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Mein Mann hat unsere Ehe ruiniert und merkt es nichtmal

  • Starter*in Starter*in Heike 69
  • Datum Start Datum Start
Schilderungen, in denen die eine Partei durchweg als "menschlich und gutmütig" und die andere als das fleischgewordene Übel geschildert werden, befremden mich immer ein wenig.
Dein Mann würde die Geschichte vermutlich ganz anders erzählen.
Meistens tragen beide ihren Teil dazu bei, wenn es richtig kracht.


Ja natürlich erzählt mein Mann die Geschichte anders..

Laut dem ist mein Sohn schuld am scheitern unsere Ehe.
 
Und ansonsten weiß ich, dass es falsch War so lange dieses Spielchen mitzumachen und eins kannst du glauben, niemand hat mehr gelitten als ich!

Am meisten hat dein Sohn unter dem Tyrannen gelitten. Er war die direkte Zielscheibe.

Sei froh, dass der Typ weg ist. Kümmere dich gut um deinen Sohn. Du hast an ihm einiges gutzumachen. Ist vorauszusehen, dass du bald wieder arbeiten kannst? Es wäre schade, wenn dein Sohn weiter sein verdientes Geld abgeben muss, damit ihr über die Runden kommt. Er hat an diesem ganzen Dilemma am allerwenigsten Schuld.
 
@ Heike69

Dein Mann wirkt gleichgültig, liebt seine Familie nicht wirklich. Dazu kommt noch die unnötige Tyrannei.
Ist dein Sohn eigentlich von ihm? War er ein Wunschkind?
Von wem kam damals die Idee zu heiraten? Von deinem Mann oder von dir?
 
@ Heike69

Dein Mann wirkt gleichgültig, liebt seine Familie nicht wirklich. Dazu kommt noch die unnötige Tyrannei.
Ist dein Sohn eigentlich von ihm? War er ein Wunschkind?
Von wem kam damals die Idee zu heiraten? Von deinem Mann oder von dir?

Nein, mein Sohn ist nicht von ihm und die Idee zu heiraten kam von ihm.
Ja, er ist gleichgültig, zeigt ja seine Unzufriedenheit.
 
Nein, mein Sohn ist nicht von ihm und die Idee zu heiraten kam von ihm.
Ja, er ist gleichgültig, zeigt ja seine Unzufriedenheit.

Dann kam er von der Arbeit, stellt sich in die Küche.. ich hab gerade gekocht.. und meint.. meinst das jetzt ernst..lassen wir uns jetzt scheiden? Ich sagte, ja jetzt ist es endgültig, du willst es nicht anders und du änderst dich nicht. Darauf er...ja dann weißt du aber schon, dann hab ich keinen 3er mehr auf der Steuerkarte.

Der 3er auf der Steuerkarte war wohl wichtiger.
Aber irgendwann fällt mal jede Maske.
 
Der 3er auf der Steuerkarte war wohl wichtiger.
Aber irgendwann fällt mal jede Maske.

Ja so sieht es aus. Ihm War das Geld immer wichtiger, ohne Kohle keine glückliche Ehe / Familie. So ließ er es öfter mal verlauten. Ich fragte ihn darauf, was Liebe mit dem Geldbeutel zutun hat? Eine Antwort bekam ich darauf nicht.
 
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Entschluss.

Ehrlich gesagt, klingt deine Familiengeschichte sehr vertraut. Mein Vater war ähnlich, auch wenn er nicht mein Stiefvater, sondern mein leiblicher Vater ist.

Er machte beiläufige Bemerkungen, was alles im Haus oder im Garten gemacht werden müsste. Dann machte er sie selbst und kam dann zu mir, um mich fertig zu machen, weshalb ich diese Dinge nicht tun würde. Ich sagte ihm oft, dass er mich nur fragen müsse, wenn er wolle, dass ich etwas bestimmtes tue. Manchmal tat er das auch und ich machte die Dinge, aber statt Dankbarkeit, bekam man nur weitere Vorwürfe, wieso er mich bitten müsse und ich soetwas nicht selber sehen würde. Er war auch ein Choleriker, der schnell mal aus der Haut fahren konnte, allerdings nur gegenüber Menschen, die schwächer waren als er. So ließ er seine Unzufriedenheit und Wut nur an mir aus, nie an meiner Mutter, weil er wusste, dass er dabei den Kürzeren ziehen würde.

Meine Mutter wusste, wie er mich behandelt. Wenn's besonders schlimm war (physische Gewalt, Demütigungen, etc.), ging ich zu ihr, aber dann konnte sie es nie glauben. Anschließend faltete sie meinen Vater zusammen, der sich dann nicht verstanden fühlte und glaubte, wir verschwören uns gegen ihn, aber letztlich der Dominanz meiner Mutter unterlag und reumütig zu mir kam, um sich widerwillig zu entschuldigen und wenn ich ihm in die Augen schaute, konnte ich den Hass und die Wut sehen, die er auf mich hatte aufgrund meiner "Petzerei" und ich wusste, dass ich dafür schon bald irgendwie bezahlen werde müssen.

Irgendwann - ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, aber noch zu klein, um das Konzept von Liebe, Ehe, etc. vollständig zu verstehen - fragte meine Mutter mich, ob sie sich scheiden lassen solle. Natürlich sagte ich nein, denn trotz allem bedeutete dies, dass ich meinen Vater verliere und es war das einzige Konzept von Familie, das ich kannte. Und so blieb alles beim Alten. Sie sind heute noch verheiratet.

Je älter ich wurde, desto besser wurde es. Sobald ich, physisch gesehen, größer und stärker als er war, wurde er ruhiger. Inzwischen haben wir sogar ein halbwegs gutes Verhältnis, aber ich wohne ja auch nicht mehr Zuhause.

Er hatte natürlich auch gute Seiten. Trotz allem unterstützte er einen bei allem, wenn auch unter Protest oder Beleidigungen.

Ich glaube, dass wir eine ähnliche Dynamik hatten, wie dein (Ex-)Ehemann und dein Sohn, bzw. ihr als Familie.

Ich kann dich daher nur zu dieser Entscheidung beglückwünschen, auch wenn ich glaube, dass es für deinen Sohn zu spät ist. Der "Schaden", den er durch dieses missbräuchliche Verhalten seitens seines Stiefvaters, erlitten hat, ist bereits angerichtet, aber immerhin ist er jetzt aus dieser Situation raus.

so long
 
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Entschluss.

Ehrlich gesagt, klingt deine Familiengeschichte sehr vertraut. Mein Vater war ähnlich, auch wenn er nicht mein Stiefvater, sondern mein leiblicher Vater ist.

Er machte beiläufige Bemerkungen, was alles im Haus oder im Garten gemacht werden müsste. Dann machte er sie selbst und kam dann zu mir, um mich fertig zu machen, weshalb ich diese Dinge nicht tun würde. Ich sagte ihm oft, dass er mich nur fragen müsse, wenn er wolle, dass ich etwas bestimmtes tue. Manchmal tat er das auch und ich machte die Dinge, aber statt Dankbarkeit, bekam man nur weitere Vorwürfe, wieso er mich bitten müsse und ich soetwas nicht selber sehen würde. Er war auch ein Choleriker, der schnell mal aus der Haut fahren konnte, allerdings nur gegenüber Menschen, die schwächer waren als er. So ließ er seine Unzufriedenheit und Wut nur an mir aus, nie an meiner Mutter, weil er wusste, dass er dabei den Kürzeren ziehen würde.

Meine Mutter wusste, wie er mich behandelt. Wenn's besonders schlimm war (physische Gewalt, Demütigungen, etc.), ging ich zu ihr, aber dann konnte sie es nie glauben. Anschließend faltete sie meinen Vater zusammen, der sich dann nicht verstanden fühlte und glaubte, wir verschwören uns gegen ihn, aber letztlich der Dominanz meiner Mutter unterlag und reumütig zu mir kam, um sich widerwillig zu entschuldigen und wenn ich ihm in die Augen schaute, konnte ich den Hass und die Wut sehen, die er auf mich hatte aufgrund meiner "Petzerei" und ich wusste, dass ich dafür schon bald irgendwie bezahlen werde müssen.

Irgendwann - ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, aber noch zu klein, um das Konzept von Liebe, Ehe, etc. vollständig zu verstehen - fragte meine Mutter mich, ob sie sich scheiden lassen solle. Natürlich sagte ich nein, denn trotz allem bedeutete dies, dass ich meinen Vater verliere und es war das einzige Konzept von Familie, das ich kannte. Und so blieb alles beim Alten. Sie sind heute noch verheiratet.

Je älter ich wurde, desto besser wurde es. Sobald ich, physisch gesehen, größer und stärker als er war, wurde er ruhiger. Inzwischen haben wir sogar ein halbwegs gutes Verhältnis, aber ich wohne ja auch nicht mehr Zuhause.

Er hatte natürlich auch gute Seiten. Trotz allem unterstützte er einen bei allem, wenn auch unter Protest oder Beleidigungen.

Ich glaube, dass wir eine ähnliche Dynamik hatten, wie dein (Ex-)Ehemann und dein Sohn, bzw. ihr als Familie.

Ich kann dich daher nur zu dieser Entscheidung beglückwünschen, auch wenn ich glaube, dass es für deinen Sohn zu spät ist. Der "Schaden", den er durch dieses missbräuchliche Verhalten seitens seines Stiefvaters, erlitten hat, ist bereits angerichtet, aber immerhin ist er jetzt aus dieser Situation raus.

so long

Hallo Suavi,

Mein Mann War genauso, wie dein Vater. Der Schwächste in der Familie War sein Lieblingsopfer. An mich traute er sich nicht ran, mir War er unterlegen. Wenn er anfing meinen Sohn mit seinen Stänkereien und Bemerkungen zu attackieren und ich ging wiedermal dazwischen, dann reagierte er, wie dein Vater, nur hatte mein Mann es nie nötig sich bei meinem Sohn oder mir zu entschuldigen. Das brachte er nicht fertig.
Bei uns War es aber anders rum. Als mein Sohn noch klein war, War mein Mann einigermaßen friedlich und erst als mein Sohn älter wurde und anfing seinen eigene Persönlichkeit zu entwickeln und seinen Willen..also ab der Pupertät erst da fing mein Mann so richtig an. Mein Sohn hat eine starke Persönlichkeit entwickelt und er hat auch angefangen sich gegen diese Angriffe zu wehren und er wusste immer, dass ich hinter ihm stehe. Er wusste, dass er nicht alleine ist. Ich glaube nicht, dass mein Sohn einen Schaden erlitten hat, im Gegenteil. ..das hat ihn stark gemacht.
 
Mein Sohn hat eine starke Persönlichkeit entwickelt und er hat auch angefangen sich gegen diese Angriffe zu wehren und er wusste immer, dass ich hinter ihm stehe. Er wusste, dass er nicht alleine ist. Ich glaube nicht, dass mein Sohn einen Schaden erlitten hat, im Gegenteil. ..das hat ihn stark gemacht.
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das ist doch das mindeste, dass eine mutter hinter ihrem kind steht. du kannst froh sein, dass dein sohn nicht zerbrochen ist. ob das der richtige weg war, ihn durch einen tyrannischen stiefvater stark werden zu lassen???
du schreibst von der steuerklasse 3. die hat dein mann, weil du vermutlich nicht gearbeitet hast.
sonst hättet ihr beide die 4. daher gehe ich davon aus, dass du finanziell von deinem mann abhängig warst und deshalb zugelassen hast, dass dein sohn so behandelt wurde. jetzt ist dein mann weg und dein sohn muss dich unterstützen. wann wirst du mal finanziell unabhängig? findest du es nicht ungerecht, dass dein sohn sein ausbildungsgehalt abgegeben muss, weil du nicht auf eigenen füßen stehen kannst?
 

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