Ich muss das erstmal etwas “sacken“ lassen, was ich hier lese....Formulierungen wie “fallen lassen“ und “keine Zuwendung geben“ treffen mich sehr....Ich möchte das nicht.
Im Übrigen “pampere“ ich meinen Sohn nicht (mehr), aber ich liebe ihn sehr und mache mir ständig Sorgen. Ich mische mich nicht in seine Entscheidungen ein und unser Kontakt hat sich sehr gelockert. An seinem alltäglichen Leben nehme ich schon lange nicht mehr teil. Da er alles andere als dumm ist, weiß er wohl, dass er selbst diese Sucht überwinden muss und ich ihm da nicht helfen kann. Ab und an habe ich mit ihm ein paar Lebensmittel eingekauft und alle paar Wochen lade ich ihn zum Frühstück ein, das ist alles, was ich ihm zukommen lasse..... da ich kein eigenes Einkommen habe, regelt mein Mann das Finanzielle....damit habe ich nichts mehr zu tun.
Dass er keine Hilfe von “Fremden“, also Ärzten oder Therapeuten annehmen will , ist sicherlich schlimm, aber auch hier kann ich nichts tun. Das ist ja das Entsetzliche....dass ich total hilflos zusehen muss, wie er sein Leben ruiniert. Ich kann die Gefühle für meinen Sohn nicht einfach abstellen...manchmal wünschte ich, ich könnte mich so distanzieren....aber ich schaffe das nicht.
Das ist ja mein Problem.
Ob ich zu solch einer Selbsthilfegruppe gehen möchte, muss ich mir noch überlegen.....Ich bin mir nicht sicher, ob mir das helfen würde, ständig über diese Misere zu reden und mir andere schlimme Schicksale anzuhören . Ich bin seit Jahren psychisch sehr labil und solche Geschichten ziehen mich immer noch mehr herunter. Ich habe leider noch ein paar andere Baustellen und momentan wird es mal wieder zu viel für mich.
Ganz herzlichen Dank für Eure Beiträge!