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Mein inneres Kind hält mich vom Erwachsen werden ab !

Das wird jetzt wohl für ein paar Lacher sorgen, ist aber absolut ernst gemeint. Ich bin ein Mensch der sich seines inneren Kindes vollkommen bewusst ist, leider kommt dann aber auch schon das Problem. Das innere Kind hängt an mir wie eine Klette, es will zufrieden gestellt werden, es will bespasst werden , es sagt mir was gut ist und was nicht, es sagt mir das können wir noch nicht, es kommt mit der Erwachsenenwelt da draussrn nicht klar usw. Kurz gesagt, mein inneres Kind bremst mich total aus. Es findet kein Dialog statt, es geht immer um die Befriedigung seiner Bedürfnisse. Ich weiß genau wie es zu diesem Ungleichgewicht gekommen ist und das zu wissen fühlt sich ungemein gut an. Ich habe meine Mutter nicht mehr gesehen seit ich 12 bin, jetzt bin ich 34. Sie war weg, es gab in 22 Jahren eine Karte und als ich sie fragte vor etwa 10 Jahren ob wir uns sehen könnten , gab es eine Absage. Wie sehr mich dieses Ereigniss in meinem Lebn geprägt hat, kann sich hier wahrscheinlich keiner vorstellen. Aber ich lebe gut damit, was sich aber als Schutzfunktion in all den Jahren aufgebaut hat ist ein immer werdendes großes Kind, was sich von Jahr zu Jahr mehr dagegen streubt Erwachsen zu werden. Ich renne jetzt nicht mit Schnuller und Fix und Foxi Heft rum , aber auch in meinen Interessen spielt dieses innere Kind eine große Rolle. In den letzten Jahren habe ich mir oft ein eigenes Kind gewünscht, ob ich mit diesem Wunsch nur bezwecken wollte meinem eigenen Kind den Raum zu nehmen weiß ich nicht.
Also wer kann mir sagen wie man zu einer verträglichen Koexistenz seines Erwachsenen Ichs und seines Inneren Kindes kommt ?
Oder wem geht oder ging es mal genauso ?
 
Das hört sich an, als würdest du dich sehr mit Psychologie befassen, bzw. schon lange in therapeutischer Behandlung sein - die wenigsten wissen nämlich vom "inneren Kind" und dessen Ursachen und Auswirkungen.
So paradox es klingt, der beste Weg ist, dieses abzubrechen.
Solche Behandlungen bewirken oft das Gegenteil und je länger man grübelt und denkt, man erhalte Durchblick und könne die Vergangenheit verstehen, desto verzweifelter wird man und umso weniger Raum lassen einem die erfreulichen Dinge des Lebens, die ganze Gegenwart, die eigene Persönlichkeit und Zukunftspläne.
Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung.
Das einzige, was mir half, war das Absetzen des Antidepressivums, das Abbrechen der langjährigen Therapie, auch den jährlichen Aufenthalten in Trauma-Kliniken, Sport und der Blick für die Gegenwart und Zukunft.
Seitdem geht es mir endlich wieder richtig gut!
Böse Zungen können jetzt behaupten, dass ich alles verdränge und das böse Erwachen irgendwann noch kommt.
Aber ich lebe ganz bewusst mit der Vergangenheit, war schon zu lange in Therapie, um mir dieser nicht bewusst zu sein, hatte Depressionen, nahm etliche Kilos zu, war zu nichts mehr fähig, da ich mich nur mit der Vergangenheit beschäftigte und dem Burn-Out und Suizid gerade noch entkommen. Lange hätte ich das nicht mehr so weitermachen können.
Der einzige Weg war, die Vergangenheit wirklich Vergangenheit sein zu lassen und nicht weiter daran rumzudoktern..
Ich wünsche dir viel Kraft, Hoffnung und Mut!
 
Schreib doch mal bitte ein paar konkrete Beispiele von Situationen, in denen dich dein "inneres Kind" im Alltag stört und dich in deiner persönlichen Entfaltung behindert. Ich kann mir nämlich nicht richtig vorstellen inwiefern sich das bei dir äußert; wenn dein Chef dir z.B. eine Anweisung gibt, wirst du daraufhin ja wohl kaum schmollend in der Ecke sitzen (das stelle ich mir zumindest darunter vor 😀).

Hast du denn auch positive Erfahrungen mit deinem inneren Kind? Ein bisschen den spieltrieb und eine kindliche Freude erhalten ist doch nämlich eigentlich zeimlich gut und meiner Meinung nach sogar fast unverzichtbar für ein ausgefülltes Leben.
 
Klingt irgendwie multipel...Du wirst von einer kleinen Person in dir kommandiert. Wie ätzend.
Wenn die Person mit dir reden kann, kannst du dann auch zu ihr sprechen?
Ihr sagen, wann sie gefälligst still sein soll?

Die Zeugung eines echten Kindes halte ich als Therapeutikum für eine schlechte Idee.
 
meiner meinung nach....
meldet sich
"das innere Kind"(Begriff für das kleine Wesen, das wir einmal waren)
vorwiegend in Stresssituationen, wenn wir mit der "Erwachsenenlogik" nicht mehr weiterkommen.

man kann sich ganz bewußt "dem Kind"zuwenden, es beruhigen, ganz so, wie wir auch ein reales Kind beruhigen würden.
In Krisenzeiten müssen wir den Part guter Eltern übernehmen und uns die Unterstützung geben, die wir gebraucht hätten, als wir klein waren.
 
Kann man diesem "inneren Kind" bei Bedarf nicht klarmachen, dass es mal die Klappe halten soll?

doh das kann man, ich denke mal das DU das gemacht hast ...
keinerlei gefühl für irgendetwas, das innere kind von dmals ist nicht nur negativ besetzt, es charakteresiert sozusagen,alles was mit gefühlen zusammen hängt. wenn da was in der kindheit falsch lief,meldet sich das verdrängte kind eben wieder.
man kann das innere kind positiv leben lassen,wenn man sich anschaut was war und was ist und es nicht verdrängt...

ich kann noch mehr dazu schreiben...doch habe jetzt wenig zeit...
melde mich abends dann nochmal,weil ich das thema auch sehr interessant finde.😉🙂
 

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