Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mein Inneres Kind!

  • Starter*in Starter*in Püppi83
  • Datum Start Datum Start
Hallo CHOcell, natürlich sind deine Worte für mich verständlich. Ich komme nur nicht damit klar, dass sie all das, was du beschrieben hast, weiterhin bei anderen Menschen sucht, wobei "wir" einen Freund haben. In diesem Punkt komme ich einfach nicht weiter. Manchmal komme ich daher auf den Gedanken, meine jetzige Beziehung zu beenden, weil ich unter anderem das Gefühl habe, meinem Partner nicht all die Liebe, die er verdient hat, geben zu können und ihn damit zu verletzen. Und ich möchte ihn nicht verletzen. Vielleicht bedarf es aber wirklich noch etwas Geduld. Wobei Geduld nicht meine große Stärke ist.

Mein Inneres Kind ist zwischen 5-7 Jahre alt.

Ich verstehe nicht ganz: Du hast einen Freund und denkst dein inneres Kind sucht bei anderen etwas?
Verlangst du das er dir all das gibt, was du brauchst?
Gibt er es dir nicht und es sucht bei anderen etwas?

All das musst doch du ihr geben, nicht dein Freund oder andere. Mir scheint du siehst dein inneres Kind noch nicht gnaz. Bist nicht verbunden. Du schreibst ja Spagat. Es ist kein Spagat. Es ist eine gnaz natürliche Sache. Dein Kind ist traurig,lasse es weinen. Dein Kind möchte Spass haben, suche dir etwas was dir Spass bringt. Es brauhct viel Aufmerksamkeit,mehr als du geben kannst? Sag ihr leibevoll, das du es siehst spürst und das du dich bemühst, für es da zu sein.
innere Gespräche finde ich wichtig. Dasein, spüren was ist und es zulassen,was ist. Nicht wegmachen, was ist.

Und zu deinen Freund. Wieso denkst du hat er Liebe verdient und wieso von dir?
Und siehst du das du Liebe "verdienst"?
Ich denke jeder muss sich selbst lieben, tut er das, fliesst Liebe einfach.. Da ist nichts mit geben müßen, sondern man liebt und die Liebe fließt frei.
 
Die Arbeit mit dem inneren Kind war auch Bestandteil meiner Therapie. Ist schon eine Weile her.

Mich erschreckt gerade ein bisschen Dein "Wir-Denken". Ich bin gerade etwas unter Zeitdruck und kann das jetzt nicht so ausführen, weil ich darüber nachdenken muss.

Ins Unreine gesprochen: Zwar ist das innere Kind insofern "da", als das es durch die Emotionen, mit denen Du auf bestimmte Situationen reagierst, aus Dir spricht, aber es hat keinen Erlebensanteil an Deinem Jetzt. Wenn Du zum Beispiel meinst, dass das innere Kind Deinen Freund ablehnt, dann bist Du es, die ihn ablehnt, er macht Dir Angst, ist Dir zu groß, zu grob und zu laut. Es wäre jetzt nicht dein Job, das innere Kind sozusagen zu überzeugen, dass er schon passt, sondern danach zu schauen, was dieses Erschrecken auslöst und ob Du in Deinen Wünschen zu Dir ehrlich bist.
 
Also ich spreche in der "wir-Form" weil sich wie gesagt mein Inneres Kind abgespalten hat und somit eine eigene Persönlichkeit mit eigenen Bedürfnisse etc. ist. Mein Inneres Kind meint auch oft, dass sie sich so verhält, um mich zu belehren, weil ich früher nicht auf uns aufgepasst habe. Aber wie hätte ich es als Kind tun sollen?

Und nein, ich möchte keinen Mann, der radikal in seinem Verhalten ist. Ich denke, weil ich radikales Verhalten früher oft erfahren habe. Ich habe mit ihm schon darüber gesprochen und wie gesagt, er arbeitet an sich. Er hat auch aufgrund meiner Gewalterfahrungen Angst mit mir zu schlafen. Er möchte mich nicht verletzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich könnte gerade weinen. Ich denke schon, dass mein jetziger Freund der richtige Partner für mich ist.
Das Problem ist "nur", dass ich wie gesagt Gewalterfahrungen erlebt habe und mein Freund beim Geschlechtsverkehr sehr kraftvoll und leidenschaftlich ist. Er meinte auch mal, dass sich die Frauen nach dem Sex mit ihm darüber "beschwert" haben, dass er ihnen weh getan hat. Aber eben nur, weil er sehr fest zu packt. Er ist einfach so. Er ist nun mal groß, kräftig und stark. Ich möchte ihn deshalb nicht verlieren. Was soll ich denn nun machen?
 
Hallo Püppi,
Was sollst du machen, wenn dein Freund sonst gut zu dir ist, das mit den Sex kann man/dein Freund und du auch lernen. Um so schöner wird es, je mehr ihr euch aufeinander einstellt und aneinander gewöhnt beim Sex.

Ich bin nicht sicher, aber irgendwie hört sich das nicht wie ein inneres Kind an. Deine Beschreibung hört sich eher an als wäre es eine Stimme eines Erwachsenen. Nun, ich kenne mich mit Persönlichkeitsabspaltungen nicht aus, scheint mir.

Ich habe auch mehrere Stimmen im Kopf, sage ich mal so, aber im Notfalle entscheiden mein Logisches Denken und mein Herzgefühl.
Meinem Herzgefühl, gemischt mit meinem logischen Denken konnte ich immer vertrauen.
Meinem inneren Kind könnte ich nicht vertrauen, weil das viel zu naiv ist.
Wenn es mir schlecht geht, bleibt immer noch mein logisches Denken und mein Herzgefühl. Es könnte sogar mein logisches Denken ausfallen, auf mein Herzgefühl kann ich mich verlassen.

Darum schreibe ich, ich kann mir das nicht so recht vorstellen, wieso das so getrennt wird bei dir.
Entweder ist dein inneres Kind älter, oder es ist dein rationales Denken, das du mit deinem Inneren Kind verwechselt.
Vielleicht habe ich auch keinen Plan von der Problematik😱

Bist du dann zwei verschiedene Menschen im täglichen. oder wie verhält sich das.

Kennst du die Transaktionsanalyse?
Ist es das was du beschreibst?

Entschuldige die vielen Fragen!

Liebe Grüße Pecky
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, also aufgrund von traumatischen Erlebnissen kann der Mensch die Dissoziative Identitätsstörung, ehemals Multiple Persönlichkeitsstörung entwickeln. In meinem Fall ist es die Teilung zwischen einem Erwachsenen und dem Kind. Kinderanteile soll es bei diesem Krankheitsbild oft geben. Die Dissoziative Identitätsstörung soll eine Schutzfunktion des Menschen sein, um vor allem Missbrauchserfahrungen zu überleben.

Mein Inneres Kind ist also eine selbstständige Person mit eigenen Bedürfnissen, Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmuster. Und ja, ich schlüpfe auch ab und an in die Rolle des Kindes.

Im Rahmen zweier Klinikaufenthalte wurde diese Krankheit bei mir diagnostiziert. Eine Klinik davon hat dann die Therapie nach vier Wochen abgebrochen, weil meine Mitpatienten mit meinem Kind nicht klar kamen.

Und nun versuche ich die Bedürfnisse meines Kindes wahr zu nehmen und zu befriedigen, ihr aber gleichzeitig ihre Grenzen aufzuzeigen.
Neben dem Beschriebenen habe ich heute Gedanken und Gefühle, die aus Erfahrungen von früher resultieren.

Jeder Mensch hat ein Inneres Kind. Das Innere Kind spiegelt die Gefühlswelt wieder, während der Erwachsene mit dem Verstand gleich zu setzen ist. In meinem Fall weiß ich, dass alles (übertriebene Sucht nach Liebe und Zuneigung in emotionaler und sexueller Form) von ihr ausgehen!
Ich hoffe, dass sich irgendwann beide Teile wieder miteinander vereinen.

PS: Die Transaktionsanaylse kenne ich nicht. Magst du mir dieser näher bringen?
 
Liebe Püppi, auch ich kenne das, dass sich das Innere Kind abgespalten hat. Um es überhaupt finden zu können, musste ich eine Schematherapie machen und eine Traumatherapie. Ich hätte nie die "Wir"-Form genutzt, um eine Verbindung herzustellen. Für mein Gefühl geht man dann ja wieder über dieses Kind hinweg.

Ich versuche ihr dann immer zu verstehen zu geben, dass sie ich und unser aktueller Freund auch ihr Freund ist.

Ich glaub, Weidebirke schrieb das auch schon: Du gehst damit über das Kind hinweg. Um es aber zu finden, musst Du allein auf das Kind eingehen und schauen, welches Problem dieses Kind hat und es lösen. Das Kind ist Dir ausgeliefert. Wenn ihr Problem gelöst ist, dann musst Du ihr nichts mehr zu verstehen geben, sie muss dann nichts mehr verstehen, sie versteht dann.

Bei mir hat es sehr lange gedauert, bis ich mein Inneres Kind überhaupt fand. Ich konnte es dann sehen. Bekam aber keinen Kontakt. Sie ließ mich aber zu, ich durfte dabei sein, ich durfte es sehen. Aber sie brauchte nie Worte. Ich lernte, etwas für sie zu tun. Sie als Erwachsene aus bedrohlichen Situationen zu befreien. Aber es dauerte sehr lange, bis ich sie trösten durfte.

Um den Kontakt überhaupt erst mal herstellen zu können, schickte mich meine Therapeutin z. B. in den Wald. Ich sollte dem Kind den Wald zeigen. Lauter so kleine Sachen. Ich fand es bald. Ich sah ein tottrauriges Gesicht. Und bis ich ihr dann wirklich mal selbst helfen konnte, brauchte es auch erst mal einen Zwischenhelfer. Einen Indianer mit sehr viel Weisheit, der nur Liebe zeigte, nie sprach.

Und irgendwann fand ich auch das Kind in heutigen aktuellen Situationen, wo es sehr verletzt wurde. Ich lerne, diese Situationen auseinander zu nehmen und den Punkt zu suchen, wo die Verletzung her kam. Ich kann jetzt mein Kind heraus nehmen und für es da sein. Es trösten, ihm erklären, dass nicht das Kind schuld ist, sondern die Erwachsenen, die aber auch nicht wissen, dass das Kind so leidet. So kann es lernen und wachsen. Ich spüre auch den Unterschied. Die Erwachsene kann ganz gut umgehen mit solchen Situationen. Aber das Kind ist schwer verletzt und bewegungsunfähig. So habe ich gleichzeitig mein Kind gefunden, ihm geholfen, sich weiter zu entwickeln und meine Kindheitserfahrungen aufzuarbeiten. Es ist nicht alles einfach weg und ich muss durchaus immer wieder aufpassen auf das Kind. Aber Verletzungen sind so heilbar und machen mich stärker für den Alltag.

Übergehe Dein Kind nicht und zwinge es nicht, Situationen als gut zu sehen, die es nicht als gut sehen kann. Nimm es an mit seinen Ängsten. Sonst vertraut es Dir nicht. Es ist ja schwer verletzt worden von Erwachsenen, was Du ja jetzt auch bist. Nur Du selbst kannst ihr die Liebe noch geben, die sie immer vermisst hat. Das kann niemand mehr im Außen. Das Loch kannst nur noch Du selbst füllen.

Lieben Gruß, kiablue
 
Ah ok, du bist da also viel viel weiter als ich am Anfang dachte, entschuldige. Dann ist das ja alles nicht neu für dich grundsätzlich. 🙂
Bist du denn jetzt noch in Behandlung, damit es weitergeht? (oder habe ich das überlesen? Wenn ja, sorry)

"Grenzen aufzeigen" hört sich schon nach einer Art innerem Kampf an.
Nochmal, das Ziel ist es, dem Kind soviel Halt und Wärme zu geben, daß es sich sicher fühlt und mit leiser Stimme seine Einwände innerlich kund tun kann. Dann schlüpft "man" auch seltener in die Rolle, denn dann hat das Kind gar nicht mehr den Drang voranzupreschen. Denn was die Kinder wollen ist Ruhe, Herzenswärme und Harmonie.

Auf dem Weg dahin wird es natürlich seine Grenzen austesten - und da ist es sehr wichtig, wie du darüber denkst. "Grenzen aufzeigen" kann in dem Fall zu hart sein. Denn das Kind rebelliert, weil es sich wieder nicht ernst genommen gefühlt hat von dir - obs nun wahr ist oder nicht. Wenn du nur eine Grenze setzt ohne darauf einzugehen, bevormundest du wieder. Das macht alles schlimmer. Geh auf es ein, nimm es ernst. Sehr ernst. Es ist das wichtigste in deinem Leben.
Siehe das Beispiel mit deinem jetzigen Partner... du weißt eigentlich, wo die wirkliche Problematik liegt. Möchtest aber dein Kind am liebsten mundtot machen, anstatt andere Wege zu finden. Das geht so nicht. Hab dich lieb und sorge für dich!


Das alles ist natürlich nur passend, wenn das, was du inneres Kind nennst, wirklich das innere Kind im eigentlichen Sinne ist. Es kann durch die Dissoziation ja noch ein weiterer Teil abgespalten sein, mit dem du anders umgehen mußt, da kann ich dann aber nichts zu sagen. Da müßte ein Fachmann ran.

So, hm. Ich kann ja nur nach dem gehen was ich von dir gelesen habe und da etwas versuchen zu helfen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Falls ich mich in einigen Dingen irre, nimm mir das nicht übel ja 🙂
 
Hallo, ich bin gerade total überfordert und wieder den Tränen nah. Aber keine Sorge, ich nehme keinen Beitrag übel. Ich bin ja für jede Meinung, Anregung und Kritik sehr dankbar. Ihr merkt ja selber, dass ich anscheinend noch eine falsche Vorstellung von der Fürsorge meines Inneren Kindes, folglich meiner Person habe. Ob ich noch weitere Persönlichkeitsanteile in mir habe, kann ich nicht sagen. Bewusst ist mir nur Püppi, so heißt mein bisher wahrgenommenes Innere Kind. Ich habe letztens meinen Freund gefragt, ob ihm noch weitere Persönlichkeiten aufgefallen sind, aber er meinte NEIN. Und wenn ich ehrlich bin, hoffe ich, dass ich keine weiteren Persönlichkeiten habe. Und ja, ich bin in Behandlung, sowohl ambulant als auch stationär.
 
Das ist schön 🙂
Ja, niemand sagt daß es ein leichter Weg ist. In dem tollen Beitrag von kiablue liest du deutlich, welch langer Weg es sein kann. Also hab Geduld mit dir, ja?
Du mußt dir immer vor Augen halten, du hast es als Kind ja nicht gelernt, wie man mit Kindern umgeht und ihr Vertrauen gewinnen kann. Du hast nie gelernt zu vertrauen, kann das sein?
Aber das kannst du beides lernen. 🙂 Das wirst du lernen.

Ich finde es übrigens toll, daß du mit deinem Partner darüber reden kannst. Ist er mitfühlend?

Was macht dir das Gefühl der Überforderung? Wein ruhig. Das Kind in dir darf doch weinen, wenn ihm danach ist. Weint ihr zusammen?
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben