Hallo Heidi,
tja das kleine einmaleins des Miteinanders....wenn man Unabhängigkeit und Selbstsicherheit zeigt kann man oft gewinnen. Gratuliere!
Grundsätzlich finde ich dein Angebot, dass du für andere da sein möchtest sehr nett und ehrenvoll. Du solltest jedoch darauf achten, dass du in allererster Linie dir selber hilfst um nachhaltig von deinen Angstzuständen wegzukommen und auch um was zu tun um dein Selbstbewusstsein weiterhin zu stärken.
Eine Trennung von deinem Mann (die ja nicht für immer sein muss!) und erstmal ne eigene Wohnung und lernen auf eigenen Füßen zu stehen, wäre an sich dabei recht hilfreich. Man muss die Dinge oft mal grundlegend ändern, sich ein wenig ändern um unter besseren Voraussetzungen wieder aufeinander zugehen zu können.
Du solltest auf jeden Fall fachärztliche Hilfe gegen die Angstzustände einholen. Das Mißbrauchstrauma scheint überhaupt nicht verarbeitet zu sein..das muss es aber, sonst bleibst du weiterhin psychisch krank und gefährdet ..insbesondere Abhängigkeitsgefährdet und das ist reines Gift für eine normale Partnerschaft! Auf diese Art und Weise machst du deine Ehe auf Dauer kaputt. Kein Partner hält das auf Dauer aus Krankenschwester spielen zu müssen. Dein Mann sagte ja ganz deutlich, dass du ihn nicht wie deinen Mann ansiehst...ist ja klar, denn er wird mit deiner Angsterkrankung irgendwo überfordert sein, sieht sich da in ne Rolle gedrängt die er für sich nicht haben will, was sein gutes Recht ist, denn er ist nunmal kein Therapeut und einen solchen hast du nunmal nötig! Hier ist dann deine Eigenverantwortung gefragt, damit du dich und auch deinen Mann dadurch entlastest indem du fachärztliche Hilfe und auch Hilfe von Beratungsstellen annimmst und zwar solange bis deutliche Besserung eingetreten ist.
Also denke immer daran: nicht verkriechen sondern neben Internet und Hilfeforum auch im Alltag konkrete Schritte unternehmen...das ist ganz ganz wichtig. Nicht nur versuchen deinen Mann wieder an dich ranzuziehen und krampfhaft versuchen, dass diese Trennungsgeschichte nicht umgesetzt wird, sondern konkret was dafür tun, dass dein Mann wieder ganz normal dein Mann sein kann. Und dazu gehört es bei akuten Angstzuständen ggf. erstmal eine zeitlang in eine Klinik zu gehen, eine Kombitherapie (psychiatrisch mit Medikamenten und psychologisch um das Trauma aufzuarbeiten etc.) zu beginnen. Dann weitergucken.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!
Gruß
Tyra