Ich denke, zwischen euch beiden herrscht Redebedarf. Nicht was jetzt wie organisiert werden soll, sondern viel mehr wie es schleichend zur finalen Trennung gekommen ist.
Ehrlich gesagt sind die Gründe für die Trennung schon recht offensichtlich - die hätte im Grunde auch von mir aus gehen können, aber er war nunmal eher an dem entscheidenden Punkt.
Und weil er ohnehin nicht ganz ehrlich in Bezug auf seine private Situation ist, habe ich auch nicht wirklich Lust mir das noch weiter anzuhören.
Er blockt z.B. immer noch seinen WhatsApp-Status für mich, schaut sich meinen aber fleißig an. Und er sagt auch nicht, wo er aktuell untergekommen ist. Sorry, aber bei so einer verlogenen Basis interessiert mich der Rest nun auch nicht. Dann bleiben wir eben oberflächlich - ist für mich auch okay, so brennend interessiert es mich dann doch nicht. Ich sollte mich auf mich selbst und meine neuen Möglichkeiten konzentrieren.
Meine Arbeitskollegin hat es sehr treffend ausgedrückt: "Wenn ihr es mir nicht gesagt hättet, ich hätte nicht gemerkt, dass ihr getrennt seid. Ihr macht zusammen Mittag, geht gemeinsam mit dem Hund Gassi..."
Und genau so ist es eben: Wir führen keine Liebesbeziehung, wir sind einfach nur gute Arbeitskollegen.
Und dann geht es weiter: Wir sind nicht mal Freunde, wir sind nur gute Arbeitskollegen.
Wie geht es dir momentan? Siehst du schon wieder etwas Licht am Ende des Tunnels?
Mir geht es ganz gut. Mein Ex zieht nun diese Woche aus, er packt gerade, ich werde gleich zur Arbeit fahren und ihn in Ruhe machen lassen.
Ein wenig Restkram wird voraussichtlich bis Mitte November noch im Keller verbleiben (werde auch selber nochmal alles andere durchschauen) und ggf. vermiete ich einen Stellplatz an ihn.
Wir waren heute morgen bei der Bank und haben uns getrennte Konten angelegt, es wird jetzt noch ein Weilchen wuselig sein bis das Geld sortiert ist - ich denke ca. Mitte November teilen wir alles Hälfte-Hälfte auf, dann sind alle Hauptbuchungen abgegangen und es steht keiner doof da, weil irgendwelche Rechnungen unbeglichen bleiben.
Ein gewisses Unwohlsein bereiten mir aktuell nach wie vor noch die finanzielle und organisatorische Situation. Ich denke aber, dass es besser werden wird, wenn ich dann erstmal reell alleine dastehe und feststellen kann, dass ich das alles irgendwie hinkriege. Es geht ja momentan auch, "obwohl" er nicht da ist und ich alles alleine manage.
Ein wenig Enttäuschung über meinen Ex kann ich mir aktuell aber leider nicht verkneifen.
Er hatte ja versprochen für die Tiere da zu sein. Ich habe im Februar einen Termin, muss da ein paar Tage fort. Habe ihn daher gefragt, ob er sich in der Zeit kümmern kann. Die Antwort lautete nicht direkt nein, aber das Rumgedruckse war sehr aufschlussreich. Das bedeutet dann nämlich eben doch nein.
Auch wenn ich mir vorgenommen habe, mich in der Beziehung nicht auf ihn zu verlassen, so kann ich nicht umhin, dass es sehr viel einfacher wäre, wenn er sich kümmern würde und es mich dann eben auch enttäuscht.
Was nützen mir seine Hilfsangebote, wenn er dann doch jedes Mal nicht helfen will.
Ich muss mir nun also überlegen wie ich es organisieren kann, auf ihn kann ich mich offenbar nicht verlassen. Zum Glück ist ja noch etwas Zeit...