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Mein Kind ist ausgezogen und meldet sich nicht mehr bei mir.

...es ist halt so, es wird dir nichts bringen, wenn wir dir deine Meinung, die du zur Zeit von deiner Tochter hast, bestätigen.

Als Eltern sollte man nie Dankbarkeit von seinen Kindern erwarten, die jibt es nicht. Du hast das alles freiwillig und wohl auch gerne für sie getan oder nicht?

Ich versteh, dass du verletzt bist.

Es stimmt, was Malli sagt. Alles was man seinen Kindern gibt, gibt man von Herzen. Wie heißt es doch "Es ist das Herz das gibt, die Hände geben nur her".
Wir können unseren Kindern nicht etwas geben, in der Erwartung, dass sie diese auch erfüllen. Dann würden wir ja unser Leben und unsere Vorstellungen auf sie übertragen. Sie haben ein Recht auf ihr eigenes Leben mit ihren eigenen Vorstellungen und auch Fehlern.
Auf der anderen Seite haben wir als Eltern auch das Recht, ein wenig "wütend" zu sein. Das mußte ich auch erst lernen. Doch sollten wir uns auch in Selbstkritik üben und Verständnis für die veränderte Situationen aufbringen.
Dabei haben mir persönlich gerade die kritischen Beiträge zu meinem Thread geholfen. Es ist ein langer Lernprozess.

Jedoch halte ich es für sehr wichtig, unsere Kinder wissen zu lassen, dass wir immer für sie da sind und ihnen die Tür offen steht.

AngelikaKlein, ich wünsche dir, dass du schnell aus diesem Gefühlschaos heraus kommst, Abstand gewinnst und mit der Situation umgehen kannst.
Dafür brauchst du viel Kraft, Geduld und Zuversicht.
Das wünsche ich dir.

LG, Banjo
 
😉
Ach, ich fange mich schon wieder ein. Habe gerade Kontakt aufgenommen zu einer Frau, die in unserer Abwesenheit das Haus betreut...und dann erst mal eine Woche weg. Das schafft Abstand.
An Euch- Danke! Und wer es brauchen kann: Viel Glück!
 
Hallo Angelika,

ich melde mich kurz zu Wort als Tochter.

Ich kann allen anderen nur beipflichten. Es ist zwar gut gemeint von dir, bewirkt aber genau das Gegenteil. Außerdem scheint es ja so, als hätte sie das alles nie von dir verlangt?! Vielleicht wollte sie das alles gar nicht und hat sich nur nie getraut euch das zu sagen aus Angst euch enttäuschen zu können?
Wären meine Eltern so gewesen wie ihr, dann hätte ich mich erdrückt gefühlt von den Erwartungen meiner Eltern an mich. Mein ganzes Leben hätte ich nicht gelebt, wie ich es wollte, sondern wie meine Eltern es hätten gewollt. Schon aus moralischen Aspekten hätte ich das Gefühl gehabt, spuren zu müssen, auch wenn es keiner von mir verlangt hätte. Auf kurz oder lang kann man das nicht bis zu seinem Lebensende durchhalten. Ich glaube das was du von deiner Tochter kennst, ist alles nur Fassade, mehr nicht und in Wirklichkeit ist sie ein Mensch, den du nie kennengelernt hast!

Und jetzt ist sie 26! Sie will keine Mutter mehr, die wie eine Glucke um sie herschwirrt, die dazu noch alles von ihr wissen will. Ich denke, mit deinem Verhalten hast du sie vollkommen überfordert. Wie soll man das als Kind alles wieder zurückgeben, was du je für sie getan hast?? Ich muss ehrlich sagen, ich bin froh, dass meine Eltern nie so waren. Von dem her konnte ich viel freier und unbefangener aufwachsen, auch ohne viel Geld und Tamm Tamm! Meine Eltern haben mich immer das machen lassen, was ich für richtig hielt, auch wenn es ihnen nicht gepasst hat, haben sie immer gesagt: Tu was du für richtig hältst. und das konnte ich wörtlich nehmen.

Hast du sie jemals gefragt, warum sie so reagiert?

Sei mir jetzt deswegen nicht böse, aber Kinder, die IMMER AUSNAHMSLOS brav und anständig sind, mit denen kann schon mal etwas nicht stimmen! Meine Meinung...

LG tortelini
 
Hallo AngelikaKlein

Du hast bereits viele gute Antworten bekommen. Ich möchte nur noch auf einen Aspekt hinweisen.

Der Freund Deiner Tochter hat erwähnt, sie habe Angst vor Dir. Da ihr Leben in Deinen Augen über lange Zeit perfekt verlaufen ist, mußt Du davon ausgehen, dass Deine Tochter nicht weiß, ob das überhaupt ihr Leben war, das sie gelebt hat, dass sie das Gefühl haben könnte, vieles gemacht zu haben, weil es von ihr erwartet wurde.

Indem Du die Angst Deiner Tocher abfällig als Feigheit bezeichnest, wirst Du es ihr besonders schwer machen, sich bei Dir zu melden. Da können Jahre vergehen. So viel Zeit, wie Deine Tochter braucht, um sich ein Leben aufzubauen, in dem sie absolut sicher steht, so sicher, dass sie das Gefühl hat, vor ihrer Angst und vor Deinem Urteil als eigenständiger Mensch bestehen zu können.

Günter
 
du redest nur von materiellen werten . haus wnhnung das alles fürs kind und was ist mit liebe ? dein kind hat sich sicherlich wie im goldenen käfig gefühlt .schon dran gedacht ?
 
Als ich den Thread angefangen habe zu lesen ,
habe ich nur gedacht, hier dreht sich alles nur ums Geld ,

finanziell hast Du sicher alles für dein Kind gemacht,
aber wo ist das emotionelle ?
Klar liebt man seine Kinder aber das finanzielle ist nicht alles .
 
Klar liebt man seine Kinder aber das finanzielle ist nicht alles .

So ist es! Ich würde lieber in einer abgeranzten Bude aufwachsen mit wenig Geld, dafür bedingungslose Liebe und Zuneigung erfahren, als in einer Familie, in der das zwischenmenschliche auf der Strecke bleibt, weil Wohlstand und Karriere an erster Stelle steht.

Übrigens noch eine Anmerkung: Da du dich ihr ganzes Leben lang um ihre Angelegenheiten gekümmert hast, wieso solltest du dich dann nicht auch um den "Müll" kümmern, den sie dir hinterlassen hat? 🙄

AngelikaKlein, du musst echt anfangen umzudenken!

Aber jetzt erst mal einen schönen Urlaub! 🙂
 
Hm...normalerweise müsste ich mich sowohl alterstechnisch auf die Seite der Tochter schlagen. Ich weiß auch wie es ist, wenn alle Hoffnungen und Erwartungen der Eltern - teils auch unbewusst, meine sind in ihrer Art nicht "fordernd" - auf einem ruhen, weil man eben einerseits das einzige Kind ist und noch dazu nen gradlinigen und erfolgreichen Start ins Leben (gutes Abi, gutes Diplom) hingelegt hat.

Trotzdem: ich verstehe die Enttäuschung der Mutter eher als die Reaktion der Tochter. Mag sein, dass sie sich von der Mutter - bewusst oder unbewusst - unter Druck gesetzt gefühlt hat. Goldener Käfig? Vielleicht, aber doch keiner, aus dem man nicht raus kann, wenn man es will. Ich verstehe gut den Schritt, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Aber mal ehrlich: Den eigenen Eltern (und damit wohl engsten Bezugspersonen, die man hat) die eigene Adresse und Telefonnummer nicht verraten? Das würd ich verstehen, wenn es ein großes Zerwürfnis, einen schlimmen Vertrauensbruch, Gewalt ect. gegeben hätte. Aber so? Ihr muss doch klar sein, wie schlimm das für ihre Eltern ist. Und wie gesagt: aus dem, was hier geschrieben wurde, sehe ich keinen wirklichen Grund für so eine extreme Entscheidung. Es könnte ja auch sein, dass mal was passiert, dass ihre Eltern mal Hilfe brauchen...ja, ich finde das irgendwo auch verantwortungslos. Man kann sein eigenes Leben doch auch leben ohne die eigene Familie mit einer Kontaktsperre zu belegen.
 
Hallo Angelika,
ich fühle mit Dir, aber ich denke es wird noch einige Zeit dauern bis sich Deine Tochter bei Dir melden wird. Lass ihr Zeit und gib Dir Zeit um den Schmerz zu überwinden! Es lässt sich nichts mehr ändern.
Gruß Lonley62
 
Wer seine 26 jährige Tochter nicht anders benennen kann als "mein Kind" erhebt in meinen Augen einen enormen Besitzanspruch. Diese junge Frau muss irgendwelche Lücken füllen - und das hält KEIN MENSCH AUS. Sei es Tochter, Sohn, Vater, Mutter, Ehefrau oder Ehemann! Kein Mensch ist dazu da, uns in Dankbarkeit versklavt zu sein, für das, was wir gegeben haben! WIR als Eltern sind die Erwachsenen. Und wer sich dazu entscheidet Kinder auf die Welt zu setzen, trägt Verantwortung. Im Prinzip hast du ersts einmal DEINE VERANTWORTUNG erfüllt. Und deshalb muss dir deine Tochter NICHTS! Ganz im Gegenteil. WIR MÜSSEN etwas als Eltern, uzw. LOSLASSEN.🙂
 

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