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Mein Inneres Kind!

  • Starter*in Starter*in Püppi83
  • Datum Start Datum Start
Ja, mein Partner und ich reden darüber. Ich muss nur aufpassen, dass ich ihn damit nicht zu sehr belastet, weil er selber in Therapie ist, weil er leider zwei Kinder verloren hat. Meine Überforderung spiegelt sich darin wieder, dass ich mich gerade unfähig fühle, für mich zu sorgen und immer alles hinterfrage. Und Geduld ist auch nicht meine Stärke. Am liebsten würde ich einfach ganz normal weiter leben, ohne mich weiter mit früher und dem Inneren Kind zu beschäftigen. Nicht missverstehen, ich liebe mein Inneres Kind, habe auch schon oft geweint, wenn ich daran denke, dass es irgendwann wieder weg ist, aber ich möchte einfach mein Leben leben. 🙁
 
Ja, mein Partner und ich reden darüber. Ich muss nur aufpassen, dass ich ihn damit nicht zu sehr belastet, weil er selber in Therapie ist, weil er leider zwei Kinder verloren hat.
Oh... das ist schlimm 🙁 Sehr schlimm 🙁 Das tut mir leid. Schön, daß ihr euch gegenseitig Halt geben könnt.

Am liebsten würde ich einfach ganz normal weiter leben, ohne mich weiter mit früher und dem Inneren Kind zu beschäftigen.
Und genau das ist der Punkt. Geduld ist zwar nicht deine Stärke, aber du wirst das aushalten. Deinem inneren Kind zuliebe, dir zuliebe. Du hast da gar keine Wahl, also hör auf darüber nachzudenken. 😉 Geh einfach den Weg der nötig ist. Nein ehrlich, es gibt keine andere Option.

Und du brauchst auch nicht weinen weil es irgendwann weg wäre... das innere Kind bleibt immer, immer bei dir.
Irgendwann ganz still und vergnügt in einer hinteren Ecke, wo du jederzeit kurz vorbeischaust und guckst ob alles in Ordnung ist. Dann umarmst du es kurz und freust dich, daß es ihm gut geht, und gehst wieder zum Alltag. Das ist das Ziel.
Um zu diesem Ziel zu kommen, mußt du das schon genannte lernen, und anwenden. Step by Step. Immer und immer wieder. Ich denke einige Beiträge hier lohnen sich auch nochmal gelesen zu werden beizeiten.

Du mußt dir dein inneres Kind wie ein kleines wildes Tier vorstellen, das immer nur schlecht behandelt wurde. Selbst wenn du plötzlich "nett" bist, wird das Vertrauen lange brauchen um zu keimen. Und jeder Rückschritt wird es wieder verschrecken. Also wieder von vorne. Immerhin kannst du schon mit ihm reden, das ist schon sehr sehr weit ...

Glaub mir, es lohnt sich 🙂
 
Ich glaube ich habe keine Ahnung von deiner Materie.
Ich habe meine Probleme gelöst, indem ich auf die Suche zu meinem inneren Selbst gegangen bin.
Ich habe sozusagen eine Schale gesucht, in der alles von mir existieren darf zu gleichen Teilen.
Für mich ging es nur darum die Anteile gerecht aufzuteilen.
Ich habe meditiert, mich mit Esotherik beschäftigt, mit der Aura und den Energiezentren, mit Gott und jesus Christus, der Buddhismus entsrach eher meinen Gefühlen, tibetischer Heilkunde, und natürlich der Psychologie Gestik und Mimik.
Einfach alles was es wissenswertes gab und mir auf meinem Weg half.
Gefolgt bin ich meiner Inneren Stimme, die unersättlich war im lernen und Wissen wollen.

Warum zb. Energiezentren, nur so zu Erklärung. Ich habe wenn ich am Tisch saß und gegessen habe, plötzlich ein unerklärliches leichtes vibrieren in meiner rechten Wade wahrgenommen. Ich wollte wissen was das für ein Gefühl ist.
Gelernt habe ich aus meiner Familie, solchen Gefühlen keine Beachtung zu schenken, "das redest du dir nur ein" Sätze.
Damit wollte ich mich nicht mehr abspeisen. Das ist mein Körper, und ich will wissen woher das kommt.
Für alles gibt es eine Erklärung, manchmal muß man länger suchen, und manchmal noch länger. 08/15 Erklärungen hat jeder.
Ich fand heraus das dort wo ich das Gefühl eines kleinen Ventilators wahrnahm in meiner Wade, das dort ein Energiezentrum sitzt. Und so langsam konnte ich mir so einige Unerklärlichen Wahrnehmungen erklären, die mich früher ablenkten und unsicher machten, mich unnormal fühlen ließen. Weil andere fühlten das nicht bei sich.

Je mehr ich die Erklärungen für meine Gefühle fand, desto selbstsicherer wurde ich, das ich meinem Körper vertrauen kann.

Zu meinem Selbst fand ich durch Meditation und dem Wunsch mich zu heilen, und es war ein tiefgehender Prozeß, nicht möglich hier einfach so reinzuschreiben.

Liebe Gedanken an dich Püppi.
 
Wie bist du darauf gekommen, nach einem Innern Kind zu suchen?
Das ist ein Teil von uns allen, das kannst du nicht entfernen oder umbauen.
Du kannst Erinnerungen an früher nicht löschen, nur diese akzeptieren.
Du kannst nichts dafür, für das was da früher mit dir passiert ist, wenn andre dir was angetan haben.
Es braucht Zeit, Geduld und Mut, um zuzugeben, daß es ein Problem gibt, und dann nach einer Lösung zu suchen.
Auch wenn du dir selbst für deine Taten vergeben mußt, dann kann dieser Prozess sogar noch schwieriger sein.
Der Weg zur Vergebung ist alles andere als leicht.
Dazu mußt du deine Eigenwahrnehmung trainieren und verstehen, daß das Leben eine Reise und kein Sprint ist.
Dann kannst du lernen, dir selbst zu vergeben.
Manchmal erzeugen die Erinnerungen solch unangenehme Gefühle; Finde heraus, warum du dich so fühlst.
Jeder macht ab und zu im Leben Fehler.
Glaube nicht, daß ein Versagen bezüglich einer Sache – sei es im Job oder in der Beziehung – dich zu einem schlechten Menschen macht.
Du mußt zuerst erkennen, daß du nicht für die Taten anderer Menschen verantwortlich bist.
Ein Schritt in Richtung Selbstvergebung ist, aus seinen Fehlern zu lernen.
Dein Leben stagniert, wenn du ständig darüber nachdenkst, was du getan oder nicht getan hast.
Konzentriere dich besser auf die Gegenwart und darauf, was du zukünftig in deinem Leben besser machen kannst.
 
Vielen lieben Dank, dass ihr versucht, mir wortwörtlich in den A*** zu treten und die Augen zu öffnen.
Ich weiß nicht, ob ihr es kennt, aber oftmals steht man sich selber im Weg, wenn man alles hinterfragt und sich selber fragt, wie man es anstellen soll. Am liebsten hätte man eine Anleitung dafür. Aber die wird es in einem Fall wie meinem nicht wirklich geben.

@pecky-sue

Wenn du magst und es dir nicht zu viel wird, dann kannst du ja mal Begriffe wie Das Innere Kind und Dissoziative Identitätsstörung nach schlagen beziehungsweise lesen. Beides sind sehr interessante aber auch komplexe Themen und man erfährt bzw. lernt viel über sich. 🙂
 
Ich weiß nicht, ob ihr es kennt, aber oftmals steht man sich selber im Weg, wenn man alles hinterfragt und sich selber fragt, wie man es anstellen soll.

😀 😀 😀 Ohhh wie gerne würde ich es nicht kennen! 😱 Ich stehe mir jetzt schon seit einer Woche selbst im Weg. Und das bei einer Sache, bei der ich ganz genau, haargenau weiß, wie ich sie lösen kann. Aber die innere Hürde ist einfach zu groß. Im Moment. In 5 Minuten versuche ich es wieder. Ich könnte mich auch - wie früher - darüber irrsinnig ärgern, mich verschließen, und es dann gar nicht mehr hinkriegen. Tu ich nicht mehr. Die Hürde ist nunmal da, und ich weiß warum sie da ist. Ich muß nur immer wieder versuchen rüber zu krabbeln 😉

Also: alles gut, verzeih dir das. So ist das Leben. Immer wieder von neuem Anpacken ist die Devise. Und irgendwann mal zurückschauen, denn man schafft dadurch doch immer ein kleines Stückchen mehr als man denkt 😉


Nein, die Anleitungen gibt es nicht. Die mußt du selbst herausfinden, sonst bringt es ja auch nichts. Dein inneres Kind ist ja nicht ansatzweise so wie meines, oder die anderer Menschen. Hab Geduld mit dir (ja ich weiß, fällt dir schwer, aber du hast ja keine Wahl. Atme durch.), und vielleicht bringen dir die Anregungen hier ja etwas für einen schnelleren Fortschritt bei der weiteren Arbeit mit deinem Therapeuten.
 
Oh doch, das kenne ich auch sehr gut. Und nicht nur in einer Hinsicht. 🙂 Ich hatte auch versucht allein mit dem Inneren Kind zu arbeiten, hatte mir auch Bücher dazu gekauft, doch damit bin ich kein Stück weiter gekommen, überall stand, man sollte mit schönen Erinnerungen anfangen und dann weiter arbeiten, hatte auch direkt ein Arbeitsbuch dafür, doch genau da war die Hürde, ich hatte nicht nur keine guten Erinnerungen, ich hatte gar keine. Meine Schuldgefühle, weil ich es nicht geschafft hatte, den unmenschlichen Anspruch an mich, die Löcher meiner Mutter zu stopfen, nicht erfüllen konnte. Ich fühlte mich als unendlich schlechter Mensch, das verschloss alles. Und dann hatte ich das riesige Glück, nach 20 Jahren immer wieder Therapie, stationär, teilstationär, ambulant, endlich die für mich richtige Therapeutin zu finden. Sie folgte genau dem, was ich brauchte. Endlich kein Therapeut, der mir ohne nach links und rechts zu sehen, nur das beibringen wollte, was er dachte, dass ich es brauchte. Doch intellektuell war mir schon lange nichts mehr beizubringen, bei mir fehlte es enorm auf der Gefühlsebene. Und SIE gab sie mir. Wir wechselten ständig die Formen der Therapie, sie stellte sich ein auf mich und führte mich immer in die richtige Richtung. Ich bin sehr dankbar für ihre Flexibilität.

Warum schreibe ich das jetzt hier? Ja, ich wusste, ich brauche Anleitung und ich bekam sie. Und ich war auch selbst weit genug für diese Form der Therapie. Mit jemand anderem wäre ich nie so weit gekommen. Es gibt sie, diese Anleitungen. Wenn man Glück hat, den richtigen Therapieplatz dafür zu finden. Wie gesagt, die Bücher konnten mir kein Stück weit helfen, weiß auch nicht, ob das für Leute richtig und ausreichend ist mit posttraumatischen Belastungsstörungen.

Lieben Gruß, kiablue
 
Also an Büchern bin ich auch interessiert, aber oftmals helfen auch persönliche Erfahrungen von anderen Betroffenen. Im April beginnt meine neue ambulante Therapie und im September möchte ich noch einmal einen stationäre Therapie an der Nordsee machen. Vielleicht komme ich mit Hilfe der Therapien mit meiner Arbeit am Inneren Kind ein Stück weiter. Ich möchte gerne in ein paar Jahren arbeiten gehen und werde daher bis dahin noch einmal alles für meine Gesundheit tun. Ich erhoffe mir eine Einstellung im Öffentlichen Dienst, damit ich meinem Freund und später auch meinem "echten" Kind etwas bieten kann.
 
@AE

Wenn du beispielsweise missbraucht wurdest, dann kommen oftmals diese Gedanken von ganz alleine.
Ich könnte meinen Peiniger gerade auch wieder zerfleischen. Am liebsten würde ich mit allem an die Öffentlichkeit gehen, aber dann muss ich in´s Gefängnis, weil ich ja vermeintliche lüge. :mad:

Entschuldige, die Aussage von dir kommt aus einem anderen Thread. Ich habe eine Frage dazu, aber die paßt dort nicht rein. Da dachte ich - eher vielleicht hier.

Wer sagt, du kommst ins Gefängnis, weil du lügen würdest? Warst du mal bei einem Anwalt?

Ganz ehrlich, bei so einem Hintergrund MUSS dein inneres Kind ja vor Wut brüllen. Vor allem wenn du es nicht ins Reine bekommst. Und der Hass, der in die schwelt, ist bestimmt kaum auszuhalten, hm? Da gibt es aber Wege raus.

Ich finde deine Ansatzpunkte mit den Therapien sehr gut. Denn dieser Punkt muß bei dir wohl ganz dringend aufgearbeitet werden. Ich würde dir raten, für die unterschiedlichen Therapiestandorte, eine Liste bereitzulegen. Damit du kein wichtiges Detail bei der Aufarbeitung einfach verdrängen kannst.
Ich drücke dir die Daumen, daß das mit der Therapie im September klappt 🙂 Und wünsche dir für April dann ganz viel Kraft und Motivation! 🙂
 
Entschuldige, die Aussage von dir kommt aus einem anderen Thread. Ich habe eine Frage dazu, aber die paßt dort nicht rein. Da dachte ich - eher vielleicht hier.

Wer sagt, du kommst ins Gefängnis, weil du lügen würdest? Warst du mal bei einem Anwalt?

Ganz ehrlich, bei so einem Hintergrund MUSS dein inneres Kind ja vor Wut brüllen. Vor allem wenn du es nicht ins Reine bekommst. Und der Hass, der in die schwelt, ist bestimmt kaum auszuhalten, hm? Da gibt es aber Wege raus.

Ich finde deine Ansatzpunkte mit den Therapien sehr gut. Denn dieser Punkt muß bei dir wohl ganz dringend aufgearbeitet werden. Ich würde dir raten, für die unterschiedlichen Therapiestandorte, eine Liste bereitzulegen. Damit du kein wichtiges Detail bei der Aufarbeitung einfach verdrängen kannst.
Ich drücke dir die Daumen, daß das mit der Therapie im September klappt 🙂 Und wünsche dir für April dann ganz viel Kraft und Motivation! 🙂


Hallo, dir vielen lieben Dank für deine Wünsche. Wenn ich ehrlich bin, kommen die Aggressionen vom Inneren Kind. Zum meinem Leid hat sie auch noch starke Aggressionen gegen Kinder. Sie würde am liebsten anderen Kindern genau die Gewalt antun, also die ihr damals widerfahren ist. Missbrauch, Mobbing etc.! Daher meinte ich auch, dass ich ihr auch ihre Grenzen aufzeigen muss. Ich habe dies also nicht ohne ernsthaften Grund geäußert.

Noch kurz zu der anderen Thematik. Wenn man Anzeige erstattet und es erfolgt keine Anklage, weil man die Taten nicht beweisen kann oder im Glaubwürdigkeitsgutachten als Lügnerin hingestellt wird, dann kann es passieren, dass man selbst vor der Anklagebank landet weil man ja eine Straftat "vorgetäuscht" hat und die Behörden ohne ersichtlichen Grund einschreiten mussten. Mir hat die Staatsanwaltschaft damals am Telefon mitgeteilt, dass ich froh sein soll, dass die Akte im Archiv gelandet ist. Und wenn ich, die ja als Lügnerin hingestellt wird, unter diesen Voraussetzungen an die Öffentlichkeit gehe, kann es auch passieren, dann ich vom eigentlichen Straftäter auf Schmerzensgeld oder Schadensersatz verklagt werden. Und da ich mit Sozialhilfe dies nicht zahlen kann, muss ich eben ersatzweise dies absitzen.
 

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