Oh doch, das kenne ich auch sehr gut. Und nicht nur in einer Hinsicht. 🙂 Ich hatte auch versucht allein mit dem Inneren Kind zu arbeiten, hatte mir auch Bücher dazu gekauft, doch damit bin ich kein Stück weiter gekommen, überall stand, man sollte mit schönen Erinnerungen anfangen und dann weiter arbeiten, hatte auch direkt ein Arbeitsbuch dafür, doch genau da war die Hürde, ich hatte nicht nur keine guten Erinnerungen, ich hatte gar keine. Meine Schuldgefühle, weil ich es nicht geschafft hatte, den unmenschlichen Anspruch an mich, die Löcher meiner Mutter zu stopfen, nicht erfüllen konnte. Ich fühlte mich als unendlich schlechter Mensch, das verschloss alles. Und dann hatte ich das riesige Glück, nach 20 Jahren immer wieder Therapie, stationär, teilstationär, ambulant, endlich die für mich richtige Therapeutin zu finden. Sie folgte genau dem, was ich brauchte. Endlich kein Therapeut, der mir ohne nach links und rechts zu sehen, nur das beibringen wollte, was er dachte, dass ich es brauchte. Doch intellektuell war mir schon lange nichts mehr beizubringen, bei mir fehlte es enorm auf der Gefühlsebene. Und SIE gab sie mir. Wir wechselten ständig die Formen der Therapie, sie stellte sich ein auf mich und führte mich immer in die richtige Richtung. Ich bin sehr dankbar für ihre Flexibilität.
Warum schreibe ich das jetzt hier? Ja, ich wusste, ich brauche Anleitung und ich bekam sie. Und ich war auch selbst weit genug für diese Form der Therapie. Mit jemand anderem wäre ich nie so weit gekommen. Es gibt sie, diese Anleitungen. Wenn man Glück hat, den richtigen Therapieplatz dafür zu finden. Wie gesagt, die Bücher konnten mir kein Stück weit helfen, weiß auch nicht, ob das für Leute richtig und ausreichend ist mit posttraumatischen Belastungsstörungen.
Lieben Gruß, kiablue