihm jetzt mehr, wenn ihr ihm nicht helft.

Ich denke, dass er auch psychische Probleme hat mit Menschen und wahrscheinlich auch Sozialphobie. Er weiß nicht, wie man mit Menschen klarkommt, deswegen schließt er sich im Zimmer/ Wohnung ein und will nicht zu Menschen.
Sein Alkoholproblem ist nicht das Problem oder die Ursache, sondern das Symptom, also die Folge von seiner Angst vor Menschen.

Ich würde ihm sehr empfehlen, dass er sich Hilfe sucht bei einem Psychologen, denn erst wenn er seine psychischen Probleme löst, dann wird er auch kein Alkohohl mehr trinken müssen und wieder Motivation im Leben haben.

Vielleicht versucht ihr auch vernünftig mit ihm zu reden, was in seinem Kopf vorgeht und warum er keine Lust hat. Er muss irgendwelche Probleme in sich haben, über die er nicht gerne redet und sich nicht öffnet.

Und eine Freundin würde ihm denke ich auch sehr sehr helfen für seine Motivation im Leben, weil er dann einen Grund hat, was aus sich zu machen.

Liebe Grüße
 
Abschließend möchte ich noch folgendes anmerken:
Es gibt für mich keine Lösung meines Problems....wäre ja auch zu schön gewesen.
Mein Sohn muss mit seinen zahlreichen Problemen selbst fertig werden....es ist ja nicht nur der Alkohol, er hat in mehreren Bereichen Schwierigkeiten. Hilfe von Therapeuten will er sich nicht holen, der Dummkopf. Ich kann da gar nichts ausrichten.
Die Gruppe, zu der ich jetzt wöchentlich gehe hilft mir da leider auch nicht....einzig die Erkenntnis, dass es vielen sehr ähnlich ergeht wie mir, tröstet ein klitzekleines bisschen.
Das Schicksal nimmt sowieso seinen Lauf, ob ich mich vor Sorge verzehre oder nicht ist da völlig egal.
 

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