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Mein Problem mit "Mord und Totschlag" in den Medien

Ich kann dich verstehen. Ich schaue seit Jahren kein Fernsehen mehr und auf Netflix und Co nur die Sachen mit FSK 12 (sehr zum Leidwesen meines Mannes). Ganz ohne eigene Gewalterfahrung übrigens.

Früher war ich da nicht ganz so empfindlich (tendenziell aber auch), aber seit ich eigene Kinder habe, kann ich überhaupt keine Gewaltdarstellung, egal gegen wen, mehr vertragen. Keine Ahnung, ob das irgendwie mit Mutterinstinkten und dem Drang zu beschützen (und sich dann hilflos zu fühlen, weil man nicht kann) was zu tun hat.... So ist es jedenfalls.
 
Ich verstehe das.

Seit ich Kinder habe, vertrage ich Gewalt gegen Kinder im TV gar nicht mehr. Gewalt, egal wie geartet, gegen Frauen kann ich auch nicht ansehen, ohne Zustände zu bekommen. Dabei ist mir (oder meinen Kindern) nie etwas Schlimmes passiert.

Mag ich aber nicht ansehen. Und warum auch? Es unterhält mich nicht und beim Fernsehen möchte ich unterhalten werden.

Wir schauen nur mehr Netflix oder Amazon, da kann ich besser auswählen.

Ach ja, die Tageszeitung habe ich auch abbestellt. Das deprimiert mich nur.
 
Ich habe seit mehr als 10 Jahren kein Fernsehgerät mehr und bereue es nicht. Das Fernsehen ist meines Erachtens eine öffentlich-rechtliche Brainwashing- und Propaganda-Maschine, die meisten Inhalte entsprechen nicht meinen Werten, daher habe ich nicht den Eindruck, dass ich etwas verpasse. Ich gucke lieber Youtube oder höre Podcasts, da kann ich mir die Inhalte aussuchen. Zeitungen lese ich, wenn überhaupt, auch nur noch online und da bin ich sehr selektiv, was ich mir reinziehe.

Und um mein Wertesystem am frühen Morgen geradezubiegen, höre ich oft meine Audio-Bibel. Das Beste, um in dieser verrückten, verdrehten Welt bei Verstand zu bleiben.
 
Mich nehmen krasse Filme, auch Kriegsfilme, oder auch Thriller-Bücher auch mit. Ich liege dann nachts wach und mir gehen die Bilder durch den Kopf... (das letzte Mal hatte ich bei "Im Westen nichts neues". Der war gut gemacht, aber ich hätte ihn nicht schauen sollen) und ich findet es irgendwie befremdlich, wieviele Leute sich von so krassen Thrillern oder Horror gut unterhalten fühlen. Für manche ist das wohl ein wohliger Schauer.

Ich schau seit Jahren kein TV mehr, höchstens mal gezielt was in der Mediathek.
Ich spoiler mich auch lieber über einen Film oder ein Buch auf Wikipedia, als böse überrascht zu werden.
 
Nun werdet Ihr sagen,dass ich ja einfach z.B. den Kanal
wechseln könne. Mache ich ja,aber jeder zweite Sender
bringt zur nächtlichen Stunde derartige Filme.
Ich würde dir empfehlen, den TV abzuschaffen. Lass dir doch nicht von den Sendezeiten diktieren, was du zu gucken hast. Es gibt mehrere Streamingdienste, bei denen du dir ganz entspannt Filme und Serien aussuchen kannst, die deinem Geschmack entsprechen.

Ich wäre dankbar,wenn mit jemand seine Sichtweise darlegen würde.Bin ich ganz einfach im "falschen Film"?
Zu empfindlich,da es mich ja nicht (mehr) direkt betrifft?
Ich weiss nicht....
Nein, ich finde dich nicht zu empfindlich. Ich selbst habe nicht solche Erfahrungen wie du machen müssen, trotzdem stört es mich, dass in den Medien Gewalt an Frauen dauernd so dargestellt wird als wäre das normal und gehöre zum Leben dazu. Versteht mich nicht falsch, NATÜRLICH passieren solche Dinge immer wieder, aber das heißt ja nicht, dass wir uns das auch noch in unserer Freizeit reinziehen müssen.

Es gibt zu diesem Thema eine Website namens "Women in Refigerators":

Women in Refrigerators
(or WiR) ist eine Website, welche 1999[1] von feministischen Comic-Fans geschaffen wurde, um Beispiele von Tropen in Superheldencomics zu sammeln, worin weibliche Charaktere verletzt, vergewaltigt, getötet oder entmündigt werden, manchmal, um Beschützerinstikte zu stimulieren, und oft als Handlungsmuster, welches den Handlungsbogen eines männlichen Charakters vorwärts bewegen soll. Auf der Website wird versucht zu analysieren, warum dieses Handlungsmuster unverhältnismäßig häufig bei weiblichen Charakteren eingesetzt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Women_in_Refrigerators
Ich will darauf gar nicht so sehr im Detail eingehen. Wenn es dich interessiert, dann lies dich mal in das Thema ein. Ich habe auch keine Lust mehr Frauen als Opfergabe im TV zu sehen.
 
Hallo @Vindobona,

mit klassischem Fernsehen kenne ich mich nicht aus, wir haben keinen Fernseher, aber so gut wie alle Streaming-Anbieter und (kostenlose) Online-Mediatheken, die ich nutze, stellen am Anfang eines Filmes/einer Folge Triggerwarnungen oder blenden zumindest in einer Ecke einen Warnhinweis ein. Das gilt auch für Dokus und sogar für verschiedene Youtube-Gesellschaftsformate. Teilweise sind diese Hinweise sogar sehr differenziert formuliert, so dass man im Vorfeld weiß, um welche Art Darstellungen oder Inhalte es sich handelt (z.B. ob Drogenmissbrauch behandelt wird oder Selbstverletzung oder rassistische Sprache, etc. pp. Finde ich ziemlich gut, weil nicht nur Gewaltdarstellungen triggern können, sondern es viel mehr sensible Themen und Inhalte gibt)

Ist das beim klassischen Fernsehen denn nicht so? 🤔 In der ZDF-Mediathek gibt es, soweit ich im Kopf habe, Triggerwarnungen. Dann wäre es verwunderlich, wenn die im Fernsehen nicht vor einem Film gezeigt werden.
Vielleicht kannst du das ja mal ausprobieren und als Test zur Beginnzeit eines Films, bei dem mit Gewaltdarstellungen zu rechnen ist, einschalten, um zu sehen, ob es eine Warnung gibt oder nicht. Dann wüsstest du, welche Fernsehsender solche Hinweise nutzen. Du kannst vielleicht auch Familienmitglieder oder Freund*innen, die regelmäßig fernsehen, darum bitten, mal darauf zu achten.

Mir geht es seit kurzer Zeit ähnlich. Früher war ich zwar nicht unberührbar von Gewaltdarstellungen, aber nicht empfindlich und konnte es gut aushalten, das anzusehen, auch wenn es mich geschockt oder danach lange beschäftigt hat. Ein Stück weit fand ich es auch wichtig, mich mit schwierigen Themen zu konfrontieren.
Jetzt, wo mich bestimmte Darstellungen aber belasten oder sogar triggern, ist das schon manchmal etwas einschränkend, weil viele Filme und Serien, die mich thematisch interessieren würden, nun rausfallen. Aber da helfen Triggerwarnungen sehr dolle weiter, finde ich.

Für internationale Filme und Serien gibt es online auch eine Art "Trigger-Datenbank", schau mal hier: https://www.doesthedogdie.com
Da kannst du gezielt nach Filmtiteln suchen. In der Datenbank werden eine ganze Reihe von Ja/Nein-Fragen von Menschen beantwortet, die den Film schon gesehen haben. Sowas wie "Wird jemand gestalkt?", "Kommen Spinnen vor?", "Gibt es Nacktszenen?", "Stirbt ein Tier?", bis hin zu deutlich krasserem. Die Fragen, die mit Yes beantwortet wurden, werden rot gekennzeichnet und meist gibt es sogar einen Kommentar, der die entsprechende Szene genauer und in achtsamer Sprache beschreibt. Finde ich sehr hilfreich, um für sich selbst zu filtern.
 

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