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Mein Partner möchte nur zuhause sitzen

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Ich kann dich schon verstehen, @Freude_zu_reisen . Mein Exmann war auch ein Stubenhocker mit Sozialphobie, was sich über die Jahre immer mehr verschlimmert hat.

Gerade wenn man im Freundeskreis Paare hat, mit denen man gelegentlich was unternehmen könnte, finde ich es auch doof, wenn der Partner das nicht mag.

Ich hatte nach 20 Jahren Ehe so dermaßen die Nase voll davon, alleine zu Einladungen zu gehen, wenn dort dann hauptsächlich Paare waren.

Klar, man kann mit Freundinnen was unternehmen. Das ist aber nicht dasselbe.

Allerdings ändert man einen Menschen halt nicht. Wenn dein Mann das nicht mag und nicht braucht, nützt alles Diskutieren nichts.

Ich halte es für eine gute Idee, das Thema in einer Paarberatung zu klären. Die haben oft gute, konstruktive Ideen und einen objektiven Blick von außen.
Ich drücke dir die Daumen.
 
Aus Deinen Schilderungen kann ich allerdings nicht entnehmen, dass Dein Partner @Freude_zu_reisen eine Sozialphobie hat.
Er hat beruflich permanent mit Menschen zu tun, denen er immer freundlich gegenübertreten muss.
Dass er da nicht unbedingt das Gleiche im Privatleben benötigt, ist mehr als verständlich.

Wenn Du überzeugt bist, dass Dir Paarkontakt zu anderen Menschen wichtiger ist als das fast perfekte Zusammenleben mit Deinem Partner, wirst Du Dich trennen müssen.
 
Aus Deinen Schilderungen kann ich allerdings nicht entnehmen, dass Dein Partner @Freude_zu_reisen eine Sozialphobie hat.
Er hat beruflich permanent mit Menschen zu tun, denen er immer freundlich gegenübertreten muss.
Dass er da nicht unbedingt das Gleiche im Privatleben benötigt, ist mehr als verständlich.

Wenn Du überzeugt bist, dass Dir Paarkontakt zu anderen Menschen wichtiger ist als das fast perfekte Zusammenleben mit Deinem Partner, wirst Du Dich trennen müssen.

Das mit der Sozialphobie kam von mir, nicht von der TE.

Ich denke nicht, dass der Mann der TE eine hat.

Dieses Ausgehverhalten, sich mit befreundeten Paaren etc. treffen - das klärt sich doch normalerweise schon in der Kennenlernphase.
Für mich wäre das aus der schlechten Erfahrung heraus eine red flag, wenn mein Partner das nicht mögen würde.

Es ist nicht sinnvoll zu hoffen, dass der Partner sich in der Ehe komplett ändern wird.
 
Ich danke auch jedenfalls für die andere Sichtweise, sowas habe ich gebraucht um ihn auch besser verstehen zu können. Meine Freundinnen sind mir da zu ähnlich als dass sie mir wirklich einen objektiven Rat geben könnten.

Ich sehe es ja jetzt auch ein dass ich wirklich übertrieben habe mit dem Thema sodass ihm der Kragen geplatzt ist. Wenn ich ehrlich drüber nachdenke habe ich auch nicht nur mein Bedürfnis geäußert sondern schon versucht ihn da immer in diese Richtung zu zwängen.

Ich glaube schon dass ein großes Problem ist was die anderen immer sagen. Ich hab da so einen super aktiven Freundeskreis wo die Paare so viel unternehmen dass es sogar mir zu viel wäre und z.B. meine Geschwister sind da auch mehrmals in der Woche mit ihren Männern unterwegs , dagegen sind wir ein krasser Kontrast, was bei den anderen immer sehr negativ auffällt und die das auch ansprechen wenn ich auf Gruppenfotos mit Freunden immer alleine drauf bin und er nie mit drauf ist. Da kommen schon oft so schockierte Fragen „Und er bleibt immer daheim?“, „Man kann ja auch mal was neues probieren“, etc, „Ist in eurer Beziehung alles in Ordnung?“ usw. usf. Das kommt dann auch von meiner Familie die auch beleidigt sind weil er nicht immer mitkommt. Zu Weihnachten und runden Geburtstag schon aber halt nicht bei jedem Ostern 500km fahren usw (meine Familie ist was feierwütig).

Mir fällt das zugegebenermaßen noch super schwer dass mir diese Kommentare nicht so super nahe gehen. Muss ich wirklich dran arbeiten.

Aber ihr habt Recht, er ist wirklich ein toller Mann, ich muss das viel mehr schätzen was ich habe und nicht immer als selbstverständlich nehmen, das ist auch wirklich so ein Problem von mir meine hohen Ansprüche.
 
Ich denke, Du solltest gelegentlich die Perspektive wechseln und Dich in ihn hineinversetzen.

Es ist Silvester, Du hast frei. Du möchtest Dich hübsch machen, ausgehen, feiern, mit Freunden zusammen sein, aber zumindest um Mitternacht Deinen Mann küssen, mit ihm anstoßen und ein romantisches Tänzchen tanzen.

Für Deinen Mann ist normaler Alltag. Er hat über den Jahreswechsel vermutlich besonders viel zu tun und anspruchsvolle Gäste. Der Arbeitstag war lang. Er ist müde und ko. Zuhause wartet die unzufriedene Ehefrau, die ihm schon mittags Vorwürfe gemacht hat, weil er nicht öfter mit ihr unter Menschen geht. Er war den ganzen Arbeitstag in Menschenkontakt. Er will seine Ruhe. Die Heimfahrt ist die Hölle. Überall Lärm und Menschen, alle aufgedreht und laut. Die Bahn ist voll und kommt verspätet. Überall Menschen. Er will doch nur seine Ruhe. Er ist müde. Dieses ganze Silvesterchaos um ihn herum nervt ihn.
Er ruft an und sagt netterweise Bescheid, daß überall Chaos ist und er später kommt.
Statt Verständnis zu haben, daß der Lärm, die vielen Leute und der Bahnausfall wirklich fürchterlich sind nach einem langen Arbeitstag, wird seine Frau hysterisch, wirft ihm vor auf einer Party zu sein, weint und macht Vorwürfe.... Er ahnt schon, welches Drama ihn zuhause erwartet... "Es ist doch Silvester und das ist doch soooooo wichtig und Du lässt mich alleiiiiiiiiin, ich kündige meinen Job und reise allein, um die Welt, weil ich soooooo enttäuscht von Dir bin.... Ich.... Ich... Ich..."

Vielleicht hilft es Dir, mal seine Perspektive einzunehmen.
Und zwar nicht nur Silvester zu versuchen, Dich in ihn einzufühlen und weniger Drama zu machen, sondern auch an anderen Tagen.
Sonst wir Dein lieber Mann entweder gehen oder sehr unglücklich werden.
 
Mir wäre das zuviel Dramaqueen.
Falls ich überhaupt lustlos nach Hause gekommen wäre nach der Nummer vor Arbeitsbeginn (!), hätte ich mich auf dem Absatz umgedreht und wäre wieder gegangen bei deinem Theater!
Anzurufen hätte ich da auch keinen Bock gehabt.

Ich hätte mir an deiner Stelle Sorgen gemacht, dass etwas passiert sein könnte, aber was du abziehst...du siehst und schätzt ihn nicht.

nicht mehr mit seinen Kumpels feiern wegen mir (hatte ich nicht verstanden, 1. wusste ich nicht dass er das Bedürfnis hatte, 2. hätte ich kein Problem damit - außer was beleidigt dass er mit Kumpels das bedürfnis hat mit mir aber nicht ).

Da wirst du nicht hellhörig?
Suchst nicht das Gespräch, fragst, versuchst zu verstehen?

Und dass ich ihn vergesse sobald ich beschäftigt bin.

Hier auch nicht?

Ist dir so gleichgültig, wie es ihm geht?
Kreist du nur um dich?

Er meinte dann er braucht das alles nicht er will nur eine Frau die ihn versteht.

Wieso versuchst du das zur Abwechslung nicht mal? Lernst deinen Mann kennen?


Wie steht es um Respekt in eurer Beziehung?
 
Er ist doch nicht "hart und unbarmherzig". Der ist müde und will in seiner Freizeit ausruhen.
Das Gleiche, wie wenn sie immer sagt, ich habe Migräne, bitte nicht anfassen- was sicher keine Ausrede ist, zugleich doch ein Hinweis, hier stimmt etwas nicht.
Man hat hier bereits nachlesen können, dass auch er unglücklich ist und auch ihm etwas fehlt. Jetzt hats endlich ein Gesicht gekriegt, das war nötig, dass der Streit auftauchte.
 
Hey Du,

frohes neues Jahr! Dass du super enttäuscht warst heute Nacht kann ich sehr, sehr gut verstehen!

Ich glaube für ein Gespräch ist wichtig zu differenzieren:
-Was sind deine Bedürfnisse, wie könnt ihr darüber sprechen, ohne dass er sich angegriffen fühlt? Deine Bedürfnisse sind okay und legitim und ich finde, es muss möglich sein, darüber zu sprechen!
-Welche Bedürfnisse hat er, was ist der Grund für seine Unlust?
-Welche Kompromisse sind möglich, gibt es etwas, wo ihr euch entgegen kommen könnt?
-Was gehört mehr zu einer "das macht man aber so"- Idealvorstellung (also du schriebst öfter, dies und jenes sollte man doch eigentlich so machen für eine glückliche Beziehung) und hat mit euch eigentlich nicht so viel zu tun? Hier kann ich verstehen, wenn er sich erdrückt und gestresst fühlt im Sinne von "wir müssen ein perfektes Klischee Paar sein". Ich finde, darum geht's nicht, sondern darum, was ihr konkret wollt (das ist übrigens auch veränderbar, was du heute willst musst du in 2 Jahren nicht mehr mögen, wahrscheinlich müsst ihr immer wieder diese Punkte besprechen & verhandeln).

Ich finde, es ist gut und wichtig, sich in einer Beziehung gegenseitig zu akzeptieren und anzunehmen. Gleichzeitig ist auch wichtig, ehrlich zu sprechen, wenn jemand leidet und nach Lösungen zu suchen (manchmal gibt's keine guten). Wenn ein offenes, interessiertes Gespräch darüber nicht möglich ist, halte ich das, für das eigentliche Problem.
 
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