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Mein Sohn ist Alkohol- krank

Ich bin mit einem Alkie mal gemeinsam zu einem Hypnose Therapeuten gegangen.
Danach ist er alleine zu den Therapien gefahren..

Und es hat nach so vielen erfolglosen Jahren (in denen ich ihn schon wegen der Alkolholsucht aufgegeben hatte )
ihm tatsächlich geholfen vom Alk los zu kommen.

Wenn es mein Sohn wäre würde ich mit ihm gemeinsam zu solch einem Therapeuten fahren.
Und mit ihm zur Alkoholberatungsstelle gehen.
 
Wenn es dein Mann/Freund wäre würde ich dir raten deine Sachen zu packen und abzuhauen. Bei einem Sohn geht das wohl nicht. Aber trotzdem, auch wenn es hart klingt. Du kannst ihm nicht helfen, wenn er es nicht selber will.

Dein Mann macht es richtig, konsequent den Geldhahn zudrehen. Er muss sich entscheiden, was ist ihm wichtiger: Alkohol oder seine Familie. Nur leider kann ich dir nicht versprechen, dass er sich richtig entscheidet.
 
Wir als Außenstehende können alle schlaue und sicher auch kluge Dinge hier posten.
Stimmt ja alles - von uns kommt alles wie aus dem Lehrbuch.

Aber unsere TE ist Mutter - das Herz der Mutter geht kaputt ob der Sorgen um den Sohn.

Ich kann sie total verstehen. Wie würde ich denn entscheiden - genauso wie sie.
Ich würde sicher auch eher zu Grunde gehen als mein Kind loszulassen.

Aber einige hier haben gute Ansatzpunkte gegeben: Anonyme Alkoholiker - ich meine die nehmen auch Angehörige auf.
Vielleicht findet unsere TE dort Hilfe, Anregungen und Ansprechpartner.

Sei gedrückt.
 
Wir als Außenstehende können alle schlaue und sicher auch kluge Dinge hier posten.
Stimmt ja alles - von uns kommt alles wie aus dem Lehrbuch.

Aber unsere TE ist Mutter - das Herz der Mutter geht kaputt ob der Sorgen um den Sohn.

Ich kann sie total verstehen. Wie würde ich denn entscheiden - genauso wie sie.
Ich würde sicher auch eher zu Grunde gehen als mein Kind loszulassen.

Aber einige hier haben gute Ansatzpunkte gegeben: Anonyme Alkoholiker - ich meine die nehmen auch Angehörige auf.
Vielleicht findet unsere TE dort Hilfe, Anregungen und Ansprechpartner.

Sei gedrückt.

Und genau dieses "Nicht loslassen" wird es, die ihren Sohn am Ende ins Grab bringen wird. Würde ihr das Leben ihres Kindes tatsächlich am Herzen liegen, wird sie sich überwinden MÜSSEN. Ohne wenn und aber.

Mutterliebe ist mehr als nur "Ich pampere ihn mit über 30 Jahren und finanziere seine Alkoholsucht, weil ich mich gewöhnt hab jmd. zu bemuttern", sondern einen Kind zum eigenständigen Erwachsenen zu machen, der sein Leben meistert. Und dazu gehört manchmal auch ihn ein paar Lektionen (die nicht immer angenehm sind) fürs Leben zu erteilen.
 
Von außen kannst du relativ wenig tun. Er muss selber merken, dass er Hilfe braucht. Normalerweise merken das die Beteiligten erst, wenn sie ganz unten sind. Ich musste das bei einem früheren Arbeitskollegen schmerzlich erfahren.
Vom Alkohol weg zu kommen ist sehr schwer. Das geht nur, wenn der beteiligte es wirklich will. Nicht nur will, sondern WILL.
Die meisten brauchen mehrere Anläufe.

Sag ihm, dass du ihn lieb hast und dass er sich jederzeit bei dir melden kann. Das ist alles was du tun kannst. Er muss diesen schweren Weg selber gehen.
 
Ich muss das erstmal etwas “sacken“ lassen, was ich hier lese....Formulierungen wie “fallen lassen“ und “keine Zuwendung geben“ treffen mich sehr....Ich möchte das nicht.
Im Übrigen “pampere“ ich meinen Sohn nicht (mehr), aber ich liebe ihn sehr und mache mir ständig Sorgen. Ich mische mich nicht in seine Entscheidungen ein und unser Kontakt hat sich sehr gelockert. An seinem alltäglichen Leben nehme ich schon lange nicht mehr teil. Da er alles andere als dumm ist, weiß er wohl, dass er selbst diese Sucht überwinden muss und ich ihm da nicht helfen kann. Ab und an habe ich mit ihm ein paar Lebensmittel eingekauft und alle paar Wochen lade ich ihn zum Frühstück ein, das ist alles, was ich ihm zukommen lasse..... da ich kein eigenes Einkommen habe, regelt mein Mann das Finanzielle....damit habe ich nichts mehr zu tun.
Dass er keine Hilfe von “Fremden“, also Ärzten oder Therapeuten annehmen will , ist sicherlich schlimm, aber auch hier kann ich nichts tun. Das ist ja das Entsetzliche....dass ich total hilflos zusehen muss, wie er sein Leben ruiniert. Ich kann die Gefühle für meinen Sohn nicht einfach abstellen...manchmal wünschte ich, ich könnte mich so distanzieren....aber ich schaffe das nicht.
Das ist ja mein Problem.
Ob ich zu solch einer Selbsthilfegruppe gehen möchte, muss ich mir noch überlegen.....Ich bin mir nicht sicher, ob mir das helfen würde, ständig über diese Misere zu reden und mir andere schlimme Schicksale anzuhören . Ich bin seit Jahren psychisch sehr labil und solche Geschichten ziehen mich immer noch mehr herunter. Ich habe leider noch ein paar andere Baustellen und momentan wird es mal wieder zu viel für mich.
Ganz herzlichen Dank für Eure Beiträge!
 
Ich muss das erstmal etwas “sacken“ lassen, was ich hier lese....Formulierungen wie “fallen lassen“ und “keine Zuwendung geben“ treffen mich sehr....Ich möchte das nicht.
Im Übrigen “pampere“ ich meinen Sohn nicht (mehr), aber ich liebe ihn sehr und mache mir ständig Sorgen. Ich mische mich nicht in seine Entscheidungen ein und unser Kontakt hat sich sehr gelockert. An seinem alltäglichen Leben nehme ich schon lange nicht mehr teil. Da er alles andere als dumm ist, weiß er wohl, dass er selbst diese Sucht überwinden muss und ich ihm da nicht helfen kann. Ab und an habe ich mit ihm ein paar Lebensmittel eingekauft und alle paar Wochen lade ich ihn zum Frühstück ein, das ist alles, was ich ihm zukommen lasse..... da ich kein eigenes Einkommen habe, regelt mein Mann das Finanzielle....damit habe ich nichts mehr zu tun.
Dass er keine Hilfe von “Fremden“, also Ärzten oder Therapeuten annehmen will , ist sicherlich schlimm, aber auch hier kann ich nichts tun. Das ist ja das Entsetzliche....dass ich total hilflos zusehen muss, wie er sein Leben ruiniert. Ich kann die Gefühle für meinen Sohn nicht einfach abstellen...manchmal wünschte ich, ich könnte mich so distanzieren....aber ich schaffe das nicht.

Liebe Muschelsammlerin
Als erstes möchte ich Dir sagen, wie gut ich Dich verstehen kann. Ich bin seit 6 Jahren in genau der gleichen Situation, nur mit dem Unterschied, dass mein 32jähriger Sohn spielsüchtig ist. Du kannst mir glauben, dass ist nicht weniger schlimm.
Mein Sohn ist in die Sucht gerutscht, als die Mutter seines Kindes sich von ihm getrennt hat. Wir haben alles versucht. Immer wieder Miet-und Stromschulden bezahlt, Lebensmittel gekauft und…und…und…. Wir haben immer wieder versucht ihn zu einer Therapie zu bewegen, ohne Erfolg. Er hat keine Probleme. Wenn jemand Probleme hat, dann sind wir das.
Ich bin seit 3,5 Jahren in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suchtkranken bei der Caritas und seit 3 Monaten in therapeutischer Behandlung.
Der Austausch in der Gruppe tut sehr gut, weil man verstanden wird und man sieht, dass man nicht allein ist. Mit Hilfe der Gruppehabe ich es nach und nach geschafft, mich zu lösen. Wir haben seit 3 Jahren alle finanziellen Hilfestellungen eingestellt, was ich ohne die Gruppe niemals geschafft hätte. Auch wird dort nicht nur über den Süchtigen gesprochen, sondern es wird darauf geschaut, was Du für Dich tun kannst, damit es Dir besser geht.
Unsere jetzige Situation: Er ist seit Jan. 19 Harz IV-Empfänger. Mai 18 wurde ihm die Wohnung vom Vermieter gekündigt. Darlehen beim Sozialamt aufgenommen für Mietschulden. 2 Jahre Strom gestohlen. Nov 18 wurde der Stromzähler ausgebaut. Darlehen für Strom beim Sozialamt aufgenommen und Geld wahrscheinlich verspielt. Er hat bis heute keinen Strom. Wir hätten das Geld, um seine Stromschulden zu zahlen. Wir tun es aber nicht. Seit Nov. 18 unterstützen wir ihn auch nicht mehr mit Lebensmittel, da wir damit indirekt seine Sucht finanzieren. Wenn wir für Essen sorgen, kann er dass Geld anderweitig ausgeben.
Er darf sonntags zu uns kommen, wenn wir nicht gerade was anderes vorhaben. Dann hat er einen Tag Hotel Mama mit allen Vorzügen.(Frühstück, Mittag, Abendbrot, warme Dusche, Hol- und Bringdienst) und er kann mit seinem Sohn zusammen sein, der am WE immer bei uns ist. Er nimmt ihn nicht mehr, seit er keinen Strom mehr hat.
Ich weiß nicht, wie sein Weg weiter geht und wo er endet. Aber unsere Kinder müssen spüren, dass sie für ihr Leben selbst verantwortlich sind. Als sie die Entscheidung für ihren Weg getroffen haben, haben sie uns ja auch nicht gefragt. Lass Deinen Sohn los. Das heißt nicht, dass Du Dich von deinem Sohn trennen sollst, sondern von seinen Problemen, die Du für ihn sowieso nicht lösen kannst.
Diese ganzen Maßnahmen hätte ich niemals ohne die Selbsthilfegruppe geschafft. Es ist nicht einfach. Aber nach und nach fühlt man sich ein wenig besser, wenn man seinem eigenen Leben wieder mehr Gewicht gibt und nicht nur an das Kind denkt.
Darum lege ich Dir eine solche Gruppe sehr ans Herz. Sie kann Dir sehr guttun. Werde egoistischer. Du bist wichtig! Mach so viel es geht, für Dich. Du musst wieder zu Dir selbst finden. Wichtig ist, dass Du eine Gruppe findest, die von einem Therapeuten geleitet wird.
Ich wünsche Dir alles Gut

LG Leuchtfeuer
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss das erstmal etwas “sacken“ lassen, was ich hier lese....Formulierungen wie “fallen lassen“ und “keine Zuwendung geben“ treffen mich sehr....Ich möchte das nicht.
Im Übrigen “pampere“ ich meinen Sohn nicht (mehr), aber ich liebe ihn sehr und mache mir ständig Sorgen. Ich mische mich nicht in seine Entscheidungen ein und unser Kontakt hat sich sehr gelockert. An seinem alltäglichen Leben nehme ich schon lange nicht mehr teil. Da er alles andere als dumm ist, weiß er wohl, dass er selbst diese Sucht überwinden muss und ich ihm da nicht helfen kann. Ab und an habe ich mit ihm ein paar Lebensmittel eingekauft und alle paar Wochen lade ich ihn zum Frühstück ein, das ist alles, was ich ihm zukommen lasse..... da ich kein eigenes Einkommen habe, regelt mein Mann das Finanzielle....damit habe ich nichts mehr zu tun.
Dass er keine Hilfe von “Fremden“, also Ärzten oder Therapeuten annehmen will , ist sicherlich schlimm, aber auch hier kann ich nichts tun. Das ist ja das Entsetzliche....dass ich total hilflos zusehen muss, wie er sein Leben ruiniert. Ich kann die Gefühle für meinen Sohn nicht einfach abstellen...manchmal wünschte ich, ich könnte mich so distanzieren....aber ich schaffe das nicht.
Das ist ja mein Problem.
Ob ich zu solch einer Selbsthilfegruppe gehen möchte, muss ich mir noch überlegen.....Ich bin mir nicht sicher, ob mir das helfen würde, ständig über diese Misere zu reden und mir andere schlimme Schicksale anzuhören . Ich bin seit Jahren psychisch sehr labil und solche Geschichten ziehen mich immer noch mehr herunter. Ich habe leider noch ein paar andere Baustellen und momentan wird es mal wieder zu viel für mich.
Ganz herzlichen Dank für Eure Beiträge!

Ich nehme an er ist ein Einzelkind, ihr habt sonst keine Kinder?
Euer Sohn kennt es nicht anders, ihr habt ihn von Anfang an verwöhnt und alles durchgehen lassen.

Hier ist ein weiches Herz voller Mutterliebe an der falschen Stelle - dein Sohn liebt nur noch die Flasche und sonst niemanden! Er nutzt euch solange aus wie es geht.
Therapie ? Kommt nicht in Frage, schaff ich alleine.
Na klar, der ver...t euch !

Auch wenn es für dich hart klingt, aber die anderen haben leider recht!
Er muss erst in der Gosse landen, bevor es wieder aufwärts gehen kann für ihn.


LG Yado
 
Meine Lieben,
Ich gebe euch alle Recht - aber wenn ihr an der Stelle unserer TE wärt - könntet ihr da auch so handeln?

Vom Kopf her weiß ich, dass man in diesen Situationen so handeln sollte - aber ich würde dabei selbst zu Grunde gehen.
Ich habe mich aber in die Situation der TE versetzt....
Ich habe nur eine Tochter und egal was wäre, ich könnte sie nie fallen lassen.

Hilflos daneben stehen, wenn ein Kind sich zu Grunde richtet und nicht helfen können - bow das wäre Folter für mich, ich würde verrückt werden.
 
Meine Lieben,
Ich gebe euch alle Recht - aber wenn ihr an der Stelle unserer TE wärt - könntet ihr da auch so handeln?

Vom Kopf her weiß ich, dass man in diesen Situationen so handeln sollte - aber ich würde dabei selbst zu Grunde gehen.
Ich habe mich aber in die Situation der TE versetzt....
Ich habe nur eine Tochter und egal was wäre, ich könnte sie nie fallen lassen.

Hilflos daneben stehen, wenn ein Kind sich zu Grunde richtet und nicht helfen können - bow das wäre Folter für mich, ich würde verrückt werden.

Ich habe selbst zwei Söhne und es war/ist mit beiden nicht immer leicht.

Gerade unserem Jüngsten haben wir vor ein paar Wochen angeboten, das er mit seiner Volljährigkeit gerne ausziehen kann, wenn es ihm bei uns nicht passt!
Wir sind die Erziehungsberechtigen und nicht sein Kumpels. Wir sind dafür da Grenzen zu setzen.

Ein ALki findet immer einen Grund zum Trinken: Probleme, keine Probleme, Verein hat gewonnen, Verein hat verloren..... etc.
Zudem, der Sohn will ja keine Hilfe und pflegt nur eingeschränkten Kontakt zu seinen Eltern.... wenn er nicht will, kann man es ihm nicht aufzwingen - er ist schon über 30 J.
Wenn selbst ein Ultimatum nichts nützt, dann würde ich die finanzielle Unterstützung komplett einstellen.


LG Yado
 

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