Geist1990
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Die Trennung ansich finde ich nach wie vor okay. Wenn man sich nicht mehr liebt, geht man getrennte Wege. Das kann man erwachsen und nüchtern regeln.Du kannst daraus lernen, dass man es bei Trennung wie bei Pflastern macht: kurz und schmerzlos.
Die meisten großen Versprechungen sind eh nach kurzer Zeit vergessen, spätestens wenn ein anderer Partner ins Spiel kommt
Ich habe mich zuletzt gut mit der Situation abgefunden und angefangen es mir Zuhause Stück für Stück ein wenig schöner zu machen, mich mehr meinen Hobbies gewidmet und Dinge unternommen, die mir Freude machen. Habe mich sogar ein wenig auf einer Datingplattform herumgetrieben.
Mein Ex hält sich auch an das zugesagte Finanzpaket. Er überweist mir monatlich Geld für die Tiere und bezahlt die Versicherung. Es scheint fast als wolle er sich freikaufen.
Es war mir egal, dass er offenbar nicht ganz ehrlich ist, solange wir uns auf der Arbeit freundlich-kollegial begegnen.
Ich habe damit gerechnet, dass er eine Neue hat, hatte aber kein großes Interesse an Details. Es gab Hinweise. Er hat zum Beispiel gebrauchte Tupperdosen zur Arbeit mitgebracht. Kein Mensch kauft gebrauchte Tupperdosen, es war offensichtlich, dass die ja von irgendjemand Dritten stammen.
Womit ich wirklich nicht gerechnet habe, ist, welchen Umfang seine Unehrlichkeit haben würde.
Und eigentlich ist es das was ich lerne: Ich weiß nicht, ob ich so schnell wieder in der Lage sein werde, Jemandem zu vertrauen.
Ich bin quasi die Vorgesetzte. Wir sind jedoch beide nicht verzichtbar, da wir jeweils Schlüsselpositionen inne haben. Das Konstrukt funktioniert sonst nicht. Wir sind als Spezialisten auch nur schwierig ersetzbar, der Markt mit entsprechenden Fachkräften ist recht dünn.Wenn ich mich recht entsinne, bist Du seine Vorgesetzte, oder?
Mal ganz blöd gefragt: wer von Euch wäre denn in Deinem Betrieb verzichtbarer?
Dein Chef ist wahrscheinlich auch in der Bredouille - ihn kündigen, weil er ein mieser Typ ist, wird vermutlich nicht so einfach gehen, wenn ihm auf der Arbeit kein Fehlverhalten nachzuweisen ist.
Aber irgendwann, wenn Du Dich wieder etwas sortiertert fühlst, solltest Du trotzdem mit Deinem Chef reden und mal in Erfahrung bringen, wie er das so sieht.
Ich habe vorhin länger mit einem guten Freund gesprochen und habe ganz grob eine Idee im Kopf, wie wir das vielleicht auflösen könnten.
Fakt ist, wie du auch schreibst: Ich muss mit dem Chef sprechen. Direkt morgen im Vertrauen - mein Ex soll es vorerst nicht erfahren - und erstmal allgemein gehalten, damit Raum für verschiedene Lösungsansätze ist. Ich will das alles nicht überstürzen, aber die Situation hat sich für mich nun völlig verändert. Wie genau ich es aufbereite, weiß ich noch nicht.
Auch werde ich mich wohl mal nach freien Stellen umhören. Ich kenne ein paar Personen aus der Branche, vielleicht öffnet sich eine neue Tür.
Da schlimmste ist nicht die Trennung, nicht mal dass er eine Neue hat oder die tägliche Begegnung auf der Arbeit. Damit war ich fein. Das schlimmste sind die Lügen...Die gesamte Geschichte tut mir so unheimlich leid für dich.
Die räumliche Trennung aus der gemeinsamen Wohnung. Nun der Schock mit der Hochzeit und dann sozusagen noch gezwungen sein diesen Zustand „Tag für Tag“ auf Arbeit noch mitzumachen.
Ich weiß es nicht. Vielleicht belügt er sie auch.Ich frage mich wie die Frau von deinem EX dies so überhaupt akzeptieren kann.
Ich weiß nicht, wann ich wieder so weit bin, dass mir überhaupt noch irgendwas passiert.damit dir sowas nie wieder passiert.
Ja.Dieses Lügenspiel ist schlimm.
Es ist genau das, was mich so sehr erschüttert. Er lügt eiskalt und mit einer unheimlichen Selbstverständlichkeit. Es scheint ihm nicht mal unangenehm zu sein.