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Mein langjähriger Lebenspartner ist verstorben!

Sorry, aber dieses Posting find ich einfach nur völlig daneben... für mich liest sich das so wie "er ist tot, hey, nimm mich!"... und das ist nun definitiv nicht tröstlich für jemanden, der nach 25 gemeinsamen Jahren den geliebten Partner verloren hat.

Auch ich finde dieses Posting absolut befremdlich und kalt. Offensichtlich hast Du noch nie einen sehr nahestehenden Menschen verloren, oder Du besitzt tatsächlich keine Gefühle.

Kann meinem Vorgänger hier nur beipflichten, dass eine solche Äußerung absolut daneben ist.
 
Liebe Vampi,

ich würde dich gerne mal umarmen und halten und bitte weine, weine, schreie alles raus. Ich halte dich!

Es tut mir so leid, wie schrecklich ist das denn.
Auch wenn es das Leben ist. Irgendwann werden wir alle sterben, früher oder später, klar. Aber wir haben nicht gelernt damit umzugehen.

Ich finde gar nicht die rechten Worte und weiß auch nicht richtig was ich dir raten kann.

Gib dir Zeit, lasse der Trauer ihren Raum.

Es ist wirklich so, daß es mit der Zeit besser wird, auch wenn du das jetzt noch nicht glauben kannst.

Grade heute bin ich aus verschiedenen Gründen auch traurig. Unter anderem, weil heute der Geburtstag meiner ersten großen Liebe ist, mit ihm verbrachte ich viele Jahre und wunderschöne.
Er ist auch gestorben.

Ein kleines bisschen kann ich nachvollziehen, aber dir den Schmerz nicht nehmen.

Es tut mir sehr leid.

Denke froh an ihn, er möchte nicht, daß du so traurig bist.

Und er ist eh immer bei dir!

Sorry, ich weiß es nicht besser.


Ganz liebe Grüße und ganz viel Trost von mir

Omana

Liebe Omana,

es tut mir leid, erst heute antworten zu können, ich bin umgezogen und hatte bis vor kurzem keinen Internetanschluß. Deine Worte tun mir gut, und genau so handhabe ich es. Ich weine, wenn mir danach ist (und das ist sehr oft der Fall), ich rede mit ihm, habe immer, wenn ich unterwegs bin, ein Bild von ihm bei mir, ich gehe so oft wie möglich auf den Friedhof, auch wenn er "auf der grünen Wiese" liegt und anonym beerdigt wurde (ich weiß also nicht, wo wirklich die Grabstätte ist), auch wenn mir der Gang zum Friedhof immer sehr schwerfällt, weil er mich emotional sehr stark berührt und jeder Besuch mit Wasserfällen von Tränen und der Frage nach dem WARUM??? einhergeht. Es gehört für mich einfach zur Trauerbewältigung dazu, obwohl ich glaube, daß eine Bewältigung noch sehr viele Jahre dauern wird nach all den gemeinsamen Jahren. Auch ich möchte mir irgendwie die Intensität des Schmerzes, den ich jetzt empfinde, bewahren, weil er für mich auch irgendwie an die Intensität der tiefen Beziehung erinnert und ihn mir nahebringt. Diese Intensität hilft, obwohl sie andererseits auch sehr wehtut.

Danke Dir, Omana.... ich drücke Dich!!!
 
Liebe Vampi,
es gibt keinen Trost... :wein:
als meine kleine Schwester gestorben ist, war ich jahrelang todtraurig. Es dauert lange. Und bei dem Lebenspartner, mit dem man wirklich jeden Tag verbracht hat, ist es nochmal extra schmerzhaft. Du hast Dein Sein mit ihm geteilt. Deine Seele war mit ihm verwoben.
Jetzt, wo er gestorben ist, mußt Du Dein Selbst erstmal wieder neu definieren. Deine Sichtweisen - der Tod tritt hinzu, Trauer, Leid, Schmerz, alles, was man sonst gerne wegdrängt.
Dieses Selbst-wieder-zusammensetzen dauert seine Zeit und erfordert viel Kraft. Diese Kraft kommt erst, wenn irgendwann der Zeitpunkt da ist, wo man nicht mehr nur weinen kann, wo es einfach nicht mehr geht.
Ich wünsche Dir, daß Du es aushälst und irgendwann ein kleiner Sonnenstrahl Dein Herz berührt!
:blume: Alles Liebe von Indianerin

Liebe Indianerin,

danke für Deine innigen Worte!!! Es stimmt, Trost gibt es keinen, ein jeder Mensch muß irgendwie seinen Weg finden, um das durchzustehen. Und der Tod ist nun mal eine Angelegenheit, die man immer weit von sich schiebt, mit der man sich nicht auseinandersetzen mag und von der man hofft, daß man sie nicht so bald erleben muss. Dann kommt doch dieser Augenblick des Abschiednehmens, und obwohl man es nicht wahrhaben will und es verdrängt: Der Abschied ist für IMMER!!! Gerade diese Tatsache macht das ganze so schrecklich. Plötzlich fallen einem so viele Dinge ein, die man seinem geliebten Partner noch gerne gesagt hätte, viele Dinge, die man noch gemeinsam erleben wollte und auch Reue, vieles nicht getan zu haben aus "Vernunftsgründen", weil es immer wichtigere Dinge gab (angeblich). In der Trauer verrutscht das Bild dessen, was wichtig war seinerzeit und ganz andere Dinge schieben sich in den Vordergrund.
Die Trauer sitzt so tief, und der Schmerz ist allgegenwärtig. Ich habe immer ein Bild von ihm bei mir, wenn ich unterwegs bin, ich rede mit ihm.. so, als wäre er da..... das klingt vielleicht komisch, aber es hilft, wenn auch nur ein kleines Bißchen. Aber um nicht Verrückt zu werden, sind wohl solche Mittel erlaubt.... Schwierig ist das Alleinsein, das-eigene-Leben-neu-ordnen-müssen, nach einem neuen Sinn im Leben zu suchen, weil einem alles sinnlos erscheint.
Liebe Indianerin, ich danke Dir für Deine liebevollen und mitfühlenden Worte, drücke Dich lieb!!!

Katrin
 
Hallo Vampi,
ich kann sehr gut nachempfinden wie Du Dich jetzt fühlst.
Mein Mann ist im Mai diesen Jahres mit 29 Jahren an einer Autoimmunerkrankung gestorben. Wir waren 11 Jahre zusammen. Es kommt mir so vor als sei ich gar nicht in der Realität angekommen. Als stehe ich neben mir.
Mit einem Schlag wurde einem das Wichtigste im Leben genommen. Alles ist auf einmal anders, verzweifelt habe ich versucht alles festzuhalten, Dinge genauso zu machen wie immer, um dann schmerzlich festzustellen, dass nun alles anders ist - dass nichts mehr je so sein wird wie damals-als ER noch da war.
Die Trauer geht seltsame Wege mit Einem. Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Gefühlen Ausdruck verleihen kannst und viel Kraft diesen Weg zu gehen, auch wenn es sich für Dich wahrscheinlich so anfühlt, als gehst Du nicht, sondern wirst gegangen.

Alles Liebe- eine Gleichgesinnte

Liebe Gleichgesinnte,

ich spreche Dir mein herzlichstes Beileid aus.... das ist ja furchtbar..... auch ich fühle mich noch immer nicht in der Realität angekommen, fühle mich fremdgesteuert, verrichte Dinge mechanisch..... und kann einfach nicht glauben (will es auch nicht!!!), dass ich meine langjährige Lebensgefährtin niemals wiedersehen werde.. nie wieder in diese stahlblauen schönen Augen schauen darf.. nie wieder ihr ansteckendes fröhliches Lachen hören werde, nie wieder eine sanfte Berührung spüre...... ich fühle mich innerlich total zerrissen, so, als hätte man mir das Herz genau in der Mitte durchgetrennt, wie ein halber Mensch.. ich stelle alles in Frage.... habe keine Lust zu nichts, keinen Antrieb, keinen Lebensmut... bin einfach voller Trauer und Verzweiflung.

Jeder Gang zum Friedhof endet in einer nicht endenwollenden Sintflut von Tränen..... endlosen offenen Fragen nach dem WARUM?.... und jeder neue Tag beginnt mit der schrecklichen Realität: SIE ist nicht mehr da! Nichts ist mehr so wie vorher! Das ganze Leben steht komplett kopf, und ich stehe neben mir.....

Liebe Kleine, auch ich wünsche Dir alle Kraft der Welt, aus diesem tiefen schwarzen Loch irgendwann herauszukommen, doch ich glaube, dies wird sehr sehr lange dauern.... je länger und intensiver man mit dem geliebten Menschen zusammen war und je mehr man sein eigenes Wesen mit dem anderen vereinte......

Ganz viel Kraft für Dich!!!

Vampi
 
Hallo Vampi,
auch ich drücke Dir mein Beileid aus.

Mein Bruder ist im Dezember 2010 im Alter von 25 Jahren an Krebs gestorben. Ich kann Deine Situation daher sehr gut nachempfinden.

Seit etwa 4 Tagen befinde ich mich in einer Phase, in der ich eigentlich mit mir sehr vertrauten Personen nicht über den Verlust sprechen möchte. Manchmal braucht man einfach Ruhe und Zeit für sich und seine Gedanken. Meine Ärztin hat mir gestern das in meinen Augen einzig richtige empfohlen; sinngemäß:
"Tuen sie, was ihnen gut tut. Tut ihnen etwas in dem Moment nicht gut, dann lassen sie es. Zwingen sie sich zu nichts."
Und so solltest Du es auch halten. Gestehe Dir Phasen ein, in denen Du Dich abkapselst. Achte aber darauf, dass es ein "gesundes" Abkapseln ist. Gehe raus, wenn es Dir gefällt. Lass es zu bei Gedanken an vergangene Zeiten zu lachen.

Unterstützung (wahllose Reihenfolge):
1. Schließe Dich einer Trauergruppe an. Das kostet nichts und ist für Dich unverbindlich; hast Du keine Lust, dann gehst Du nicht hin, dann halt beim nächsten mal wieder oder garnicht mehr. Adressen findest Du bspw. über google.
2. In dem Hospiz in dem mein Bruder gegangen ist, gibt es zudem die Möglichkeit, dass sich Hinterbliebene einmal im Monat treffen und austauschen.
3. Zudem lohnt es sich einfach mal zu einem Therapeuten zu gehen. Eine Liste von von Deiner Krankenkasse zugelassenen Praxen erhälst Du direkt bei Deiner Krankenkasse. Auch hier gilt: 1. es kostet nichts 2. man kann ja mal schauen - wegbleiben/die "Therapie" beenden kann man jederzeit.
4. Ich bin kein Freund von Medikamenten; aber, wenn man das Gefühl hat, dass man überhaupt nicht mehr weiter kann, dann sollte man sich mit dem Hausarzt über geeignete Medikamente (bspw. Beruhigungsmittel) unterhalten. Auch, wenn man es erst einmal ablehnt/ablehnen sollte, so sollte man diese Option für einen offen lassen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Gesundheit.
LG Tobi

Lieber Tobi,

ich danke Dir für die lieben Worte und spreche auch Dir mein herzlichstes Beileid aus. Das ist ja schrecklich, seinen Bruder so jung verlieren zu müssen!!! Ich drück Dich ganz fest und weiß genau, wie tief der Schmerz sitzt...
Nach 25 gemeinsamen Jahren, nie voneinander getrennt, und plötzlich alleinzusein, das ist sehr schwer, weil man mit dem Partner so "eins" war, so eng verwachsen und tief verwurzelt, dass man die Gedanken des anderen schon kannte, bevor dieser sie ausgesprochen hat. Wir haben uns darüber oft amüsiert, doch zeigt es nur die tiefe Verbundenheit miteinander. Sie nannte mich immer "meine andere Hälfte".. und ich finde, genau das trifft den Punkt.
Mit meiner Trauer umzugehen, ist von Tag zu Tag unterschiedlich. Auf jeden Fall heule ich, wenn mir danach ist, ich gehe so oft als möglich zum Friedhof, auch wenn es sehr sehr schwerfällt, ich habe im Wohnzimmer eine Art "Altar" eingerichtet und zünde täglich Kerzen an, rede mit ihr, habe, wenn ich unterwegs bin, immer ein Bild von ihr bei mir. Ich brauche dies alles, um nicht verrückt zu werden vor Trauer und innerer Zerrissenheit. DerSchmerz wird nicht weniger, ist noch genau so allgegenwärtig und genauso intensiv wie bei ihrem Tode. Sie war ebenfalls im Hospiz, ich habe sie beim Sterben begleitet, mehr konnte ich ja nicht mehr für sie tun 🙁. Danach fiel ich in ein tiefes Loch, und darin befinde ich mich noch immer. Ich funktioniere nur, aber mit ihr ist ein großer Teil auch von mir gegangen. Meine Seele und mein Herz bluten....
Ich werde psychologische Beratung und Gespräche in Anspruch nehmen. Habe nächste Woche einen Termin. Werde mal sehen, wie es so ist, denn gerade das Darüber-Reden ist ja nicht so einfach.
Lieber Tobi, für Deine Empfehlungen danke ich Dir von Herzen... aber auch für Dich habe ich eine: Besuch doch - wenn Du magst natürlich - die Seite Trost, Trauerrituale und Begleitung in der trauerherberge.de - macht Mut zum Leben/ Trost, Trauerrituale, Forum, Literatur und Informationsaustausch! Online&Offline - Trauerseminare, dort kannst Du für einen lieben Menschen Kerzen anzünden, Blumen und Bäume pflanzen oder Briefe schreiben. Mir hilft es sehr, und ich denke, worüber man nicht reden kann (oder will) kann man sich so von der Seele schreiben.....

Ganz liebe Grüße und auch für Dich viel Kraft

Katrin
 
liebe vampi,

zuersteinmal möchte ich dich in den arm nehmen.
es tut mir echt leid, dass du deinen lebenspartner verloren hast.
dort wo er nun ist, hat er keine schmerzen mehr.

ich habe vor ca. 8 wochen meinen enkel durch einen tragischen unfall verloren und kann deinen schmerz mitfühlen. es tut verdammt weh, und dennoch muss ich sagen wird der schmerz bald anders.

ich wünsche ganz viel kraft und die nötige stärke

LG
jeli
 
liebe vampi,

zuersteinmal möchte ich dich in den arm nehmen.
es tut mir echt leid, dass du deinen lebenspartner verloren hast.
dort wo er nun ist, hat er keine schmerzen mehr.

ich habe vor ca. 8 wochen meinen enkel durch einen tragischen unfall verloren und kann deinen schmerz mitfühlen. es tut verdammt weh, und dennoch muss ich sagen wird der schmerz bald anders.

ich wünsche ganz viel kraft und die nötige stärke

LG
jeli

Liebe Jeli,

vielen Dank für Deine Umarmung. Möchte Dir mein herzlichstes Beileid aussprechen. Es tut mir wahnsinnig leid..... Drücke Dich lieb und wünsche Dir ganz viel Kraft, dies alles zu überstehen.

Vampi
 

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