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Mein kranken Eltern.

  • Starter*in Starter*in Jan1
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    eltern
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Jan1 meinte:
1. nicht machen und
2. bin ich dann wieder abhängig dann können die sagen "wenn du nicht das und das maschst, dann bezahlen wir dir deine Wohnung nicht mehr und darauf will ich's nicht ankommen lassen. Ich würde mich dann von anfang anpassen unter dem druck. Scheiß teufelskreis und ich bin echt ne Memme.

Hi Jan!
Für den Fall, dass Deine Eltern Dir keine Wohnung finanzieren werden:
1. Du bist über 18, kannst Dich im Zweifelsfall arbeitssuchend melden und Arbeitslosenhilfe beantragen
2. Wenn Du noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hast, sind Deine Eltern für Dich unterhaltspflichtig, vorausgesetzt natürlich, du bemühst Dich um eine Ausbildungsstelle. Also wenn Du das möchtest (ist ein harter Schritt, ich weiß), könntest Du sie theoretisch auf Unterhalt verklagen.
3. Wenn Du eine Ausbildung anfängst, verdienst Du auch Dein eigenes Geld, was zwar am Anfang nicht reichen wird, aber da tritt wieder Punkt 2 in Kraft 🙂

Außerdem, wenn Du eine Ausbildung anfängst - kann ja sein, dass Du irgenwo anders hinmusst und überhaupt nicht bei Deinen Eltern wohnen bleiben kannst!

Was ich mit dem zweiten Punkt eigentlich hauptsächlich ausdrücken möchte ist, dass Deine Eltern keine Macht darüber haben, WAS genau Du mit dem Geld tust, das sie Dir zur Verfügung stellen. Und welchen Beruf Du erlernst. Ich weiß, es ist sehr schwer, sich gegen seine eigenen Eltern zu stellen, denn immerhin haben sie einen aufgezogen, aber es ist DEIN Leben. Lass es Dir von keinem Anderen kaputt machen. Du bist 19 Jahre alt, somit volljährig. Mach ihnen klar, dass sie Deine Entscheidungen zu respektieren haben...

Das war bei meiner Mutter auch sehr schwer, als ich mit 19 gesagt habe, dass ich jetzt ausziehen werde, war sie total dagegen und meinte, ich solle doch noch die drei Jahre, die ich die Ausbildung mache zu Hause bleiben und ich hätte es doch so gut und ich würde garantiert keine Unterstützung von ihr kriegen. Als ich dann aber ausgezogen bin, da hat sie mich natürlich trotzdem unterstützt.

Also, lass Dich nicht unterkriegen, den Kopf nicht hängen und gib nicht auf!
LG, Grünpflanze
 
Hi,

und danke.

Ich möchte schon Arbeiten aber so lange ich hier wohne habe ich nicht die Kraft. Ich müsste noch malen für meine Bewerbungen als Goldschmied nur unter diesem Druck und dieser schlechten Stimmung geht's mir so beschissen das ich nicht dazu komme. Ich weis das ich hier raus muss aber ich schaffe es nicht. Ich denke so oft daran aber ich komme nicht dazu mich hinzusetzen und anzufangen, weil mich einfach alles ankotzt- ich bin wieder so richtig in den Depressionen. Es ist so S****. Einen anderen Job würde ich ja auch machen aber mir fehlt einfach die Kraft entscheidungen zu treffen.
Auf mir wurde einfach seit ich Lebe herrum getrapelt, mein weg im Keim erstickt. Mir fehlen zudsem so viele Lebenspraktische eigenschaften die ich nie entwickeln konnte, da meine Eltern alle meine Eigenstaendigen versuche etwas alleine zu erreichen unterdrückt haben. Ich sage nur Opfer zu mir! Zwei kranke Erwachsene ziehen all ihr Selbstbewusst sein daraus ihre Kinder klein zuhalten und als die großen Helfer dazustehen. Ich nenne sowas krank!
Naja, ich habe heute bei einer Wg angerufen und am Montag mach ich da nen Termin- bezahlt wird das ganze vom Kreis und der Krankenkasse. Ist betreut usw. , die kennen auch meine Klinik in der ich war. Achja, hab mich richtig darübergefreut einfach mal wo angerufen zu haben und infos erhalten zu haben. Mir ist klar geworden wie wenig ich weis was ich will als ich das tat. Es geht klar, aber ich denke totzdem nicht das ich einfach dorthin kann - wie ne blockade - unerforschtes - unerreichtes Gebiet in meiner Seele freier Raum der noch nie benutz worden ist. Aber ich habe ihn angbrochen. 🙂

Lg Jan
 
Es gibt Vereine(oft "Seniorenhilfe"...ist aber egal!!),da kann man um Umzugshelfer bitten.Auch Selbsthilfegruppen..z.B."psychisch Kranke"...nennt sich so...ist für alle Leute mit Panik,sozialer Phobie...die verstehen Dein Problem.
Kannst auch ungefähr den Ort schreiben(registrier Dich!) u.vielleicht ist hier jemand aus Deiner Nähe...und faßt mal mit an.
Geschwister fragen! Ab dem Tag,wo Du RAUS bist,ist der Bann gebrochen...es ist DIE BEFREIUNG!!! Glaub es!
Ab dann kannst Du Abstand halten...Kontakt erst mal abbrechen(sonst erntest Du sofort wieder Sprüche!).
Stell Deine konkreten Alltagsfragen hier rein!!!Mach mal eine Liste...alles,was Du nicht so im Griff hast...Oder ein Tagebuch mit Deiner Checkliste...dann können wir Dir konkreter helfen!Wäre richtig ALLEIN von Dir organisiert...so,wie schon Dein Erscheinen hier!!
DU BIST VIEL STÄRKER,ALS DU GLAUBST!
 
hallo,

schließe mich den Vormeinungen an: du musst erstmal weg. Und keine Angst davor haben! Es kann nur besser werden.

Ich habe ähnliche Erfahrungen und hinterher den Trick durchschaut, dass die These: du kannst nix, du bist nix nur dafür gemacht war, dass ich die kostenlose Altersversorung und Haushaltshilfe meiner "Eltern" sein sollte.
Lass dir nix einreden, geh weg von dem "giftigen" Umfeld und werde selber der der du sein möchtest! Goldschmiedlehre---> klasse Sache!
Suche dir Hilfe von außen: Jugendamt, Sozialamt, Pro familia, Rentnerverein oder was auch immer (siehe Vorbeiträge) und sieh zu dass du dir ein eigenes Leben aufbaust und keinen Funken Energie mehr in alte Streitigkeiten und unerträgliche Zustände investierst!
Was die finanzielle Absicherung angeht: Mensch wir leben hier in einem Sozialstaat...da läßt sich immer was machen. Laß das bei den Ämtern: Jugend- und Sozialamt checken. Falls du noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hast, sind deine Eltern noch unterhaltspflichtig, falls die nicht wollen oder können springt erstmal das Sozialamt ein.
Miete dir erstmal irgendwo ein Zimmer, egal was, Hauptsache weg und erstmal Abstand gewinnen!
Du wirst es schaffen, genauso wie ich und tausend andere es geschafft haben!
Ich wünsch dir alles Gute
mimi24
 
Hallo,

das einzige was dich noch zurückhält ist die Angst vor Veränderung. Gewohnte Zustände und mögen sie noch so schlecht und furchtbar sein, geben einem doch das Gefühl der Vertrautheit. da weiß man was man hat und da draußen herrscht die große Unsicherheit nicht wahr? Aber glaub mir, alles ist eine Frage der Gewohnheit und das da draußen ist tausendmal besser, als das was du gerade hast!

Weg mit dem alten Elternhaus-Leben(?), hab den Mut dein Leben selber in den Griff zu kriegen.
Erste Schritte hast du schon gemacht: dir Infos eingeholt. Weiter dranbleiben, fragen, weiterfragen, Anträge bei Ämtern stellen, Zimmer oder Wohnung suchen, Koffer packen, weg....vielleicht am besten sofort weg (Jugendamt oder ä. nach Unterkunft fragen)
Das war's dann schon....ist echt nicht schwer und du wirst das auch hinkriegen!

Ich wünsche dir von Herzen Mut und genügend Willen zur Änderung (...zum Besseren)
viola78
 
Hi,

danke, ihr seid so nett zu mir. 🙂

Ich habe sehr viel(!!!) Angst, ich war noch nie bei irgendwelchen Aemtern noch habe ich etwas selber gemacht, deshalb wird das alles etws schwer für mich.
Also ich mache es nun in dieser Reihenfolge:

1.Sozialamt/Jugendamt Sozialhilfe beantragen
2. Wohung suchen
3. Job suchen / Ausbildung anfANGEN

oder in die Wohngemeinschaft gehen und solange ich warte Arbeiten für 400 Euro.

lg jan
 
Hallo,

ne Liste machen ist doch schon ein ganz guter Anfang. Und insgesamt ist es doch auch an der Zeit, dass du dein Leben selber organisierst oder? Kann auch ganz schön aufregend sein und ein ganz neues positives Lebensgefühl selber was hinzukriegen.
Vor dem Ämterkram brauchst du keine Angst zu haben. Ist zwar ne ganz schöne Formularschlacht, aber die Sachbearbeiter helfen dir dabei.
Wichtig finde ich, dass du dir von allen Schriftstücken, die du einreichst eine eigene Kopie behältst. Lege dir zu dem Papierkram eine eigene Akte an. Dann hat man eine gute Übersicht und kann später schneller auf Schreiben der Ämter reagieren etc.
Und wenn du Anträge einreichst lass dir eine Eingangsbestätigung geben (z.B. Eingangsstempel + Sachbearbeiterunterschrift auf deine Kopie od. ä.)
Für Sozialhilfe gilt: du erhältst die Gelder ab dem Zeitpunkt (daher ist für dich der Nachweis des Abgabedatums wichtig) an dem du deinen Antrag auf SH gestellt/ eingereicht hast. Den Hauptantrag sofort stellen, die anhängenden Bescheinigungen kann man nachreichen.
Für Wohngeld gilt, dass du in dem Monat, in dem du den Antrag eingereicht hast für den gesamten Monat Wohngeld bekommst.

So und jetzt los und meld dich mal, wenn du bei der Nr. 1 auf deiner Liste gewesen bist.....

Gruß
violetta00
 
Hi,

ich war bei Nummer 1 auf der Liste leider haben die mich zu einem Jobzenter geschickt, dort werde ich mich morgen melden. Ich bin zuversichtlich das ich morgen den Antragstellen kann.
Ueber Wohnungen weis ich auch ein bissel mehr, meine Schwester hat mir erzählt das ihr Freund eine für 250Euronen hat, ist nicht gross aber reicht für's Erste aufjedenfall.

Ich melde mich morgen wieder.

ciao Jan
 
Ich finde ich musss das noch etwas erklären.

Ich war beim Sozialamt. Dort meinte der Beamte, ohne Job und für Sozialhilfe muss ich zum Jobzenter, wegen HartzIV. Naja, dann bin ich nach Altenkirchen gefahren da wo das Jobz\enter sein sollte, aber ich meiner denkerei ob ich mcih auch klar und deutlich ausgedrückt habe und die zweifel darueber ob die mir dann auch helfen können habe ich das Jobzenter nicht gefunden und bin wieder zurück. Ich habe auch garnicht richtig gesucht geschweige denn irgendwen gefragt - genau das sind symptome des psychoterrors hier. Totale niedergeschlagenheit, das kleinnste hindernis wird zur Zerreißprobe. Ich musste mich wirklich sehr stark anstrengen um überhaupt los zufahren - weil mir alles so aussichtlos vorkam.

cioa Jan
 
Hallo Jan,

Jaa, die leidigen Behördengänge. Davor hatte ich früher auch regelrechte Panikattacken.
Du bist nicht der Einzige, der Angst davor hat, in ein Amt oder ein Büro zu gehen und mit den Menschen dort zu sprechen. Es gibt viele Leute, die sich in diesen Dingen einfach nicht auskennen.

Aber die Leute, die in diesen Behörden arbeiten, bekommen ihr Geld dafür, dass sie andere Menschen beraten - ihnen erklären was sie zu tun haben, oder auch Mal helfen einen Antrag aus zu füllen.
Du musst keine Angst davor haben, jemanden dort um Hilfe zu bitten, wenn du dich mit all diesen Dingen nicht auskennst.
Und wenn du eine Addresse nicht weißt, oder etwas nicht findest - dann trau dich und frag jemanden.
Es ist normal um Hilfe zu bitten, oder sich nach etwas zu erkundigen, was man alleine nicht gefunden hat. Deshalb wird dich niemand auslachen oder für doof halten.

Und mit jedem kleinen Schritt den du geschafft hast, wirst ein wenig selbstsicherer . . . .

Lieben Gruß und viel Erfolg,

Brigitte
 
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